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Gerda Taro

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Gerda Taro (1937)

Gerda Taro (bürgerlich Gerta Pohorylle; * 1. August 1910 in Stuttgart; † 26. Juli 1937 in El Escorial, Spanien) war eine deutsche Fotografin. Sie dokumentierte zusammen mit ihrem Partner Robert Capa die Gräuel des Spanischen Bürgerkrieges und war damit die erste Frau, die an einer Kriegsfront fotografierte.

Gerta Pohorylle war die älteste Tochter des aus Ostgalizien eingewanderten jüdischen Kaufmanns Heinrich Pohorylle und seiner Frau Gisela Boral. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend vor allem in Stuttgart. Sie wuchs in einem liberalen, bürgerlichen Milieu auf, in dem politische Diskussionen und die Kritik an Nationalismus und Antisemitismus selbstverständlich waren.[1] 1929 zog die Familie nach Leipzig, wo Gerta Pohorylle die reformpädagogisch orientierte Gaudigschule besuchte und sich sozialistischen Gruppierungen anschloss.

Sie schloss sich in Leipzig zudem einer kommunistischen Jugendorganisation an und beteiligte sich an nächtlichen Aktionen, bei denen Flugblätter verteilt und Propagandaplakate angebracht wurden.[2]

Gerda Taro: Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg, 1937

Sie beteiligte sich an Flugblattaktionen gegen die Nationalsozialisten und wurde im März 1933 von einem Rollkommando der SA (Sturmabteilung) verhaftet. Zeitzeuginnen erinnerten sich später daran, dass sie auf dem Weg zu einem Tanz festgenommen wurde und in voller Schminke und mit hohen Absätzen im Gefängnis erschien, was als Ausdruck ihres selbstbewussten Auftretens gelesen wurde.[1] Sie wurde nach Angaben aus späteren Rekonstruktionen am 19. März 1933 festgenommen und über einen angeblichen „bolschewistischen“ Umsturzplan verhört.[2] Nach knapp drei Wochen kam sie aus dem Leipziger Frauengefängnis frei. Kurz darauf emigrierte sie nach Paris,[3] welches sie im Spätherbst 1933 erreichte. Für die Ausreise nutzte sie demnach einen gefälschten Pass und reiste auf dem Landweg, unterstützt durch ein kommunistisches Hilfsnetzwerk.[2] In der Folgezeit zerstreute sich ihre Familie in verschiedene Exilländer; ihre Brüder versuchten nach Großbritannien zu gelangen, die Eltern wandten sich nach Palästina, und sie selbst sah sie nach der Flucht nicht wieder.[1]

Paris, Selbstinszenierung und Zusammenarbeit mit Robert Capa

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Im Pariser Exil traf sie 1934 in einem Umfeld aus linken Emigranten- und Künstlerkreisen auf den ungarischen Fotografen Endre Ernö Friedmann (später Robert Capa).[2] Ein frühes Zusammentreffen ist mit einem Fotoauftrag verbunden, bei dem Friedmann in einem Café eine junge Schweizer Flüchtlingin als Modell ansprach, die aus Misstrauen ihre Freundin Pohorylle zur Aufnahme begleitete.[2] Dort lernte sie im September 1934 den ungarischen Fotografen Robert Capa kennen und wurde bald darauf seine Schülerin und Lebensgefährtin.[4]

Friedmann war bereits vor seinem Pariser Exil wegen linksgerichteter studentischer Aktivitäten festgenommen worden und hatte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Deutschland verlassen, bevor er 1933 in Paris ankam.[2] Beide galten in ihrem Umfeld, obwohl noch jung, als politisch geprägte Exilierte, die ihre Biografien mit einem dezidiert antifaschistischen Selbstverständnis verbanden.[2] In Paris konnte Friedmann zeitweise kaum Film kaufen und musste nach Berichten aus dem Umkreis wiederholt seine Kamera verpfänden, um zu überleben.[2] Er brachte Pohorylle Grundzüge der Fotografie bei und vermittelte ihr eine Anstellung bei der neu gegründeten Bildagentur Alliance Photo.[2] In zeitgenössischen Erinnerungen wird ihr zugleich eine stabilisierende Rolle zugeschrieben, die ihm in einer schwierigen Phase Orientierung gegeben habe.[2]

Als Friedmanns Laufbahn langsam an Fahrt gewann, unterstützte auch sein jüngerer Bruder Cornell in Paris, indem er Abzüge entwickelte und Fotomaterial in improvisierten Dunkelkammern aufbereitete.[2] Das gemeinsame Pariser Milieu um Cafés und Bildagenturen wurde als Mischung aus prekärer Existenz, künstlerischen Ambitionen und politischer Debatte beschrieben.[2]

