Dalkendorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 49′ N, 12° 30′ O | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Rostock | |
| Amt: | Mecklenburgische Schweiz | |
| Höhe: | 54 m ü. NHN | |
| Fläche: | 15,34 km² | |
| Einwohner: | 266 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17166 | |
| Vorwahl: | 039978 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 72 024 | |
| LOCODE: | DE DKP | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | von-Pentz-Allee 7 17166 Teterow | |
| Website: | Dalkendorf auf Amt-Mecklenburgische-Schweiz.de. | |
| Bürgermeister: | Hans Müller | |
| Lage der Gemeinde Dalkendorf im Landkreis Rostock | ||
Dalkendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Dalkendorf in der Mecklenburgischen Schweiz nahe der Stadt Teterow liegt in einem hügeligen Gebiet, das in der Nähe des Ortsteiles Appelhagen fast 100 m ü. NN erreicht (Naturschutzgebiet Teterower Heidberge). Umgeben wird Dalkendorf von den Nachbargemeinden Warnkenhagen im Norden, Thürkow im Nordosten, Teterow im Südosten, Groß Roge im Süden sowie Lalendorf im Westen.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu Dalkendorf gehören die Ortsteile Amalienhof, Appelhagen und Bartelshagen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Amalienhof wurde erstmals 1793 erwähnt. Hier verlebte die Schriftstellerin Fanny Tarnow ihre Jugendjahre. Ihr Vater Johann David Tarnow hatte das Gut nach seiner Ehefrau Amalie von Holstein benannt.[2] Das leerstehende Amalienhofer Gutshaus brannte Ende 2004 aus. Die Eingliederung nach Dalkendorf datiert bereits auf 1950.
Vor 1415 bis 1481 saßen die von Barold auf Appelhagen.[3] Appelhagen stand dann historisch lange im Zusammenhang mit der Adelsfamilie von Zepelin und wurde amtlich 1481 ersterwähnt. Der Besitz wurde innerhalb der weitverzweigten Familie von Zepelin immer wieder gewechselt. Zuletzt gehörte es dem preußisch-mecklenburgischen Zweig der Familie, und zwar den Nachfahren des Generals der Inf. Constantin G. L. von Zepelin (1773–1848). Der letzte Gutsbesitzer vor Ort war der Sohn des Generalmajors Constantin von Zepelin (1841–1913), der Major Werner Constantin von Zepelin-Appelhagen (1876–1965). Er war verheiratet mit Rosa-Marie von Lochow-Petkus (1890–1974), Tochter[4] des europaweit bekannten Saatzüchters Ferdinand III. von Lochow-Petkus und Nichte der Generäle Erich von Lochow und Ewald von Lochow.[5][6] Der Park in Appelhagen am ehemaligen Gutshaus beherbergt zahlreiche schöne Bäume, alte Eichen und eine Sumpfzypresse auf einer Insel im Teich. Dazu gehört eine Kapelle.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Bartelshagen nach Dalkendorf eingegliedert. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Bartelshagen datiert ins Jahr 1629. Hier wirkte ab 1829 der Landwirtschaftsreformer Carl Pogge, der mit dem gleichgesinnten Johann Heinrich von Thünen eng befreundet war.
Am 5. Dezember 1290 taucht der Ort Dalkendorf erstmals in einer Urkunde auf. 1638 war Dalkendorf fürstlicher Besitz und gehörte zu Lütten Wokern (Klein Wokern). 1704 wurde Dalkendorf aus der Gehörigkeit von Klein Wokern gelöst und die Staatsdomäne verpachtet. Das ehemalige Gutshaus besteht heute noch.
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Teterower Heidberge.
- Gutshaus Appelhagen.
- Kapelle Appelhagen.
- Teterower Heidberge.
Historie nach 1990
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die landwirtschaftliche Ertragssteigerung durch neue Methoden machte die Gemeinde jüngst auch überregional bekannt. Die Umgebung Dalkendorfs wird auch heute noch von der Landwirtschaft geprägt. Wenige hundert Meter vom Ortsteil Appelhagen liegt der Teterower Bergring, eine der schönsten Grasbahnen Norddeutschlands. Hier finden seit vielen Jahren international besetzte Motorrad-Rennen statt.
Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Dalkendorf führen Verbindungsstraßen nach Teterow und Lalendorf. Vom 6 km entfernten Teterow bestehen Bundesstraßen-Verbindungen in alle Richtungen. Nahe Lalendorf befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle Güstrow (A 19). In Teterow besteht Bahnanschluss (Bahnstrecke Güstrow–Neubrandenburg).
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Henry Greffrath (1818–1899), deutscher Schriftsteller u. Revolutionär von 1848, geboren in Amalienhof
- Heidi Oetinger (1908–2009), deutsche Verlegerin
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Reinhard Rösler: „Ich gelte für eins der geistreichsten Weiber unseres Zeitalters …“ Die Schriftstellerin Fanny Tarnow in Mecklenburg und anderswo. In: Martin Guntau (Hrsg.): Mecklenburger im Ausland. Historische Skizzen zum leben und Wirken von Mecklenburgern in ihrer Heimat und in der Ferne. Edition Temmen, Bremen 2001, ISBN 3-86108-772-3, S. 62–68.
- ↑ Wolf Lüdeke von Weltzien: Familien in Mecklenburg und Vorpommern. Band 3, Nagold 1992, S. 28.
- ↑ Jost von Lochow: Geschichte des Geschlechts von Lochow. Auflage (erweitert.) 2, Eigenverlag, Wörrstadt 1997, DNB 95324251X, S. 138.
- ↑ Hans Friedrich von Ehrenkrook: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1960. Band V, Band 24 (724) der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, S. 531 f.
- ↑ Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1969. Band X, Band 45 (745) der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1969, S. 163 ff.
