Flintsbach am Inn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 43′ N, 12° 8′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Rosenheim | |
| Höhe: | 479 m ü. NHN | |
| Fläche: | 31,3 km² | |
| Einwohner: | 2924 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83126 | |
| Vorwahl: | 08034 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RO, AIB, WS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 87 131 | |
| Gemeindegliederung: | 17 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchstraße 9 83126 Flintsbach a.Inn | |
| Website: | www.flintsbach.de | |
| Erster Bürgermeister: | Stefan Lederwascher (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Flintsbach a.Inn im Landkreis Rosenheim | ||

Flintsbach am Inn (amtlich: Flintsbach a.Inn) ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage und Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Flintsbach am Inn grenzt im Norden an die größere Nachbargemeinde Brannenburg. Die Siedlungsschwerpunkte der beiden Gemeinden berühren sich fast. Flintsbach liegt am Fuße vom Großen Madron, Kleinen Madron, Maiwand und Riesenkopf. Die Staatsstraße 2089 und die Bundesautobahn 93 führen durch die Gemeinde. Flintsbach ist über deren Anschlussstelle Brannenburg direkt erreichbar. Nach Rosenheim sind es 17 km, nach Oberaudorf 10 km und über das Sudelfeld nach Bayrischzell 20 km (mautpflichtig). Die Landeshauptstadt München ist ca. 70 km entfernt, nach Kufstein ins benachbarte Tirol sind es 17 km und nach Salzburg 70 Kilometer.
In Flintsbach gibt es eine Bahnstation an der Strecke Rosenheim–Kufstein, die im Stundentakt ausschließlich von der BRB (Bayerischen Regiobahn) (vormals:Meridian) bedient wird. Es bestehen Linienbusverbindungen Richtung Rosenheim und Kufstein sowie mit der „Wendelstein-Ringlinie“ Richtung Bad Feilnbach, Fischbachau und Bayrischzell. Am Wochenende verkehrt für Nachtschwärmer der Diskobus zwischen den Städten Kufstein und Rosenheim.
Besonders bei Motorradfahrern beliebt ist die serpentinenreiche und mautpflichtige Sudelfeldstraße, die beginnend in Brannenburg vorbei am Wasserfall Tatzelwurm nach Bayrischzell führt.
Die höchste Erhebung auf Gemeindegebiet ist der Gipfel des wenig bekannten Dümpfel (Dümpfl) mit 1354 m ü. NHN. Knapp dahinter folgen der Riesenkopf mit 1337 Metern und der Rehleitenkopf mit 1338 Metern.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Brannenburg | ||||
| Nußdorf am Inn | ||||
| Oberaudorf | Erl (Tirol) |
| 2020[8] | 2014[9] | 2008[9] | 2002[9] | |
|---|---|---|---|---|
| CSU | 7 | 7 | 6 | 7 |
| SPD | 3 | 3 | 3 | 4 |
| FW Flintsbach-Fischbach | 6 | 4 | 5 | 3 |
| Sitze insgesamt | 16 | 14 | 14 | 14 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Kommunalwahl 2014 wurde der seit 1996 amtierende Bürgermeister Wolfgang Berthaler (CSU) zum Landrat des Landkreises Rosenheim gewählt. Als neuer Bürgermeister wurde Stefan Lederwascher (CSU)[10] gewählt und 2020 in der Stichwahl im Amt bestätigt.[11]
Wappen
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Blasonierung: In Rot ein silberner goldbewehrter Falke, sitzend auf einem aus dem Schildfuß wachsenden silbernen Zinnenturm[12].
Der Falke ist das für den Namen redende Wappentier der um 1272 ausgestorbenen Grafen von Falkenstein. Das Dynastengeschlecht war in Flintsbach und Umgebung reich begütert und übte die Gerichts- und Grundherrschaft aus. Die Burg Falkenstein befand sich in der Gemarkung der Gemeinde Flintsbach. Zur Unterscheidung von anderen Gemeindewappen mit dem goldenen Falkensteiner Falken (Feldkirchen-Westerham, Oberaudorf, Prien u. a.) erhielt der Falke mit Silber eine andere Farbe und wurde sitzend auf einem Zinnenturm dargestellt. Der Zinnenturm symbolisiert die noch erhaltene Turmruine der Burg Falkenstein. Um diese historische Verbindung zu pflegen, erhielt ein Gemeindeteil den Namen Falkenstein.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Volkstheater (das zweitälteste Volkstheater Deutschlands)
- Pfarrkirche St. Martin
- Kloster Sankt Peter am Madron (Wallfahrtskirche auf dem Petersberg)
- Gletscherschliff östlich von Fischbach
- Burgruinen Ober-Falkenstein, Unter-Falkenstein und Kirnstein
- Kleiner Madron mit Ausgrabungsort eines alten Klosterfriedhofs
- Pfarrmuseum mit bedeutenden Funden aus der Römerzeit
- Wolfsgrube (Doline)
- Philosophenfall und Wolfsschlucht (30 bzw. 40 Meter hohe Wasserfälle)
- Hohe Asten (höchstgelegene Bauernhöfe Deutschlands)
- Arzmoos (Hochalm-Gebiet und Wasserfall am Sudelfeld)
In den Nachkriegsjahren war der Fremdenverkehr eine Haupteinnahmequelle. Der Fremdenverkehr spielt in der Gemeinde nach wie vor eine große Rolle, zahlreiche Privatvermieter und Gasthöfe bieten Fremdenzimmer und Ferienwohnungen an.