Um ihre Chance auf Einkünfte aus ihrer künstlerischen Arbeit zu erhöhen und bessere Aufträge zu erhalten, schlug Gerta Pohorylle vor, unter Pseudonym zu arbeiten: Ihr Lebensgefährte änderte seinen Geburtsnamen Endre Ernö Friedmann in Robert Capa, für sich selbst wählte sie den Namen Gerda Taro (nach Tarō Okamoto und Greta Garbo).[5] Die gemeinsame Namensänderung des Fotografenpaares erfolgte im Frühjahr 1936 und sollte beide von der großen Zahl anderer jüdischer Emigranten im Pariser Fotomilieu unterscheiden.[6] Zugleich erfanden sie die Figur eines fiktiven amerikanischen Fotografen „Robert Capa“, unter dessen Namen sie zeitweise gemeinsam arbeiteten.[6] Nach späterer Deutung diente diese Selbstneuerfindung nicht nur ökonomischen Zielen, sondern auch dem Versuch, antisemitischen Zuschreibungen und der wachsenden Fremdenfeindlichkeit im Frankreich der 1930er-Jahre zu entgehen.[2] Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Pohorylle bereits als Bildredakteurin für die von der Emigrantin Maria Eisner geleitete internationale Bildagentur Alliance Photo, während der erst einundzwanzigjährige Friedmann als freier Fotograf noch kaum bekannt war.[1] Gemeinsam traten sie gegenüber Eisner bald als angebliche Vertreter eines prominenten amerikanischen Fotografen auf, erhöhten unter diesem Vorwand die Honorare für ihre Bilder und konnten so für kurze Zeit erfolgreich höhere Preise durchsetzen, bevor der Schwindel aufflog.[1] In dieser Inszenierung verkauften sich Aufnahmen unter dem neuen Namen nach Schilderungen aus dem Agenturumfeld zeitweise zu einem Vielfachen des zuvor erzielten Preises, bis die Täuschung bekannt wurde.[2] Der erste Presseausweis von Gerda Taro wurde von einer Amsterdamer Fotoagentur ausgestellt und ist auf den 4. Februar 1936 datiert.

Spanischer Bürgerkrieg

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Als der Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 die Welt in Atem hielt, entschlossen sich – wie viele andere Intellektuelle – auch Gerda Taro und Robert Capa, nach Spanien zu gehen, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Nach späteren Einschätzungen verstanden beide ihren Einsatz ausdrücklich als politisch motiviertes Engagement und lehnten eine Haltung journalistischer Distanz ab.[2] Am 5. August 1936 waren sie in Barcelona. Ihre Anreise soll dabei Teil einer Reportagefahrt gewesen sein, bei der ein von einem Magazin gechartertes Flugzeug bei der Landung außerhalb Barcelonas notlanden musste.[2] In den ersten Wochen hielt Taro mit der Kamera nicht nur die beginnenden Kämpfe fest, sondern auch Momente revolutionärer Begeisterung: spielende Kinder auf Barrikaden, Paare, die durch die Straßen flanierten, und festliche Mahlzeiten in den Hotels der Stadt, in denen sich das republikanische Gefühl spiegelte, der Putsch sei vorerst zurückgeschlagen.[1] In Barcelona dokumentierten sie zudem Szenen politischer Unordnung und die Machtübernahme anarchistischer Kräfte, bevor sie junge republikanische Menschen beim Aufbruch an die Front fotografierten.[2] In den folgenden Monaten fotografierten Taro und Capa die Gräuel des Spanischen Bürgerkrieges von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Zeitgenössische Beobachter schilderten, dass sie in den ersten Tagen an der Front noch in eleganter Kleidung und hochhackigen Schuhen unterwegs gewesen sei, bevor sie sich der militärischen Umgebung anpasste, was zu ihrem Ruf als mondäne, zugleich furchtlose „kleine Blonde“ beitrug.[1] Ihre Reportagen aus Spanien zeigen zerstörte Städte, verwundete Soldaten und eine von Kämpfen gezeichnete Zivilbevölkerung auf Seiten der Republik und gelten als frühe Schlüsselbilder des modernen Kriegsfotojournalismus.[6] Taros Fotografien wurden in dieser Zeit unter anderem in der Pariser Tageszeitung Ce soir und im Magazin Regards publiziert.[6]

