Graz Linien
| Graz Linien | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisinformationen | |||||||||
| Unternehmenssitz | Graz | ||||||||
| Webpräsenz | www.holding-graz.at | ||||||||
| Bezugsjahr | 2007 | ||||||||
| Eigentümer | Holding Graz | ||||||||
| Vorstand | Mark Perz | ||||||||
| Verkehrsverbund | Verbund Linie | ||||||||
| Mitarbeiter | 809 | ||||||||
| Linien | |||||||||
| Straßenbahn | 7, davon
| ||||||||
| Bus | 26, davon
| ||||||||
| Sonstige Linien | Schloßbergbahn Schloßberglifte | ||||||||
| Anzahl Fahrzeuge | |||||||||
| Straßenbahnwagen | 85 | ||||||||
| Omnibusse | 56 Solobusse 113 Gelenkbusse | ||||||||
| Sonstige Fahrzeuge | 1 Cabriobus 3 Reisebusse 1 Informationsbus | ||||||||
| Statistik | |||||||||
| Fahrgäste | 92,7 Mio. pro Jahr | ||||||||
| Haltestellen | ca. 800 | ||||||||
| Betriebseinrichtungen | |||||||||
| Betriebshöfe | 3 (Straßenbahn) 1 (Autobus) | ||||||||
| Linie | Strecke | Haltestellen | Länge |
|---|---|---|---|
| M1 | Eggenberg/UKH – Hauptbahnhof – Jakominiplatz – Berliner Ring | 13 | 11,9 km |
| M2 | Gösting – Jakominiplatz – Don Bosco – Reininghaus – Webling | 14 | 13,5 km |
Linien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Graz Linien bedienen mit zurzeit 8 Straßenbahn- und 26 Autobuslinien den Großteil des innerstädtischen Nahverkehrsnetzes. Als weiterer Service werden an Samstagen, Sonn- und Feiertagen frühmorgens 8 Nachtbuslinien angeboten, die von 0 bis 3 Uhr früh auf vom Zentrum in die Außenbezirke sowie neuerdings auch auf außerhalb von Graz führenden Strecken verkehren.
Den Hauptverkehrsknotenpunkt stellt der Jakominiplatz dar, auf dem alle Nachtbus- und Straßenbahnlinien sowie 8 der 33 regulären Buslinien zusammentreffen. Weitere Verkehrsknotenpunkte sind der Hauptplatz (alle Straßenbahnlinien außer 23) und der Hauptbahnhof (Endstation von sieben Buslinien). Im Zuge des Baus der Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof wurde am 26. November 2012, erstmals in Graz, eine Straßenbahn-Tunnelhaltestelle eröffnet. Somit wird der Hauptbahnhof nun direkt von allen durch die Annenstraße geführten Linien angefahren. Die zuvor am Hauptbahnhof wendenden Linien 3 und 6 fahren daher nun die neue Endstelle „Laudongasse“ an, die sich drei Stationen nach der bisherigen Endstelle befindet und zu diesem Zweck 2010 neu errichtet wurde.
Die letzten Erweiterungen des Netzes waren der Bau der Neutorstrecke mit den zwei neuen Haltestellen Andreas Hofer Platz TIM / Bad zur Sonne Stadtbibliothek.
Liniennummern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Schema der Grazer Linienbezeichnungen umfasst drei Liniennummernbereiche:
- reguläre Straßenbahnlinien erhalten Nummern von 1 bis 9 (wobei 2, 8 und 9 derzeit nicht verwendet werden)
- für Straßenbahn-Sonderlinien sind die Nummern 11 bis 27 vorgesehen. Die 10er-Linien überqueren den Jakominiplatz (z. B. Linie 16), die 20er-Linien wenden am Jakominiplatz (z. B. Linie 23). Die Einerstelle bezeichnet einen (bzw. den) befahrenen Linienast einer regulären Linie. Spätestens mit der Einführung der Linie 13 (die, bis sie 2021 wieder eingestellt wurde, am Wochenende auf jeweils einer Teilstrecke der Linien 4 und 3 verkehrte) wurde dieses Schema jedoch durchbrochen, da die Bezeichnungen 14 und 15 für andere Sonderlinien verwendet worden waren.
