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Fabrice Fernandes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fabrice Fernandes
Personalia
Voller Name Fabrice Fernandes
Geburtstag 29. Oktober 1979
Geburtsort Aubervilliers, Frankreich
Größe 175 cm
Position Flügelspieler
Junioren
Jahre Station
1992–1995 FC Des Lilas
1995–1996 INF Clairefontaine
1996–1998 Stade Rennes
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–2001 Stade Rennes 33 (3)
2000–2001  FC Fulham (Leihe) 29 (2)
2001  Glasgow Rangers (Leihe) 4 (1)
2001  Olympique Marseille (Leihe) 4 (0)
2001–2005 FC Southampton 91 (5)
2005–2006 Bolton Wanderers 1 (0)
2006–2007 Beitar Jerusalem 20 (2)
2007–2008 Dinamo Bukarest 7 (0)
2008 Le Havre AC 0 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1999–2000 Frankreich U-21 5 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Fabrice Fernandes (* 29. Oktober 1979 in Aubervilliers) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler. Als Mittelfeldspieler, der in der nationalen Akademie in Clairefontaine ausgebildet wurde, war er vor allem zu Anfang der 2000er-Jahre für seine Zeit in der Premier League beim FC Southampton bekannt. Dazu spielte er nach seinem Abschied von dort im Jahr 2005 für die Bolton Wanderers im UEFA-Pokal.

Sportlicher Werdegang

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Der aus der Pariser Region stammende Fabrice Fernandes wurde in der Jugendakademie INF Clairefontaine ausgebildet und spielte dazu für den Verein FC Des Lilas in der Pariser Liga. Im Jahr 1994 erreichte er mit der Regionalauswahl Paris-Île-de-France das Finale des französischen Jugendpokals und verlor dieses gegen eine Auswahl aus Burgund. Im folgenden Jahr 1995, im Alter von 16 Jahren, wechselte er in die Akademie von Stade Rennes. Erste Profieinsätze sammelte er in der Erstligasaison 1998/99, nachdem er in Vorbereitungsspielen überzeugt hatte. Am ersten Spieltag der Division 1 debütierte er gegen die AJ Auxerre und zeigte dabei unter Trainer Paul Le Guen beim 1:0-Sieg eine derart gute Leistung, dass er kurz vor Schluss unter dem Applaus der Rennes-Fans ausgewechselt wurde. In der darauffolgenden Woche erzielte er sein erstes Ligator gegen den HSC Montpellier (1:3). Da er auch fortan im linken offensiven Mittelfeld in der frühen Saisonphase konstant agierte, wurde er bereits als neuer „Shooting Star“ und als eines der größten Talente des französischen Fußballs gefeiert. Die Entwicklung geriet aber in den späteren Partien der Spielzeit ins Stocken. Geplagt von Verletzungen und einem Formtief, konnte er seine vormaligen Darbietungen nicht mehr wiederholen. Das führte dazu, dass Le Guen wieder auf erfahrenere Kräfte setzte. Sein zweites Profijahr in Rennes verlief ähnlich wie das Ende der vorherigen Saison. Obwohl er zwischen Juni 1999 und Februar 2000 fünf Länderspiele für die französische U-21-Auswahl bestritt, blieb seine Spielzeit im Verein weiterhin begrenzt, so dass er in seinen ersten beiden Jahren mit insgesamt 32 Erstligaeinsätzen über die Stellung eines Ergänzungsspielers nicht hinauskam.[1] Im August 2000 wurde Fernandes in die zweite englische Liga an den FC Fulham ausgeliehen. Der Klub wurde von seinem Landsmann Jean Tigana betreut und Fernandes steuerte 29 Ligapartien auf dem Weg zur Zweitligameisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Premier League bei. Noch vor der Entscheidung war er erneut leihweise im März 2001 zu den Glasgow Rangers weitergezogen, wo er jedoch bis zum Saisonende nur viermal eingewechselt wurde. Zurück in Frankreich absolvierte er zu Beginn der Spielzeit 2001/02 vier Erstligapartien für Olympique Marseille, bevor ihn im Ende Dezember 2001 der englische Erstligist FC Southampton für eine Ablösesumme in Höhe von 1,2 Millionen Pfund „fix“ verpflichtete.

