EVN AG
| EVN AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | AT0000741053 |
| Gründung | 1922 (als Niederösterreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft NEWAG;[1] 1986 Newag-Niogas, dann Energieversorgung Niederösterreich EVN) |
| Sitz | Maria Enzersdorf, Österreich ⊙ |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 7.255 (FTE) (2022/23) |
| Umsatz | 3,00 Mrd. EUR (2024/25)[2] |
| Branche | Energieversorgung |
| Website | www.evn.at |
| Stand: 30. September 2023 | |
| Grundkapital | EUR 330.000.000 |
| Aktien | 179.878.402 |
| Aktionär | Anteil |
|---|---|
| NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH | 51,0 % |
| Wiener Stadtwerke[14] | 28,35 % |
| Streubesitz inkl. Mitarbeiteraktien | 19,65 % |
| Eigene Aktien | 1,0 % |
Stand: 9. März 2020[15]
Unternehmensstruktur und Geschäftsbereiche
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Zusätzlich zu den traditionellen Hauptsparten Strom- und Gasversorgung ist die EVN auch in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, sowie „Management“ von Straßenbeleuchtungen ganzer Gemeinden tätig.
Die EVN ist in insgesamt 14 verschiedenen Staaten tätig:
- In Bulgarien hält die EVN seit 2005 Mehrheitsanteile an zwei Stromversorgungsunternehmen, die den Südosten des Landes versorgen, einschließlich der Städte Plowdiw, Stara Sagora und Burgas.
- 2006 wurde die Mehrheit an der ESM AD, dem Stromversorger in Nordmazedonien, übernommen.
- Großaufträge für den Ausbau der Wasserversorgung und für die Rekonstruktion einer Müllverbrennungsanlage in Moskau.
Die Wasser- und Gasturbinenkraftwerke der EVN können mehr Strom erzeugen als in Niederösterreich benötigt wird. Ein Teil kommt auch aus eigenen Biomassekraftwerken. Ursprünglich war sie fast ausnahmslos der alleinige Versorger mit Strom, Ausnahmen waren nur die Gebiete rund um Wien, was aus der Zeit stammte, als die Bezirke Mödling und Wien-Umgebung noch zu Groß-Wien gehörten. Diese werden auch heute hauptsächlich von der Wien-Energie, dem Wiener Stromversorger, versorgt. Eine weitere Ausnahme liegt in der Nähe des Lunzer Sees, wo die II. Wiener Hochquellenwasserleitung ihre Quellen hat. Dieses Wasser wird unter Druckreduktion in Trinkwasserkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt und die EVN stromversorgt damit dieses Gebiet.
Eine Besonderheit ist, dass die EVN auch für die Versorgung der Mariazellerbahn mit Einphasenwechselstrom von 25 Hertz zuständig war, während sie zwischen 1922 und 2010 den ÖBB gehörte (heute ist diese Bahn wieder im Besitz des Landes Niederösterreich). Der hierfür benötigte Strom wird in den Kraftwerken Wienerbruck mit Druckrohrleitung vom Erlaufstausee sowie dem Erlaufboden mit Druckrohrleitung parallel zur Erlauf erzeugt. Auch die Instandhaltung der Fahrleitungsanlagen obliegt seit jeher der EVN (Dienststelle Kirchberg), die dazu 2 Motorturmwagen (X532.01-02/s) von der ÖBB zur Verfügung gestellt bekommt.
Im Zuge der Liberalisierung hat die EVN aber noch immer die letzte Meile zum Endkunden.