- Kann aufgrund von Bauarbeiten ein Teil mehrerer Straßenbahnlinien nicht befahren werden (z. B. Bauarbeiten in der Herrengasse) werden manche Straßenbahnlinien kombiniert geführt und erhalten eine Liniennummer nach dem Format niedrigere Liniennummer/höhere Liniennummer (z. B. Linie 4/7 oder Linie 5/6, die von Liebenau/Puntigam bis zum Jakominiplatz dem Linienverlauf der Linie 4 oder 5 folgt, dort aber an einem anderen Steig hält, von wo an sie dem Verlauf der Linie 7 oder 6 bis zum LKH/St. Peter folgt)
- Buslinien werden von 30 aufwärts nummeriert; dabei werden die Nummern 30 bis 40 für jene Linien vergeben, die über den Jakominiplatz führen. Tangentiallinien haben Nummern im 60er-Bereich, einige Zubringerlinien zu Straßenbahn(end)stationen führen Liniennummern im 70er-Bereich, wobei die Einerstelle die betreffende Straßenbahnlinie angibt (z. B. 74 als Zubringer von Thondorf zur Endstation Liebenau/Murpark der Straßenbahnlinie 4). Bei linienmäßigen Kurzführungen wird die Liniennummer um ein „E“ ergänzt (z. B. befahren die Busse der Linie 34E nur eine Teilstrecke der Linie 34), gibt es mehr als eine linienmäßige Kurzführung wird eine um ein „E“, die andere um ein „A“ ergänzt (Stand Januar 2026 nur auf der Linie 65 und 65E). Überquert eine Linie die Kernzonengrenze, wird die Nummer um ein „U“ (für Umland) ergänzt (z. B. Linie 76U von Schulzentrum St. Peter nach Grambach bzw. Hausmannstätten oder Premstätten b. Vasoldsberg). Diese Bezeichnung ist notwendig, um die Linien als Stadtbusse, die die Stadt- bzw. Kernzonengrenze überqueren, zu kennzeichnen und dennoch ein Unterscheidungsmerkmal zu Regionalbussen zu bieten, da Regionalbusse nicht für Fahrten innerhalb von Graz genutzt werden dürfen, die Stadtbuslinien mit einem U in der Liniennummer allerdings schon.
Darüber hinaus werden für außerplanmäßige Einschubkurse (z. B. nach Betriebsstörungen) und auf Fahrzeugen, für die es keine entsprechenden Linientafeln gibt oder auf denen sie nur schwierig zu wechseln sind, (z. B. Straßenbahnwagen mit Blech-Liniennummer) auch die Kennzeichnungen „E“ (Straßenbahn und Bus) und 88 oder 99 (Innenanzeigen in Bussen) verwendet.

Straßenbahnlinien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Farben der Straßenbahnlinien entsprechen der Farbgebung des offiziellen Liniennetzplans. Die Beschriftung bei den Straßenbahngarnituren der Reihe 500 ist einheitlich Grün auf schwarzem Grund bei LCD- oder Orange auf schwarzem Grund bei LED-Anzeigen bei allen anderen Straßenbahntypen.
