Dieser Artikel behandelt den Ort in Belgien. Für weitere Bedeutungen siehe Geel (Begriffsklärung).
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Schon seit Jahrhunderten kamen Menschen mit psychischenProblemen nach Geel, weil sich dort eine Reliquie der heiligen Dymphna befand, der man heilende Kräfte nachsagte. Manche Pilger zogen es vor, sich an Ort und Stelle niederzulassen, statt in die Irren- und Armenhäuser zurückzukehren. Nach und nach gewöhnten sich die Einwohner Geels an ihre Anwesenheit und kümmerten sich um sie. Im Jahr 1349 wurde der Bau der Sint-Dimpnakerk begonnen, in der die Reliquien der heiligen Dymphna aufbewahrt wurden.
Gegenwart und Zukunft des integrativen Lebensmodells
In letzter Zeit kommen immer weniger Menschen nach Geel, weil die modernen Psychopharmaka ihnen ein selbständiges Leben ermöglichen. Seitdem bekannt wurde, dass einige Bauern sie zur Schwerarbeit zwangen, sehen Krankenschwestern bei den Familien nach dem Rechten. Der belgische Staat unterstützt die Pflegefamilien durch monatlich 400 Euro. Familienpflege kommt allerdings nur für solche Menschen in Frage, die nicht gewalttätig sind und deren Symptome durch Medikamente reduziert werden können.
Im Jahr 2023 wurde die „Bewahrung des Erbes der Pflegefamilien in der barmherzigen Stadt Geel: eine gemeindebasierte Pflege“ von der UNESCO in das Register guter Praxisbeispiele des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[2]
In Zukunft wollen die Einwohner ihre Türen auch Kindern mit seelischen Problemen öffnen.