Lokinyomo Lobalu wurde 1998 im südlichen Sudan nahe der kenianischen Grenze geboren. Im Zuge des Kriegs im Südsudan wurde er von seiner Familie getrennt und verbrachte eine unbestimmte Zeit in einem Waisenheim. 2007 ging er in ein Flüchtlingslager in Kenia. Im Jahr 2017 trat er erstmals bei einem IAAF-Event für das Athlete Refugee Team an.[4]
Am 11. Mai 2019 nahm Lokinyomo Lobalu an einem von der UNICEF organisierten Marathonlauf in Genf teil. Er gewann dieses Rennen und blieb in der Schweiz.[5] Der Schweizer Leichtathletikverband beantragte 2023 einen Verbandswechsel, auch wenn Lokinyomo Lobalu noch nicht Schweizer Staatsbürger ist. Diesem wurde zunächst ab 2026 stattgegeben, später wurde der Startberechtigung für die Schweiz ab dem Jahr 2024 stattgegeben.[6]
Bei seinen ersten Europameisterschaften für die Schweiz holte er 2024 in Rom Gold über die 10'000 Meter und Bronze über die 5000 Meter.[7]
Für die Olympischen Spiele im selben Jahr in Paris lehnte das IOC es ab, dass Lobalu – der nach Schweizer Recht frühestens 2031 eingebürgert werden kann – für die Schweiz antritt. Stattdessen wurde ihm angeboten, dem Refugee-Team beizutreten.[8] Mit einer Zeit von 13:15,27 wurde Lobalu über 5'000 Meter Vierter.[9]
Ein Jahr später trat Lobalu bei den Weltmeisterschaften in Tokio wieder für die Schweiz an. Dort kam er über die 10'000 Meter mit einer Zeit von 29:11,65 min aber nicht über Platz 14 hinaus.[10]