Grasshopper Club Zürich
| Grasshoppers | ||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Grasshopper Club Zürich | |||||||||
| Sitz | Zürich, Schweiz | |||||||||
| Gründung | 1. September 1886 | |||||||||
| Farben | Blau, Weiss | |||||||||
| Vorstand | Peter Fanconi (Präsident des Zentralvorstands) | |||||||||
| Website | gcz.ch | |||||||||
| Erste Fussballmannschaft | ||||||||||
| Cheftrainer | ||||||||||
| Spielstätte | Letzigrund | |||||||||
| Plätze | 26 104 | |||||||||
| Liga | Super League | |||||||||
| 2025/26 | 11. Platz | |||||||||
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| Nr. | Trainer | Zeit | Daten | Titel | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| von | bis | Tage | Sp. | S | U | N | Siegesquote | |||
| 1 | 15. Juli 2000 | 21. Okt. 2001 | 493 | 53 | 26 | 9 | 18 | 49,1 % | Schweizer Meister 2000/01 | |
| 2 | 17. Feb. 2002 | 2. Okt. 2003 | 592 | 79 | 42 | 20 | 17 | 53,2 % | Schweizer Meister 2002/03 | |
| 3 | 15. Feb. 2004 | 2. Okt. 2004 | 230 | 23 | 9 | 11 | 3 | 39,1 % | ||
| 4 | 20. Feb. 2005 | 11. Dez. 2005 | 294 | 44 | 18 | 14 | 12 | 40,9 % | ||
| 5 | 12. Feb. 2006 | 19. Mai 2007 | 461 | 65 | 25 | 19 | 21 | 38,5 % | ||
| 6 | 18. Juli 2007 | 30. Mai 2009 | 682 | 79 | 32 | 23 | 24 | 40,5 % | ||
| 7 | 11. Juli 2009 | 14. Apr. 2012 | 1008 | 109 | 44 | 17 | 48 | 40,4 % | ||
| 8 | 21. Apr. 2012 | 1. Juni 2013 | 406 | 49 | 23 | 14 | 12 | 46,9 % | Schweizer Cup 2012/13 | |
| 9 | 14. Juli 2013 | 6. Dez. 2014 | 510 | 67 | 29 | 16 | 22 | 43,3 % | ||
| 10 | 15. Jan. 2015 | 11. März 2017 | 786 | 94 | 33 | 24 | 37 | 35,1 % | ||
| 11 | 18. März 2017 | 24. Aug. 2017 | 159 | 19 | 6 | 5 | 8 | 31,6 % | ||
| 12 | 10. Sep. 2017 | 10. Apr. 2018 | 212 | 26 | 9 | 7 | 10 | 34,6 % | ||
| 13 | 23. Apr. 2018 | 4. März 2019 | 253 | 30 | 7 | 4 | 19 | 23,3 % | ||
| 14 | 6. März 2019 | 9. Apr. 2019 | 34 | 5 | 0 | 3 | 2 | 0,0% | ||
| 15 | 9. Apr. 2019 | 9. Feb. 2020 | 306 | 32 | 11 | 11 | 10 | 34,4 % | Relegation Challenge League | |
| 16 | 10. Feb. 2020 | 15. Mai 2020 | 95 | 2 | 1 | 0 | 1 | 50,0 % | ||
| 17 | 15. Mai 2020 | 5. Aug. 2020 | 82 | 13 | 7 | 3 | 3 | 53,8 % | ||
| 18 | 6. Aug. 2020 | 10. Mai 2021 | 277 | 37 | 20 | 7 | 10 | 54,1 % | ||
| 19 | 11. Mai 2021 | 8. Juni 2021 | 28 | 2 | 1 | 1 | 0 | 50,0 % | Challenge-League-Sieger 2020/21 (Aufstieg) | |
| 20 | 9. Juni 2021 | aktuell | 431 | 43 | 12 | 16 | 15 | 27,9 % | ||
| Stand: 14. August 2022 | ||||||||||
Saison 2001/02 und Trainer Marcel Koller
2001/02 hatte GC wieder die Chance auf die Champions-League-Qualifikation. Gegner war der FC Porto. Vor 47'000 Zuschauern spielte man im Stadion Das Antas in Porto 2:2. Im Rückspiel stand es 15 Minuten vor dem Ende 1:2, doch Deco beendete die Träume der Stadtzürcher mit einem weiteren Treffer. Am Ende verloren die Grasshoppers mit 2:3 und mussten im UEFA-Cup weitermachen. Dort besiegten sie Dinamo Bukarest (3:1/3:1), FC Twente Enschede (4:1/2:4) und scheiterten schliesslich an Leeds United (1:2/2:2).
In der Meisterschaft konnte man den FC Basel in drei von vier Direktbegegnungen schlagen, aber die Stadtzürcher leisteten sich zu viele Punktverluste gegen die anderen Vereine. In der Winterpause wurde Trainer Hanspeter Zaugg durch Marcel Koller ersetzt. Der Ex-GCZ-Trainer Christian Gross hatte in Basel mittlerweile eine starke Mannschaft zusammengestellt und gewann den ersten Meistertitel des Erzrivalen FC Basel seit 22 Jahren. Die Grasshoppers verloren auch den Cupfinal im «Joggeli» (St. Jakob-Park). Ein von Boris Smiljanić verschuldeter Handspenalty in der 113. Minute wurde von Ex-GC-Spieler Murat Yakin zum 2:1-Schlussresultat für Basel verwandelt. Der Uruguayer Richard Núñez gewann die Torjägerkrone der Saison 2001/02 mit 28 Saisontoren.
Für die Saison 2002/03 verpflichtete der Grasshopper Club zwei neue Argentinier. Als Abwehrchef kam Fernando Gamboa, der zuvor für Clubs wie CSD Colo-Colo, River Plate und die Boca Juniors gespielt hatte. Als Stürmer wurde Antonio Barijho von den Boca Juniors verpflichtet. Die junge Mannschaft von Marcel Koller startete stark in die Meisterschaft. Das erste Spiel gegen den Aufsteiger FC Wil gewann sie mit 4:1. Der GCZ gewann die ersten sechs Spiele und lag in der Winterpause zwei Punkte vor dem FC Basel. Im UEFA-Cup schlug er Zenit St. Petersburg (3:1/1:2), scheiterte aber in der nächsten Runde an PAOK Saloniki durch ein Gegentor in der Nachspielzeit (1:1/1:2). Im Schweizer Cup verloren die Grasshoppers den Halbfinal im Elfmeterschiessen bei Neuchâtel Xamax. In der Meisterschaft lieferten sich die Zürcher und die Basler weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der 30. Runde schien der FC Basel zum ersten Mal am Grasshopper Club vorbeiziehen zu können. Doch der GCZ glich in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Neuchâtel Xamax aus, während der FCB mit 2:0 gegen den BSC Young Boys verlor. Weil die Stadtzürcher anschliessend nicht verloren und das Direktduell ebenfalls 2:2 ausging, wurde der GCZ zum 27. Mal Schweizer Meister. Er lag seit dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze und am Schluss einen Punkt vor dem FC Basel.
