Dieser Artikel behandelt die Siedlung im Karymski rajon. Zur Siedlung im Tungokotschenski rajon (ehemal Schilkinski rajon), die bis 1954 den gleichen Namen trug, siehe Werschino-Darassunski.
Der Ort liegt gut 50km Luftlinie südöstlich der Regionshauptstadt Tschita. Er befindet sich zu beiden Seiten des Amur-Quellflusses Ingoda, am östlichen Fuß des dort gut 1000m hohen Hauptkammes des Daurischen Gebirges(Daurski chrebet).
Darassun gehört zum RajonKarymski und liegt 25km westlich von dessen Verwaltungszentrum Karymskoje. Die Siedlung ist Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde Darassunskoje gorodskoje posselenije.
Ein Dorf an der Stelle der heutigen Siedlung ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt, als es in den Reisebeschreibungen von Johann Georg Gmelin und Stepan Krascheninnikow (in den 1730er Jahren) sowie Peter Simon Pallas (in den 1770er-Jahren) als KosakenansiedlungCharamgut oder Chara-Mangut, später auch Anadsikanskaja erwähnt wurde. Als vermutliches Gründungsjahr gilt 1710.
Im 20.Jahrhundert trug der Ort den Namen Ulsutujewo, bis 1950 die Umbenennung in Darassun erfolgte, in Bezug auf den gut 50km südlich gelegenen Kurort-Darassun. Seit 1951 besitzt Darassun den Status einer Siedlung städtischen Typs.
In der Siedlung kreuzt die Fernstraße A350, die Tschita mit der Grenze zur Volksrepublik China bei Sabaikalsk verbindet, die Ingoda. In Darassun zweigt eine Straße ab, die dem Fluss und der Bahnstrecke über Karymskoje in Richtung Perwomaiski und Schilka folgt, sowie einige Kilometer südlich die A167 über Kurort-Darassun – Duldurga– Akscha zur mongolischen Grenze in Richtung Tschoibalsan.
12Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)