Carabane
| Carabane | ||
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| Koordinaten | 12° 34′ N, 16° 42′ W | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Senegal | |
| Region | Ziguinchor | |
| Département | Oussouye | |
| ISO 3166-2 | SN-ZG | |
| Arrondissement | Loudia Ouolof | |
| Höhe | 4 m | |
| Einwohner | 614 (2013) | |
Karabane von Norden | ||
Carabane (oder Karabane) ist ein Dorf im Süden Senegals.[1] Es ist Teil der Gemeinde Diembéring im Departement Oussouye der Region Ziguinchor. Ferner ist Carabane eines von 21 Inseldörfern in den Gemeinden Diembéring und Kafountine, die sich unter dem Druck des Klimawandels zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben.[2]
Geographische Lage
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Carabane liegt am Nordufer der gleichnamigen Île de Carabane, die das südliche Ufer des Casamance kurz vor der Mündung in den Atlantik begleitet. Diembéring, der Hauptort der Gemeinde, liegt 13 Kilometer südwestlich von hier. Die nächstgelegenen Städte sind die Départementspräfektur Oussouye (18 Kilometer Richtung Ostsüdost), erreichbar über Elinkine am jenseitigen Ufer des Ourong Bôlon.[3] und die Regionalpräfektur Ziguinchor (47 Kilometer Richtung Osten).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Carabane war 1836 der erste Handelsstützpunkt des französischen Kolonialreichs in der Casamance.[4] Die Franzosen waren darauf angewiesen, westlich von Ziguinchor eine Niederlassung zu finden, denn dort war zu jener Zeit ein portugiesischer Stützpunkt. Mit Vertrag vom 22. Januar 1836 trat der Chef von Kagnout die Insel Carabane zum Preis einer Jahresrente von 39 Barren, damals 196 FF, an Frankreich ab. Damit begann unter dem Residenten Baudin eine lebhafte Geschäftstätigkeit, die in der Ära des Residenten und Geschäftsmannes Nantais Bertrand Bocandé ihren Höhepunkt hat. Die Insel exportierte Reis, Baumwolle, Palmkerne und Tuloucouna-Öl. Die Einwohnerzahl des Dorfes, besser gesagt die Stadt Carabane, wurde 1896 mit schätzungsweise mehr als 3000 angegeben. Der Niedergang von Carabane begann mit dem Aufstieg von Ziguinchor, das 1888 von Portugal an Frankreich abgetreten worden war.[5]
Das alte Zentrum von Carabane ist eingeschrieben in die nationale Liste der historischen Monumente.[6]
Das Dorf Carabane war seit 1972 Teil der Landgemeinde (communauté rurale) Diembéring und die erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals den Status einer Gemeinde (Commune).
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Zensus von 1988 hatte das Dorf Carabane 374 Einwohner, während die sieben Dörfer des Hauptortes Diembéring 1914 Einwohner zählten.[7] Im Jahr 2013 wurde für Carabane von 614 Einwohnern ausgegangen, während der Hauptort Diembéring 2905 Einwohner zählte.[8][9]
Nach PEPAM hatte Carabane zu einem undatierten Zeitpunkt 793 Einwohner. Die Einwohnerzahlen von PEPAM lassen sich generell schlecht mit den Ergebnissen der Volkszählungen 1988, 2002 oder 2013 in Einklang bringen.[10]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Carabane ist nur auf dem Wasserweg erreichbar. Ein über Hundert Meter langer Pier in der Flachwasserzone am Ufer sorgt dafür, das Handelsschiffe und Fähren hier anlegen können. Im Juli 2013 wurde der Pier durch einen neuen hundert Meter langen Ponton[11] ergänzt. Dieser ermöglicht erstmals seit 2002, seit dem Untergang des Fährschiffs Le Joola, dass Carabane wieder zu einem Zwischenhalt der Fährverbindung Ziguinchor–Dakar wird. Am 26. April 2014 legte das Fährschiff Aline Sitoé Diatta zum ersten Mal in Carabane an.[12]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Karabane bei Geonames
- ↑ Réseau des îles de Basse Casamance: Nos petites îles: „Nous sommes un réseau de petites îles fragiles en quête de résilience communautaire face au changement climatique“ (Wir sind ein Netzwerk kleiner, vom Klimawandel bedrohter Inseln, die gemeinsam versuchen ihm zu widerstehen.)
- ↑ OpenStreetMap: Ourong Bôlon - Ourong Bôlon bei Geonames
- ↑ Ibou Camara. 3. Juni 2014: Traités historiques entre la France et la Casamance
- ↑ seneplus 24. Januar 2017: Carabane, gloire et decadence du premier comptoir francais
- ↑ Karabane, centre historique: Arrêté N° 8836 MCPHC-DPC, 12. September 2007, Portant publication de la liste des Sites et Monuments historiques classés ( vom 25. April 2019 im Internet Archive)
- ↑ Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - RGPH 1988: Repertoire des villages, region de Ziguinchor ( vom 11. September 2024 im Internet Archive; PDF; 619 KB); alle Dörfer und Weiler (CR Diembéring) siehe Seite 19 der Datei
- ↑ Kabrousse bei Geonames
- ↑ Répertoire des villages officiels du Sénégal ( vom 24. Juli 2013 im Internet Archive)
- ↑ PEPAM PLHA September 2011: Communauté rurale de Diembéring Einwohnerzahl Seite 72 der PDF-Datei 3,17 MB
- ↑ Entfernungen messen mit Google Maps
- ↑ au-senegal.com, 26. April 2014: Le bateau Aline Sitoé Diatta fait escale à Carabane