Im September 1936 reisten Taro und Capa nach Berichten gemeinsam an die Front und erreichten das Dorf Cerro Muriano nahe [[ Córdoba (Spanien)|Córdoba]], wo sie die fliehende Dorfbevölkerung unter Artilleriebeschuss fotografierten.[2] Aus dieser Phase stammt auch eine Bildserie, in der Taro mit der Kamera hinter einer Mauer neben einem republikanischen Soldaten zu sehen ist.[2]

Zeitgenössische und spätere Kuratorinnen und Historikerinnen heben hervor, dass Taro Fotografie als Verlängerung ihres politischen Engagements verstand und zu einer kleinen Gruppe von Fotografinnen gehörte, die ihre Rolle als „neue Frauen“ mit der Arbeit an der Front verbanden.[6] Sie vertrat die Auffassung, dass sich die Realität des Krieges nur dann wirklich verstehen lasse, wenn man den Kämpfen physisch so nahe wie möglich komme, und suchte ihre Standpunkte deshalb häufig in unmittelbarer Frontnähe.[1] Unter republikanischen Kämpfern war sie wegen ihres Erscheinungsbildes und ihrer Unerschrockenheit als la pequeña rubia, die „kleine Blonde“, bekannt.[1] In Berichten aus dem Umfeld der Kriegsberichterstattung wurde sie wiederholt als jemand beschrieben, der unter hohem Risiko selbst über die Kampflinien lief, wobei Mut und Unvorsichtigkeit eng beieinanderlagen.[2] Ihre Arbeit wurde zugleich als Mischung aus Humanität, politischer Überzeugung und einem strategischen Verständnis für die öffentliche Wirkung fotografischer Bilder charakterisiert.[2] Ihre Bilder zeigen häufig selbstbewusst auftretende Bäuerinnen, Bauern und Milizionärinnen mit erhobenen Fäusten und setzen auf starke Kameraperspektiven und bewusst komponierte Szenen, während Capa eher dynamische Bewegungsabläufe betonte.[6] Zu den ikonischen Beispielen ihres Werks zählen Aufnahmen von republikanischen Milizfrauen beim Training am Strand nahe Barcelona (1936), von einem improvisierten Friseursalon im Hauptquartier des Fünften Regiments in Madrid (1936) sowie das Bild eines schlafenden Flüchtlingskindes aus Málaga im andalusischen Almería (1937).[6]

Anfang 1937 erhielt Taro von der Pariser Abendzeitung Ce Soir einen eigenen Vertrag als Fotoreporterin und reiste zunehmend auf Soloeinsätze an die spanische Front, wo sie ihre Berichte mit der Kennzeichnung Photo Taro signierte.[1] Zeitgleich wurden ihre Fotografien in weiteren Blättern wie Regards, Life, der Illustrated London News und der Volks-Illustrierten, der Exil-Ausgabe der Arbeiter-Illustrierten Zeitung, gedruckt, was ihren Bekanntheitsgrad in verschiedenen europäischen Ländern steigerte.[1] Berichten zufolge lehnte sie in dieser Phase einen Heiratsantrag Capas ab; die persönliche Beziehung kühlte sich ab, während beide als Kriegskorrespondenten weiterhin zusammenarbeiteten.[1] Im Juli 1937 sollen beide für kurze Zeit nach Paris zurückgekehrt sein und den Nationalfeiertag tanzend auf den Straßen gefeiert haben, bevor Taro erneut an die Front aufbrach.[2] Aus dem Freundeskreis wurden demnach zuletzt wachsende Sorgen berichtet, weil ihre jüngsten Aufnahmen als besonders nah am Kampfgeschehen wahrgenommen wurden.[2] Während eines Aufenthalts im Madrider Casa de la Alianza de Intelectuales Antifascistas wurde sie in einem komfortablen Zimmer mit eigenem Badezimmer untergebracht – ein Privileg, das nur wenigen ausländischen Journalisten zuteilwurde und ihren Status als prominente Reporterin unterstrich.[1]

Gemeinsam mit Capa berichtete sie in dieser Zeit von verschiedenen Frontabschnitten: Sie fotografierten unter anderem die gescheiterte republikanische Offensive am Navacerrada-Pass nordwestlich von Madrid, die Ernest Hemingway später im Roman Wem die Stunde schlägt literarisch verarbeitete, Munitionsfabriken in Madrid und das Begräbnis des ungarischen Generals Pavol Lukács in Valencia.[1] An der Córdoba-Front begleiteten sie das Chapaiew-Bataillon; der Schriftsteller Alfred Kantorowicz notierte in seinem Tagebuch, noch nie seien dort so viele glatt rasierte Männer gesehen worden wie beim Besuch der „anmutigen Reporterin“ mit dem „schönen rotblonden Haar“, und ein Bataillonsblatt karikierte Taro als „weibliche Regisseurin“, die mit einer Filmkamera von Soldaten umringt ist – ein Hinweis darauf, dass sie neben Fotografien auch Filmmaterial drehte.[1]

