Forstern
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 11′ N, 11° 59′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Erding | |
| Höhe: | 520 m ü. NHN | |
| Fläche: | 15,38 km² | |
| Einwohner: | 3667 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 238 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85659 | |
| Vorwahl: | 08124 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ED | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 77 119 | |
| LOCODE: | DE FON | |
| Gemeindegliederung: | 18 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstr. 15 85659 Forstern | |
| Website: | www.gmd-forstern.de | |
| Erster Bürgermeister: | Rainer Streu[2] (Alte Wählergemeinschaft Forstern) | |
| Lage der Gemeinde Forstern im Landkreis Erding | ||

Forstern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Landschaftlich gesehen liegt das westliche Gemeindegebiet in der auslaufenden flachen Münchner Schotterebene, die bis zur Ortschaft Forstern heranreicht, im Osten geht das Gemeindegebiet dagegen in ein landschaftlich ansprechendes, bewaldetes und welliges Hügelland über. Forstern liegt etwa 32 km östlich der Landeshauptstadt München, 15 km südlich der Kreisstadt Erding, 20 km südwestlich von Dorfen und 13 km nördlich von Ebersberg. Zum Flughafen München sind es 28 km.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt 18 Gemeindeteile[3] (in Klammern ist der Siedlungstyp[4] angegeben):
- Amplötz (Einöde)
- Bocköd (Einöde)
- Brand (Weiler)
- Forstern (Pfarrdorf)
- Hartbrunn (Weiler)
- Hub (Einöde)
- Karlsdorf (Dorf)
- Kipfing (Weiler)
- Kreiling (Weiler)
- Neuharting (Weiler)
- Oberstaudham (Einöde)
- Preisendorf (Kirchdorf)
- Pullach (Einöde)[5]
- Siggenberg (Weiler)
- Straßham (Weiler)
- Tading (Kirchdorf)
- Unterstaudham (Einöde)
- Wetting (Weiler)
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsname „Forestarin“, der sich im Laufe der Zeit über manche Varianten wie Vorstarn, Vorstern, Vorstärn zum heutigen Forstern gewandelt hat, taucht zum ersten Mal im Jahr 1065 im Ebersberger Cartular (Kopialbuch) auf. Dem 1595 in ein Jesuitenkolleg umgewandelten Kloster unterstanden im 17. Jahrhundert zwei Drittel aller Anwesen in Forstern. Forstern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern.
Die Kirchengemeinde Forstern umfasst neben den Gemeindeteilen der Gemeinde noch Reithofen und Harthofen; der Gemeindeteil Preisendorf gehört zur Kirchengemeinde Hohenlinden.
Neuzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahre 1894 wurde der Ort von einem schweren Wirbelsturm getroffen.
Am 22. Mai 1962 kam es im Gemeindeteil Amplötz zum Absturz eines viermot. Aufklärers der US Navy, wobei östlich des Gehöftes Amplötz das Hecksegment des Flugzeuges mit dem dreiteiligen Seitenleitwerk der WV-2Q (milit. Variante der Lockheed Super Constellation) niederging. Das Aufklärungsflugzeug war zuvor über dem Großhaager Forst, westl. von Maithenbeth in der Luft auseinandergebrochen. Das Bugsegment der Maschine, vom Cockpit bis zum mittleren Passagierraum, sowie die teilweise abgebrochenen Tragflächen mit den vier Curtiss-Wright R-3350-Doppelsternmotoren schlugen auf der Angerwiese nahe der Köppelmühle, Gde. Forstinning, auf. Alle Insassen, offiziell 26, lt. Medienberichten 45, kamen ums Leben.
