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Eggerberg

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Eggerberg
Wappen von Eggerberg
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Brigw
BFS-Nr.: 6004i1f3f4
Postleitzahl: 3939
Koordinaten: 633845 / 128494Koordinaten: 46° 18′ 25″ N, 7° 52′ 41″ O; CH1903: 633845 / 128494
Höhe: 846 m ü. M.
Höhenbereich: 649–1914 m ü. M.[1]
Fläche: 6,05 km²[2]
Einwohner: 345 (1. Januar 2026)[3]
Einwohnerdichte: 57 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
11,6 %
(1. Januar 2026)[4]
Gemeindepräsident: Ivan Wasmer (Stand 2024)
Website: www.eggerberg.ch
Eggerberg
Eggerberg
Lage der Gemeinde
Karte von EggerbergGibidumseeLago di DeveroItalienKanton BernBezirk GomsBezirk Östlich RaronBezirk VispBezirk VispBezirk Westlich RaronBrig-GlisEggerbergNatersRied-BrigSimplon VSTermenZwischbergen
Karte von Eggerberg
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Eggerberg (Walliserdeutsch: Eggerbärg) ist eine politische Gemeinde und eine Burgergemeinde mit einem Burgerrat im Bezirk Brig sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Visp im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn der UNESCO.

Eggerberg liegt im deutschsprachigen Oberwallis auf der Südseite der Berner Alpen auf der nördlichen Talseite des Rhonetals. Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Eggerberg und Eggen, den Weilern Finnu (Finnen), Mühlackern, Wirmschlandtschuggo, Weitematte, Schliecht, Engernhaus, Berg, Lipboden, Halta, Stadol, Roorli, Howang, den Gebieten Wang und Wyer im Voralpengebiet sowie verschiedenen Alpweiden. Das Dorf ist Teil der Agglomeration Brig-Visp-Naters. Die Nachbargemeinden von Eggerberg sind im Norden eine Exklave von Baltschieder, im Osten Naters, im Süden Lalden, im Südwesten Baltschieder und im Nordwesten Ausserberg.

Flächennutzung

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Im Jahr 2009 bestand die Gemeindefläche von 6,0 km2 zu 15,2 % aus Landwirtschafts- und zu 6,0 % aus Siedlungsfläche. Historisch betrachtet bedeutet das eine Zunahme der Siedlungsfläche seit 1985 um 11 ha. Die bestockte Fläche (d. h. Gehölz, Wald) machte 62,1 % aus, der restliche Anteil galt als unproduktive Fläche.

Die Gemeinde wurde 1307 zum ersten Mal unter dem Namen «Ecun» erwähnt. Fünf Jahre später wird die Ortschaft erstmals als «communitas» (Latein für Gemeinde) bezeichnet, damals war das Dorf noch unter der Herrschaft des Zenden Brig. Im Spätmittelalter stand der Ort unter der Gerichtsbarkeit der Herren in Raron. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Dorfname von «Eccun» über «Eccon» bis hin zu «Egcon». Eggen, heute ein Weiler, war früher Hauptdorf der verstreuten Siedlung. Das Gemeindehaus im Berg wurde 1658 gebaut, 1798 gehörten sieben bewohnte Weiler zum Dorf. 1854 wurde der Weiler Finnu eingemeindet. Heute setzt sich die Gemeinde Eggerberg aus insgesamt 13 Weilern zusammen und hat eine vielfältige Vereinslandschaft.

Eggerberg hatte im Jahr 2020 324 Einwohner, davon waren rund 95,4 % Schweizer und 4,6 % Ausländer. Die Bevölkerung umfasste 43 Jugendliche und 281 Erwachsene, davon wiederum waren 84 Einwohner 65 Jahre alt oder älter.[5]

Die Bewohner werden umgangssprachlich «Grieniga» genannt, in Anlehnung an die Farbe der heimischen Smaragdeidechsen.


 Bevölkerungsentwicklung Eggerberg 
EinwohnerJahr1002003004005006007001750180018501900195020002050Eggerberg
Bundesamt für Statistik[6][7] Jahr 1910: Bau Lötschbergbahn

Der fünfköpfige Gemeinderat ist das ausführende Gremium (Exekutive). Gemeindepräsident ist Ivan Wasmer (Stand 2026).

Nationale Wahlen

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Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Eggerberg (in Klammern Veränderung zu 2019): SVP 44,4 % (+11,6 %), Die Mitte (2019 CVP) 38,1 % (− 16,2 %), SP 9,4 % (+1,2 %), Grüne 3,7 % (+0,3 %), glp 2,5 % (+ 1,9 %), FDP 2,0 % (+ 1,2 %).[8]

Während Eggerberg selbst einige Kleinbetriebe vorweist, gibt es im benachbarten Visp deutlich mehr Arbeitsplätze. Der Tourismus spielt eine kleinere Rolle: Die Gemeinde gehört mit Steg-Hohtenn, Baltschieder und Ausserberg zum Verkehrsverein «Sonnige Halden» und verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen, welches insgesamt 40 km lang ist. Als Werbeslogan wählte das Dorf «Smaragd am Lötschberg».

Bahnhof Eggerberg, vom BLS-Zug aus gesehen
Eggen auf 1040 m ü. M. oberhalb Eggerberg (2024)
Weiler Finnen auf 1410 m ü. M. oberhalb Eggerberg (2024)

Eggerberg ist gut an die Hauptstrasse 9 angebunden, welche von Sitten her über Visp und Brig via Simplonpass nach Italien führt. So ist das Dorf ganzjährig per Auto erreichbar. Zudem ist die Gemeinde mit dem Postauto von Visp her erreichbar. Eggerberg verfügt auch über einen unbedienten Bahnhof, welcher von der BLS angefahren wird.

Sehenswürdigkeiten

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In Eggerberg gibt es drei Kapellen, wovon die St. Agatha-Kapelle in Eggen und die Muttergotteskapelle in Finnen die wichtigsten sind. Zwei weitere mussten abgerissen werden, ihre Fundamente blieben aber erhalten. Auf dem Grundstück der ehemaligen St. Josefkapelle errichtete man 1863 in Mühlackern die Pfarrkirche, nachdem Kirchgänger vorher jahrhundertelang nach Naters oder Glis pilgern mussten. Weitere sehenswerte Orte umfassen den Triel von Mühlackern, eine altertümliche Wein- und Obstpresse, die historische Wasserleite (Suone) «Gorperi» bei «Mehrheji», zwei Harzöfen im «Schmittuwald» sowie den künstlerisch gestalteten Dorfplatz.

Commons: Eggerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Juli 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  6. ↑ Martin Schuler: Kanton Wallis – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 20 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Juli 2026.
  7. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Juli 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  8. ↑ Nationalratswahlen 2023. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 24. April 2024, abgerufen am 6. Juli 2026.