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Felicity Lott

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dame Felicity Lott, DBE (* 8. Mai 1947 in Cheltenham; † 15. Mai 2026) war eine britische Opern- und Konzertsängerin (Sopran).

Felicity Lott wollte ursprünglich Dolmetscherin werden. Schon im Alter von 12 Jahren nahm sie Gesangsunterricht und entschied sich, mittlerweile in Grenoble, nach London zurückzugehen und Gesang zu studieren. Dies tat sie an der Royal Academy of Music von 1969 bis 1973. Zwei Jahre später debütierte sie an der English National Opera als Pamina in Mozarts Zauberflöte. 1976 wirkte sie am Royal Opera House Covent Garden an der Uraufführung von Hans Werner Henzes Oper We Come To The River mit.

Ihre Karriere brachte die Sopranistin an alle großen Opernhäuser der Welt. Eine ihrer Paraderollen wurde dabei die Feldmarschallin in Richard StraussDer Rosenkavalier.[1][2] Sie verkörperte diese Partie unter anderem an der Metropolitan Opera und an der Wiener Staatsoper, in beiden Fällen unter dem Dirigat von Carlos Kleiber, weiters in München, San Francisco und in Japan.[3][4] Eine langjährige Zusammenarbeit verband die Künstlerin mit dem Glyndebourne Festival Opera, wo sie regelmäßig zwischen 1976 und 2002 auftrat, überwiegend in Rollen von Opern Mozarts (Gräfin Almaviva, Donna Elvira, Fiordiligi und Pamina), von Richard Strauss (Oktavian, Arabella, Christine und Capriccio-Gräfin) und Benjamin Britten (Helena und Lady Billows). Sie war in Glyndebourne aber auch als Hanna Glawari (in der Lustigen Witwe), als Anne (in The Rake’s Progress) und als Elle (in La voix humaine) besetzt.[5] An der Wiener Staatsoper war sie im Zeitraum Februar 1991 bis März 2003 in drei Richard-Strauss-Rollen zu hören und zu sehen – 7-mal in der Titelpartie von Arabella, 5-mal als Gräfin in Capriccio sowie 24-mal als Feldmarschallin.[6]

Auch im Lied- und Konzertbereich war sie eine der führenden Sängerinnen ihrer Generation, sie widmete sich insbesondere Gedichtvertonungen in deutscher, englischer und französischer Sprache. Sie gastierte bei den Proms, bei der Schubertiade Schwarzenberg, bei den Salzburger Festspielen und beim Lucerne Festival, bei den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Königlichen Concertgebouw Orchester sowie dem Chicago und dem Boston Symphony Orchestra. Sie arbeitete mit vielen wichtigen Dirigenten zusammen – unter anderem mit Bernard Haitink, Mariss Jansons, Neeme Järvi, Charles Mackerras, Sir Neville Marriner und Sir Georg Solti.[4][7]

Felicity Lott wurde mit zahlreichen Ehrendoktortiteln ausgezeichnet. 1990 wurde sie von der französischen Regierung zum Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres und 2001 zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt.[8][9] Sie war „betont frankophil.“[2] 1996 wurde sie von Königin Elisabeth II. zur Dame Commander of the Order of the British Empire ernannt. Seit dem Jahr 2003 war sie zudem Bayerische Kammersängerin.[10]

Lott war mit dem britischen Schauspieler Gabriel Woolf verheiratet. Sie lebten in der südenglischen Grafschaft Sussex.[11] Lott starb am 15. Mai 2026 infolge eines Krebsleidens.[12]

Commons: Felicity Lott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Malte Krasting: Felicity Lott zum Gedenken. In: staatsoper.de. Bayerische Staatsoper, 16. Mai 2026, abgerufen am 17. Mai 2026.
  2. 1 2 Walter Weidringer: Kleibers letzte Marschallin: "Flott" is tot. In: Die Presse. Wien 18. Mai 2026, S. 25.
  3. Ö1: In Memoriam Dame Felicity Lott, 25. Mai 2026
  4. 1 2 DSO Berlin: Biografie, abgerufen am 24. Mai 2026
  5. Glyndebourne: Felicity Lott, abgerufen am 24. Mai 2026
  6. Archiv der Wiener Staatsoper: Vorstellungen mit Felicity Lott, abgerufen am 24. Mai 2025
  7. BR-Klassik: BRITISCHE SOPRANISTIN FELICITY LOTT GESTORBEN, 17. Mai 2026
  8. Biographie. In: Website Felicity Lott. Abgerufen am 31. Juli 2010.
  9. Dame Felicity Lott. Royal Academy of Music, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2010; abgerufen am 31. Juli 2010 (englisch).
  10. Malte Krasting: Felicity Lott zum Gedenken. In: staatsoper.de. Bayerische Staatsoper, 16. Mai 2026, abgerufen am 17. Mai 2026.
  11. Was macht eigentlich… Felicity Lott. Oper!, 21. Mai 2021, abgerufen am 10. Dezember 2024.
  12. Dame Felicity Lott: Obituary. In: The Times (London). 16. Mai 2026, abgerufen am 16. Mai 2026 (englisch).