Grab von Gerda Taro auf dem Friedhof Père-Lachaise (Paris)

Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor bei Villanueva de la Cañada an der Brunete-Front von einem republikanischen Panzer überrollt, nachdem sie von einem Trittbrett eines Lkw abgerutscht war, mit dem sie aus der Kampfregion flüchten wollte. Der von ihr bestiegene Lastwagen transportierte Verwundete aus der Kampfzone, als sie von einem vorbeifahrenden republikanischen Panzer seitlich erfasst wurde.[6] Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich gerade als eigenständige Fotoreporterin etabliert und berichtete erstmals ohne Capa mit eigenem Namen von der Brunete-Offensive.[6] Ihre Aufnahmen vom 6. Juli 1937 aus Brunete, die unter anderem republikanische Truppen im Dorfzentrum zeigten, galten in internationalen Redaktionen als Beleg dafür, dass die republikanischen Kräfte zumindest zeitweise die Kontrolle über den Ort zurückgewonnen hatten und widersprachen der gleichzeitigen Propaganda der Putschisten, die einen Sieg der Nationalisten verkündeten.[1] Die Resonanz auf diese Bildserie war so groß, dass Redaktionen in Europa und Nordamerika ihre Arbeiten nachfragten und sie innerhalb weniger Wochen zu einer der gefragtesten Kriegsfotografinnen ihrer Zeit wurde.[1]

Sie soll trotz zeitweiliger Einschränkungen für Journalisten erneut an die Front gereist sein und dabei von einem kanadischen Reporter begleitet worden sein, der später als enger Reisegefährte beschrieben wurde.[2] Nach später ausgewerteten Tagebuchnotizen verbrachten beide über mehrere Wochen große Teile des Tages gemeinsam bei der Recherche und in der Frontregion.[2] Am 25. Juli 1937 sollen sie zunächst in einem Schützenloch nahe Brunete festgesessen haben, während Bomben in der Umgebung einschlugen, wobei Taro weiter fotografierte und teils über Kopf arbeitete, um das Geschehen festzuhalten.[2] Beim Rückzug republikanischer Einheiten hätten sie in der chaotischen Situation eine Mitfahrgelegenheit auf dem Trittbrett eines Fahrzeugs gesucht, während Flugzeuge den Konvoi angriffen.[2] In dieser Darstellung wurde das Fahrzeug von einem außer Kontrolle geratenen republikanischen Panzer gerammt, wodurch beide zu Boden geschleudert wurden.[2] Sie sei anschließend in ein nahegelegenes Feldlazarett gebracht worden und dort in den frühen Stunden des folgenden Morgens an den Verletzungen gestorben.[2] Eine zeitgenössisch genannte Krankenschwester überlieferte als letzte Worte die Frage: „Did they take care of my camera?“[2]

Einen Tag später erlag sie im englischen Lazarett in El Escorial, wo sie noch operiert wurde, ihren Verletzungen.

Als sie am 1. August 1937, ihrem 27. Geburtstag, auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris beigesetzt wurde, folgten Tausende ihrem Sarg. Der Trauerzug, angeführt von ihrem Vater sowie Pablo Neruda, Paul Nizan und Louis Aragon, wurde zu einer Demonstration gegen den Faschismus. Henri Cartier-Bresson, Tristan Tzara und die deutschen Emigranten Anna Seghers und Egon Erwin Kisch waren gekommen.[7] Für die Beisetzung werden in späteren Berichten auch Zehntausende Teilnehmende genannt, darunter neben Capa und David Seymour („Chim“) auch der bei Brunete verletzte Begleiter.[2] Die Trauerfeier soll von der französischen Kommunistischen Partei maßgeblich organisiert worden sein und wurde als weithin sichtbare Solidaritätskundgebung mit der spanischen Republik beschrieben.[2] Zeitgenössische Beobachter sahen in ihr die erste Frau, die nachweislich von der vordersten Linie eines Gefechts berichtete und beim fotografischen Einsatz im Krieg ums Leben kam, und würdigten sie als Märtyrerin des Antifaschismus.[6] Das von Alberto Giacometti geschaffene Grabmal für Taro ist nur noch in stark veränderter Form erhalten.[8]

