Gaustadt
Gaustadt Kreisfreie Stadt Bamberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Koordinaten: | 49° 54′ N, 10° 51′ O | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 244 m ü. NHN | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 3,49 km²[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 7263 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahlen: | 96049, 96047, 96052 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 0951 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Durch den Entwicklungsschub der Planungen für die Landesgartenschau 2012 und die anschließende Wohnbebauung und Universitätsansiedlung der ERBA-Insel (dieser neue Ortsteil von Gaustadt hatte am 31. Dezember 2024 1071 Einwohner) kam es ab 2011 wieder zu einer Steigerung der Einwohnerzahl. Zum 31. Dezember 2024 erreichte Gaustadt somit seine höchste Einwohnerzahl in der Geschichte.
Wirtschaft und Infrastruktur
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Mit der Gründung der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bamberg im Jahre 1858, umgangssprachlich „Spinnerei“, später auch „ERBA“ (Erlangen-Bamberg) genannt, veränderte sich das Aussehen des ländlich geprägten Gaustadts und das Leben seiner Bewohner nachhaltig. Das ursprüngliche Klosterdorf entwickelte sich rasant zu einer Industrie- und Arbeitergemeinde. Mit dem Konkurs der ERBA AG 1993/1994 verlor Gaustadt seinen größten Arbeitgeber und seine wirtschaftliche Bedeutung in der Region. Auf dem Industriegelände entstand der Nordpark, dort fand die Landesgartenschau Bamberg 2012 statt. Noch vor dem Wintersemester 2012/13 bezog die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ihren neuen Standort auf der ERBA-Insel.
Die derzeit größten Arbeitgeber Gaustadts sind das Unternehmen Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH, das Leuchten aller Art herstellt, mit ca. 350 und die Brauerei Kaiserdom mit ca. 60 Beschäftigten. Mit der Gasthausbrauerei Kronprinz gibt es seit 2016 eine zweite Braustätte im Stadtteil.
Gaustadt erfuhr Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre eine weitere Veränderung und Vitalisierung durch die Erschließung und Bebauung des Cherbonhofviertels unter anderem mit der Ökosiedlung.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister von 1945 bis 1972:
- Anton Krug (SPD) 1945–1946
- Johann Jäck (CSU) 1946–1952
- Peter Habermann (Freie Wähler) 1952–1960
- Kilian Krug (CSU) 1960–1966
- Andreas Stenglein (SPD) 1966–1972
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche St. Josef
- Orgel der Pfarrkirche
- Kapelle St. Sebastian
- Pestmarter mit Jahreszahl an der Kapelle St. Sebastian
- Pfarrkirche St. Josef, erbaut 1899–1906 mit neugotischer Ausstattung
- Fischerhof, Erholungsstätte der Mönche des Klosters Michelsberg in Bamberg
- Kapelle St. Sebastian, erbaut 1808 als erster Kirchenneubau Nordbayerns nach der Säkularisation
- Pestmarter
- Cherbonhof (ab 1820 im Besitz der Edlen von Weling und ihrer Nachkommen)
- Kriegerdenkmal, 1922 von Hans Leitherer, Bamberg (mit A. Seidlein)
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die römisch-katholische Pfarrei St. Josef, mit regelmäßigen Gottesdiensten der portugiesischen Mission Nürnberg, zählt ca. 3920 Katholiken mit Erstwohnsitz und bildet mit der Pfarrei St. Martin in der Stadtmitte sowie St. Josef im Hain den Seelsorgebereich St. Martin und St. Josef Bamberg.
- Die evangelisch-lutherische Kirche St. Matthäus wurde im Jahr 1964 eingeweiht. Sie steht auf einem Gelände, das der Gemeinde von der Familie Wörner geschenkt wurde.
- Seit dem Jahr 2000 nutzt die ukrainische griechisch-katholische Personalpfarrei St. Nikolaus für die Diözesen Bamberg und Würzburg die ehemalige Altenheimkapelle.
