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Schechen

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Wappen Deutschlandkarte
Schechen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schechen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 56′ N, 12° 8′ OKoordinaten: 47° 56′ N, 12° 8′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 31,53 km²
Einwohner: 5380 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83135
Vorwahlen: 08031, 08039, 08067
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 142
Gemeindegliederung: 36 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rosenheimer Str. 13
83135 Schechen
Website: www.schechen.de
Erster Bürgermeister: Stefan Adam (CSU)
Lage der Gemeinde Schechen im Landkreis Rosenheim
Karte
Karte
Erlensee

Schechen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Ihr gehören seit der Gebietsreform 1978 die ehemaligen Gemeinden Hochstätt und Marienberg sowie der nördliche Teil der ehemaligen Gemeinde Westerndorf St. Peter (Pfaffenhofen am Inn und einige kleinere Orte) an.

Gemeindegliederung

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Es gibt 36 Gemeindeteile[2] (in Klammern ist der Siedlungstyp[3] angegeben):

Die größten Ortsteile sind: Schechen (1540 Einwohner), Pfaffenhofen a. Inn (1231 Einwohner), Hochstätt (743 Einwohner) und Mühlstätt (569 Einwohner).

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Bis zur Gemeindegründung

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Auf dem Gebiet der Gemeinde dürfte bei Pfaffenhofen am Inn der römische Innübergang Pons Aeni liegen.[4]

Schechen wurde erstmals 1311 als Schehen in einem Kaufvertrag zwischen dem Augustiner-Chorherren-Stift Reichersberg und dem Benediktiner-Kloster Ebersberg erwähnt. In Schechen gab es eine offene Hofmark, die das Geschlecht der Tannl durch Einheirat 1419 übernommen hatte und bis 1628 besaß. Schechen gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. Die Kongregation der Englischen Fräulein in Altötting hatte die Hofmark zur Säkularisation 1803 inne.

Durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Hochstädt (amtliche Schreibung ab 1870: Hochstätt), deren Gebiet die Ortschaft Schechen umfasste.[5] Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf wurde Schechen am 1. Mai 1876 an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

In den 1970er und 1980er Jahren war Marienberg als Standort eines Atomkraftwerks in der engeren Auswahl.[6]

Eingemeindungen

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Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Hochstätt und Marienberg sowie der nördliche Teil der aufgelösten Gemeinde Westerndorf-St. Peter (mit dem Pfarrdorf Pfaffenhofen am Inn) zur neuen Gemeinde Schechen fusioniert.[7]

Einwohnerentwicklung

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Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3551 auf 4990 um 1439 Einwohner bzw. um 40,5 %.

Rathaus

Die Gemeinderatswahl 2020 erbrachte folgende Sitzverteilung:[8]

  • CSU: 51,7 % (10 Sitze)
  • SPD/Überparteiliche Wähler: 13,3 % (3 Sitze)
  • Parteifreie: 35,0 % (7 Sitze)
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin nebeneinander drei grüne Lindenblätter, gespalten; vorne im Eisenhutschnitt wieder gespalten von Rot und Gold, hinten in Blau ein silberner römischer Meilenstein.“[9]

Wappenführung seit 1980

Im Jahr 2022 erzielte Schechen Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 3,7 Millionen Euro. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 330 % zählt die Gemeinde zu den steuerlich attraktiven Standorten Deutschlands.[10] Schechen ist etwa steuerlich deutlich günstiger als die Landeshauptstadt München (Gewerbesteuerhebesatz 490 %).[11]

Kultur, Kirchen und Sehenswürdigkeiten

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Hochstätt, Gde. Schechen, Platz vor der kath. Kirche St. Vitus mit Haus Hauptstr. Nr. 11

Musikschule Schechen

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1999 wurde in Schechen zunächst eine Außenstelle als Kooperation zwischen der Gemeinde und der Musikschule Rosenheim e. V. eingerichtet. Seit dem Schuljahr 2007/2008 existiert die Musikschule Schechen als eigenständige Zweigstelle der Musikschule Rosenheim e. V.

Der Unterricht findet im „Haus der Vereine“ in Pfaffenhofen und in der Schule Hochstätt statt.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren sich einmal im Jahr in einem Sommerkonzert und bereichern zudem das Gemeindeleben durch Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen.[12]

Persönlichkeiten

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Commons: Schechen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schechen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  3. Gemeinde Schechen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 22. Mai 2021.
  4. Jörg Faßbinder, Martin Pietsch: Dem Töpfervicus von Pons Aeni auf der Spur – Geophysikalische Prospektion in Pfaffenhofen a. Inn. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 2004 (2005), S. 100–102; hier: S. 100.
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 246 (Digitalisat).
  6. Atomkraftwerk Marienberg. In: Stadtarchiv Rosenheim. Abgerufen am 10. Januar 2026.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  8. Wahl des Gemeinderats der Gemeinde Schechen, Amtliches Endergebnis. 27. März 2020, abgerufen am 29. Dezember 2020.
  9. Wappen von Schechen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Gewerbesteuer.net: Gewerbesteuerhebesatz Schechen - Gewerbesteuer 2024. Abgerufen am 4. Dezember 2024.
  11. Gewerbesteuer.net: Gewerbesteuerhebesatz München (Landeshauptstadt) - Gewerbesteuer 2024. Abgerufen am 22. November 2024.
  12. Musikschule Schechen