Comagena
| Kastell Comagena | |||
|---|---|---|---|
| Alternativname | Comagena, Comagenis | ||
| Limes | Limes Noricus | ||
| Abschnitt | Strecke 1 | ||
| Datierung (Belegung) | spätflavisch, um 84 (?) bis Ende des 5. Jahrhunderts | ||
| Typ | Alen- und Flottenkastell | ||
| Einheit |
| ||
| Größe | 4,2 ha | ||
| Bauweise | a) Holz-Erde-Kastell
b) Steinkastell | ||
| Erhaltungszustand | obertägig sichtbar: U-Turm an der Donaulände („Salz- oder Römerturm“), Mauern der Porta principalis dextra, | ||
| Ort | Tulln | ||
| Geographische Lage | 48° 19′ 59,2″ N, 16° 3′ 23,8″ O | ||
| Höhe | 180 m ü. A. | ||
| Vorhergehend | Kastell Zwentendorf (westlich) | ||
| Anschließend | Kastell Zeiselmauer (östlich) | ||
| Abbildung | Zeitstellung | Truppenname | Bemerkung |
|---|---|---|---|
C(ommagenorum) auf einen Plattenziegel aus Tulln, 2. Jh. n. Chr. |
1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. | Ala prima Commagenorum Sagittariorum („die erste Schwadron berittener Bogenschützen der Commagener“) | Die Reitereinheit ist nach ihrem Herkunftsland, dem kleinen nordsyrischen Königreich Kommagene in Kleinasien, benannt. Antiochos IV. von Kommagene unterstützte Titus während des Jüdischen Krieges mit Hilfstruppen. Vermutlich gingen die Auxiliareinheiten mit der Bezeichnung Commagenorum ursprünglich aus diesen hervor. Durch das Militärdiplom Stein 5 ist auch ihr vollständiger Name bekannt geworden. Auf den meisten Diplomen, Ziegelstempeln oder Inschriften war sie nur als Ala Commagenorum, Ala I Com(m)agenorum und durch das Kürzel AIC erkennbar.[72] Die Truppe war ursprünglich wohl Bestandteil der königlichen Armee, die ab 72 n. Chr. in das römische Heer eingegliedert wurde. Die Spuren der Einheit lassen sich bis nach Ägypten verfolgen, wo sie vermutlich in Kalabscha, dem antiken Talamis südlich des ersten Nilkataraktes, stationiert war und sie auch noch im Jahre 83 n. Chr. nachweisbar ist. Die Erwähnung auf einem Militärdiplom aus Wels/Ovilavis für das Jahr 106 n. Chr. bestätigt, dass die Truppe zu diesem Zeitpunkt bereits am norischen Limesabschnitt stand,[73] wo sie noch bis ins 3. Jahrhundert durch Inschriften bezeugt ist.[74] Die in Noricum aufgefundenen Inschriften lassen weiters annehmen, dass die Truppe in der gesamten Provinz Soldaten rekrutiert hat und Angehörige dieser Einheit auch als singulares in der Garde des Statthalters gedient haben.[75]
Die bis dato vorliegenden Befunde lassen uns allerdings im Unklaren, ob diese Ala bereits zur Zeit der Lagergründung, also noch in den 80er Jahren, von Ägypten an die norische Donau verlegt wurde. Möglicherweise wurde sie im Zuge der von Kaiser Domitian in den Jahren 88–96 mit den Donaugermanen geführten Kriege an die Donau abkommandiert. Gestützt wird diese Hypothese durch die Befestigung des ursprünglichen Holz-Erde-Lagers mit einer Lehmziegelmauer, einer Bautechnik, die diese Auxiliareinheit möglicherweise aus ihrem ägyptischen Stationierungsort mitgebracht hatte. Bei Instandsetzungsarbeiten am östlichen Lagertor wurden im Frühjahr 2000 zwei zusammenpassende Quarzsandsteinfragmente (Abmessung; 38 × 41 × 14 cm) mit einer eingemeißelten Inschrift aufgefunden. Sie konnte von Hannsjörg Ubl weitgehend ergänzt werden und lässt sich folgendermaßen interpretieren:[76]