Eggenberg/UKH – Hauptbahnhof
–
– Jakominiplatz – Mariatrost
Andritz – Jakominiplatz – Krenngasse
Reininghaus – Hauptbahnhof
–
– Jakominiplatz – Ostbahnhof
/
– Liebenau/Murpark
/
Andritz – Jakominiplatz – Puntigam 
Smart City/Peter-Tunner-Gasse – Hauptbahnhof
–
– Jakominiplatz – St. Peter
Wetzelsdorf – Hauptbahnhof
–
– Jakominiplatz – LKH Med Uni/Klinikum Nord- 16 Smart City/Peter-Tunner-Gasse – Hauptbahnhof
–
– Stadtbibliothek/Bad zur Sonne – Jakominiplatz – St. Peter - 17 Wetzelsdorf – Hauptbahnhof
–
– Stadtbibliothek/Bad zur Sonne – Jakominiplatz – LKH Med Uni/Klinikum Nord
Krenngasse – Jakominiplatz
Buslinien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Citypark – Österreichische Gesundheitskasse – Geidorf
Harter Straße – Uni-ReSoWi
Harter Straße – Jakominiplatz (Abend- und Wochenendverkehr)
Jakominiplatz – Seiersberg
Jakominiplatz – Peter-Rosegger-Straße
Jakominiplatz – Thondorf
Jakominiplatz – Dr. Renner-Schule
Wirtschaftskammer – Urnenfriedhof
Gösting – Jakominiplatz
St. Leonhard / Klinikum Mitte – Dürrgrabenweg
Dürrgrabenweg – Andritz (nur abends sowie sonn- und feiertags)
Gösting – Thal – Kötschberg- 48S Gösting – Thalersee
Zentralfriedhof – Hauptbahnhof – Ziegelstraße
Andritz – Ziegelstraße- 52Z Hauptbahnhof – Zentralfriedhof
Hauptbahnhof – Stattegg-Fuß der Leber
Hauptbahnhof – Ragnitz
Krenngasse – Lustbühel
Berliner Ring – Krenngasse
Puntigam – WKO-Wifi/tim
Hauptbahnhof – Schulzentrum St. Peter
St. Leonhard / Klinikum Mitte – Puntigam
St. Leonhard / Klinikum Mitte – Liebenau/Murpark (nur abends sowie sonn- und feiertags)
Puntigam – Grottenhofstraße – Reininghaus – Gösting
Peter-Rosegger-Straße – Reininghaus – Gösting (Teilabschnitt der Linie 65, nur abends sowie sonn- und feiertags)
Schulzentrum St. Peter – Grottenhofstraße
Dr.-Renner-Schule – Zanklstraße
Jakominiplatz – Zanklstraße (nur abends sowie sonntags)
St. Peter – Lustbühel
St. Peter – Petri Au
Liebenau/Murpark – Walter Percy Chrysler Platz – Schulzentrum St. Peter
Liebenau/Murpark – Thondorf
Liebenau/Murpark – Center Ost – Raaba Kreisverkehr
Gedersberg Kirchweg / Pirka – Puntigam
Puntigam Bahnhof – Rudersdorf – Feldkirchen Raiffeisenplatz
Stifting – St. Leonhard / Klinikum Mitte

Nightlines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nightlines der GL verkehren in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen, jeweils um 00:30, 01:30 und 02:30 Uhr ab Jakominiplatz. Die Nachtbuslinien verkehren hauptsächlich entlang der Straßenbahnlinien oder stark ausgelasteten Buslinien.
Gösting – Smart City – Hauptbahnhof – Jakominiplatz – Mariatrost – P+R Fölling
Wirtschaftskammer – Universität – Jakominiplatz – Hauptbahnhof – Reininghaus – Harter Straße
Gösting – Jakominiplatz – Krenngasse – Raaba – P+R Pachern
Jakominiplatz – Liebenau/Murpark – Dörfla – Hausmannstätten – Fernitz – Gössendorf
Unterpremstätten – Wundschuh – Werndorf – Laa – Kalsdorf bei Graz – Feldkirchen – Puntigam – Jakominiplatz
Unterpremstätten – Seiersberg – Jakominiplatz – St. Peter
Karl-Etzel-Weg – Wetzelsdorf – Jakominiplatz – St. Leonhard – Stifting – Ragnitz
Jakominiplatz – Thondorf- N9 Jakominiplatz – Oberandritz – Andritz
Schienenersatzverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Falls eine Straßenbahnlinie wegen Bauarbeiten oder in Folge einer Betriebsstörung nicht befahren kann, erhält der Ersatzverkehr die Liniennummer E+Liniennummer(n) der Straßenbahnlinie(n), die er ersetzt, z. B. im Frühjahr 2017 E4,5 als Ersatz für die Linien 4 und 5 zwischen Andritz und Jakominiplatz oder ab Frühling 2021 E1 als Ersatz für die Linie 1 zwischen Hilmteich / Botanischer Garten und Mariatrost.