- Flintsbach vor Petersberg (links), Rehleitenkopf, Maiwand, Großer Riesenkopf (rechts)
- Flintsbach vom Petersberg aus gesehen
- Pfarrkirche St. Martin, Innenraum
- Burgruine Unter-Falkenstein
- Alte Post (Fischbach)
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Musikkapelle Flintsbach e. V. wurde 1907 aus Mitgliedern der Chor-Musik-Gesellschaft gegründet. Der Zeitpunkt der Gründung der Chor-Musik-Gesellschaft kann aufgrund von Nachforschungen im Archiv der Pfarrei St. Martin in Flintsbach zwischen den Jahren 1800 und 1820 angegeben werden. Deshalb feierte die Musikkapelle Flintsbach im Jahre 2005 „200 Jahre Blasmusik Flintsbach“ in Verbindung mit dem Bezirksmusikfest des Inn-Chiemgau. 2016 hat die Musikkapelle erneut den Zuschlag bekommen das Bezirksmusikfest auszurichten.
Derzeit zählt die Musikkapelle 55 Musikanten und ist einer der Hauptkulturträger der Gemeinde. Jährlich findet am Ostersonntag das traditionelle Osterkonzert und in der Adventszeit ein Weihnachtskonzert statt. Am Silvestertag wird in 4 Gruppen an jeder Haustüre im Gemeindebereich das neue Jahr angespielt (Neujahrsanblasen). Alle zwei Jahre im Herbst veranstaltet die Musikkapelle im Almgebiet Arzmoos am Sudelfeld ein Weisenbläsertreffen, das sich großer Beliebtheit erfreut.
Sport und Freizeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sportklettergebiet mit breitem Tourenspektrum (anspruchsvolle Klettertouren bis in den IX. Schwierigkeitsgrad)
- Riesenbergloipe (umfassendes Langlaufloipennetz)
- Bademöglichkeiten: Strandbad mit über 10.000 m² Wasserfläche und diversen Einrichtungen (Minigolf, Beachvolleyball, Spielplatz und Gastronomie), Hawaii-See, Campingsee und Kirnsteiner See
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Flintsbach gibt es eine Vielzahl von Handwerksbetrieben, Gaststätten und Einzelhandelsgeschäften. Die REWE-Gruppe betreibt einen Penny-Markt. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist die Spedition Dettendorfer.
Öffentlicher Nahverkehr
- Schienenverkehr: Flintsbach hat einen Haltepunkt an der Strecke Rosenheim–Kufstein– (Innsbruck), der mindestens stündlich von dem Betreiber Bayerische Regiobahn unter der Linienbezeichnung RB54 bedient wird.
- Busverkehr: Flintsbach wird in der Saison von der Wendelsteinringlinie[13] angefahren. Abgesehen davon gibt es nur Busse im Rahmen der Schülerverkehrs.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg III. von Ortenburg (1473–1553), Domherr von Freising, Augsburg und Salzburg
- Abraham Millauer (1683–1758), Kirchenbaumeister des Rokokos, Erbauer der Pfarrkirche St. Martin
- Sebastian Dachauer (1778–1863), Theologe und Heimatforscher
- Otto von Steinbeis (1839–1920), Unternehmer und Industriepionier, in Flintsbach begraben
- Clemens Riedel (1914–2003), Bäckermeister und Politiker (CDU), lebte in Flintsbach
- Ernst Nittner (1915–1997), Historiker
- Josef Rosenegger (1917–2010), römisch-katholischer Geistlicher
- Christian Peschke (1946–2017), Bildhauer und Maler, in Flintsbach beigesetzt
- Werner Stocker (1955–1993), Schauspieler
- Wolfgang Berthaler (* 1956), langjähriger Bürgermeister und ehemaliger Landrat des Landkreises Rosenheim
- Michael Fischer (* 1976), Schauspieler
- Daniel Gärtner (* 1979), Sportwissenschaftler
- Daniel Hilpert (* 1981), ehemaliger Eishockeyspieler
- Patrick Hager (* 1988), Eishockeyspieler
- Jakob Lange (* 1995), Nordisch Kombinierer, Juniorenweltmeister Staffel
- Leon Vockensperger (* 1999), Snowboarder[14]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Antom Quitzmann: Urkundliche Geschichte von Flinsbach, im Bezirksamte Rosenheim In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 32, München 1872–73, S. 77–225.
- Josef Rosenegger: Flintsbach/Falkenstein Ortschronik, Hof- und Familiengeschichte, Kath. Pfarramt Flintsbach, 1984, 646 Seiten.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Flintsbach a.Inn, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Oktober 2021.
- ↑ Gemeinde Flintsbach a.Inn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. Mai 2021.
- ↑ Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S. 82.
- ↑ Burg Neu-Falkenstein beim „Haus der bayerischen Geschichte“
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 561.
- ↑ Daten und Zahlen über Flintsbach. Abgerufen am 4. März 2024.
- ↑ Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Flintsbach a.Inn - Gesamtergebnis. Abgerufen am 13. November 2020.
- 1 2 3 Kommunalwahlen in Bayern ( des vom 21. Juni 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ https://www.rosenheim24.de/rosenheim/inntal/flintsbach-am-inn-ort66194/buergermeister-gemeinderatswahl-flintsbach-inn-kandidaten-ergebnisse-3401223.html
- ↑ Flintsbach: Stefan Lederwascher (CSU) verteidigt sein Amt hauchdünn mit 50,9%. 29. März 2020, abgerufen am 13. November 2020.
- ↑ Gemeinde Flintsbach - Wappen. Abgerufen am 3. Februar 2021.
- ↑ Wendelstein-Ringlinie. Abgerufen am 10. September 2024.
- ↑ Leon Vockensperger


