Allerheiligen bei Wildon
Allerheiligen bei Wildon | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Leibnitz | |
| Kfz-Kennzeichen: | LB | |
| Fläche: | 20,35 km² | |
| Koordinaten: | 46° 55′ N, 15° 33′ O | |
| Höhe: | 407 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.629 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 80 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8412 | |
| Vorwahl: | 03182 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 10 01 | |
| NUTS-Region | AT225 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Allerheiligen bei Wildon 240 8412 Allerheiligen bei Wildon | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Christian Sekli (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz | ||
Die Ortschaft Allerheiligen bei Wildon im Winter | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||




Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat 1629 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 20,35 km².
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das größte Gewässer der Gemeinde ist die Stiefing, die bei Leibnitz in die Mur mündet. Der Hauptort Allerheiligen liegt im teilweise bewaldeten Hüfelland zwischen Stiefing und Mur.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026[1]):
- Allerheiligen bei Wildon (1124 Ew.) mit Mittergrub
- Großfeiting (99)
- Kleinfeiting (70)
- Pesendorf (55)
- Pichla (40)
- Schwasdorf (117)
- Siebing (124)
Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[2]):
- Allerheiligen (1.070,39 ha)
- Feiting (965,08 ha)
Eingemeindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1968 wurden die damaligen Gemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Heiligenkreuz am Waasen | ||
| Wildon | Pirching am Traubenberg (SO) | |
| Sankt Georgen an der Stiefing | Schwarzautal |
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel und dem Kögelberg lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.
Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.
Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.
Wegen der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, die damals von Jesuiten geführt wurde, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. Als der Orden 1773 aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über, und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.
Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der damaligen Gemeinde Stocking zu.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Allerheiligen bei Wildon: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.341 | |||
| 1880 | 1.374 | |||
| 1890 | 1.420 | |||
| 1900 | 1.397 | |||
| 1910 | 1.311 | |||
| 1923 | 1.337 | |||
| 1934 | 1.376 | |||
| 1939 | 1.313 | |||
| 1951 | 1.313 | |||
| 1961 | 1.175 | |||
| 1971 | 1.165 | |||
| 1981 | 1.264 | |||
| 1991 | 1.237 | |||
| 2001 | 1.330 | |||
| 2011 | 1.434 | |||
| 2021 | 1.596 | |||
| 2026 | 1.629 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
2026 lebten sogar 1629 Menschen in Allerheiligen bei Wildon.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sehenswürdigkeiten sind
- Pfarrkirche mit Josef-Krainer-Orgel
- Schloss Herbersdorf
- Josef-Krainer-Gedenkstätte
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Allerheiligen führen mit dem Grazer Umland-Weg sowie dem Grabenlandtrail zwei regionale Weitwanderwege.
Feuerwehren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon[3] und Freiwillige Feuerwehr Feiting.[4]
Tourismusverband
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Heiligenkreuz am Waasen den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist in Heiligenkreuz am Waasen.[5]
Politik
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Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000: ÖVP 13, SPÖ 2.
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005: ÖVP 11, SPÖ 3, Attraktive Liste für Allerheiligen 1.[6]
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010: ÖVP 11, SPÖ 2, GRÜNE 1, FPÖ 1.[7]
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: ÖVP 11, SPÖ 2, FPÖ 1, GRÜNE 1.[8]
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: ÖVP 12, SPÖ 1, GRÜNE 1, FPÖ 1.[9]
- Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: ÖVP 12, FPÖ 2, SPÖ 1.[10]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1924: August Sabin, Arzt[13]
- 1997: Kurt Lampl, Pfarrer
- 2012: Konrad Monsberger, Kapellmeister
- 2014: Josef Felgitscher, Alt-Bürgermeister von Allerheiligen
- 2018: Hermann Schützenhöfer (* 1952), Landeshauptmann der Steiermark seit 2015[14]
- Johann Oster († 2020), Gemeindekassier von Allerheiligen bei Wildon 1974–2000[15]
Mit Allerheiligen verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Teimer von Wildau (1778–1838), Tiroler Freiheitskämpfer und Militär-Maria-Theresien-Ordensritter, Herr auf Schloss Herbersdorf und der dazugehörigen Herrschaft, ist hier gestorben und in der Pfarrkirche Allerheiligen begraben.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 61001 – Allerheiligen bei Wildon. Gemeindedaten der Statistik Austria
- www.allerheiligen-wildon.at Internetseite der Gemeinde
- Pfarrkirche Allerheiligen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
- ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
- ↑ Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon: Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon. 8. September 2026, abgerufen am 13. September 2026.
- ↑ Freiwillige Feuerwehr Feiting: Freiwillige Feuerwehr Feiting. 10. September 2026, abgerufen am 13. September 2026.
- ↑ Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Aflenz. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Aflenz. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Aflenz. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Aflenz. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Aflenz. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Gemeinderat, abgerufen am 16. Juli 2019.
- ↑ Gemeinden und BürgermeisterInnen. (XLS) Das Land Steiermark, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Dezember 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- ↑ Neues Grazer Tagblatt (8. Mai 1924), S. 6. Vgl. Neues Grazer Tagblatt. In: anno.onb.ac.at. Abgerufen am 6. Januar 2021.
- ↑ 800-Jahr-Feier, www.allerheiligen-wildon.at am 23. September 2018; abgerufen am 13. Februar 2019.
- ↑ Kleine Zeitung (29. Juli 2020), S. 47.

