DivestOS
| DivestOS | |
|---|---|
| DivestOS-Homescreen auf einem Fairphone 4 | |
| Entwickler | Tad/Tavi, Divested Computing Group |
| Lizenz(en) | Apache und GPL (freie Software) |
| Akt. Version | 20.0 (13.0 Tiramisu)[1] vom 8. August 2023 |
| Kernel | monolithisch (Linux) |
| Abstammung | Linux ↳ Android ↳ LineageOS ↳ DivestOS |
| Architektur(en) | Arm/Arm64, x86/x86_64 |
| Sprache(n) | Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Japanisch, Mandarin, Russisch +180 weitere |
| www.divestos.org http://divestos…jyyd.onion/ – Onion Service, nur über das Tor-Netzwerk erreichbar. | |
DivestOS war ein freies Betriebssystem und Android-Custom-ROM für Mobiltelefone, die auf der Android-Plattform basieren. Es war ein Soft-Fork von LineageOS und zielte darauf ab, die Sicherheit und den Datenschutz auf einer Vielzahl von Geräten zu verbessern und zu unterstützen.
Eigenschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]DivestOS entfernte so weit wie möglich proprietäre Android-Komponenten. DivestOS-Builds waren mit Release-Schlüsseln signiert, so dass Bootloader auf vielen Geräten neu gesperrt werden konnte. Ein automatischer Common-Vulnerabilities-and-Exposures-Patcher wurde verwendet, um die Kernel gegen viele bekannte Sicherheitslücken zu patchen.[2] DivestOS unterstützte für viele Geräte Verified Boot. Dieses sollte sicherstellen, dass der gesamte ausgeführte Code von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt und ein Angreifer keine Manipulation daran vorgenommen hat.[2] DivestOS enthielt nur wenige Standardanwendungen. F-Droid war enthalten, mit Optionen für die Auswahl mehrerer benutzerdefinierter F-Droid-Repositories.[3][4] DivestOS unterstützte die Verwendung von Orbot und dem Tor Browser zur Verbesserung der Privatsphäre.[5]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im März 2023 ging der 2022 Free Software Foundation Award für Outstanding New Free Software Contributor an Tad (SkewedZeppelin), den Chefentwickler des DivestOS-Projekts.[6][7]
Nach umfangreichen Tests von DivestOS auf einem Google Pixel, deren Schwerpunkt beim Datensendeverhalten lagen, kam Mike Kuketz, Lehrbeauftragter für IT-Sicherheit an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe, im Juni 2023 zu der Einschätzung, dass DivestOS insgesamt einen äußerst datenschutzfreundlichen Eindruck hinterlasse und für derartige Custom-ROMs „die Messlatte ziemlich hoch“ lege.[2]
Einstellung des Projekts
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Dezember 2024 gab Tavi, der einzige Entwickler, bekannt, dass DivestOS nach 10 Jahren eingestellt würde.[8] Grund war, dass er dieses Solo-Projekt[9] nicht mehr alleine weiterführen konnte, es fehlte die Finanzierungsbasis.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- DivestOS Mobile. In: divestos.org. (englisch).
- DivestOS auf GitHub
- Jörn Brien: Dieses Projekt versorgt alte Handys mit Sicherheitsupdates. In: t3n.de. 20. November 2022.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ divestos.org.
- ↑ a b c Mike Kuketz: DivestOS: Datenschutzfreundlich und erhöhte Sicherheit. In: kuketz-blog.de. 1. Juni 2023, abgerufen am 19. August 2023.
- ↑ DivestOS Mobile. In: divestos.org. Abgerufen am 17. März 2022 (englisch).
- ↑ About – DivestOS Mobile. In: divestos.org. Abgerufen am 16. Juni 2022 (englisch).
- ↑ Privacy Policy – DivestOS Mobile. In: divestos.org. Abgerufen am 3. August 2022 (englisch).
- ↑ Free Software Awards winners announced: Eli Zaretskii, Tad (SkewedZeppelin), GNU Jami — Free Software Foundation — Working together for free software. In: www.fsf.org. Abgerufen am 30. März 2023 (englisch).
- ↑ Katie Dee: The recipients of the 2022 Free Software Awards have been announced. In: SD Times. 20. März 2023, abgerufen am 15. April 2023 (amerikanisches Englisch).
- ↑ DivestOS mobile, archivierte Version vom 24. Dezember 2024
- ↑ DivestOS Mobile, about, archivierte Version vom 1. September 2024