Saison 2003/04 und Neuausrichtung in der Saison 2004/05
Die Finalrunde wurde ab der Meisterschaft 2003/04 abgeschafft. Der Grasshopper Club startete schlecht in die Meisterschaft. Die Champions-League-Qualifikation war nach einem 1:0-Heimsieg über AEK Athen aber greifbar nahe. Eine 3:1-Niederlage in Athen bedeutete jedoch wiederum, dass es im UEFA-Cup weiterging. Dort schied man gegen Hajduk Split aufgrund der Auswärtstorregel aus (1:1/0:0). Der weitere Meisterschaftsverlauf verlief enttäuschend, sodass Meistertrainer Marcel Koller nach zwölf Spielen im Anschluss an eine Niederlage gegen seinen früheren Arbeitgeber FC Wil zurücktrat. Carlos Bernegger übernahm seinen Posten ad interim bis zur Winterpause und wurde danach von Alain Geiger beerbt. Der Lichtblick dieser Saison waren das Auftreten im Schweizer Cup und der Halbfinalsieg im Zürcher Derby. Der GCZ lag dabei nach 83 Minuten gegen den FC Zürich mit 2:5 im Rückstand, doch das Spiel wurde nach Verlängerung mit 6:5 gewonnen. In der Meisterschaft belegte er Rang sieben mit fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Der Cupfinal wurde gegen den späteren Absteiger FC Wil mit 2:3 verloren. Am 4. Juni 2004 starb der langjährige GCZ-Förderer und «Gärtner der Nation» Werner H. Spross.
Auch 2004/05 war zu Saisonbeginn keine Steigerung zu sehen, sodass Alain Geiger schon vor der Winterpause durch Interimstrainer Carlos Bernegger ersetzt wurde. GCZ lag auf Rang sieben und war im Cup an der AC Bellinzona gescheitert. Walter Brunner wurde neuer Präsident. Es kam zu einer kompletten Neuausrichtung, das Budget und die Löhne wurden gekürzt. Während der Saison wurde Ex-Hopper Hanspeter Latour vom FC Thun als neuer Trainer zurückgeholt. Die Resultate wurden besser, der GCZ beendete die Meisterschaft auf Rang drei und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. In der Saison 2005/06 starteten die Grasshoppers harzig. Je länger die Meisterschaft dauerte, desto besser spielten sie. Jedoch wurde die Verletztenliste stetig länger. Die Hoppers beendeten die Herbstrunde auf Rang drei. Im Swisscom Cup schieden sie in der zweiten Runde gegen den FC Winterthur aus. Im UEFA-Cup schafften die Hoppers gegen Wisła Płock und Myllykosken Pallo -47 den Einzug in die Gruppenspiele. Dort verloren die Stadtzürcher alle vier Spiele und beendeten die Gruppenphase auf dem letzten Platz.
In der Winterpause wechselte Trainer Hanspeter Latour zum 1. FC Köln und wurde durch den 92-fachen bulgarischen Internationalen Krassimir Balakow ersetzt. Mit Balakow erreichte man Platz vier und qualifizierte sich für den UI-Cup.
Saison 2006/07 bis 2008/09
In der Saison 2006/07 spielte der GCZ eine starke Vorrunde und lag mehrere Wochen auf Platz eins der Tabelle. Zudem erreichten die Hoppers via UI-Cup die Gruppenphase des UEFA-Cups, wo sie wie im Vorjahr punktelos blieben und ausschieden. In der Winterpause wurden zahlreiche neue Spieler verpflichtet, die grösste Beachtung fand der Transfer von Aílton zum GCZ. Die Rückrunde allerdings missriet, schliesslich resultierte der sechste Platz. Im April 2007 kündigte der komplette Verwaltungsrat um Präsident Brunner seinen Rücktritt an. Einige Tage später wurde die neue Führung vorgestellt, unter ihnen Roger Berbig als Präsident, Erich Vogel als Vizepräsident und Sportchef und Heinz Spross, Neffe des verstorbenen Werner H. Spross, als neuer Financier. Als erste Amtshandlung entliess die neue Führung Krassimir Balakow im Mai 2007 noch vor dem letzten Spiel der Meisterschaft, bei dem die Mannschaft interimistisch von Carlos Bernegger trainiert wurde.
Im Sommer 2007 wurde Hanspeter Latour wieder als Cheftrainer zurückgeholt. Seine Co-Trainer waren zunächst Murat Yakin sowie Walter Grüter, die vom Zweitligisten Concordia Basel zu den Zürchern wechselten. Latour erhielt wie seine Assistenten einen Dreijahresvertrag. In der Winterpause wechselte Co-Trainer Murat Yakin zum FC Frauenfeld und wurde durch Mats Gren ersetzt. Diese Saison begann für GC schlecht. Die Grasshoppers verloren zu viele Punkte wegen Gegentoren in der Nachspielzeit. Nach 10 Runden lagen sie nach einer 3:5-Niederlage gegen den FC St. Gallen auf dem letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft steigerte sich gegen Ende der Hinrunde. Ihr Höhepunkt war der 2:1-Sieg über den Stadtrivalen FC Zürich. Das bedeutete gleichzeitig den 100. Derbysieg. Trotz der Steigerung verlor GC im Cup gegen den FC Basel. Nach 18 Runden belegte GC Platz sieben. Mit am Rückrunden-Erfolg beteiligt waren der Torhüter Eldin Jakupović, der im Herbst von Lokomotive Moskau zu den Zürchern stiess, und der junge argentinische Stürmer Raúl Bobadilla, der am Saisonende hinter YB-Captain Hakan Yakin den zweiten Platz in der Torschützenliste belegte. Die Saison 2007/08 beendete GC auf dem vierten Platz. In der Meisterschaft 2008/09 wurde der 4. Platz erreicht. Meister wurde der Stadtrivale FC Zürich.
Hochstapler-Investor 2009
Im Frühjahr 2009 drohte GC ohne frische Finanzen der Verlust der Lizenz, sie wurde dem Verein in der ersten Instanz verweigert.[4] Erich Vogel und Heinz Spross unterschrieben einen Vertrag, der zu Investitionen von hunderten von Millionen führen sollte. Beim vermeintlichen Spross einer Affäre im arabischen Raum handelte es sich aber um einen mittellosen Hilfsarbeiter.[5][6]
Seit Saison 2009/10
Hanspeter Latour wurde trotz bis 2010 laufendem Vertrag beurlaubt und durch Ciriaco Sforza ersetzt. Die Saison 2009/10 wurde mit dem 3. Platz beendet. In der Rückrunde waren die Grasshoppers das zweitstärkste Team. Ausserdem wurden der FC Basel und der FC Zürich jeweils mit 4:0 besiegt.
