Zum Inhalt springen

Franco Menichelli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Franco Menichelli

Persönliche Informationen
Nationalität: Italien Italien
Verein: Associazione Ginnastica Romana
Geburtstag: 3. August 1941
Geburtsort: Rom, Italien
Sterbetag: 28. Januar 2026
Sterbeort: Rom, Italien
Größe: 1,63 m cm
Gewicht: 60 kg kg
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 6 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 4 × Bronzemedaille
Mittelmeerspiele 8 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Medaillen
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Bronze 1960 Rom Mannschaftsmehrkampf
Bronze 1960 Rom Boden
Gold 1964 Tokio Boden
Silber 1964 Tokio Ringe
Bronze 1964 Tokio Barren
Logo der FIG
 Weltmeisterschaften
Bronze 1962 Prag Boden
Bronze 1966 Dortmund Boden
Bronze 1966 Dortmund Ringe
Logo der UEG
 Europameisterschaften
Gold 1961 Luxemburg Boden
Bronze 1961 Luxemburg Sprung
Silber 1961 Luxemburg Barren
Gold 1963 Belgrad Boden
Bronze 1963 Belgrad Barren
Gold 1965 Antwerpen Boden
Gold 1965 Antwerpen Reck
Gold 1965 Antwerpen Ringe
Gold 1965 Antwerpen Einzelmehrkampf
Silber 1965 Antwerpen Barren
Silber 1967 Tampere Barren
Silber 1967 Tampere Boden
Bronze 1967 Tampere Reck
Bronze 1967 Tampere Einzelmehrkampf
Logo der Mittelmeerspiele
 Mittelmeerspiele
Gold 1963 Neapel Mannschaftsmehrkampf
Gold 1963 Neapel Boden
Gold 1963 Neapel Sprung
Bronze 1963 Neapel Einzelmehrkampf
Bronze 1963 Neapel Ringe
Gold 1967 Tunis Boden
Gold 1967 Tunis Barren
Gold 1967 Tunis Reck
Gold 1967 Tunis Ringe
Gold 1967 Tunis Sprung
Silber 1967 Tunis Einzelmehrkampf
Bronze 1967 Tunis Pauschenpferd

Franco Menichelli (* 3. August 1941 in Rom; † 28. Januar 2026 ebenda[1]) war ein italienischer Kunstturner. Der Olympiasieger von 1964 gehörte zu den wenigen Turnern, die in den 1960er Jahren mit den sowjetischen und japanischen Sportlern mithalten konnten.

Menichelli trainierte ab 1958 unter dem Schweizer Olympiasieger Jack Günthard. Mit 19 Jahren nahm er an den Olympischen Spielen 1960 in seiner Heimatstadt Rom teil. Er gewann zwei Bronzemedaillen: am Boden und mit der Mannschaft. Bei der Europameisterschaft 1961 gewann er die Bodenübung. 1962 bei der Turnweltmeisterschaft wurde er am Boden Dritter. Bei der Europameisterschaft 1963 verteidigte er seinen Titel am Boden.

In Tokio bei den Olympischen Spielen 1964 gewann er Gold am Boden, Silber an den Ringen und Bronze am Barren. Im Dezember 1965 gewann Menichelli in Varese zum vierten Mal den italienischen Meistertitel im Mehrkampf.[2] Bei der Europameisterschaft 1965 siegte er im Einzelmehrkampf, am Reck und an den Ringen; am Boden wurde er zum dritten Mal in Folge Europameister. 1967 gewann er noch einmal Silber am Boden. An den Olympischen Spielen 1968 konnte er wegen Verletzung nicht teilnehmen.

Menichelli trat als erster Bodenturner in kurzen Hosen an, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Nach seiner Karriere beendete er sein Sportstudium. 1972 wurde er Trainer der italienischen Nationalmannschaft. Im Jahr 2003 wurde er in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.

Nach ihm wurde ein Turnelement benannt, das er erstmals 1960 in Rom gezeigt hatte: ein einbeinig abgesprungener Flickflack, bei dem die Beine quergespreizt werden.

Sein Bruder Giampaolo Menichelli war Fußballprofi beim AS Rom und bei Juventus Turin und nahm 1962 mit Italien an der Fußball-Weltmeisterschaft in Chile teil.

Seine Ehefrau Gabriella Pozzuolo war ebenfalls Turnerin.

  • Olympische Sommerspiele 1960 in Rom
    • Platz 10 im Einzelmehrkampf
    • Platz 3 am Boden
    • Platz 3 mit der Mannschaft
  • Europameisterschaft 1961 in Luxemburg
  • Weltmeisterschaft 1962 in Prag
    • Platz 3 am Boden
  • Europameisterschaft 1963 in Belgrad
    • Platz 1 am Boden
    • Platz 3 am Barren
  • Olympische Sommerspiele 1964 in Tokio
    • Platz 5 im Einzelmehrkampf
    • Platz 1 am Boden
    • Platz 2 an den Ringen hinter Takuji Hayata
    • Platz 3 am Barren
    • Platz 4 mit der Mannschaft
  • Europameisterschaft 1965 in Antwerpen
    • Platz 1 im Einzelmehrkampf
    • Platz 1 am Boden
    • Platz 1 an den Ringen
    • Platz 1 am Reck
    • Platz 2 am Barren hinter Miroslav Cerar
  • Weltmeisterschaft 1966 in Dortmund
    • Platz 3 am Boden
    • Platz 3 an den Ringen
  • Europameisterschaft 1967 in Tampere
Commons: Franco Menichelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Franco Menichelli, the ‘Blue Angel’ of Italian Gymnastics, passes away. In: World Gymnastics. 29. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (englisch).
  2. Nouvelliste du Rhône vom 14. Dezember 1965, S. 6. (französisch)