Das VEB Thermometerwerk Geraberg (TWG) entstand 1972 durch Zusammenschluss von 15 Kleinbetrieben[2]. Ende der 1980er-Jahre arbeiteten circa 2000 Menschen im TWG in Geraberg, das damals der wichtigste Arbeitgeber der Region war. Der Betrieb war Teil des Kombinats Technisches Glas Ilmenau.
Der Betriebsbereich Thermometerproduktion wurde durch die Treuhandanstalt verkauft. Bis zur finalen Übernahme durch einen Investor 1993 wurde der Quecksilberersatzstoff „Galinstan“ entwickelt und patentiert. Die damalige Thermometerwerk Geraberg GmbH produzierte fortan quecksilberfreie Thermometer.
Mitte der 1990er zog das in Geratherm GmbH umbenannte Unternehmen aus dem alten Werksgebäude in Geraberg in das Gewerbegebiet Geschwenda um. Der Börsengang der Geratherm Medical AG erfolgte am 3. Juli 2000. Geratherm war von 2001 bis 2004 im SDAX gelistet. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei der Produktion quecksilberfreier Fieberthermometer.[3]
Im Jahr 2019 erfolgte der Bau und die Inbetriebnahme eines Werkes für die Herstellung von Glasrohren und Kapillaren.
2008 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 10,1 Mio. Euro. Mit dem in 2009 in der EU in Kraft getretenen Verbot von Quecksilber stieg der Umsatz auf 14,1 Mio. Euro. Im Jahr 2010 erwirtschafteten 133 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 17 Mio. Euro einen Gewinn (EBIT) von 2,35 Mio. Euro.[4]
2020, während der COVID-19-Pandemie, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 38,4% auf 27,5 Mio. Euro. Dabei erzielten die 228 Mitarbeiter ein EBIT von 3 Mio. Euro.[5]
2025 waren 150 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen setzte 14,9 Mio. Euro um und erzielte einen Verlust von 0,9 Mio. Euro.[1]