Am 13. April 2012 gab der Club bekannt, dass Trainer Ciriaco Sforza auf eigenen Wunsch nach dem Spiel am folgenden Tag zurücktreten werde.[7] Ebenfalls im April 2012 übernahm der frühere Swiss-Chef André Dosé das Präsidentenamt beim Grasshopper Club. In seiner Amtszeit wurde GC im Jahr 2013 Cupsieger und rangierte in der Meisterschaft hinter dem FC Basel auf dem zweiten Rang. Jedoch musste Dosé am 22. September 2013 einen Rückschlag verarbeiten, als das gemeinsame Stadionprojekt mit der Stadt Zürich und dem FC Zürich in einer Volksabstimmung knapp scheiterte. Dies nachdem das privat finanzierte, später auf juristischem Weg von den Gegnern erfolgreich bekämpfte Vorgängerprojekt auf dem Hardturm-Areal im Jahre 2003 von der Zürcher Stimmbevölkerung noch klar gutgeheissen worden war. Bereits nach 18 Monaten trennten sich der Verein und der Präsident wieder, da die kurzfristigen sportlichen Ambitionen unter Dosé die im Vergleich zu den Spitzenclubs bescheidenen langfristigen finanziellen Möglichkeiten überstiegen.[8]
Der Verein stieg 2018/19 zum ersten Mal nach 70 Jahren wieder in die zweithöchste Schweizer Liga ab. Dies war erst der zweite Abstieg in der Vereinsgeschichte des Rekordmeisters. Die darauffolgende Saison war geprägt durch die COVID-19-Pandemie, die in der Rückrunde für einen mehrmonatigen Unterbruch sorgte. Während der Spielbetrieb im April 2020 ruhte, wurde die Übernahme des Grasshopper Clubs durch chinesische Investoren bekannt.[9] Letztlich verpassten die Grasshoppers durch ein 0:6 am letzten Spieltag gegen den FC Winterthur den zur Aufstiegs-Barrage berechtigenden zweiten Platz[10] und verblieben für eine weitere Saison in der zweithöchsten Spielklasse. Ein Jahr später gelang ihnen jedoch der Direktaufstieg in die Super League.[11]
Erfolge (national)
- Schweizer Meisterschaft (27)
- Challenge League (1)
- Schweizer Cup (19)
- 1926, 1927, 1932, 1934, 1937, 1938, 1940, 1941, 1942, 1943, 1946, 1952, 1956, 1983, 1988, 1989, 1990, 1994, 2013
- Schweizer Supercup (1)
- 1989
- Schweizer Ligacup (2)
- 1973, 1975
Erfolge (international)
- 2 × Qualifikation für UEFA Champions League (1995, 1996)
- 2 × Meistercup Viertelfinal (1957, 1979)
- 2 × Meistercup Achtelfinal (1971, 1984)
- 1 × UEFA-Cup Halbfinal (1978)
- 1 × UEFA-Cup Viertelfinal (1981)
- 2 × UEFA-Cup Achtelfinal (1980, 1999)
- 1 × Mitropacup Viertelfinal (1937)
- 1 × Cupsieger-Cup Viertelfinal (1990)
- 1 × Cupsieger-Cup Achtelfinal (1995)
- 7 × UEFA-Intertoto-Cup-Sieger (1979, 1988, 1989, 1991, 1994, 2006, 2008)
Ewige Tabelle
GC liegt derzeit (Ende Saison 2023/24) auf dem 1. Rang der ewigen Tabelle der Super League.
Historische Siege
21. Mai 1956 – Schweizer Cup – Final
Grasshopper Club Zürich – BSC Young Boys 1:0 (0:0)
GC Zürich: Kunz, Koch, Bouvard, Jäger, Frosio, Müller, Hüssy I, Hagen, Vukosavljevic, R. Ballaman, Duret, Trainer: Willi Hahnemann
BSC YB: Eich, Bigler, Steffen, Bäriswyl, Häuptli, Schneiter, Grütter, Zahnd (46. Wirsching), Meier, Hamel, Scheller, Trainer: Albert Sing
Tore: 1:0 Vukosavljevic (84.)
Schiedsrichter: Gottfried Dienst (Basel)
Zuschauer: 48'000 (Stadion Wankdorf, Bern)
8. Juni 1971 – Schweizer Meisterschaft – Entscheidungsspiel
Grasshopper Club Zürich – FC Basel 4:3 nach Verlängerung (2:2, 1:1)
GC Zürich: Deck, Rüegg, Staudenmann, Citherlet, Mocellin, André Meyer (46. Noventa), Gröbli, Ohlhauser, Peter Meier (46. Müller), Grahn, Schneeberger, Trainer: René Hüssy
FC Basel: Kunz, Mundschin, Kiefer, Fischli, Ramseier (103. Demarmels), Odermatt, Sundermann, Benthaus, Balmer, Hauser, Wenger
Tore: 1:0 Ohlhauser (17.) 1:1 Mundschin (23.) 1:2 Wenger (69.) 2:2 Grahn (74.) 3:2 Grahn (97.) 4:2 Meier (107.) 4:3 Benthaus (118.)
Zuschauer: 51'000 (Stadion Wankdorf, Bern)
27. Mai 1978 – Schweizer Meisterschaft – Letzter Spieltag
Grasshopper Club Zürich – FC Basel 4:2 (1:1)
GC Zürich: Berbig, Hey, Thomas Niggl, Montandon, Nafzger, Wehrli, Meyer, Ponte, Müller, Elsener, Sulser, Trainer: Helmuth Johannsen
FC Basel: Küng, Mundschin, Fischli (71. Schär), Maradan, Geisser, Demarmels, Tanner, von Wartburg, Maissen, Schönenberger (65. Marti), Lauscher
Tore: 1:0 Sulser (39.) 1:1 Tanner (43.) 1:2 Tanner (51.) 2:2 Ponte (53.) 3:2 Elsener (79.) 4:2 Elsener (90.)
Zuschauer: 25'000 (Hardturm, Zürich)
1. November 1978 – Meistercup
Grasshopper Club Zürich – Real Madrid CF – 2:0 (1:0)
GC Zürich: Inderbitzin, Wehrli, Montandon, Hey, Heinz Hermann, Ponte, Meyer, Bauer, Hermann Herbert(76. Egli), Sulser, Traber, Trainer: Helmuth Johanssen
Real Madrid CF: Miguel Angel, Sol, Benito, Pirri, San José, Del Bosque, Guerini (80. Roberto Martínez), Wolff, Juanito, Santillana, Jensen, Trainer: Luis Molowny
Tore: 1:0 Claudio Sulser (8.), 2:0 Claudio Sulser (88.)