Der „Linksfuß“ und Flügelspieler war dabei eine der ersten Personalien unter dem neuen Trainer Gordon Strachan. Nach sporadischen Einsätzen in den verbliebenen Partien der Saison 2001/02 eroberte er sich in der folgenden Spielzeit 2002/03 einen Stammplatz bei den „Saints“ und verpasste nur eine von 38 Erstligapartien. Dabei wurde er mit seinen Stärken im Dribbeln zu einem der Publikumslieblinge. In dieser Zeit fiel er aber ein wenig dem neuen „taktischen Winkelzug“ zum Opfer, bei dem Außenspieler auf der „falschen Seite“ agierten. So sollten diese Freistöße und Flanken nach innen ziehen oder auch den Torabschluss selbst suchen. Fernandes sorgte aber so mit Flanken von rechts mit dem linken Fuß aus dem Halbfeld selten für Gefahr und während Strachan an dieser taktischen Ausrichtung festhielt, reagierten die Anhänger zunehmend frustriert, da seine Hereingaben den oft den nur einzigen Stürmer (selten eine „Doppelspitze“) verpassten. Da Fernandes gelegentlich den Zeitpunkt der Ballabgabe verpasste und stattdessen mit einer Pirouette zu einem weiteren Versuch ansetzte, erhielt er den unrühmlichen Spitznamen „Crop Circles“ (Kornkreise). Speziell seinen Mitspielern gegenüber blieb er „rätselhaft“ angesichts seines hohen Potentials – sein Mitspieler James Beattie bezeichnete ihn als besten Linksfuß, mit dem er während seiner Karriere gespielt hatte. Zum Ende der Saison 2002/03 wurde Fernandes dann plötzlich aussortiert. Obwohl er zuvor mit einer Ausnahme in allen Liga- und FA-Cup-Spielen eingesetzt worden war, wurde Fernandes nach einer 1:6-Niederlage am vorletzten Meisterschaftsspiel gegen den FC Arsenal zum „Sündenbock“ erklärt. Daraus folgte, dass ihn Strachan im Endspiel des FA Cups gegen Arsenal aus der Mannschaft nahm. Statt Fernandes wurde Außenverteidiger Paul Telfer nach vorne gezogen und Chris Baird, der kurz zuvor nur einmal in der Startelf gestanden hatte, auf die rechte Abwehrseite. Im folgenden Jahr kam Fernandes seltener zum Zug, war aber in mehr als der Hälfte der Ligapartien in der Startelf. In der Abstiegssaison 2004/05 war er zunächst „erste Wahl“ unter den neuen Trainern Paul Sturrock und Steve Wigley, bevor Harry Redknapp dann nicht mehr auf ihn setzte. Fernandes zog dann im Sommer 2005 ablösefrei weiter zum Erstligisten Bolton Wanderers – sein Vertrag in Southampton, der noch ein Jahr Restlaufzeit hatte, war zuvor in beiderseitigem Vernehmen aufgelöst worden.[2]

Trainer in Bolton war damals Sam Allardyce. Unter ihm sollte Fernandes jedoch kaum zum Einsatz kommen. In der Liga wurde er lediglich bei einer deftigen 1:5-Niederlage für die letzte Viertelstunde eingewechselt; dazu kamen drei Einsätze in der Frühphase des UEFA-Pokals. Bereits im Januar 2006 zog er weiter nach Israel zu Beitar Jerusalem. Der Klub gehörte Arcadi Gaydamak, dem Vater von Alexandre Gaydamak, der zur gleichen Zeit mit Milan Mandarić den FC Portsmouth (Erzrivale des FC Southampton) übernahm.[3] Dort konnte sich Fernandes etwas stabilisieren und war am Gewinn der israelischen Meisterschaft 2007 beteiligt. Bereits im Januar 2007 war er jedoch nach Rumänien zu Dinamo Bukarest weitergezogen und half auch hier noch in derselben Saison mit, die Meisterschaft zu gewinnen. Seine letzte Profistation war anschließend der Le Havre AC in Frankreich. Dort kam er allerdings zu keinem Ligaeinsatz beendete bereits mit 28 Jahren seine Profikarriere.[4]

Titel/Auszeichnungen

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Einzelnachweise

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  1. Dans le rétro : Fabrice Fernandes, il avait tout d’un grand (Stade Rennais Online)
  2. Fabrice FERNANDES AKA Fabrice Fernandes (SaintsPlayers)
  3. Bolton capture midfielder Perez (BBC Sport)
  4. Fabrice FERNANDES - Southampton FC - League appearances. (Sporting Heroes)