Aber auch neuen Geschäftssparten widmet sich die EVN über Tochterfirmen:
- EVN Abfallverwertung Niederösterreich[17]
- EconGas
- EnergieAllianz Austria
- EVN Bulgaria
- EVN Wärme GmbH
- B3 ENERGIE
- evn Wasser (ab etwa 2026 wird eine Wasserleitung von Brunnen von der Region Carnuntum aus ins Marchfeld gebaut[18])
- evn naturkraft
- e&t
- first facility
- EVN Geoinfo,
- kabelplus für Kabelfernsehen oder Breitbandinternet
- E.gon GmbH
- oplak
- V&C
- wavenet
- wte-Austria
Im März 2006 kaufte sie den nordmazedonischen Stromversorger ESM, der ungefähr die gleiche Kundenanzahl wie die EVN AG selbst aufweist.[19] Da in Nordmazedonien die Siedlungsstruktur kompakter als in Niederösterreich ist, ist die notwendige Leitungslänge halb so groß wie im heimischen Markt. Außerdem besitzt die ESM einige Wasserkraftwerke und noch ungenützte Wasserreserven, die die EVN AG ebenso erschließen will.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alois Brusatti, Ernst Swietly, A. Ernst: Erbe und Auftrag. EVN. Ein Unternehmen stellt sich vor. 1990, St. Pölten
- Rudolf Elmayer-Vestenbrugg: Denkschrift über die Errichtung der niederösterreichischen Landes-Elektrizitätswerke als Grundstock der NEWAG und über die Elektrifizierung der niederösterreichisch-steirischen Alpenbahn St. Pölten–Mariazell–Gusswerk. NEWAG, 1961
- Georg Rigele: Zwischen Monopol und Markt. EVN das Energie- und Infrastrukturunternehmen. 2004, EVN: Maria Enzersdorf
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website
- energieallianz.at
- evn-sammlung.a
- EVN AG (FN 72000h) – Firmenbuchdaten in der Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Firma EVN AG in Maria Enzersdorf. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
- ↑ EVN AG – Konzernabschluss zum 30. September 2025. In: Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes. 26. Februar 2026, abgerufen am 3. März 2026.
- ↑ www.evn.at: Geschichte
- ↑ EVN, Fernwärmespeicher Theiß, Bericht und Abbildung ( vom 1. Februar 2011 im Internet Archive) Stand 21. Mai 2009
- ↑ Fernwärme-Transportleitung Von Dürnrohr nach St. Pölten ( vom 27. Juli 2011 im Internet Archive); abgerufen am 11. Jänner 2011
- ↑ EVN Geschichte – Chronik. Abgerufen am 28. August 2020.
- ↑ EVN Ganzheitsbericht 2015/16 ( vom 13. Oktober 2017 im Internet Archive), abgerufen am 13. Oktober 2017.
- ↑ Ganzheitsbericht 2014/15 Editional und folgend ( vom 6. November 2016 im Internet Archive), abgerufen am 6. Oktober 2016.
- ↑ Ganzheitsbericht 2014/15 Ausbau der Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie ( vom 6. November 2016 im Internet Archive), abgerufen am 6. Oktober 2016.
- ↑ EVN hofft auf Großauftrag aus Kuwait orf.at, 17. März 2017, abgerufen am 17. März 2017.
- ↑ EVN errichtet Kläranlage in Kuwait. In: noe.orf.at. 23. Januar 2020, abgerufen am 11. Februar 2021.
- ↑ EVN steckt Teil des Gewinns in Ökostromstromausbau. Abgerufen am 15. September 2022 (österreichisches Deutsch).
- ↑ EVN Erfolgreicher Abschluss der WTE-Übernahme: STRABAG steigt zur Komplettanbieterin rund um Wasser auf. Abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Wiener Stadtwerke steigen bei EVN ein. Der Standard, 5. März 2020, abgerufen am 9. März 2020.
- ↑ Ganzheitsbericht 2018/19. (PDF; 3,2 MB) EVN AG, 12. Dezember 2019, S. 25, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. März 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ Naturwärme... ( vom 4. August 2021 im Internet Archive) Abgerufen am 21. Jänner 2011.
- ↑ Homepage von EVN Umwelt ( vom 15. Dezember 2011 im Internet Archive), abgerufen am 14. April 2011.
- ↑ nn: Wasserversorgung : Neue Trinkwasserleitung für Marchfeld. In: orf.at. 28. April 2026, abgerufen am 28. April 2026.
- ↑ EVN legt Angebot für mazedonische Stromverteilgesellschaft ESM
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