Schiedsrichter: Adolf Prokop
Zuschauer: 35'000 (Hardturm, Zürich)[12]
25. September 1996 – UEFA Champions League – Gruppe A
Ajax Amsterdam – Grasshopper Club Zürich 0:1 (0:0)
Ajax Amsterdam: Van der Sar, Santos, Ronald de Boer, Frank de Boer, Blind, Musampa, Overmars, Juan (68. Melchiot), Bogarde, Babangida (75. Scholten), Litmanen (46. Wooter), Trainer: Louis van Gaal
GC Zürich: Zuberbühler, Gren, Thüler, Haas, Gämperle, Vogel, Murat Yakin, Lombardo (89. Koller), Esposito, Magnin (78. Comisetti), Moldovan (89. Smiljanić), Trainer: Christian Gross
Tore: 0:1 Murat Yakin (59.)
Schiedsrichter: Günter Benkö
Zuschauer: 42'000 (Amsterdam Arena)
3. März 2004 – Schweizer Cup – Halbfinal
Grasshopper Club Zürich – FC Zürich 6:5 n. V. (1:3, 5:5)
GC Zürich: Borer, Lichtsteiner (75. Da Silva), Castillo, Denicolà, Ziegler (65. Alfred), Cabanas (81. Mitreski), Tararache, Spycher, Eduardo, Petrić, Núñez, Trainer: Alain Geiger
FC Zürich: Taini, Dal Santo, Nef, Filipescu, Chihab, Schneider, Džemaili, Petrosjan (90. Yasar), Di Jorio (18. César), Gygax, Keita (74. Pallas), Trainer: Lucien Favre
Tore: 0:1 Gygax (6.) 0:2 Eigentor Ziegler (12.) 1:2 Petrić (37.) 1:3 Gygax (44.) 2:3 Eduardo (57.) 2:4 Gygax (61.) 2:5 César (61.) 3:5 Eduardo (83.) 4:5 Eduardo (89.) 5:5 Petrić (90.) 6:5 Núñez (95.)
Schiedsrichter: Urs Meier
Zuschauer: 11'200 (Hardturm, Zürich)
Stadien und Spielstätten
| Datum | Spielstätte |
|---|---|
| Spielfeld auf dem Sihlhölzli | |
| Spielfeld auf dem Tonhalle-Areal (heute Kongresshaus) am Seequai | |
| Spielfeld im Quartier Enge | |
| Spielfeld im Bodmergut (gegenüber Seefeldstrasse) | |
| 1899–1907 | Spielfeld an der Hardstrasse |
| 1907–1909 | Spielfeld in Zürich Hardau |
| 1909–1929 | Spielfeld an der Hardturmstrasse |
| 1929–2007 | Hardturm |
| seit Sept. 2007 | Letzigrund |
Seit 1929 wurden die Heimspiele im Hardturm-Stadion im Industriequartier ausgetragen. Der Bau eines neuen Stadions mit einem Fassungsvermögen von 20'000 Zuschauern an gleicher Stelle ist geplant. Der Baubeginn ist aufgrund von Rekursen noch ungewiss, aufgrund des schlechten baulichen Zustands wurde das Stadion allerdings nach dem Spiel vom 1. September 2007 geschlossen.[13] Seit September 2007 dient das Letzigrund-Stadion neben dem FC Zürich auch dem Grasshopper Club als Heimstadion.
Am 22. September 2013 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten über das neue Stadion (reines Fussballstadion mit 16'000 Sitzplätzen) ab. 2015 wäre der Spatenstich geplant gewesen, und zum Saisonstart 2017/2018 hätte das neue Stadion eröffnet werden sollen. In diesem Stadion hätte auch der Stadtrivale FC Zürich gespielt. Dieses neue Stadion wurde von den Stimmberechtigten der Stadt Zürich mit 50,80 % abgelehnt. Eine erneute Abstimmung über ein gemeinsames Stadion der beiden Stadtzürcher Vereine auf dem Hardturmareal wurde am 25. November 2018 von 53,8 % der Stadtzürcher angenommen.
Die 1. Mannschaft
Saison 2025/26
Stand: 31. Dezember 2025[14]
Profispieler des Grasshopper Clubs Zürich, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt.
Spieler, Trainer und Funktionäre
Spieler, Trainer und Funktionäre sind in der Kategorie:Person (Grasshopper Club Zürich) zu finden.
Bekannte ehemalige Spieler

Trainer seit 1925
Präsidenten
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Jugendarbeit
Der Verein hat seit je eine bedeutende Jugendabteilung. Die Grundlage dazu bildet der GC-Campus, ein Schulungs-, Ausbildungs- und Trainingszentrum, das allen GCZ-Fussballmannschaften zur Verfügung steht. Finanziert wurde das 20 Millionen Schweizer Franken teure Trainingsgelände von Anhängern und der Stadt Zürich. Es liegt aus wirtschaftlichen und Platzgründen in Dielsdorf und Niederhasli. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ist die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren vermehrt ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt, obwohl der Club schon seit langer Zeit im Schweizer Nachwuchsbereich führend ist. Der Club arbeitet auch mit der Fussball-Schule Bernd Voss und seinem Team zusammen.
GC Frauen
Geschichte
Die GC Frauen gingen 2009 aus einer Kooperation mit dem im Oktober 2006 gegründeten FFC United Schwerzenbach hervor.
Das Schwerzenbacher Frauenteam, das Ende der siebziger Jahre beim FC Schwerzenbach entstand, feierte schon zuvor bemerkenswerte Erfolge. So schlug es beim Pfingstturnier 1982 in Stockach den französischen Vizemeister Marseille. 1988 schaffte es den Aufstieg in die Nationalliga A und spielt seither ununterbrochen in der höchsten Schweizer Frauenliga (2020 umbenannt in Women’s Super League). 1992 wurde das Team in Baden durch einen Finalsieg gegen den Schweizer Meister DFC Bern Cupsieger, 1999 Schweizer Meister und 2003 in Basel zum zweiten Mal Cupsieger, wieder im Final gegen den inzwischen umbenannten FFC Bern. Als FFC United Schwerzenbach gewann das Team 2008 in Bern nochmals den Schweizer Cup.
Im Sommer 2008 gingen der Grasshopper Club und der FFC United Schwerzenbach eine Zusammenarbeit ein, wodurch der Halbprofessionalismus ermöglicht werden sollte. In der Saison 2008/09 traten die Frauenteams unter dem Namen GC/Schwerzenbach an. Im Jahr darauf wurde GC/Schwerzenbach vollkommen in den Grasshopper Club Zürich integriert. Das Frauenteam und die Juniorinnen spielen seither, ab Saison 2009/2010, unter dem Namen GC Frauen.[15]
Teams
Bei den GC Frauen spielen rund 100 Frauen und Mädchen in fünf Teams der nationalen und regionalen Meisterschaften. Alle Frauenteams tragen ihre Heimspiele auf dem GC-Campus in Niederhasli aus. Als CEO (General Manager Frauenfussball) fungierte von 2021 bis 2024 die frühere Spitzenspielerin Lara Dickenmann.[16] Trainerin ist seit der Winterpause 2025/26 Laura Vetterlein.[17]
Meisterschaft seit 2010
Die Saison 2010/11 beendeten die GC Frauen auf dem 5. Platz (von 8 Teams), die Saisons 2011/12 und 2012/13 auf dem 8. (von nun 10 Teams).