Kurz nach Taros Tod erschienen Fotos, die sie an der Brunete-Front gemacht hatte, im US-Magazin Life unter dem Titel The Spanish War Kills Its First Woman Photographer.[9] In dem begleitenden Nachruf wurde sie als einzige Frau beschrieben, die damals unmittelbar von der Front berichtete, und – wohl übertreibend – als „wahrscheinlich erste Reporterin, die je im Einsatz ums Leben kam“ charakterisiert, womit ihre Rolle als Pionierin des Kriegsfotojournalismus hervorgehoben wurde.[1] In Nachrufen und Zeitungsberichten wurde sie nach späterer Beobachtung teils fälschlich als Ehefrau Capas bezeichnet, was die spätere Rezeption zusätzlich verzerrte.[2] Da Taro und Capa in Spanien meist gemeinsam arbeiteten, wurden viele ihrer Fotos in den 1930er-Jahren entweder mit seinem Namen oder mit einer gemeinsamen Autorenzeile versehen, während andere Negative in seinem Nachlass verschwanden; dies trug dazu bei, dass ihre Eigenständigkeit als Fotografin über Jahrzehnte unterschätzt wurde.[6] Auch die frühe gemeinsame Signatur „CAPA“ wurde als Faktor genannt, der die Zuschreibung einzelner Bilder erschwerte und Taros Anteil verdeckte.[2] Eine Rezension des Magazins Time zu einer frühen gemeinsamen Ausstellung in New York erwähnte sie hingegen lediglich als „Capas Frau“ und ließ unerwähnt, dass mehrere der präsentierten, Capa zugeschriebenen Bilder – etwa drastische Straßenszenen, Bauern und Soldaten in ungewöhnlichen Perspektiven oder Flüchtlingsgruppen – von Taro selbst aufgenommen worden waren.[1]

Seit Beginn der 1990er-Jahre macht die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Irme Schaber das Leben und Werk Gerda Taros der Öffentlichkeit wieder bekannt.[10] Die von ihr mitkuratierten Ausstellungen und Publikationen betonen Taros Beitrag zur Entwicklung einer engagierten antifaschistischen Bildsprache und ordnen ihr Werk in die Geschichte der politischen Fotografie und der Rolle von Frauen im Fotojournalismus ein.[6] In neueren Darstellungen wird hervorgehoben, dass sie sich zunehmend als eigenständige Fotografin aus dem Schatten des Partner-Mythos löste und ihre Bedeutung als eigenständige Bildchronistin des Krieges klarer erkennbar wurde.[2]

Im Jahr 2007 sorgte ein Fotofund für Aufmerksamkeit. In Mexiko tauchte ein Koffer mit rund 800 Bildnegativen auf, die in den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs verschwunden waren und bis dato als verschollen galten. Der unter dem Etikett The Mexican Suitcase Schlagzeilen machende Fund enthielt neben – teils bereits publizierten – Originalen, die Capa zugeschrieben worden waren, weitere zahlreiche Bilder von Gerda Taro sowie David Seymour, einem polnischen Fotojournalisten, der in Spanien eng mit Taro und Capa zusammengearbeitet hatte. Fachleute für Geschichte, Fotografie und Fotojournalismus bewerteten die wieder aufgetauchten Aufnahmen als wichtiges Dokument der engen Zusammenarbeit von Taro und Capa. Das wiederentdeckte Gesamtwerk wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert (unter anderem in Bilbao, Yokohama und Paris) und auszugsweise auch in gedruckter Form publiziert.[11]

Bereits 1980 waren in der New Yorker Wohnung von Cornell Capa, dem Bruder Robert Capas und Gründer des International Center of Photography (ICP), Kisten mit Papieren, Abzügen und Negativen aus dem Nachlass entdeckt worden, in denen sich auch bislang unbeachtete Aufnahmen Taros befanden.[6] Der Capa-Biograf Richard Whelan konnte dort rund 140 Abzüge aus dem Spanischen Bürgerkrieg identifizieren, bei denen quadratische, mit einer Rolleiflex-Kamera aufgenommene Bilder Taro und rechteckige Leica-Aufnahmen Capa zugeordnet wurden, was ihren Anteil an den gemeinsam publizierten Reportagen genauer rekonstruierbar machte.[1] Diese Funde bildeten eine wichtige Grundlage für die große Taro-Retrospektive des ICP von 2007 und den begleitenden, 184 Seiten umfassenden Katalog, der als erste englischsprachige Monografie über die Fotografin gilt und neben zahlreichen Bildern auch eine Biografie sowie die Geschichte der wiederaufgefundenen Negative enthält.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Taros Name angesichts der Bilderflut neuer Kriege zunehmend in Vergessenheit; im Klima des Kalten Krieges wurden ihre antifaschistische Haltung und ihr Einsatz für die spanische Republik in Teilen der Öffentlichkeit zudem als Biografie einer „kommunistischen Heldin“ abgestempelt, was einer breiteren Würdigung ihres Werks lange im Wege stand.[6] Fotohistorikerinnen wie Naomi Rosenblum betonen, dass Taros Bedeutung nicht nur in ihren Bildern selbst liegt, sondern auch darin, dass eine Frau bewusst die extrem gefährliche Rolle der Kriegsfotografin an der Front übernahm und sie zusammen mit Capa zum Sinnbild jener staatenlosen Intellektuellen wurde, die sich in die politischen und sozialen Kämpfe ihrer Zeit einmischten.[6] Biografische Darstellungen Capas berichten, er habe rückblickend erklärt, mit Taros Tod sei sein eigenes Leben „zu einem gewissen Ende gekommen“, was auf die zentrale Rolle dieser Beziehung in seinem Selbstverständnis hinweist.[1] In späteren Interviews wurde zudem berichtet, dass Capa öffentlich kaum über Taro gesprochen habe, obwohl ihre Zusammenarbeit für seine Pariser Jahre prägend gewesen sei.[2]