Übersetzung: „Dem Imperator Cäsar, Sohn des vergöttlichten Nerva, Nerva Traianus Augustus, Sieger über die Germanen, Sieger über die Daker, Oberpriester, im Jahr der 8. tribunizischen Gewalt, Imperator zum 4. Mal, Konsul zum 5. Mal, Vater des Vaterlandes. Die Ala Commagenorum Antoniniana (hat das Bauwerk errichtet).“ Diese Bauinschrift für ein nicht genauer spezifiziertes Bauwerk im Jahre 104 n. Chr. belegt die Anwesenheit von Soldaten der Ala (prima) Commagenorum im Lager. Der Ehrenname „Antoninana“ wurde erst mehr als 100 Jahre später unter Kaiser Caracalla (211–217) hinzugefügt und bezeugt, dass diese Einheit auch noch Anfang des 3. Jahrhunderts in Tulln stand. Die jüngsten Inschriften der Ala I Commagenorum stammen ebenfalls dem späten 3. Jahrhundert, darüber hinaus ist über ihr weiteres Schicksal nichts mehr bekannt.[41] |
| 4. Jahrhundert n. Chr. | Lanciarii Comaginensis („die Speerschützen in Comagena“) |
Im Zuge der Reformen unter Kaiser Diokletian wurde Anfang des 4. Jahrhunderts die Besatzung in Comagena durch die Aufstellung einer Einheit von Speerwerfern erweitert. Möglicherweise wurden diese aus bereits in Tulln liegenden Feldtruppen - vielleicht als Vexillation der Legio I Noricorum - herausgezogen.[77] Auf jeden Fall wurde somit eine leichte und bewegliche Operationseinheit geschaffen. Im Krisenfall wurden ihre Soldaten wohl als Pseudocomitatenses in die Feldarmee des Comes Illyrici eingezogen. | |
| 4. Jahrhundert n. Chr. | Equites promoti Comagenis,[8] („eine Schwadron ausgewählte/zugeteilte Reiter in Comagenis“) |
Die Notitia Dignitatum erwähnt in ihrer norischen Truppenliste gegen Ende des 4. Jahrhunderts auch wieder eine Reitereinheit, vermutlich eine ursprünglich aus Legionsreitern formierte Elitetruppe. Sie kann daher nicht aus der Ala I Commagenorum hervorgegangen sein. | |
| 4. Jahrhundert n. Chr. | Praefectus classis Arlapensis et (Co)Maginensis („ein Flottenpräfekt in Arelape und Comagena“) |
Die Notitia Dignitatum listet auch einen bislang noch nicht bekannten Stützpunkt der spätantiken Donauflotte, deren Kommandant in Tulln seinen Sitz gehabt haben könnte, auf.[9][78] | |
| 5. Jahrhundert n. Chr. | Foederati (Söldner) |
Um die Mitte des 5. Jahrhunderts wird in der Vita Sancti Severini als Besetzung bzw. für die Bewachung der Tore des oppidum Comagenis beim Eintreffen Severins im Jahre 456, eine – wahrscheinlich noch unter römischen Kommando stehende – barbarische bzw. germanische Foederatentruppe, vielleicht aus Sueben bestehend, erwähnt.[79] |
Vicus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige Teile der zum Lager gehörenden Zivilsiedlungen konnten im Süden und im Westen des Lagers durch eine Reihe von Grabungen nachgewiesen werden. Nachfolgende Untersuchungen führten zur Aufdeckung des sogenannten „Gräberfeld Süd“, ein zum Lager und zur Zivilstadt gehörender Friedhof. Weitere Begräbnisstätten, vor allem westlich, aber auch östlich des Lagers, sind zum Teil freigelegt bzw. durch Einzelbeobachtungen bekannt geworden.[80]
Funde, die dem südlichen Vicus zugeordnet werden konnten, wurden im Bereich „Roter Turm“ ausgegraben.[81] Diesbezügliche römische Baureste wurden auch bei den Restaurierungsarbeiten des Karners, bei den Grabungen innerhalb der Pfarrkirche, wo bis in drei Meter Tiefe römische Kulturschichten freigelegt werden konnten, sowie im Bereich der Kirchengasse, wo die Reste römischer Räume mit Estrichen und Fußbodenheizung entdeckt wurden, gefunden.