In den Saisons 2013/14 und 2014/15 belegten die GC Frauen den zweitletzten Platz und mussten zusammen mit dem Letzten der Nationalliga A gegen den Ersten und den Zweiten der Nationalliga B Auf-/Abstiegsspiele bestreiten. 2014 belegten sie mit vier Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage den ersten Platz der Vierergruppe, zu der weiter der SC Schwyz (stieg ab) aus der Nationalliga A sowie der FC Rapperswil-Jona (stieg auf) und der FCF Rapid Lugano aus der Nationalliga B gehörten.[18] 2015 belegten die GC Frauen mit fünf Siegen und einer Niederlage den zweiten Platz der Gruppe mit dem FC Rapperswil-Jona (stieg ab) aus der Nationalliga A sowie dem FCF Rapid Lugano (stieg auf) und dem SC Derendingen Solothurn aus der Nationalliga B.[19] Die GC Frauen konnten sich damit in beiden Fällen in der Nationalliga A halten.
Die Saison 2015/16 belegten die GC Frauen auf dem 6. und die Saison 2016/17 auf dem 7. Platz. Weil danach die Nationalliga wieder auf 8 Teams reduziert wurde, mussten die vier Letzten, und damit auch die GC Frauen, Auf-/Abstiegsspiele gegen den Ersten und den Zweiten der Nationalliga B bestreiten. Die GC Frauen schafften als Erste der Sechsergruppe mit vier Siegen und einer Niederlage (nur Hin-, keine Rückrunde) problemlos den Verbleib in der Nationalliga A. Zur Auf-/Abstiegsrunden-Gruppe gehörten neben ihnen der FC Yverdon Féminin, der FC Staad und der SC Derendingen Solothurn aus der Nationalliga A sowie der FC Aarau und die Femina Kickers Worb aus der Nationalliga B (der FC Staad und der SC Derendingen Solothurn stiegen ab, der FC Aarau, obwohl nur Drittplatzierter, auf, weil durch den Rückzug des FC Neunkirch ein zusätzlicher Platz in der Nationalliga A frei geworden war).[20]
Danach wurden die Platzierungen deutlich besser: In der Saison 2017/18 belegten die GC Frauen den 5., 2018/19 den 3., 2019/20 den 6. und 2020/21 den 5. Platz.
Für die Saison 2021/22 wurde die Meisterschaft wieder auf 10 Teams aufgestockt und ein Play-off eingeführt.[21]
In der Saison 2024/25 übernahm Erich Vogel das Amt des Sportchefs. In der Winterpause wurde mit João Paiva ein neuer Trainer eingesetzt, ausserdem wurden drei neue ausländische Spielerinnen verpflichtet.[22] Die GC Frauen beendeten die Qualifikation auf dem 6. Platz, gewannen danach jedoch im Playoff-Viertelfinal gegen Servette FC Chênois Féminin und im Halbfinal gegen den FC Basel, die in der Qualifikation den dritten bzw. zweiten Platz belegt hatten. Den Playoff-Final gegen den BSC Young Boys verlor GC nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel erst im Penaltyschiessen. Die Finalqualifikation berechtigte GC zur Teilnahme am Europacup in der Folgesaison. In der Winterpause der Saison 2025/26 trennte sich der Club von Paiva.[23] Zur Cheftrainerin wurde Laura Vetterlein ernannt. Mit ihr schloss der Club die Qualifikation auf dem 4. Rang ab und schied danach im Viertelfinal gegen die FC Zürich Frauen aus. Im Cup war das Team bereits im Achtelfinal ausgeschieden.
Anhängerschaft
Seit Jahren hat der Club durchschnittliche, aber beständige Zuschauerzahlen.[24] Die Stadtderbys und Spiele gegen Basel locken dabei immer am meisten Zuschauer ins Stadion.[25] Ein Problem entstand durch das lange Warten auf ein neues Stadion nach dem Abbruch des Hardturm-Stadions. Denn der neue Spielort, das nur ein Kilometer entfernte Stadion Letzigrund, ist bei den Fans unbeliebt. Dies führte zu einer drastischen Minderung der Zuschauerzahlen im Stadion.
Der «Donnerstag-Club» ist eine 1964 in Zürich gegründete, einflussreiche Gönnervereinigung des Grasshopper Clubs Zürich. Die Mitgliedschaft ist persönlich und auf einen langjährigen Freundeskreis ausgerichtet. Das Ziel ist, die Fussballaktivitäten des GCZ moralisch und finanziell zu unterstützen. Die Mitglieder sind Persönlichkeiten der Wirtschaft, selbständig oder in leitenden Positionen. Die emotionale Beziehung zum Grasshopper Club und die Freude am Fussball verbinden die 125 Mitglieder, die sich monatlich treffen. Der Donnerstag-Club gewährleistet dem Stadtzürcher Fussballclub zwar eine gewisse finanzielle Sicherheit, hat aber kein Vermögen und strebt keine eigenmächtigen Korrekturen beim Spielerkader an.
Die IG «GC Züri» wurde von den aktiven Fans Anfang 2007 gegründet.[26] Sie besass anfangs eine sehr hohe Anzahl an Mitgliedern und konnte den einfachen Fans innerhalb des Vereins eine starke Position verschaffen. Anfang Saison 2009/10 organisierte die IG GC Züri via Online-Plattformen (z. B. Facebook) eine Spendenaktion für den in Schulden versinkenden Grasshopper Club Zürich unter dem Namen «Rettet GC».[27] Wenige Zeit später wurde bereits ein 6-stelliger Betrag in Schweizer Franken (CHF) gesammelt.[28] Mittlerweile beschränkt sich die IG GC Züri auf ihre Rolle als Bindeglied zwischen den Vereinsoffiziellen und der Fankurve des Grasshopper Clubs Zürich, die sich im Sommer 2015 in Anlehnung an den Stehplatzsektor im alten Hardturmstadion unter dem Namen Sektor IV zusammengeschlossen haben und mittlerweile die Organisation der Fanszene verantworten. Sektor IV fungiert als Sprachrohr der Fankurve und ist verantwortlich für die Organisation von Extrazügen und Fananlässen, für Merchandising-Artikel, Rechtshilfe und Weiteres.[29]
Fanlokal
Die Fans des Grasshopper Clubs Zürich betrieben ein Fanlokal am Limmatplatz mit dem Namen «Sächs Foif». Es war jeweils am Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagabend sowie vor und nach Heimspielen des Grasshopper Clubs Zürich geöffnet. Der Name des Lokals bezieht sich auf die Adresse an der Heinrichstrasse 65. Das Lokal erzählte die Geschichte des Grasshopper Clubs Zürich und wurde von Fans aus allen Sozialschichten und Kulturen des Vereins besucht.[30] Im Juni 2019 musste das Lokal schliessen, da der Mietvertrag nicht mehr verlängert wurde.[31]
Rivalitäten
FC Zürich
Zehn Jahre nach dem GCZ wurde am 1. August 1896 der FC Zürich durch den Zusammenschluss dreier Stadtzürcher Fussballclubs gegründet. Der Grasshopper Club ist demnach der ältere der beiden Clubs. Am 20. November 1897 fand das erste Zürcher Derby zwischen den zukünftigen Erzrivalen statt. Der Grasshopper Club besiegte den FCZ mit 7:2. Die Kritik ging mit dem Verlierer zum Teil schonend um. Das Schweizer Sportblatt fand sogar lobende Worte. Der Redaktor hiess Hans Enderli – und war FCZ-Präsident. Als der GCZ 1909 zwischenzeitlich aus dem Verband austrat, änderte der FCZ die Club- und Trikotfarben von Rot-Weiss auf Blau-Weiss, was traditionell die Farben des Grasshopper Clubs waren. Die Rivalität beider Clubs wurde durch die Auffassung verstärkt, wonach der GCZ eher von der bürgerlichen Schicht, der FCZ hingegen von Arbeitern unterstützt wird.