Wagenpark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Busse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1999 werden Busse des Typs Mercedes-Benz Citaro eingesetzt. Die letzten Busse der ersten Citaro-Generation (2006) wurden im Juni 2019, die Facelift-Modelle Ende 2020 ausgemustert. Seit Ende 2004 fährt die Busflotte mit Biodiesel, Ausnahme waren vier Busse mit Erdgasantrieb, die von 2009 bis 2020 unterwegs waren und weitere vier Busse mit Elektroantrieb. Seit 2018 sind alle Busse klimatisiert. Im August 2022 konnten die ersten hybridelektrischen Busse im Fuhrpark aufgenommen werden.[10]
In der Kärntner Straße befindet sich das Buscenter, in dem alle Busse der Graz Linien abgestellt und gewartet werden.
Aktuell verfügen die Verkehrsbetriebe über (nach Auslieferung sortiert):
| Nr. | Stück | Hersteller | Bauart | Typ | Antrieb | Auslieferung | Bemerkungen | Foto |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3 | 1 | MAN, Eigenumbau | Cabriobus | MAN SL 200 | Diesel Euro III | 2003 | Cabriobus, umbau eines MAN SL 200 | |
| 1 | Neoplan | Reisebus | Neoplan Cityliner | Diesel Euro VI | 2024 | |||
| - | 2 | Volvo | Reisebus | Volvo 9700HD | Diesel EEV | ? | Fahrschul-, Sonder- und Reisefahrten | |
| 119–122 | 4 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 2 N3 | Diesel Euro VI | 2016 | ||
| 16–23 | 8 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2016 | ||
| 24–43 | 20 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2017 | ||
| 70–105 | 36 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 2 N3 | Diesel Euro VI | 2017/2018 | ||
| 106–118 | 13 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 2 N3 | Diesel Euro VI | 2019 | ||
| 165–181 | 17 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2019 | ||
| 44+45 | 2 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2019 | ||
| 46–50 | 5 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2020 | ||
| 51–59 | 9 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel Euro VI | 2021 | ||
| 182–198 | 17 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G Hybrid | Hybridelektrisch Euro VI | 2022 | ||
| 940 | 1 | Hyundai | Solobus (11 m) | ELEC CITY Fuel Cell | Wasserstoff | 2022 | Wasserstoffbus | |
| 132–164 | 33 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G Hybrid | Hybridelektrisch Euro VI | 2023/2024 | ||
| 941+942 | 2 | Mercedes-Benz | Solobus (11 m) | eCitaro | Batteriebus | 2025 | batterieelektrisch | |
| 950+951 | 2 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | eCitaro G | Batteriebus | 2025 | batterieelektrisch |
| Wagennummer | Stück | Auslieferung | Hersteller | Bauart | Typ | Antrieb | Ausmusterung | Bemerkung | Foto |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 15–29 | 15 | 1999/2000 | Mercedes-Benz | Dreiachser (15 m) | Citaro 1 L | Diesel Euro III | 2010–2015 | ||
| 30–48 | 19 | 2004 | Mercedes-Benz | Dreiachser (15 m) | Citaro 1 L | Diesel Euro III | 2017/2018 | ||
| 100–118 | 19 | 2006 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 1 N3 | Diesel Euro III | 2018/2019 | ||
| 165–181 | 17 | 2006 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 1 G | Diesel Euro III | 2018/2019 | ||
| 57–60 | 4 | 2009 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 1 Facelift CNG | Erdgas | 2020 | Die bisher letzten Erdgas-Busse in Graz | |
| 9 | 1 | 2013 | Mercedes-Benz | Kleinbus | Sprinter City 77 | Diesel Euro VI | 2020 | ||
| 182–198 | 17 | 2012 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel EEV | 2022 | ||
| 130+131 | 2 | 2013 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 2 N3 | Diesel EEV | 2023 | Ein Fahrzeug wurde an die Stadtwerke Leoben verkauft | |
| 132–164 | 33 | 2013 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel EEV | 2023/2024 | ||
| 941 | 1 | 2022 | MAN | Solobus (12 m) | Lion’s City 12E | batterieelektrisch | 2024 | ||
| 15 | 1 | 2015 | Mercedes-Benz | Gelenkbus (18 m) | Citaro 2 G | Diesel | 2025 | ||