Der westliche Vicus konnte ebenfalls durch eine Reihe von Grabungen nachgewiesen werden, so im Bereich des Minoritenklosters,[82] auf dem Grabungsareal Albrechtsgasse/Donaugasse, am Hauptplatz und auf dem Areal des Einkaufszentrums „Rosenarcade“. Dabei wurden zahlreiche Erdkeller, Brunnen und tiefe Gruben dokumentiert. Von besonderem Interesse ist die Freilegung der Reste eines römischen Zeilenhauses.[83]
Die Entdeckung eines Münzdepotfunds mit über 100 Bronzemünzen aus der Zeit um 340 n. Chr. muss an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden. Dies deshalb, da weitere Münzfunde im Vicus West – Domitian (81–96) und Nerva (96–98) – annehmen lassen, dass dieser Vicus schon in der Frühphase des Lagers bestand.[84]
Jüngere Grabungen im Westen des Lagerareals konnten mehreren Bauphasen eines römischen Vicus nachweisen.[85] So konnte auf Parzelle 12 unter Restmauern einer Steinbauphase eine Grube beobachtet werden, die ihrerseits bereits einen Fundamentgraben einer Holzbauphase störte.[86] Die dabei gefundene Münzen datieren von 182 bis 367/375 n. Chr.
Aktuelle Funde deuten auf einen möglichen weiteren Siedlungsbereich im Osten des Lagerareals (Langelebarnstraße) hin.[87]
Grabungen im Schwemmland der Donau und der Kleinen Tulln legten 2003 die Reste einer Villa rustica in Freundorf frei, deren Errichtung in das 2. Jahrhundert n. Chr. fällt. Eine ganze Reihe von derartigen römischen Landgütern vor den Toren von Comagenis und bei Freundorf sicherten wohl die Lebensmittelversorgung der Kastellbesatzung.[88]
Gräberfelder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit dem 19. Jahrhundert haben archäologische Untersuchungen sowie verschiedene Fundbergungen mehrere römische Gräberfelder im Umfeld des Lagerareals nachgewiesen. Im Bereich der Bahnhofs- und Frauentorgasse erstreckt sich das sogenannte Gräberfeld Süd. Im Westen des Lagers unterscheidet man zwei benachbarte Gräberfelder:
- das Gräberfeld Südwest auf dem Gelände der Konrad von Tulln-Gasse, der Wildgasse und der Jahngasse sowie
- das Gräberfeld Nordwest, im Wesentlichen auf dem Areal der ehemaligen Niederösterreichischen Landesfeuerwehrschule und westlich davon.[89][90]
Zwischen ihnen befindet sich eine Fundlücke von ca. 200 m, die die Unterteilung in zwei Gräberfelder als berechtigt erscheinen lässt.[91] Wenn auch in Fachkreisen durchaus noch kontrovers diskutiert, dürfte das Gräberfeld Nordwest vor allem in die Frühzeit des Lagers, das Gräberfeld im Südwesten hingegen der Spätantike zuzuordnen zu sein.[92]
Gräberfeld Nord-West: In den letzten Jahren wurde auf dem Areal der ehemaligen Niederösterreichischen Feuerwehrschule, nordwestlich des Stadtzentrums, eine etwa 6000 m² große Fläche archäologisch untersucht. Bei diesen großflächigen Grabungen konnte ein vom Ende des 1. Jahrhunderts bis in das 5. Jahrhundert belegtes Gräberfeld aufgedeckt werden, das sich von der Nußallee nach Westen erstreckt. Insgesamt konnten um die 164 Gräber (darunter die von fünf Pferden) vor allem im westlichen Bereich des Grabungsareals erfasst werden. Diese lassen sich in zwei Belegungsphasen einordnen: Eine frühe Phase aus dem späten 1. bis 3. Jahrhundert in der Brandbestattungen überwiegen und eine Phase aus dem späten 3./frühen 4. Jahrhundert in der vor allem Körperbestattungen beobachtet wurden.[93] Wahrscheinlich war das Areal ursprünglich flächendeckend mit Urnengräbern und Busta belegt, allerdings wurden diese, bedingt durch ihr seichteres Niveau (im Gegensatz zu Körperbestattungen) in der Mehrzahl durch mittelalterliche Eingriffe auf dem Gelände zerstört.[94] Vereinzelt wurden auch Brandschüttungsgräber – hierbei wird der Leichenbrand mitsamt der Reste des Scheiterhaufens in die Grabgrube gefüllt – lokalisiert, ein zentraler Verbrennungsplatz (ustrina) konnte allerdings bis jetzt nicht ausfindig gemacht werden.