Im ersten Derby-Jahrhundert waren einige denkwürdige Resultate zu verzeichnen gewesen. In der Kriegs-Meisterschaft 1942/43 schaute sogar ein zweistelliges Ergebnis heraus: 11:2 für den GCZ. Der höchste FCZ-Sieg war für lange Zeit der Sieg in der Saison 1963/64. Dem halben Dutzend Treffern des Letzigrund-Teams stand nur ein GCZ-Tor gegenüber. In der Saison 2011/12 konnte dann der FCZ das erste Derby gegen GC mit 6:0 für sich entscheiden. Weil die beiden Vereine nicht immer in derselben Liga spielten, dauerte es 70 Jahre bis zum 100. Stadtderby. Es fand am 2. September 1967 vor 15'000 Schaulustigen auf dem Hardturm statt. Der Schwede Ove Grahn, Roland Citherlet und Rolf Blättler erzielten die Tore zum 3:0-Sieg des GC.
Die Stadien der beiden Vereine – der ehemalige Hardturm des GC im Kreis 5 und der Letzigrund des FCZ an der Grenze des Kreises 4 zu Altstetten – lagen sehr nahe beieinander. Dazwischen lagen die Bahngeleise der SBB. Spieler, die «über die Geleise» wechselten, gab es wegen der Rivalität jahrzehntelang nicht. Als beispielsweise der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn vom FCZ zu den Grasshoppers wechselte, war der Volkszorn derart heftig, dass der Mittelfeldspieler nach nur zwei Monaten nolens volens wieder zu seinem Stammclub zurückkehrte. Noch heute sind Spieler, die «über die Geleise» wechseln, bei ihrem Ex-Club ausgesprochen unbeliebt. Da ursprünglich beide Stadien komplett neu erbaut werden sollten, zuerst der Letzigrund und anschliessend der Hardturm, tragen die beiden Vereine seit Jahren ihre Spiele im selben Stadion aus. Das neue Hardturm-Stadion wurde allerdings nie gebaut. Der «neue» Letzigrund wurde am 23. September 2007 mit dem 209. Derby offiziell eröffnet. Der FCZ gewann das Spiel klar mit 4:0.
FC Basel
Die Abneigung zwischen dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Basel ist stark geprägt von der Rivalität zwischen den Städten Zürich und Basel. Eine Besonderheit des Schweizer Fussballs ist dabei, dass sowohl das Duell zwischen dem Grasshopper Club Zürich und Basel als auch das Duell zwischen dem FC Zürich und FC Basel als «Klassiker» angesehen werden. Oft kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fans. Darum gilt dieses Duell als sogenanntes High-Risk-Spiel, was die Stadt wegen der vielen Sicherheitsvorkehrungen sehr viel Geld kostet.
Weitere Sektionen
Sektion Rudern
Die Ruder-Sektion wurde 1904 gegründet. Der GCZ brachte erfolgreiche Ruderer wie Xeno Müller, der 1996 Olympiasieger wurde, oder Simon Stürm und Walter Schoeller hervor. Auch der ehemalige Präsident des Weltruderverbandes, Thomas Keller, entstammt dem Verein.
Sektionen Tennis
Der GCZ umfasst zwei Tennis-Sektionen, die «Tennis Sektion» (Tennis Ouvert Sektion) und die «Tennis Couvert Sektion». Die Tennis-Sektion spielt auf offenen Plätzen, die Tennis-Couvert-Sektion in der Halle.
Die Sektion Tennis entstand 1890. Sie wurde 1901 wieder aufgelöst, aber 1915 neu gegründet. Im Herbst 1928 wurde aus dem Kreise der Tennis-Sektion die Sektion Tennis-Couvert ins Leben gerufen.
Heute spielen die Damen wie auch die Herren in der Nationalliga A des Interclubs. Die Herren gewannen 2004 den Schweizer Meistertitel. Unter anderem spielten Vasilis Mazarakis, Michael Lammer und Juri Schtschukin beim Grasshopper Club.
Sektion Landhockey
| Europacupbilanz Herren Feld[32] | ||||
| Jahr | Wettbewerb | Niveau | Platz | Ort |
| 1992 | Cup Winners Trophy | 2 | 5 | Swansea |
| 1993 | Club Champions Trophy | 2 | 6 | Prag |
| 1994 | Club Champions Challenge | 3 | 3 | Gibraltar |
| 1995 | Club Champions Challenge | 3 | 3 | Bratislava |
| 1998 | Club Champions Challenge | 3 | 3 | Glasgow |
| 2002 | Cup Winners Cup | 1 | 5 | Eindhoven |
| 2008 | Club Trophy | 2 | 8 | Paris |
1923 gründete man die Landhockey-Sektion für Frauen. 1924 entstand die Herren-Abteilung. 1925 wurden die Frauen erstmals Schweizer Meister, ein Jahr später taten es ihnen die Herren gleich. Bereits 1928 konnte der GCZ gegen Gegner wie Real-Polo Madrid reüssieren.
Die Herren konzentrierten sich im Gegensatz zu den Damen auf ihre Auslandseinsätze und vernachlässigten die Schweizer Meisterschaft. So konnten sie ihren nächsten Titel erst 1938 wieder holen. 1945 holten die Damen ihren siebten Titel. Dies war der letzte des GCZ für 40 Jahre.
Nachdem die Stadtzürcher neben der Feldmeisterschaft auch in der Hallenmeisterschaft teilnahmen, schafften 1986 die Herren den zweiten Rang im inoffiziellen Europacup der Landesmeister. Sowohl die Damen wie auch die Herren wurden mehrfach Schweizer Hallenmeister. 1992 gewann der GCZ nach einer fünfzigjährigen Durststrecke wieder die Feldmeisterschaft der Herren.
