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Allerheiligen bei Wildon

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Allerheiligen bei Wildon
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Allerheiligen bei Wildon
Allerheiligen bei Wildon (Österreich)
Allerheiligen bei Wildon (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 20,35 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 15° 33′ OKoordinaten: 46° 54′ 51″ N, 15° 33′ 14″ O
Höhe: 407 m ü. A.
Einwohner: 1.629 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8412
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 01
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Allerheiligen bei Wildon 240
8412 Allerheiligen bei Wildon
Website: www.allerheiligen-wildon.at
Politik
Bürgermeister: Christian Sekli (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
   
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz
Lage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)Allerheiligen bei WildonArnfelsEhrenhausen an der WeinstraßeEmpersdorfGabersdorfGamlitzGleinstättenGrallaGroßkleinHeiligenkreuz am WaasenHeimschuhHengsbergKitzeck im SausalLangLebring-Sankt MargarethenLeibnitzLeutschach an der WeinstraßeOberhaagRagnitzSankt Andrä-HöchSankt Georgen an der StiefingSankt Johann im SaggautalSankt Nikolai im SausalSankt Veit in der SüdsteiermarkSchwarzautalStraß in SteiermarkTillmitschWagnaWildonSteiermark
Lage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Ortschaft Allerheiligen bei Wildon im Winter
Die Ortschaft Allerheiligen bei Wildon im Winter
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schloss Herbersdorf, Portal
Pfarrkirche Allerheiligen
Pfarrkirche Allerheiligen, Innenansicht
Kapelle in Großfeiting

Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat 1629 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 20,35 km².

Das größte Gewässer der Gemeinde ist die Stiefing, die bei Leibnitz in die Mur mündet. Der Hauptort Allerheiligen liegt im teilweise bewaldeten Hüfelland zwischen Stiefing und Mur.

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026[1]):

  • Allerheiligen bei Wildon (1124 Ew.) mit Mittergrub
  • Großfeiting (99)
  • Kleinfeiting (70)
  • Pesendorf (55)
  • Pichla (40)
  • Schwasdorf (117)
  • Siebing (124)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[2]):

  • Allerheiligen (1.070,39 ha)
  • Feiting (965,08 ha)

Eingemeindungen

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1968 wurden die damaligen Gemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.

Nachbargemeinden

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Heiligenkreuz am Waasen
Wildon Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pirching am Traubenberg (SO)
Sankt Georgen an der Stiefing Schwarzautal

Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.

Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel und dem Kögelberg lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.

Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.

Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.

Wegen der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, die damals von Jesuiten geführt wurde, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. Als der Orden 1773 aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über, und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.

Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der damaligen Gemeinde Stocking zu.

Bevölkerungsentwicklung

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Allerheiligen bei Wildon: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.341
1880
  
1.374
1890
  
1.420
1900
  
1.397
1910
  
1.311
1923
  
1.337
1934
  
1.376
1939
  
1.313
1951
  
1.313
1961
  
1.175
1971
  
1.165
1981
  
1.264
1991
  
1.237
2001
  
1.330
2011
  
1.434
2021
  
1.596
2026
  
1.629
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

2026 lebten sogar 1629 Menschen in Allerheiligen bei Wildon.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten sind

Wirtschaft und Infrastruktur

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Durch Allerheiligen führen mit dem Grazer Umland-Weg sowie dem Grabenlandtrail zwei regionale Weitwanderwege.

Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon[3] und Freiwillige Feuerwehr Feiting.[4]

Tourismusverband

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Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Heiligenkreuz am Waasen den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist in Heiligenkreuz am Waasen.[5]

Gemeindeamt

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • bis 2014 Josef Felgitscher (ÖVP)
  • 2014–2019 Michael Fuchs-Wurzinger (ÖVP)
  • seit 2019 Christian Sekli (ÖVP)[11][12]

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger der Gemeinde

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  • 1924: August Sabin, Arzt[13]
  • 1997: Kurt Lampl, Pfarrer
  • 2012: Konrad Monsberger, Kapellmeister
  • 2014: Josef Felgitscher, Alt-Bürgermeister von Allerheiligen
  • 2018: Hermann Schützenhöfer (* 1952), Landeshauptmann der Steiermark seit 2015[14]
  • Johann Oster († 2020), Gemeindekassier von Allerheiligen bei Wildon 1974–2000[15]

Mit Allerheiligen verbundene Persönlichkeiten

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Commons: Allerheiligen bei Wildon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  3. ↑ Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon: Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon. 8. September 2026, abgerufen am 13. September 2026.
  4. ↑ Freiwillige Feuerwehr Feiting: Freiwillige Feuerwehr Feiting. 10. September 2026, abgerufen am 13. September 2026.
  5. ↑ Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
  6. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Aflenz. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 14. September 2026.
  7. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Aflenz. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 14. September 2026.
  8. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Aflenz. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 14. September 2026.
  9. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Aflenz. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 14. September 2026.
  10. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Aflenz. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 14. September 2026.
  11. ↑ Gemeinderat, abgerufen am 16. Juli 2019.
  12. ↑ Gemeinden und BürgermeisterInnen. (XLS) Das Land Steiermark, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Dezember 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  13. ↑ Neues Grazer Tagblatt (8. Mai 1924), S. 6. Vgl. Neues Grazer Tagblatt. In: anno.onb.ac.at. Abgerufen am 6. Januar 2021.
  14. ↑ 800-Jahr-Feier, www.allerheiligen-wildon.at am 23. September 2018; abgerufen am 13. Februar 2019.
  15. ↑ Kleine Zeitung (29. Juli 2020), S. 47.