Descent 3
| Descent 3 | ||
| Entwickler | Outrage Entertainment | |
|---|---|---|
| Publisher | Interplay Loki Software | |
| Veröffentlichung | 1999 | |
| Plattform | Linux, Mac OS, Windows | |
| Genre | Ego-Shooter | |
| Spielmodus | Einzelspieler, Mehrspieler | |
| Steuerung | Tastatur, Maus, Joystick | |
| Medium | 2 CD-ROM, Download | |
| Sprache | Deutsch | |
| Aktuelle Version | v1.4 (v1.5 inoffiziell) | |
| Altersfreigabe |
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Descent 3 (Eigenschreibweise: Descent³) ist ein 1999 für Microsoft Windows veröffentlichter Ego-Shooter und der dritte Teil der Descent-Reihe. Das Spiel entstand bei Outrage Entertainment, einem der beiden Nachfolgerstudio des ursprünglichen Entwicklerteams Parallax Software. Das Spiel erschien über den amerikanischen Publisher Interplay Entertainment. Neben der Windows-Version existieren Portierungen für Mac OS und Linux. 2000 erschien eine Erweiterung mit dem Titel Descent 3: Mercenary. Der Quelltext des Spiels wurde im April 2024 auf GitHub zur Verfügung gestellt[1].
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Descent 3 setzt die Handlung dort fort, wo sie in Descent 2 endet: Nach einem Reaktorschaden an seinem Schiff, der es manövrierunfähig macht und auf eine Sonne zutreiben lässt, wird der Spieler knapp gerettet. Es stellt sich heraus, dass der Schaden vorsätzlich vom Arbeitgeber des Spielers, der PTMC, verursacht worden ist. Es wird außerdem klar, dass die PTMC die mit einem Computervirus verseuchten Roboter für ihre eigene Zwecke missbraucht – die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Spieler schließt sich einer Widerstandsbewegung an, die versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Bevölkerung zu warnen. Die PTMC versucht, dies mit allen Mitteln zu verhindern.
Spielprinzip
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Spielprinzip der Reihe blieb unverändert. Der Spieler steuert ein Minenraumschiff aus der Egoperspektive durch dreidimensional aufgebaute Höhlenlabyrinthe. Das Spiel erlaubt die Bewegung über alle sechs Raumachsen. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es neue Waffen, neue Gegner und neue, komplexere Aufgaben, wie z. B. geheime Unterlagen aus einem Forschungslabor zu stehlen oder einen Forscher aus einem Gefängnis zu befreien. Descent 3 unterstützt dies durch gescriptete Abläufe, wie sie bei Erscheinen des Spiels Stand der Technik waren. Neu ist auch die Verfügbarkeit dreier verschiedener Schiffstypen, von denen zwei erst im Verlauf des Spiels zu erhalten sind. Der im zweiten Teil vorgestellte Guide Bot wurde aufgewertet. Er ist nun in das Spielerschiff integriert und kann auf Befehl ausgeklinkt werden und verschiedene Befehle ausführen. Zusätzlich gibt es auch sog. „Pickups“ für den Guide Bot. Verschiedene Pickups haben verschiedene Wirkungen, so kann z. B. der Guide Bot mit dem Feuerlöscher-Pickup das Schiff des Spielers löschen, falls sich dieses durch einen misslungenen Napalmangriff selbst in Brand gesetzt hat, oder von einem Feind angezündet wurde. Ein anderes Pickup verwandelt den Guide Bot in eine Kampfmaschine, die den Spieler unterstützt. Das Antivirus-Pickup ermöglicht es dem Guide Bot, feindliche Roboter für eine bestimmte Zeit auf die Seite des Spielers zu ziehen, sodass der ehemalige Feind Seite an Seite mit dem Spieler die Feinde bekämpft.
Waffen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Descent 3 enthält zehn unterschiedliche Primärwaffen (diverse Laserwaffen und Kanonen), zehn Sekundwärwaffen (Raketen) und als neue dritte Gattung fünf sogenannte Abwehrmittel (automatische Waffen, Minen, Täuschkörper). Abwehrmittel finden neben dem Einzelspielermodus vor allem bei taktischen Mehrspielervarianten wie CTF und Entropy Verwendung, wo z. B. strategisch wichtige Bereiche vermint werden können.
Wie in den anderen Spielen der Serie gibt es auch in Descent 3 wieder eine Leuchtrakete, mit der die Umgebung erhellt werden kann. Anders als bei den Vorgängern verbraucht sie in Descent 3 kaum Energie. Bei Treffern richtet sie praktisch keinen Schaden an.
Mehrspieler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Descent 3 unterstützt alle aus Descent und Descent 2 bekannten Modi, wobei der Modus Capture the Flag diesmal vollständig implementiert wurde.
Zusätzlich bietet Descent 3 noch den Spielmodus Entropy – eine sehr ausgefallene Variante eines Teamspiels, in dem jedes Team einige spezielle Räume bewachen muss, in denen wichtige Ressourcen für das Spiel produziert werden, und versucht, die entsprechenden Räume des gegnerischen Teams zu erobern. Die genauen Spielregeln sind vergleichsweise kompliziert, wenn auch zu meistern. Ein Entropy-Match erfordert hohe taktische Disziplin und fliegerisches Können, um erfolgreich abzuschneiden.
Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Descent 3 entstand nach der Auftrennung des ursprünglichen Entwicklerstudios Parallax Software in Volition und Outrage Entertainment, auf die sich die beiden Studiogründer Mike Kulas und Matt Toschlog nach der Veröffentlichung von Descent 2 geeinigt hatten. Sowohl Volition als auch Outrage wurden von ihrem bisherigen Publisher Interplay mit einem Entwicklungsvertrag über jeweils zwei Spiele ausgestattet. Outrage erhielt den Auftrag, Descent 3 entwickeln, während Volition erst die Weltraum-Simulation Descent: Freespace entwarf und im Anschluss Descent 4 übernehmen sollte.[2]
Technik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die komplett neu entwickelte Fusion-Engine war mit der eingesetzten Portaltechnik auf der Höhe der Zeit und ermöglichte, neben den Innenbereichen auch Außengelände ohne zusätzliche Ladezeiten darzustellen. Sie erlaubte ein stark verbessertes physikalisches Verhalten von Objekten. In puncto Beleuchtung und Effekte bot die Fusion-Grafikengine inklusive prozeduraler Texturen (die man heute mit Shadern realisieren würde) alles, was technisch möglich war – auch Spiegeleffekte, Feuer, Rauch, Nebel, selbst Wettereffekte waren vorhanden. Deshalb wirkte Descent 3 auch noch mehrere Jahre nach Erscheinen grafisch sehr aktuell – und benötigt auch Hardware ab der GeForce-4-/Radeon-8500-Generation, um wirklich alle Möglichkeiten der Engine voll ausschöpfen zu können.
Für Descent 3 wurden neben einigen alten Bekannten aus Descent und Descent 2 viele neue Roboter entwickelt. In Descent 3 wirken sie aufgrund der verbesserten Grafik echter und agieren intelligenter als in den Vorgängern. Mit EAX und A3D wird die Klangerzeugung per Hardware unterstützt.
Rezeption
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