2003 verpassten die GCZ-Herren die Bronzemedaille im Europacup nur knapp.
Die Herren wie auch die Damen spielen in der Nationalliga A.
Der Grasshopper Club wurde bei den Herren achtfacher Hallenmeister und siebenfacher Feldmeister. Die Damen kamen auf neun Feld- und sieben Hallentitel.
Sektion Handball
Die Handball-Sektion (GC Amicitia Zürich) ist mit 26 Meistertiteln Schweizer Rekordmeister. Die Meistertitel wurden in den Jahren 1950–1952, 1954–1957, 1962–1966, 1968–1970, 1975–1979, 1987–1991 und 2008–2009 gewonnen.
Ausserdem gewann der Verein in der Saison 2008/09 den Schweizer Cup bei den Männern.
Das Gründungsjahr der Handball-Sektion ist 1931. Sie spielt in der Nationalliga A, seit der Saison 2007/08 in einer Allianz mit den Kadetten Schaffhausen. Sie wollen gemeinsam national und international noch erfolgreicher spielen. Den freiwerdenden Platz in der Swiss Handball League nahm die zweite Mannschaft der GC-Handballabteilung anstelle der ersten ein.
In der Zeit zwischen 1964 und 1977 prägte der norwegische Weltklassehandballer Arild Gulden, der auch in der Sektion Fussball mitmachte, das Geschehen, und mit ihm konnte der GCZ viele Meistertitel – sowohl im Fussball als auch im Handball – holen.
Nachdem die Stadtzürcher in den 1980er-Jahren trotz dem Engagement des Trainers Vlado Stenzel, der vorher mit Jugoslawien Olympiasieger und mit Deutschland Weltmeister geworden war, in die NLB abgestiegen waren, konnten sie 1991 nach dem Wiederaufstieg ihren 21. Meistertitel im Handball holen.
In der Saison 2005/06 wurden sie hinter den Kadetten Schaffhausen zum fünften Mal in Serie Vize-Schweizer-Meister.
Am 23. August 2010 fusionierte die Handballabteilung mit dem Zürcher Handballclub Amicitia Zürich und bildet nun unter dem Namen GC Amicitia Zürich den grössten Handballverein der Schweiz.[33]
Sektion Eishockey
1932 entstand zusammen mit der Dolder-Kunsteisbahn in Zürich das Eishockeyteam der Grasshoppers, das 1934 als fünfte Sektion in den Grasshopper Club Zürich aufgenommen wurde.
Der GCZ war bis 1945, 1946 bis 1957 sowie 1963 bis 1968 jeweils in der Nationalliga A. Dazwischen war er jeweils in der Nationalliga B. In der Saison 1965/66 wurde er Schweizer Meister und Cupsieger.
1967 stieg er wiederum in die NLB ab. 1971 wurde er sportlich in die 1. Liga relegiert. Nach einem Intermezzo 1982/1983 in der NLB fiel er 1984 für vier Jahre gar in die 2. Liga hinunter. Seit 1993 haben sich die GCK Lions wieder in der NLB etabliert.
2000 erfolgte die Fusion mit dem SC Küsnacht, und die GCK Lions AG (GCK Lions Eishockey AG) wurde gegründet. Der Eishockey-GCZ wurde nach der Fusion neu gegründet und spielt in der fünfthöchsten Spielklasse (3. Liga). Der Schwerpunkt der Sektion Eishockey liegt im Nachwuchs. Letzter grosser Erfolg war die Meisterschaft der Elite-A-Junioren in der Saison 2006/07. Die GC-Eishockey-Sektion war Initiantin des Zusammenschlusses mit dem ZSC und ist tragendes Mitglied in der sportlich äusserst erfolgreichen ZLE-Pyramide, der Betriebsgesellschaft von ZSC Lions und GCK Lions.
Sektion Squash
Im Squash spielt der GCZ bei den Herren und Damen in der Nationalliga A. Seit der erstmaligen Austragung der Nationalliga in der Saison 1978/79 wurde der GCZ bei den Herren insgesamt dreizehn Mal Schweizer Meister, bei den Damen zwei Mal. Zuletzt gelang dies in der Saison 2023/24, wo sich sowohl das Damen- wie auch das Herrenteam den Schweizer Meistertitel holte.[34] Neben den beiden Nationalliga-A-Teams ist die Squash-Sektion mit sechs weiteren Mannschaften in der Nationalliga B und tieferen Ligen vertreten.
Der GCZ ist Veranstalter des Grasshopper Cups.
Sektion Unihockey
Die Unihockey-Sektion wurde nach einer Fusion der Clubs UHC Cosmic Zürich, UHC Zürich und der Zürich Lakers im Jahre 2002 gegründet.
Die Herren des GCZ spielen in der NLA, unter anderem mit dem tschechischen Nationalspieler Aleš Jakubek. Bekannteste Spieler der noch jungen Vereinsgeschichte waren die schwedischen Weltklassespieler Niklas Jihde, der 2005 in seine Heimat zurückkehrte und da bereits in der ersten Saison mit AIK Meister wurde, und Kim Nilsson, der von 2014 bis 2016 bei GC spielte.
In der Saison 2015/16 sicherte sich GC seinen ersten Schweizer Meistertitel. 2011, 2014 und 2017 wurden sie Cupsieger.
Sektion Curling
Die Curling-Sektion wurde 1962 gegründet.
In der Saison 2007/08 spielte der GCZ sowohl bei den Damen (Team Irene Schori) wie bei den Herren (Team Reto Seiler) in der höchsten Spielklasse (Swiss Curling League A).
Sektion Rugby
Der Rugby Club Zürich wurde 1968 gegründet[35] und 2008 als elfte Sektion in den Grasshopper Club integriert.[36]
Auch im Rugby spielt der GCZ sowohl bei den Herren (Nationalliga A) wie bei den Frauen (Nationalliga Frauen) in der jeweils höchsten Spielklasse. Zusätzlich spielt die zweite Mannschaft der Herren in der Nationalliga C. Die Rugby-Sektion gewann 2003 und 2013 den Schweizer Cup und 2014 die Schweizer Meisterschaft, dies jeweils als erster Verein aus der deutschsprachigen Schweiz.