Gerda-Taro-Platz in Stuttgart
Tafel der Rue Gerda Taro in Paris
Gerda-Taro-Platz in Stuttgart-Mitte, Skulptur von Erich Hauser (1972)
7. Internationales Fotografiefestival F/STOP, Leipzig, mit Fotos von Taro
  • In Leipzig trägt seit 1970 eine Straße in der südöstlichen Vorstadt den Namen Tarostraße zu Ehren von Gerda Taro.
  • Im Oktober 2008 benannte man in Stuttgart die Grünfläche zwischen Hohenheimer/Dannecker- und Alexanderstraße in den Gerda-Taro-Platz um.[12] Dieser wurde im Jahr 2014 nach langen Kontroversen aufwändig umgestaltet und schließlich im November desselben Jahres neu eröffnet.[13]
  • Gerda Taro wurde von der britischen Band alt-J der Song Taro auf dem Album An Awesome Wave (2012) gewidmet, der ihre und die Geschichte Robert Capas erzählt.[14]
  • Am 28. Juni 2018 erhielt in Leipzig das neu errichtete Gymnasium an der Telemannstraße den Namen Gerda-Taro-Schule.[15]
  • Die Stadt Paris benannte im 13. Pariser Arrondissement 2019 eine Straße Rue Gerda Taro.[16]
  • Fünf Stolpersteine wurden zur Erinnerung an sie und ihre Familie Pohorylle am 7. März 2024 an ihrem ehemaligen Wohnort in Leipzig der jetzigen Springerstraße 38–40 (die frühere Nr. 32) auf Initiative der Gerda-Taro-Schule und des Erich-Zeigner-Haus e. V. verlegt.[17]

Antisemitische Angriffe

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In der Nacht zum 4. August 2016 übermalten Unbekannte mit schwarzer Teerfarbe die auf Tafeln öffentlich ausgestellten Kriegsfotografien in der Straße des 18. Oktober in Leipzig.[18] Anderthalb Monate nach dem Anschlag konnten die Tafeln dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne erneuert werden.[19]

Am Abend des 4. April 2021 wurde am Stuttgarter Gedenkort für Gerda Taro ein antisemitischer Anschlag verübt. Mehrere der Informationstafeln wurden mit Hakenkreuzen beschmiert.[20] Als Reaktion auf diesen Anschlag wurde am 29. April eine Protest- und Gedenkveranstaltung Gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt! von verschiedenen Gruppen organisiert.[21][22]

Da viele ihrer Aufnahmen Robert Capa zugeschrieben worden waren, wurde Gerda Taros Œuvre erst 70 Jahre nach ihrem Tod die erste eigens konzipierte Ausstellung gewidmet.[6] Die unter dem Titel Gerda Taro im International Center of Photography in New York gezeigte Ausstellung versammelte etwa 100 Fotografien aus dem Spanischen Bürgerkrieg und stellte Taro als eigenständige Künstlerin innerhalb der Geschichte der modernen Kriegsfotografie und der Rolle von Frauen im Bildjournalismus vor.[6]

