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Godehard Schell

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Godehard Schell (* 30. März 1935 in Mühlhausen/Thüringen; † 2. August 1990) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und von 1984 bis zu seinem Tod Brigadekommandeur der Luftlandebrigade 25.

Schell trat nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums 1953 in die Bereitschaftspolizei des Landes Niedersachsen ein. 1956 wurde er als Offizieranwärter in die Bundeswehr übernommen und 1957 Leutnant. Er absolvierte Ausbildungen in der Panzergrenadiertruppe, Fallschirmjägertruppe und in der Fallschirmartillerie. Von 1957 bis 1966 hatte er Verwendungen in der Truppe überwiegend in Baden-Württemberg und an der Luftlande-/Lufttransportschule in Altenstadt.

Von 1966 bis 1968 absolvierte Schell, als Angehöriger der Artillerietruppe,[1] den 9. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend hatte er Verwendungen als Generalstabsoffizier in der 1. Luftlandedivision in Bruchsal, war von 1972 bis 1974 Bataillonskommandeur, von 1974 bis 1977 im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, von 1977 bis 1980 Beauftragter des Inspekteurs des Heeres für Personalstruktur, besuchte von 1980 bis 1981 das United States Army War College in den Vereinigten Staaten und war von 1981 bis 1984 Referatsleiter im Führungsstab der Streitkräfte I 7 (Bildung und Ausbildung in den Streitkräften) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.

1984 wurde Schell Brigadekommandeur der Luftlandebrigade 25 in Calw und im April 1988 zum Brigadegeneral ernannt. Auf diesen Dienstposten starb er am 2. August 1990 im Alter von 55 Jahren.[2]

Schell war verheiratet, römisch-katholisch und hatte drei Töchter.

Einzelnachweise

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  1. Hansgeorg Model, Jens Prause: Generalstab im Wandel: neue Wege bei der Generalstabsausbildung in der Bundeswehr. Bernard und Graefe, München 1982, ISBN 978-3-7637-5241-6, S. 202.
  2. Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 286.
  3. Bundesanzeiger vom 31. Oktober 1990