Elinkine
| Elinkine | ||
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| Koordinaten | 12° 30′ N, 16° 40′ W | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Senegal | |
| Region | Ziguinchor | |
| Département | Oussouye | |
| ISO 3166-2 | SN-ZG | |
| Arrondissement | Loudia Ouolof | |
| Höhe | 8 m | |
| Einwohner | 653 (2013) | |
Elinkine ist ein Dorf im Südwesten Senegals. Es ist Teil der Gemeinde (commune) Mlomp im Département Oussouye der Region Ziguinchor.
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Elinkine liegt im Südwesten der Casamance sieben Kilometer südlich des Casamance-Stromes. Von dem Mündungsabschnitt des Stromes ausgehend flutet der Gezeitenstrom des Atlantik kilometerweit durch die flachen Uferzonen hin und her und hat ein vielfach verzweigtes Netz von Bolongs ausgewaschen, eingebettet in eine amphibische und unwegsame Watt- und Mangrovenlandschaft, einer Verzweigung des Ourong Bôlon, der neun Kilometer entfernt zwischen Elinkine und der Île de Carabane im Westen von dem großen Strom abzweigt.[1]
Elinkine liegt zehn Kilometer südwestlich des Hauptortes der Gemeinde Mlomp und 13 Kilometer westlich der Départementspräfektur Oussouye auf 8 m Meereshöhe.[2][3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Chefs von Kagnout, einem östlich von Elinkine gelegenen Dorf, hatten im 19. Jahrhundert das Sagen weit über ihr Dorf hinaus, auch in Elinkine. Sie waren Verhandlungspartner für die französische Kolonialverwaltung, als diese in der Casamance ein erstes Handelskontor eröffnen wollte. In einer Vereinbarung vom 22. Januar 1836 gestattete der Chef von Kagnout den Franzosen, sich westlich von Elinkine auf der Île de Carabane niederzulassen.[4]
Das Dorf Elinkine war seit 1972 Teil der Landgemeinde (communauté rurale) Mlomp und die erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals den Status einer Gemeinde (Commune). Zugleich war Loudia Ouolof als Sitz der Unterpräfektur des Arrondissement de Loudia Ouolof Hauptort einer Gruppe von zwei Landgemeinden.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Zensus von 1988 hatte das Dorf Elinkine 616 Einwohner und lag damit nach Einwohnerzahl in der Landgemeinde weit hinter den drei Dörfern des Hauptortes Mlomp (2636 Einwohner) und den sechs Dörfern von Kadjinolle (2375 Einwohner).[5] Im Jahr 2013 wurde für Elinkine von 653 Einwohnern ausgegangen, während der Hauptort Mlomp 3488 Einwohner zählte.[2][6]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Elinkine liegt am Ende einer 14 Kilometer langen geschotterten Stichstraße, die von Oussouye über die Unterpräfektur Loudia Ouolof führt. Eine asphaltierte 20 Kilometer lange Stichstraße macht einen Bogen nach Norden und führt über den Hauptort Mlomp der Gemeinde ebenfalls nach Elinkine. In Oussouye besteht ein Anschluss an die Nationalstraße N 6, die Elinkine nach Osten mit der 62 Kilometer entfernten Casamance-Metropole Ziguinchor und dem Rest des Landes verbindet. Die N6 muss gleich hinter Oussouye die amphibische Watt- und Mangrovenlandschaft am Kamobeul Bôlon über zwei 1300 und 7000 Meter lange Dämme bewältigen, verbunden mit zwei 360 und 15 Meter langen Brücken über die Hauptarme der Bolongs.[7][3]
Der Hafen von Elinkine ist Ausgangspunkt für Fahrten mit Pirogen zu Dörfern, die über Landwege nicht zu erreichen sind, besonders zu dem sieben Kilometer entfernten Carabane auf der Île de Carabane oder jenseits der Casamance-Mündung zu den Dörfern im Insel-Archipel Les iles du Bliss Kassa,[8] namentlich zu dem 19 Kilometer entfernten Dorf Haère.[9]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ OpenStreetMap: Ourong Bôlon - Ourong Bôlon bei Geonames
- 1 2 Elinkine bei Geonames
- 1 2 Entfernungen messen mit Google Maps
- ↑ seneplus 24. Januar 2017: Carabane, gloire et decadence du premier comptoir francais
- ↑ Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - RGPH 1988: Repertoire des villages, region de Ziguinchor ( vom 11. September 2024 im Internet Archive; PDF; 619 KB); alle Dörfer und Weiler (CR Mlomp) siehe Seite 21 der Datei
- ↑ Répertoire des villages officiels du Sénégal ( vom 24. Juli 2013 im Internet Archive)
- ↑ Kamobeul Bôlon bei Geonames
- ↑ Réseau des îles de Basse Casamance: Nos petites îles: „Nous sommes un réseau de petites îles fragiles en quête de résilience communautaire face au changement climatique“ (Wir sind ein Netzwerk kleiner, vom Klimawandel bedrohter Inseln, die gemeinsam versuchen ihm zu widerstehen.)
- ↑ Lequotidien, 24. März 2025: Casamance : Le village insulaire de Haère coupé du reste du Sénégal ( vom 21. Juli 2025 im Internet Archive): „les rotations entre Haère et Elinkine“