Forstern gehörte der 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern gegründeten Verwaltungsgemeinschaft Forstern an und war Sitz der Körperschaft. Forstern konnte erreichen, am 1. Januar 1980 aus der Verwaltungsgemeinschaft entlassen zu werden und es erfolgte die Umbenennung in Verwaltungsgemeinschaft Pastetten.[7]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt:[8]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1960 | 1392 |
| 1970 | 1637 |
| 1980 | 1878 |
| 1990 | 2146 |
| 1995 | 2328 |
| 2000 | 2748 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2005 | 3100 |
| 2006 | 3184 |
| 2007 | 3168 |
| 2008 | 3242 |
| 2009 | 3261 |
| 2010 | 3254 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2011 | 3213 |
| 2012 | 3345 |
| 2013 | 3415 |
| 2014 | 3491 |
| 2015 | 3592 |
| 2016 | 3662 |
Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1911 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 113,68 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 12,81 (11,80) Prozent zu.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2071 auf 3717 um 1646 Einwohner bzw. um 79,5 %.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
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Die Gemeinderatswahl 2020 führte zu folgenden Stimmenanteilen und Sitzverteilungen:[9]
| Partei/Liste | % | Sitze |
|---|---|---|
| CSU | 28,17 | 5 |
| GRÜNE | 21,84 | 3 |
| SPD | 9,88 | 2 |
| Alte Wählergemeinschaft Forstern (AWG) | 40,11 | 6 |
| Wahlbeteiligung | 68,46 % | |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Berufsmäßiger Erster Bürgermeister ist Rainer Streu (Alte Wählergemeinschaft Forstern). Er ist seit 1. Mai 2020 im Amt. Bei der Bürgermeisterwahl 2020 setzte er sich bei der Stichwahl am 29. März mit einem Stimmanteil von 66,1 Prozent durch.[2]
Wappen und Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Gold ein grüner Pfahl, beiderseits eine bewurzelte grüne Tanne, der Pfahl belegt mit einem wachsenden goldenen Abtstab, der im Fuß mit einem silbernen Zahnrad überlegt ist.“[10] | ||
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Das Wappen der Gemeinde Forstern wurde am 18. Mai 1953 festgelegt. | ||
| Betriebsgröße in ha | Anzahl der Betriebe | |
|---|---|---|
| 1999 | 2010 | |
| unter 5 | 8 | 1 |
| 5 bis unter 10 | 13 | 9 |
| 10 bis unter 20 | 11 | 7 |
| 20 bis unter 50 | 16 | 12 |
| 50 oder mehr | 5 | 6 |
| Gesamt | 53 | 35 |
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2017 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindertageseinrichtungen: 5 mit 224 Plätzen und 200 aufgenommenen Kindern, davon 35 unter drei Jahren
- Volksschulen: zwei mit 20 Lehrern und 279 Schülern
Kultur und Freizeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste Frauenmannschaft des Fußballvereins FC Forstern spielte bereits in der drittklassigen Fußball-Regionalliga Süd (zuletzt 2021/22) und hat schon mehrmals am DFB-Pokal der Frauen teilgenommen, wo sie 2018/19 das Achtelfinale erreichte und auf den mehrfachen deutschen Meister VfL Wolfsburg traf (0:9).
Die U17-Juniorinnen des FC Forstern spielten 2023/24 in der Bundesliga Süd und damit in der höchstmöglichen Spielklasse.
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche St. Peter in Forstern
- Filialkirche St. Stephan in Preisendorf
- Filialkirche St. Jakobus in Pullach
- Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Tading
- Filialkirche St. Pankratius in Wetting
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Naturschutzgebiete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erratischer Block Forstern (Geotop-Nummer 177R002)
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa 3,5 km westlich von Forstern liegt im Gemeindeteil Straßham das Ultraleichtfluggelände Straßham.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- 1 2 Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 20. Juni 2020.
- ↑ Gemeinde Forstern, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Gemeinde Forstern in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Dezember 2017.
- ↑ Pullach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2021; abgerufen am 29. Januar 2021.
- ↑ Gesetz vom 10. August 1979 (GVBl S. 223)
- ↑ 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Bayerisches Landesamt für Statistik; abgerufen am 6. September 2016.
- ↑ Wahl des Gemeinderats – Kommunalwahlen 2020 in Forstern – Gesamtergebnis. Abgerufen am 14. November 2020.
- ↑ Wappen von Forstern in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Statistik kommunal 2017 – Gemeinde Forstern 09 177 119 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten (PDF; 1,2 MB) Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung; abgerufen am 15. April 2018.