Sektion Basketball
Der Basketball Club Zürich Academica, der 1950 als Basketballclub Zürich gegründet worden war, fusionierte 2010 mit dem Grasshopper Club Zürich zur 12. Sektion. Zeitgleich gelang der Aufstieg in die Nationalliga A. In der Saison 2016/17 wurden die Juniorinnen und Junioren der CBSZ Basketball Academy Zürich beim Grasshopper Club Zürich aufgenommen. Sowohl die Juniorinnen der Kategorie Damen U16 als auch die Herren U19 gewannen für die 12. Sektion bereits in ihrer ersten Saison beim GC jeweils den Schweizer Meistertitel.[37] Ausserdem stellt der GC mehrere Nationalspieler und -spielerinnen im Juniorenbereich.[38][39][40]
Sektion Beachsoccer
Der Grasshopper Club Zürich griff als GC Beach Soccer in der Saison 2012 zum ersten Mal in den Spielbetrieb der Suzuki Beachsoccer League ein und wurde direkt Schweizer Meister. Am 23. September 2012 gewann er im Play-off-Final gegen die BSC Sable Dancers Bern knapp mit 6:5. Mitverantwortlich für diesen Erfolg war der Schweizer Nationalspieler Dejan Stanković, der zugleich als Trainer fungierte.[41]
Weblinks
- Sektion Fussball
- Grasshopper Club Zürich auf der Website der Swiss Football League.
- Sektion Handball
- Sektion Eishockey
- Sektion Landhockey
- Sektion Rudern
- Sektion Squash
- Sektion Tennis
- Sektion Unihockey
- Sektion Curling
- Sektion Rugby
- Sektion Basketball
- Sektion Beachsoccer
Einzelnachweise
- ↑ Statuten des Grasshopper Clubs Zürich vom März 2017, Artikel 1: «… mit Sitz in Zürich.»
- ↑ Der Vorstand. Website des GCZ (Zentralvorstand), abgerufen am 16. März 2023.
- ↑ Die Geschichte des Grasshopper Club. Warum «Grasshopper»? ( vom 10. August 2011 im Internet Archive). Website des GCZ.
- ↑ Reto Fehr: Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz. In: Watson. 27. April 2023
- ↑ Ralf Hoppe: Gestatten, Scheich Volker ( vom 18. März 2024 im Internet Archive). In: Spiegel. 3/2013, S. 98–102 (PDF; 505 kB).
- ↑ Thomas Schifferle: Als «Scheich Volker» GC zur Lachnummer macht. In: Tages-Anzeiger. 20. Februar 2024, S. 26
- ↑ Ciriaco Sforza tritt zurück. Website des GCZ, 13. April 2012, abgerufen am 5. März 2019.
- ↑ Christian Bütikofer: Die Loopings von Ex-GC-Präsident André Dosé. In: Handelszeitung. 12. Dezember 2013, abgerufen am 14. Oktober 2020.
- ↑ Thomas Schifferle: Chinesen übernehmen GC. In: Tages-Anzeiger. 9. April 2020, abgerufen am 14. Dezember 2020.
- ↑ Grasshopper-Club Zürich – FC Winterthur. In: Matchcenter 2019/20. Swiss Football League, 2. August 2020, abgerufen am 30. September 2020.
- ↑ Etienne Wuillemin: Mit letzter Kraft zurück in die Super League – nach zwei Jahren steigt GC wieder auf. In: Aargauer Zeitung. 20. Mai 2021, abgerufen am 9. August 2021.
- ↑ Der GCZ auf weltfussball.de.
- ↑ Bestehendes Hardturm-Stadion wird nach Spiel GC – Xamax Neuenburg vom 1. September 2007 geschlossen. Stadt Zürich, 26. Juli 2007, abgerufen am 5. März 2020 (Medienmitteilung).
- ↑ Spieler. Abgerufen am 31. Dezember 2025.
- ↑ Chronik. Website der GC Frauen.
- ↑ Unser Club. Website der GC Frauen.
- ↑ Nachfolgerin von Paiva ― Deutsche Trainerin für die GC Frauen, SRF Sport, 6. Januar 2026, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Nationalliga A (Frauen) (Auf-/Abstiegsrunde) ( vom 21. Dezember 2015 im Internet Archive). In: football.ch. 2014.
- ↑ Nationalliga A (Frauen) (Auf-/Abstiegsrunde) ( vom 22. Juni 2015 im Internet Archive). In: football.ch. 2015.
- ↑ Nationalliga A (Frauen) (Auf-/Abstiegsrunde) ( vom 21. Juni 2017 im Internet Archive). In: football.ch. 2017.
- ↑ Neuer Modus in der Axa Women’s Super League. In: regiosport.ch. 3. Juli 2021.
- ↑ João Paiva neuer Head Coach beim GC Frauenfussball – Christian Künzli wird neuer COO, GC Frauenfussball, 10. Dezember 2024, abgerufen am 25. Dezember 2024.
- ↑ GC Frauenfussball beendet Zusammenarbeit mit Chefcoach João Paiva, Website von GC Frauenfussball, 2. Januar 2026, abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Grasshopper Club Zürich - Besucherzahlenentwicklung. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Grasshopper Club Zurich - Record vs FC Basel 1893. Abgerufen am 17. Februar 2026 (englisch).
- ↑ IG GC Züri. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Voller Erfolg der Spendenaktion "Rettet GC". 25. Oktober 2009, abgerufen am 17. Februar 2026 (deutsch).
- ↑ --> Herzlichen Dank für unglaubliche CHF 279'725.45. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Eusi Wert. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Infos zur GC Bar ( vom 25. Mai 2019 im Internet Archive). Website von Sächs Foif, 2011, abgerufen am 30. Dezember 2021.
- ↑ GC-Fanlokal «Sächs Foif» musste schliessen. In: Blick. 23. Juni 2019, abgerufen am 16. August 2020.
- ↑ Zusammenstellung aus: European Hockey Federation. Handbook 2016 ( vom 14. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 1,7 MB).
- ↑ Nicole Marti: Amicitia Zürich und GC fusionieren. In: SRF. 18. Juni 2009, abgerufen am 5. März 2020.
- ↑ Nationale Interclub Schweizermeister. Swiss Squash, 2024 (PDF; 103 kB).
- ↑ Rugby Club Zürich History. Our History ( vom 5. Januar 2009 im Internet Archive). Website des Rugby Clubs Zurich (englisch).
- ↑ Cheers, mate! ( vom 29. November 2011 im Internet Archive). In: Magazin (Magazin für alle Sektionen des Grasshopper Clubs Zürich). Nr. 2, Juni 2008, S. 4 (PDF; 2,6 MB).
- ↑ Basketball. In: Jahrbuch 2016/17. 2016, S. 132–137, abgerufen am 7. März 2018.
- ↑ Teams. Switzerland. Fédération Internationale de Basketball (FIBA), abgerufen am 7. März 2018 (englisch, U16 Women’s European Championship 2017, Division B).
- ↑ Teams. Switzerland. Fédération Internationale de Basketball (FIBA), abgerufen am 7. März 2018 (englisch, U18 Women’s European Championship 2017, Division B).
- ↑ Teams. Switzerland. Fédération Internationale de Basketball (FIBA), abgerufen am 7. März 2018 (englisch, U18 European Championship 2017, Division B).
- ↑ Grasshoppers become new Swiss champions. Beach Soccer Foundation, 24. September 2012 (englisch).