| 123-129 | 7 | 2015 | Mercedes-Benz | Solobus (12 m) | Citaro 2 | Diesel | 2025 |
Seit 2004 sind alle Linienbusse Niederflurbusse. 2010 ging der erste serienreife Hybridbus von Volvo in eine dreijährige Testphase.[11]
Ein besonderes Angebot stellt der sogenannte „Cabrio-Bus“ dar, ein früherer Linienbus, dem das Dach abgenommen wurde, und der in den Sommermonaten für Stadtrundfahrten zu historischen Orten in Graz und für „Vollmondfahrten“ genutzt wird. Bei schlechtem Wetter dient eine Plastikplane als Schutz.[12]
Zwischen 1. Oktober 1941 und 26. August 1967 gab es auch eine O-Bus-Strecke mit zwei Linien (O1, O2) nach Straßgang und zwischen dem 19. Jänner 1952 und dem 13. Dezember 1964 eine weitere Strecke mit zwei Linien (O3, O4) nach Liebenau/Dörfla.[1] 2007 wurde im Grazer Gemeinderat die Wiedereinführung von O-Bussen diskutiert. Eine Studie ergab, dass der Parallelbetrieb eines dritten Transportsystems aus Kostengründen für das Verkehrsunternehmen nicht sinnvoll ist.[13]
Straßenbahnwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Straßenbahn-Wagenbestand der Graz Linien besteht aus vier (bald fünf) verschiedenen Typen (regelmäßig im Einsatz):
| Nummern | Stück | Hersteller | Typ | Baujahr(e) | Länge in m | Bemerkungen | Foto |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 501–510 | 10 | SGP Graz | Typ Mannheim | 1978 | 25,34 m | durchgehend hochflurig, dreiteilig | |
| 601–612 | 12 | SGP Graz | 1986/1987 | 27 m | 1999 wurden nachträglich Niederflur-Mittelteile eingebaut, nun dreiteilig | ||
| 651–668 | 18 | Bombardier | Cityrunner | 2000/2001 | 27 m | 100 % Niederflur | |
| 201–245 | 45 | Stadler Rail | Variobahn | 2009–2015 | 27 m | 100 % Niederflur, Klimaanlage | |
| 541-571 | 31 | Alstom | Flexity | ab 2024 | 33,81m | Einsatz seit 27. Mai 2026, 100 % Niederflur[14] |
Alternative Antriebsmodelle für Busse im Test
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrobusse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Linie 50 (Hauptbahnhof S – Zentralfriedhof) wurde von 18. April 2017 bis zum Frühjahr 2019 im Probebetrieb elektrisch betrieben. Die beiden 12 Meter langen E-Busse werden dabei zusätzlich zu normalen Dieselbussen als Verstärker eingesetzt. Sie sind gut durch ihre von der restlichen Busflotte der Graz Linien abweichende Gestaltung erkennbar. Der Einsatz von Elektrobussen auf der Linie 34E begann im Dezember 2017 und dauerte bis zum Herbst 2018. Dafür kamen Systeme vom bulgarischen Hersteller Chariot Motors und von der chinesischen Firma CRRC zum Einsatz.[15][16]
Ursprünglich war geplant, beide Linien bereits ab Oktober 2016 im Testbetrieb elektrisch zu betreiben. Aufgrund technischer Probleme (Lenkung, Türsteuerung, Verkabelung etc.) verzögerte sich der Einsatz im Fahrgastbetrieb um 14 (Linie 34E) bzw. 7 Monate (Linie 50).[17]
Seit 2018 gab es immer wieder Testeinsätze von Elektrobussen der Firmen Heuliez Bus, Irizar und EvoBus auf diversen Linien.
Wasserstoffbusse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte August 2019 wurde bei den Graz Linien und der Österreichischen Postbus AG ein Wasserstoffbus von Solaris getestet. Ab 2023 sollte im Rahmen des Projektes „move2zero“ auf der Linie 66 ausschließlich Wasserstoffbusse unterwegs sein.[18] Im August/September 2021 war ebenfalls ein Wasserstoffbus von Solaris in Graz im Einsatz.[19] Am 16. September 2021 wurde im Grazer Gemeinderat für die Anschaffung und den Test eines Wasserstoffbusses von der Firma Hyundai ein Budget von 250.000 Euro beschlossen. Im März 2022 wurde bekannt gegeben, dass der Bus gekauft wurde, dieser sollte ab Juni 2022 im Fahrgasteinsatz fahren.[20] Der Bus konnte im April 2023 den Linienbetrieb aufnehmen.[21]
Besonderheiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Straßenbahnlinie 2, die einst ringförmig um das Zentrum verkehrte, wurde im Jahr 1971 eingestellt. Der Grazer Gemeinderat möchte jedoch wieder eine solche Ringlinie zur Universität einrichten lassen.
