Darnewitz
Darnewitz Gemeinde Bismark (Altmark) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 39′ N, 11° 43′ O | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 48 m ü. NHN | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 46 (31. Dez. 2023)[1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 30. September 1928 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindet nach: | Kläden | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 39628 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 039320 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lage von Darnewitz in Sachsen-Anhalt
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Dorfkirche Darnewitz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
Quelle bis 1905, wenn nicht angegeben:[14]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelische Kirchengemeinde Darnewitz gehörte zur Pfarrei Kläden[19] und wird heute versorgt vom Pfarrbereich Kläden im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[20]
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Kläden stammen aus dem Jahre 1642.[21]
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.[22]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Die evangelische Dorfkirche Darnewitz, ein neugotischer rechteckiger Feldsteinbau mit Backsteingliederung, stammt der Inschrift am Südportal nach aus dem Jahre 1832. Sie steht etwa 300 Meter außerhalb des Dorfes und wurde als Gutskirche errichtet auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus auf Veranlassung von Carl Theodorius von Levetzow.[23]
- Die Kirche steht auf dem Ortsfriedhof, der mit einer niedriger Findlingsmauer umhegt ist.[13]
- Auf dem Freigelände des „Darnewitzer Findlingsparks“ in einer Streuobstwiese werden 60 Findlinge aus der Region auf Schautafeln erläutert, darunter ist ein über 9 Tonnen schwerer Finding aus Migmatit. Das alte Backhaus wurde zu einem Dorfgemeinschaftshaus und Museum umgebaut.[24][25]
- Eine Scheune und der Meilenstein am südlichen Ortsende stehen unter Denkmalschutz.[26]
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Dorf finden gelegentlich Veranstaltungen im Rahmen der Reihen „Darnewitzer Musikstunde“, „Altmärkisches Musikfest“ oder „Tag des Geotops“ statt.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der im Jahr 2000 gegründete Heimatverein „Wir für Darnewitz e. V.“ kümmert sich um die Förderung von Initiativen und Veranstaltungen im Dorf. Er betreut auch den Findlingspark.[9]
Sage und Spukgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einer im Dorf erzählten Sage nach hatte der frühere Gutsherr Ärger mit dem Klädener Pastor und er hatte daher seine eigene Kirche errichten lassen.[9]
Auf dem Kirchsteig zwischen Grassau und Darnewitz soll des Nachts zur Geisterstunde ein Hund sitzen und greulich winseln und bellen.[27]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von der Landesstraße 15 Richtung Schinne abbiegend erreicht man nach zwei Kilometern auf der linken Seite die Abzweigung nach Darnewitz. Von hier sind es zwei weitere Kilometer bis zu dem Dorf.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.[28] Der nächste Bahnhof ist im Nachbarort Kläden an der Bahnstrecke Stendal–Uelzen.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Renate Pieper: Geschichtliches aus 39 Orten der Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark). Bismark 2019, S. 62–67, Darnewitz.
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 483–486, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 107 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 292–293, 26. Darnewitz (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark): Kläden und Darnewitz. In: stadt-bismark.de. 5. August 2022.
- Darnewitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Axel Junker: Bismark verliert weiter Einwohner. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker (E-Paper). 13. Januar 2024, DNB 1002381223, S. 20.
- ↑ Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Bismark (Altmark), §15 Ortschaftsverfassung. (PDF) 31. Oktober 2018, abgerufen am 5. Dezember 2021.
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 5. Berlin 1845, S. 37 (Digitalisat).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 5. Berlin 1845, S. 346 (Digitalisat).
- ↑ Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 315 (uni-potsdam.de ( vom 14. Dezember 2019 im Internet Archive)).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 5. Berlin 1845, S. 377 (Digitalisat).
- 1 2 Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 49–51, Nr. 51. Darnewitz (uni-jena.de).
- 1 2 Messtischblatt 3336: Schinne. Reichsamt für Landesaufnahme, 1938, abgerufen am 6. Januar 2022.
- 1 2 3 4 5 6 Renate Pieper: Geschichtliches aus 39 Orten der Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark). Bismark 2019, S. 62–67, Darnewitz.
- ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1188, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- ↑ Glanzlichter vor 2006 auf darnewitz.de ( vom 4. Dezember 2015 im Internet Archive)
- ↑ nach Friedrich Hoßfeld: Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Stendal. In: Altmärkische Tageszeitung. Juli 1932, ZDB-ID 2511766-X, Beilage „Die Altmärkische Heimat“.
- 1 2 Friedrich Hoßfeld, Ernst Haetge: Der Kreis Stendal Land (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 3). Hopfer, 1933, DNB 362544441, S. 55–56.
- 1 2 Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 483–486, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- 1 2 Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Sachsen und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. In: Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Band VI, 1873, ZDB-ID 1467440-3, S. 28 (Digitalisat – Nr. 114).
- ↑ Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 209.
- 1 2 Axel Junker: Positive Tendenz bei Umzügen. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 14. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 18.
- ↑ Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.
- ↑ Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 111 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Pfarrbereich Kläden. Abgerufen am 20. September 2022.
- ↑ Ernst Machholz: Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen. In: Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte. 30. Heft, 1925, ZDB-ID 504809-6, S. 16 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 20. September 2022.
- ↑ Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 98.
- ↑ Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt: Geotopkataster – Findling im Findlingspark Darnewitz. Abgerufen am 18. September 2022.
- ↑ Peter Pickelmann: Findlingspark Darnewitz. Abgerufen am 18. September 2022.
- ↑ Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
- ↑ Lehrer Lehrmann: Altmärkischer Sagenschatz (= Lehrerverband der Altmark [Hrsg.]: Beiträge zur Volks- und Heimatkunde der Altmark. Band 2). Klinkhardt, 1908, ZDB-ID 1198714-5, S. 226, Spukstellen (Digitalisat).
- ↑ Fahrplan der Linie 930. In: stendalbus.de. Abgerufen am 21. September 2022.


