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Cöllnitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Cöllnitz
Stadt Groitzsch
Koordinaten: 51° 9′ N, 12° 19′ OKoordinaten: 51° 8′ 36″ N, 12° 18′ 36″ O
Fläche: 1,2 km²[1]
Einwohner: 49 (2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1948
Eingemeindet nach: Großstolpen
Postleitzahl: 04539
Vorwahl: 034296
Cöllnitz (Sachsen)
Cöllnitz (Sachsen)
Lage von Cöllnitz in Sachsen

Cöllnitz ist ein Ortsteil der Ortschaft Großstolpen der Stadt Groitzsch im sächsischen Landkreis Leipzig.[3] Der Ort wurde 1948 nach Großstolpen eingemeindet und kam mit diesem im Jahr 1996 als Ortsteil zur Stadt Groitzsch.

Cöllnitz liegt in der Leipziger Tieflandsbucht drei Kilometer südöstlich von Groitzsch. Direkt nördlich des Orts verläuft die Bundesstraße 176, etwas weiter nördlich befindet sich die Schnauder. Cöllnitz liegt im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Das Gebiet nordöstlich des Dorfs wurde zwischen 1963 und 1991 durch den Tagebau Peres abgebaggert. Im Süden des Orts war zwischen 1974 und 1991 der Tagebau Groitzscher Dreieck aktiv. Der Bereich zwischen dem renaturierten Restloch (heute: Groitzscher See) im Süden und Cöllnitz im Norden ist als „Abbaufeld Groitzscher Dreieck“ des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain für die Kohleförderung ab 2025 vorgesehen. In Cöllnitz befindet sich das Feuchtbiotop „Schilfwiesen“.

Das Sackgassendorf Cöllnitz wurde 1378 erstmals urkundlich als „Kolnz“ erwähnt. Seit 1661 ist der heutige Name belegt. Der slawische Ortsname hat die Bedeutung „Ort des Kolin“, d. h. Ort des Radmachers, Wagners.

Cöllnitz lag um 1378 im Gebiet der Grafschaft Groitzsch, die 1460 mit dem Geleitsamt Pegau zum Amt Pegau vereinigt wurde. Seitdem lag der Ort bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Pegau.[4] Bis 1530 war Cöllnitz im Lehnsbesitz der Familie Pflugk, danach lag die Gerichtsbarkeit um 1551 beim Rittergut Löbnitz, um 1606 und 1764 beim Rittergut Mausitz. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Pegau und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.[5]

Am 1. Oktober 1948 wurde Cöllnitz nach Großstolpen eingemeindet,[6] mit dem der Ort im Jahr 1952 dem Kreis Borna im Bezirk Leipzig, 1990 dem sächsischen Landkreis Borna und 1994 dem Landkreis Leipziger Land zugeordnet wurde. Durch die am 1. Januar 1996 erfolgte Eingemeindung von Großstolpen nach Groitzsch[7] wurde Cöllnitz ein Ortsteil der Stadt Groitzsch.

In Cöllnitz befindet sich der Kneipp-Kindergarten „Spatzennest“.

Einzelnachweise

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  1. Gemarkung Cöllnitz, Stadt Groitzsch. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.
  2. Landkreis Leipzig – Kleinstdörfer Dorfprofile. (PDF; 3,1 MB) Landkreis Leipzig, S. 55, abgerufen am 15. April 2024.
  3. Hauptsatzung. (PDF; 155 kB) § 16. In: Webauftritt. Stadt Groitzsch, abgerufen im März 2026.
  4. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.
  5. Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 18. Juli 2025.
  6. Cöllnitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Juli 2025.
  7. Großstolpen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Juli 2025.