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Godkowo

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Godkowo
Wappen der Gmina Godkowo
Godkowo (Polen)
Godkowo (Polen)
Godkowo
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląski
Gmina: Godkowo
Geographische Lage: 54° 4′ N, 19° 54′ OKoordinaten: 54° 4′ 0″ N, 19° 54′ 0″ O
Einwohner: 353 (2021[1])
Postleitzahl: 14-407
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 513: ElblągKrosnoPasłękBielicaKrykajnyOrnetaLidzbark WarmińskiWozławki
MiłakowoZąbrowiec → Godkowo
KrólewoMarkowoSkowrony → Godkowo
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Godkowo (deutsch: Göttchendorf) ist eine Gemeinde im Powiat Elbląski der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. Es ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit 2723 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).

Griechisch-katholische Mariä-Schutz-Kirche in Godkowo

Geographische Lage

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Das Dorf liegt in der historischen Region Ostpreußen, etwa 34 Kilometer östlich von Elbląg (Elbing) und 50 Kilometer nordwestlich von Olsztyn (Allenstein).

Ältere Formen des Ortsnamens sind Gotkendorf, Gotkendorff, Gottkendorf, Gotickendorf und Göttchendorff. Bis zum Jahr 1804 waren die Bauern des Dorfs Göttchendorf verpflichtet, auf dem Gut Behlenhof Hand- und Spanndienste zu leisten.[2] Am 3. Februar 1807 hielt sich Napoleon in Gotkendorf auf.[3]

Die Gemarkung des Dorfs umfasste um 1858 eine Fläche von 1986 Morgen, und es standen darauf 36 Wohnhäuser.[4]

Bis 1945 gehörte Göttchendorf zum Amtsbezirk Schmauch,[5] Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Januar 1945 von der Roten Armee besetzt. Im Sommer 1945 wurde das Kreisgebiet von der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Die Polen führten für Göttchendorf die Ortsbezeichnung Godkowo ein. Soweit die deutschen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Göttchendorf vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner Anmerkungen
1816122in 27 Wohnhäusern[6][7]
1852213[8]
1858229davon 223 Evangelische und 6 Katholiken[4]
1885277[9]
1910249[10]
1933232[11]
1939210[11]

Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Godkowo gehören das Dorf selbst und 21 weitere Dörfer mit Schulzenämtern (sołectwa).

Evangelische Kirche

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Gedenkstein auf dem Friedhof in Godkowo

Von der Reformation bis zum Jahre 1945 war Göttchendorf in die evangelische Kirche in Schmauch eingepfarrt.[12] Sie gehörte zum Kirchenkreis Preußisch Holland innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Ein im Jahre 2013 aufgestellte Gedenkstein erinnert an die vielen auf dem Göttchendorfer Friedhof bestatteten evangelischen Kirchenglieder.

Heute in Godkowo lebende Einwohner evangelischer Konfession gehören zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Römisch-katholische Kirche

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Bis 1945 waren die römisch-katholischen Einwohner Göttchendorfs in die Pfarrei in Wusen im damaligen Bistum Ermland eingegliedert. Nach 1945 gehörten sie zur Pfarrei in Osiek, ab 1957 für mehrere Jahre zur Pfarrkirche in Dobry, danach wieder bis heute zur Pfarrei Osiek im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg.

Griechisch-katholische Kirche

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Blick auf das Eingangsportal der Mariä-Schutz-Kirche

Im Jahre 2012 erhielt Godkowo eine Griechisch-katholische Kirche, eine Holzkirche, die 1729 in Kupna (jetzt in der Gmina Krzywcza, Powiat Przemyski im Karpatenvorland) errichtet worden war und nun nach hier überstellt wurde. Am 10. Oktober 2015 wurde sie als Mariä-Schutz-Kirche geweiht. Die Gemeinde ist der Eparchie Breslau-Koszalin zugeordnet.

Godkowo liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 513, die die Städte Elbląg, Pasłęk, Orneta und Lidzbark Warmiński miteiander verbindet. Nebenstraßen von Królewo über Markowo bzw. von Miłakowo über Ząbrowiec kommend enden in Godkowo, ebenso auch eine lokale Strraßen von Dobry.

Godkowo verfügt über keine Bahnanbindung. Bis 1945 war Döbern die nächste Bahnstation. Sie lag an der heute nicht mehr existierenden Bahnstrecke Allenstein–Güldenboden–Elbing.

Einzelnachweise

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  1. Polska w Lichbach: Wieś Godkowo w liczbach
  2. Leopold Krug: Geschichte der staatswirthschaftlichen Gesetzgebung im preußischen Staate, von den ältesten Zeiten bis zu dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1806. Band 1, Berlin 1808, S. 465.
  3. Ämilian Janitsch: Merkwürdige Geschichte der Kriegsvorfälle zwischen Frankreich, Großbritannien, Rußland, Preußen und Schweden zu Wasser und zu Land. Vom Jahre 1807. Band 3, Wien 1812, S. 141.
  4. 1 2 Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S 117, Ziffer 61.
  5. Rolf Jehke: Amtsbezirk Schmauch
  6. J. D. F. Rumpf, H. F. Rumpf: Vollständiges Wörterbuch des preußischen Staats. Band 1: A–H. Berlin 1820, S. 293–294.
  7. Alexander August Mützell, Leopold Krug (Hrsg.): Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats. Zweiter Band. G–Ko. Bei Karl August Kümmel, Halle 1821, S. 50 (Digitalisat Z. 1797).
  8. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 189.
  9. https://wiki.genealogy.net/G%C3%B6ttchendorf
  10. Landkreis Preußisch Holland. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2023; abgerufen am 17. Februar 2026.
  11. 1 2 Michael Rademacher: Prholland. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  12. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472