Auf dem Gelände der o. g. Feuerwehrschule dürfte auch die östliche Grenze des Gräberfelds Nord-West erreicht worden sein.[95] Im östlichen Teil des Grabungsgeländes fanden sich – in etwa 25 m Abstand zur östlichsten römerzeitlichen Bestattung – Siedlungsbefunde in Form von Gruben, wodurch auch die westliche Grenze des Vicus West in diesem Bereich angenommen werden kann.[95]
Im römischen Reich war es verboten, Verstorbene innerhalb von Städten oder Siedlungen zu verbrennen oder beizusetzen,[96] dementsprechend wurden auch in Tulln die Gräberfelder entlang der Hauptausfallstraßen des Lagers bzw. des zugehörigen Vicus angelegt. Diese Straße wurde bei Grabungen auf der westlichen Seite der Feuerwehrschule, im Bereich der Schießstattgasse 2–4, (Gräberfeld Nord-West) ausgegraben. Dabei konnten ein Teil der Gräberstraße sowie 112 nördlich daran anschließende Bestattungen erfasst werden. Die Gräberstraße befindet sich auf dem aktuellen Verlauf der Schießstattgasse und entspricht der Ausfallstraße von der Porta principalis sinistra Richtung Westen. Bei den Bestattungen handelt es sich hauptsächlich um Brandgräber aus der Zeit des 1. bis Anfang des 3. Jahrhunderts, die sich von einer Nachbestattungsphase des 4. Jahrhunderts zeitlich unterscheiden.[97]
Auf dem Areal des Einkaufszentrums Rosenarcade wurde ein mittelkaiserzeitliches Kindergrab entdeckt. Dieses Grab gehört aber definitiv nicht zum Gräberfeld-Südwest.[98]


Gräberfeld Süd: Dieses Gräberfeld befindet sich südlich des Lagerareals und erstreckt sich von der Frauentorgasse entlang der Bahnstrecke bis zum Stadtpark. Bislang konnte vor allem seine nordwestliche Begrenzung erfasst werden. Es dürfte weit über 300 Bestattungen umfassen, wobei sowohl Erd- und Steinplattengräber als auch Ziegelplatten- oder gemauerte Schachtgräbern beobachtet wurden.[99] Die Gräber lassen sich vom Beginn des 4. durchgehend bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts datieren. Entsprechend den Angaben der Vita Sancti Severini über die Stationierung von germanischen Föderatentruppen in Tulln wurden auch in diesem Gräberfeld hierzu passende Funde ausgegraben.[100]
Im Osten des Lagers konnten bisher sechs West-Osten orientierten Körpergräber im Bereich der Lazarettgasse, entdeckt werden. Vermutlich handelt es sich hier um ein weiteres Gräberfeld entlang der Ausfallstraße von der porta principalis dextra nach Osten (Gräberfeld Ost). Die Beigaben erlauben eine Datierung dieser Gräber im 2./3. Jahrhundert.
Limesstraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Reichsstraße, eine Straße erster Ordnung, verband Carnuntum mit Lauriacum und führte durch das Tullnerfeld im Verlauf der heutigen Straße Maria Gugging – St. Andrä – Zeiselmauer. Der weitere Verlauf war wahrscheinlich am Nitzinger Meilenstein vorbei und weiter über Michelhausen durch das Perschlingtal nach Cetium (St. Pölten).[101]

Der römische Meilenstein auf dem Nitzinger Feld wurde 217/218 n. Chr. errichtet und erstmals 1324 in der Literatur erwähnt.[102] Vom Nitzinger Meilenstein nach Comagenis muss eine Verbindungsstraße zweiter oder dritter Ordnung angenommen werden.
