Egnach
Erscheinungsbild
| Egnach | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | ||||||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||||||
| Bezirk: | Arbon | |||||||||||||||
| BFS-Nr.: | 4411 | |||||||||||||||
| Postleitzahl: | 9314 (Steinebrunn) 9315 (Neukirch) 9322 (Egnach) | |||||||||||||||
| UN/LOCODE: | CH STB (Steinebrunn) | |||||||||||||||
| Koordinaten: | 746035 / 267908 | |||||||||||||||
| Höhe: | 400 m ü. M. | |||||||||||||||
| Höhenbereich: | 395–548 m ü. M.[1] | |||||||||||||||
| Fläche: | 18,43 km²[2] | |||||||||||||||
| Einwohner: | 5180 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||||||
| Einwohnerdichte: | 281 Einw. pro km² | |||||||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 16,3 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||||||
| Website: | www.egnach.ch | |||||||||||||||
Gemeindezentrum in Neukirch | ||||||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||||||
| Jahr | 1850[7] | 1860[Anm. 1] | 1900 | 1910 | 1950 | 2000 | 2010 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
| Einwohner | 3344 | 2622 | 2755 | 3166 | 3301 | 4153 | 4303 | 4562 | 4681 | 4692 | 4702 | 4687 | 4773 | 4802 | 4888 | 4985 |
Von den insgesamt 4985 Einwohnern der Gemeinde Egnach am 31. Dezember 2023 waren 764 bzw. 15,3 % ausländische Staatsbürger. 1791 (35,9 %) waren evangelisch-reformiert und 1336 (26,8 %) römisch-katholisch. Die Ortschaft Egnach zählte zu diesem Zeitpunkt 2129 Bewohner.[9]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2016 bot Egnach 188 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 8,4 % in der Land- und Forstwirtschaft, 54,8 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 36,8 % im Dienstleistungssektor tätig.[10]
Die 1965 gegründete Zünd AG wurde zuerst in Frutella AG und anschliessend in Thurella Agroservice AG umbenannt. Diese wurde 2009 von der Landi Oberthurgau AG aus Roggwil übernommen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Evangelische Kirche
- Schloss Luxburg
- Das Dorf Steinebrunn und die Kulturlandschaft Balgen sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unmittelbar am Ufer des Bodensees befindet sich ein Campingplatz. Weiter besteht die Möglichkeit für Ferien auf dem Bauernhof. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Egnach (VVE) hat es sich zum Ziel gesetzt, Verkehr, Landschaft und Kultur in Egnach zu wahren und zu fördern.
Schulen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vier Primarschulen in Egnach, Neukirch, Hegi und Steinebrunn erlauben den Schülern einen dezentralen Unterricht. Die Sekundarschule befindet sich in Neukirch.
Im 18. Jahrhundert wurden erste Schulen eingerichtet. Ausgebildete Lehrer gab es keine, und wer sich berufen fühlte, stellte seine Stube zur Verfügung und nannte sich Schulmeister. Die Schüler zahlten jede Woche das Schulgeld auf die Hand und brachten im Winter ein Scheit Holz für den Ofen mit. In breiten Bänken pferchten sich nun Dutzende Kinder jeden Alters und lernten das Buchstabieren. Über das weitläufige Gemeindegebiet entstanden so Schulen in Olmishausen, Ringenzeichen, Wilen, Hegi und Mosershaus nahe der neuen Kirche. Jeder besuchte die Schule, die ihm gefiel, und so wanderten die Schüler kreuz und quer durch die Gemeinde. In Steinebrunn unterrichtete der Benefiziat die katholischen Schüler.
Nach der Gründung des Kantons Thurgau wurde 1833 erstmals ein Schulgesetz erlassen. In Egnach wurden fünf Primarschulgemeinden geschaffen: Wilen, Olmishausen, Hegi, Ringenzeichen und Neukirch. Mit dem Dorf Egnach im Jahre 1880 wurden es sechs. Erste Ideen für eine weiterführende Schule führten zur Gründung der Sekundarschule 1854. Weiter entstand im 19. Jahrhundert eine Fortbildungsschule. Ein wichtiger Markstein war die Gründung der Abschlussklassenschule 1955, die dann in die Realschule überging. Im Jahre 2000 wurden alle Schulen in Egnach zur Volksschulgemeinde mit einer Verwaltung verbunden. 2016 erfolgte die Einweihung der neuen Sekundarschule Neukirch.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Adolf Keller (auch Keller-Hoerschelmann; 1879–1969), Arzt und Naturheilkundler
- Ernst Schmid (1888–1941), Geograph
- Hans Wegmann (1889–1973), evangelischer Geistlicher in Zürich
- Egon Bruderer (1913–1987), Unternehmer
- Emil Hungerbühler (1914–2002), Zeichenlehrer, bildender Künstler und Konservator
- Heinz Hauser (* 1943), Ökonom
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Egnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 20. Juni 2022.
- 1 2 3 Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
- 1 2 3 4 5 Verena Rothenbühler: Egnach. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. November 2011, abgerufen am 6. November 2020.
- 1 2 Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 (Excel-Tabelle; 0,1 MB),
Wohnbevölkerung – Wohnbevölkerung der Gemeinden 1990, 2000, 2010 und 2011 (PDF; 1,3 MB) und
Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019 (Excel-Tabelle; 0,1 MB). Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 20. Juni 2022. - ↑ Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 21. Juli 2024.
- ↑ Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.