  • Gerda Taro. International Center of Photography, New York, 26. September 2007 bis 6. Januar 2008.[23]
  • Gerda Taro. Krieg im Fokus. Kunstmuseum Stuttgart, Stuttgart, 30. Januar 2010 bis 16. Mai 2010.[24]
  • 7. Internationales Festival für Fotografie Leipzig, 25. Juni 2016 bis 3. Juli 2016, Beteiligung.
    Das 7. Internationale Fotografiefestival F/STOP 2016 in Leipzig präsentierte erstmals auch im öffentlichen Raum die Ausstellungsexponate als Fototafeln. Dabei wurden auch Fotos von Gerda Taro und Capa in der Straße des 18. Oktober in einer Installation gezeigt. Am 19. September 2016 wurden die nach einem Farbanschlag restaurierten Fototafeln erneut am selben Ort ausgestellt.[19]
  • Fotografinnen an der Front. Von Lee Miller bis Anja Niedringhaus. Kunstpalast Düsseldorf, 8. März 2019 bis 6. Juni 2019.[25]
  • Sonderschau Gerda Taro (1910–1937). Fotopionierin – Naziflüchtling – Shooting Star, Capa-Haus, Leipzig, 4. März 2025 bis 10. April 2025[26]
Titelseite von Death in the Making
  • Robert Capa: Death in the Making. (Fotos von Robert Capa und Gerda Taro, Layout von André Kertész). Covici-Friede, New York 1938.
  • Kati Horna: Fotografías de la Guerra Civil espanola (1937–1938). Ministerio de Cultura, Salamanca 1992, ISBN 84-7483-854-1, Fotoband (spanisch).
  • Juan L. Fusi Aizpúrua u. a. (Hrsg.): Capa, cara a cara. Fotografías de Robert Capa sobre la Guerra Civil espanola de la Colección del Ministerio de Asuntos Exteriores. Museo Nacional, Madrid 1999, ISBN 0-89381-831-3, (spanisch, kommentierter Fotoband).
  • Marie-Loup Sougez, Albert-Louis Deschamps (Hrsg.): Fotógrafo en la Guerra Civil Espanola. Junta de Castilla y Léon, Salamanca 2003, ISBN 84-9718-169-7, (spanisch, kommentierter Fotoband).
  • Alex Kershaw: Robert Capa, der Fotograf des Krieges. (OT: Blood and champagne.) Ullstein, Berlin 2004, ISBN 3-550-07607-X.
  • Bernd Serger, Karin Anne Böttcher: Es gab Juden in Reutlingen. Ein historisches Lesebuch. Stadtarchiv Reutlingen, Reutlingen 2005, ISBN 3-933820-67-7, S. 142–150.
  • François Maspero: L'Ombre d’une photographe. Gerda Taro. Seuil, Paris 2006, ISBN 2-02-085817-7, (französisch).
  • Irme Schaber, Richard Whelan, Kristen Lubben (Hrsg.): Gerda Taro. Steidl, Göttingen 2007, ISBN 3-86521-532-7.
  • Cynthia Young (Hrsg.): The Legendary Spanish Civil War Negatives of Robert Capa, Gerda Taro, and David Seymour. Steidl, Göttingen 2010, ISBN 978-3-86930-141-9, (englisch).
  • Irme Schaber: Gerta Taro. Fotoreporterin im spanischen Bürgerkrieg. Eine Biografie. Jonas Verlag, Marburg 1994, ISBN 3-89445-175-0; Neuausgabe: Gerda Taro – Fotoreporterin. Mit Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg. Die Biografie. Jonas Verlag, Marburg 2013, ISBN 978-3-89445-466-1.
  • Irme Schaber: Taro, Gerda. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 25. Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-11206-7, S. 790–791 (deutsche-biographie.de).
  • Rita Kohlmaier: Gerta Taro. In: Kriegsreporterinnen. Im Einsatz für Wahrheit und Frieden. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2022, ISBN 978-3-949582-10-3, S. 124–131.
  • Irme Schaber: Freiheit im Fokus. Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig. Hentrich & Hentrich, Leipzig 2024, ISBN 978-3-95565-648-5.

Belletristische Darstellungen

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  • Liebe am Werk – Gerda Taro & Robert Capa. (OT: L'amour à l'œuvre – Gerda Taro et Robert Capa.) Dokumentarfilm, Frankreich, 2019, 26:22 Min., Buch und Regie: Stéphanie Colaux und Delphine Deloget, Bonne Compagnie, arte, Reihe: Liebe am Werk (OT: L'amour à l'œuvre. Couples mythiques d’artistes), Erstsendung: 14. April 2019 bei arte, Inhaltsangabe von ARD
  • Sur les traces de Gerda Taro. Dokumentarfilm, 57 Min., Buch und Regie: Camille Ménager, Lou Rotzinger, Céline Sallette, Brotherfilms, 2021 (französisch).[27]
  • La Photographe. Kurzfilm von Alexander Graeff (2023, 21 min.), Anna Maria Sturm als Gerta Pohorylle
Commons: Gerda Taro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Biographien