- Außerdem finden in Gaustadt regelmäßige Gottesdienste der russisch-orthodoxen Gemeinde Nürnberg statt.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sportvereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ASV Gaustadt: Fußball, Gymnastik, Nordic Walking
- DJK Teutonia Gaustadt: Fußball, Gymnastik, Aerobic, Ski, Triathlon, Tischtennis
- Voltigierverein e. V.
- Reitverein Hippo Plus e. V.: Reiten
- Zimmerstutzen- und Kleinkaliber-Schützenverein 1899 Gaustadt: Luftgewehr-, Luftpistole-, Zimmerstutzen-, Kleinkaliberschießen
- ASG Hofer Bamberg-Gaustadt 1897 e. V.: Luftgewehr-, Armbrust- und Kleinkaliberschießen
- RKB Solidarität Gaustadt: Radball, Rollkunstlauf
- Sportkegelclub Gaustadt: Kegeln
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Liederhort 1874 Gaustadt e. V.
- Männerchor Gaustadt
- Blaskapelle St. Josef Gaustadt e. V.
Sonstige
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bürgerverein Gaustadt e. V.
- Obst- und Gartenbauverein Gaustadt e. V.
- Kleingartenverein Gaustadt e. V.
- Associacao Recreativa Portuguesa e.V (Verein der portugiesischen Gemeinde)
- Ortscaritasverein Gaustadt St. Josef e. V.
- KDFB – Zweigverein Gaustadt (katholischer deutscher Frauenbund)
- KJG Gaustadt
- Freiwillige Feuerwehr Bamberg – Löschgruppe Gaustadt-Michaelsberg
- Kleingartenverein Schwarze Brücke e. V.
- VdK Gaustadt
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rudolf Groß (1888–1954), deutscher Kristallograph, Mineraloge und Hochschullehrer
- Hans Salb (1918–nach 1974), deutscher Bankier
- Andreas Sebastian Stenglein (1929–2025), deutscher Politiker (SPD)
Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Klaus Zachert (1942–2011), deutscher Kommunal- und Landespolitiker (SPD), Konrektor an der Volksschule Bamberg-Gaustadt
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](Quelle: [5])
- 1908: Heinrich Semlinger (1849–1929), Fabrikant
- 1950: Georg Mann (1891–1964), Domkapitular
- 1958: Friedrich Eberle (1907–1970), Pfarrer
- 1959: Amalie Salb (1893–1988), Rektorin
Gaustadter Bildsteine
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Die drei Bamberger Götzen (Gaustadter Götzen, richtiger: Gaustadter Bildsteine) wurden im Jahr 1858 aus dem Schwemmsand der Regnitz bei Gaustadt geborgen.
Es handelt sich um Skulpturen aus Keuper-Sandstein, der in geologischer Vorzeit im Obermaingebiet abgelagert wurde. Sie sind etwa 1 bis 1,70 m groß. Ihr Alter ist unbekannt, es kann von der Jungsteinzeit bis ins erste nachchristliche Jahrtausend reichen. Demzufolge können die Figuren als heidnische Götzen oder auch als frühchristliche Schöpfungen interpretiert werden.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Konrad Arneth: Gaustadt. Ein fränkisches Klosterdorf. Druckerei Wilhelm Schramm, Hallstadt 1972.
- Andreas Sebastian Stenglein: Gaustadt, erstmalige Erwähnung des Ortes. Bamberg 2006.
- Ingrid Weidner: Nudeln für alle. Die Ökosiedlung „Cherbonhof“ in Bamberg wird zwanzig Jahre alt – ihr Konzept ist heute noch aktuell. In: Süddeutsche Zeitung, 5. September 2008.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bamberg – Stadtteil Gaustadt, auf eo-bamberg.de (Informationen des Bürgerverein Gaustadt e. V.)
- Andreas Stenglein: Geschichtliche Entwicklung Gaustadts, auf andreas-stenglein.de
- Andreas Stenglein: Gaustadt Erstmalige Erwähnung des Ortes, auf andreas-stenglein.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Gaustadt (092162). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ Stadt Bamberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 600
- ↑ Stadt Bamberg: Ehrungen und Auszeichnungen der Stadt Bamberg. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2022; abgerufen am 29. April 2022 (deutsch).