Der Jakominiplatz ist der Innenstadt-Knotenpunkt der Verkehrsbetriebe, den alle Straßenbahnlinien passieren und von dem einige Buslinien ausgehen. Wendeschleifen, die dort 1996 eingerichtet wurden, erlauben nun einen Weiterbetrieb der Straßenbahn südlich der etwa für Großveranstaltungen gesperrten Herrengasse.
Von den GL wird auch die Standseilbahn auf den Schlossberg betrieben; die Nutzung erfolgt mit Fahrscheinen des steirischen Verkehrsverbundes ohne einen Extra-Tarif. Einer anderen Sparte der Holding Graz, den Freizeitbetrieben untersteht der Aufzug im Schlossberg. Für diesen müssen eigene Fahrscheine gelöst werden.
Die im Herbst 2014 eröffnete Grazer Märchenbahn im Schlossberg, Nachfolger der Märchengrottenbahn, wird autonom vom Kindermuseum Graz betrieben.
Gestückelter Tunnel für die Straßenbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit der Tieferlegung der Straßenbahn am Hauptbahnhof am 26. November 2012 wurde der Bahnhofgürtel auch für Kfz durchlässiger gemacht. Passagiere der Straßenbahn finden allerdings keinen niveaugleichen Anschluss an die Unterführung zu den Bahnsteigen des Bahnhofs oder zur Annenpassage mit Geschäften vor, sondern müssen für diese Ziele hinauf und wieder hinunter. Das Bauwerk kommt mit zwei relativ kurzen Untergrundpassagen aus, da es sich im Bereich der Haltestelle nach oben öffnet. Dadurch konnten hohe Kosten für Sicherheitsauflagen, die für „echte“ (= längere) Tunnels gelten, vermieden werden. Diese Sicherheitsauflagen hätten es auch unmöglich gemacht, den Tunnel in der Nacht oder im Falle von Schienenersatzverkehren mit Bussen zu befahren.
Jakoministraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa auf der mittleren Hälfte der Länge dieser schmalen Straße wird zu Schwachlastzeiten tagsüber die nordwärts fahrende Richtung der Straßenbahn an die linke Fahrbahnseite geführt, damit auf der Osthälfte der Fahrbahnbreite Ladetätigkeiten mit Kfz durchgeführt werden können.
Murgasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Murgasse ist besonders schmal und führt starken Fußgängerverkehr. Im Zuge der Einführung von einige Zentimeter breiteren Bim-Garnituren wurden die Gleise und Gehsteigrandleisten neu verlegt.
Nach einem tödlichen Zusammenstoß mit einer jungen Frau, die aus der Quergasse Paradeisgasse kommend auf ein Gleise trat, wurde für die Straßenbahn um 2015 ein Tempo 20 km/h Limit in der Murgasse eingeführt.
Straßenbahn ehemals auch für Gütertransport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Laut einem Exkursionsführer zu historischen Wohnbauten in Graz wurde die Straßenbahnlinie 7 auch für Transporte von Schotter genutzt.[22] In einer historischen Darstellung der Einrichtungen des Landeskrankenhauses/Klinikum Graz sind Fotos der Kohleversorgung des Heizhauses des LKH zu sehen. Es sind spezielle Waggons abzweigend von der Linie 7 vom alten Eingang/Einfahrt des LKH (gegenüber ehemaligem „Schanzlwirt“) bergauf an der ehemaligen Konsulatsvilla Jugoslawiens vorbei geschoben/gezogen von zuletzt auf Linie 2 fahrenden Straßenbahnwagen mit Doppelführerstand verwendet worden. Geholt wurden diese Waggons direkt aus dem Graz-Köflacher Bahnhof (mit Kohlelager) in den Gleiskörper der Linien 1 und 7 an der Stelle der Landesstelle Graz der PVA (Sozialversicherung) westlich der sogenannten Eggenberger Unterführung und dann weiter entlang der Linie 7. Diese Waggons sind noch im Tramway-Museum vorhanden.
Unfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa in den 1950er Jahren kollidierte eine Straßenbahn an der Kreuzung Hauptbrücke (heute Erzherzog-Johann-Brücke) – Südtirolerplatz mit einem Tankwagen mit Treibstoff, der sich im Zuge des Unfalls entzündete.
Unfall Murgasse oben erwähnt.
Nachdem 2022–2025 zwei tödliche Unfälle mit Radfahrern an den Querungsmöglichkeiten der selbständigen Gleistrasse an der Ostseite der Conrad-von-Hötzendorfstraße geschahen wurden Ende November 2025 an der Unfallstelle Kreuzung Schießstattgasse die Achsen für Radverkehr Z-förmig verzogen und ausreichend lange Aufstellflächen für Fahrräder geschaffen.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans Sternhart: Straßenbahn in Graz. Verlag Josef Otto Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-54-5.
- Martin Harák: Straßenbahnen der k.u.k. Donaumonarchie. bahnmedien.at, Wien 2015, ISBN 978-3-9503304-9-6; S. 303–305
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 O-Bus Graz
- ↑ Metro Graz. Abgerufen am 9. April 2021.
- ↑ Bernd Hecke: 200.000 Passagiere am Tag: Grazer U-Bahn-Bau soll 3,33 Milliarden Euro kosten. 23. Februar 2021, abgerufen am 26. März 2021.
- ↑ U-Bahn in Graz: Das sind die konkreten Pläne. Abgerufen am 26. März 2021.
- ↑ Gerald Winter-Pölsler: OGM-Umfrage: Die Grazer U-Bahn-Idee hat auch bei ÖVP-Wählern keine Mehrheit. 7. September 2021, abgerufen am 7. September 2021.
- ↑ Gerald Winter-Pölsler: Kleinen Zeitung Graz vom 7. September 2021. 7. September 2021.
- ↑ Bernd Hecke: Koalitionsgespräche in Graz: Aus für U-Bahn, volle Kraft für Tram. Abgerufen am 29. Oktober 2021.
- ↑ Stadtportal der Landeshauptstadt Graz, Sarah Tatschl: Öffentlicher Verkehr: Präsentation des Endberichts. Abgerufen am 24. Mai 2022.
- ↑ Endbericht Alternative Öffikonzepte. (PDF) Abgerufen am 24. Mai 2022.
- ↑ Neue Hybridgelenker im Einsatz – Seite 2. Abgerufen am 23. August 2022 (deutsch).
- ↑ Geschichte der Linien ( vom 3. September 2011 im Internet Archive)
- ↑ Cabriobus & Co. Abgerufen am 13. Dezember 2021.
- ↑ Styria mobile ( vom 8. April 2014 im Internet Archive)
- ↑ Dieter: Erste „Flexity“-Tram seit heute unterwegs. In: Holding Graz. 27. Mai 2026, abgerufen am 30. Mai 2026.
- ↑ Graz: Elektrobus-Testphase ab Ende September
- ↑ Graz startet Pilotprojekt mit E-Bussen aus China
- ↑ Was ist da los? E-Busse dürfen nicht auf Grazer Straßen auf kleinezeitung.at
- ↑ move2zero: Innovatives Förderprojekt zur Dekarbonisierung der Grazer Busse, auf holding-graz.at
- ↑ Nachhaltig: Graz fährt auf Wasserstoff ab. 24. August 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2021; abgerufen am 30. August 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Michael Saria: Wasserstoff: Dieser Bus hat das emissionsfreie Rennen in Graz gewonnen. 2. März 2022, abgerufen am 5. März 2022.
- ↑ Wasserstoffbusse für Graz. Abgerufen am 13. April 2023 (deutsch).
- ↑ http://www.firmenabc.at/projekt-kooperatives-wohnen_JfbB Marlis Nograsek, AK Wohnbau SS 2012, Exkursionsführer: Wohnqualität im Wandel der Zeit am Beispiel Graz.