Porträts

Fotos

Einzelnachweise

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  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Nisha Lilia Diu: Gerda Taro: the blonde of Brunete. In: The Daily Telegraph. 9. Dezember 2007, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj Sean O'Hagan: Robert Capa and Gerda Taro: love in a time of war. In: The Guardian. 13. Mai 2012, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  3. Irme Schaber: Hoffnung und Zeugenschaft. Die biografische Konstruktion der Fotografen Gerda Taro und Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg. In: Claus-Dieter Krohn: Autobiografie und Wissenschaftliche Biografik. Band 23 der Reihe Exilforschung. De Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-242293-9, S. 209.
  4. Amrai Coen: „Denn Du bist nur eine Frau.“ (3): Das Auge der Freiheit. In: Die Zeit, 1. Februar 2014.
  5. Exhibition: Gerda Taro. International Center of Photography, archiviert vom Original am 16. November 2007; abgerufen am 9. Mai 2008.
  6. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Felicia R. Lee: A Wartime Photographer in Her Own Light. In: The New York Times. 22. September 2007, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  7. Michael Sontheimer: Kriegsfotografin Gerda Taro. Mit der Kamera in den Kampf, Spiegel Kultur, 23. August 2013.
  8. Irme Schaber: Gerda Taro. Fotoreporterin. Jonas Verlag, Marburg 2013, S. 229 ff. Für die Urheberschaft Alberto Giacomettis beruft sich Schaber auf Casimiro Di Crescenzo: La tomba di Gerta Taro: un lavoro inedito di Alberto Giacometti. In: Riga, Monza 1991, 1. Jg., Heft 1, S. 257–261.
  9. Mark Zuehlke: The Gallant Cause. Canadians in the Spanish Civil War 1936–1939, ISBN 978-0-470-83926-3, S. 163–166 (englisch).
  10. Gabriele Katz: Stuttgarts starke Frauen. Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3157-1, S. 195.
  11. Andreas Holzer: Capa, Taro, Chim: Fotoreporter im Spanischen Bürgerkrieg. In: Fotogeschichte, 2011, Ausgabe 121.
  12. Jürgen Lessat: Hohenheimer Straße: Mehr Aufmerksamkeit für Gerda Taro. In: Stuttgarter Nachrichten, 18. August 2012.
  13. Nina Eyerle: Eröffnung: OB Kuhn fordert mehr Gedenkstätten. In: Stuttgarter Zeitung, 21. November 2014.
  14. Anne Waak: Unterwegs mit Alt-J: Die Band, die niemand liebte. (Memento vom 14. Mai 2019 im Internet Archive) In: Spex, 11. August 2013.
  15. Leipziger Gymnasium trägt den Namen von Gerda Taro. In: Leipziger Volkszeitung (LVZ), 28. Juni 2018.
  16. 2019 DU 119 Dénomination rue Gerda Taro (13e). In: paris.fr. Ville de Paris, 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Juni 2020; abgerufen am 27. Juli 2022 (französisch).
  17. Ein Meilenstein der Erinnerung - Gerda-Taro-Schule. 14. März 2024, abgerufen am 20. Januar 2025.
  18. Jan Russezki: Aufstand gegen die Schwarzmaler. In: faz.net. 19. August 2016, abgerufen am 27. Juli 2022.
  19. a b René Loch: Nach dem Farbanschlag: Ausstellung zur Kriegsfotografin Gerda Taro ist wieder sichtbar. In: l-iz.de. 19. September 2016, abgerufen am 27. Juli 2022.
  20. Martin Haar: Hakenkreuze an Gedenktafeln: Antisemitischer Akt am Taro-Platz. In: Stuttgarter Nachrichten. 14. April 2021, abgerufen am 26. Juli 2022.
  21. 29. April 2021: Erinnerung an Gerda Taro. In: hotel-silber.de. 14. April 2021, abgerufen am 27. Juli 2022.
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  23. Ausstellung: Gerda Taro. In: International Center of Photography, 2007/08.
  24. Ausstellung: Gerda Taro. Krieg im Fokus. In: Kunstmuseum Stuttgart, 2010.
  25. Alexander Menden: Kriegsfotografie: "Man gewöhnt sich nie an den Horror". Abgerufen am 7. April 2021.
  26. capa-haus: Sonderschau Gerda Taro. Abgerufen am 9. März 2025.
  27. Cinéma - Recherche. In: bibliotheques.paris.fr. Abgerufen am 27. Juli 2022 (französisch).