Im Rahmen der Bautätigkeit in der Tullner Kirchengasse 10 wurde ein knapp zwei Meter hoher runder Meilenstein entdeckt und zuerst in eine Schottergrube bei Muckendorf gelagert, dann aber vom Königstettner Pfarrer Dr. Schrattbauer geborgen und in der Vorhalle seiner Kirche St. Jakob aufgestellt. Die gut erhaltene Inschrift gibt die Entfernung a Cetio Milia Passuum XXIII an, was exakt zum Fundort passen würde.[103] Der Meilenstein wird auf die Jahre 235/239 n. Chr. datiert, die Regierungszeit von Gaius Iulius Verus Maximinus (Maximinus Thrax).[104]
Ein weiterer Meilenstein aus dem Jahre 217–218, der Regierungszeit des Kaisers Macrinus und seines Sohnes Caesar Diadumenianus, wurde 1998 bei Gemeinlebarn entdeckt.[105] Ein Jahr später wurde an dem gleichen Fundort ein weiterer Meilenstein aus dem Jahr 313, der Regierungszeit von Kaiser Licinius, geborgen.[106]
Die West-Ausfallstraße des Lagers konnte im Bereich der Ländgasse lokalisiert werden. Ihre Flucht spiegelt sich in der heutigen Albrechtgasse wider.[107] Der Straßenverlauf führte dann von Comagena weiter nach Zwentendorf und Traismauer.[101]
Denkmalschutz und Fundverbleib
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alle hier beschriebenen Anlagen sind Bodendenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes. Nachgrabungen und gezieltes Sammeln von Artefakten und Funden ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes stellen eine strafbare Handlung dar. Zufällige Funde archäologischer Objekte (Mauern, Keramik, Metall, Knochen etc.), sowie alle in den Boden eingreifenden Maßnahmen sind dem Bundesdenkmalamt unbedingt zu melden.
Die freigelegten und konservierten Mauerreste der Porta principalis dextra werden in einem eigens hierfür gebauten Museum im Garten des ehemaligen Landeskrankenhauses ausgestellt. Hinter dem Tor befindet sich im restaurierten ehemaligen Spitalsgebäude das Römermuseum Tulln, wo zahlreiche Steinreliefs und Kleinfunde ausgestellt sind.
Direkt am Donauufer befindet sich der sogenannte Salzturm, der in größten Teilen in seiner antiken Bausubstanz erhaltene Hufeisenturm der Westflanke des Lagers.
Ein römischer Grablöwe ist im Südturm der Tullner Stadtpfarrkirche sichtbar eingemauert.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gertrud Pascher: Römische Siedlungen und Straßen im Limesgebiet zwischen Enns und Leitha (= Der römische Limes in Österreich. Band 19). Rohrer, Wien 1949, S. 138 ff.; 189 ff.
- Otto Biack: Geschichte der Stadt Tulln. Eigenverlag der Stadtgemeinde Tulln, Tulln 1982.
- Kurt Genser: Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht. In: Der römische Limes in Österreich 33 (1986), S. 356 ff.
- Manfred Kandler, Hermann Vetters (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Ein Führer. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1989, ISBN 3-7001-0785-4, S. 153 ff.
- Barbara Wewerka u. a.: Tullner Stadtarchäologie II. Neue Ergebnisse zur Stadtarchäologie in Tulln. Grabungen des Vereins ASINOE der Jahre 1991–1997 (= Mitteilungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt und den Bezirk Tulln 11). Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1997.
- Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 226 ff.
- Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena). Dissertation Universität Wien, 2003.
- Hannsjörg Ubl: Das norische Provinzheer der Prinzipatszeit im Spiegel neuer Diplom- und Inschriftenfunde. In: Zsolt Visy (Hrsg.): Limes XIX. Proceedings of the XIXth International Congress on Roman Frontier Studies held in Pécs, Hungary, Sept. 2003. University of Pécs 2005, S. 107–118.
- René Ployer: Der norische Limes in Österreich. Fundberichte aus Österreich Materialhefte Reihe B, Band 3, Wien 2013, ISSN 1993-1263, S. 84 ff.
- Helga Sedlmayer: Tulln an der Donau - Comagenis. Kastell - vicus. In: Verena Gassner, Andreas Pülz (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2015, ISBN 978-3-7001-7787-6, S. 229–233.
- Kira Lappe: Nitzing - Meilenstein. In: Verena Gassner, Andreas Pülz (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2015, ISBN 978-3-7001-7787-6, S. 233–234.
- Friedrich Lotter: Völkerverschiebungen im Ostalpen-Mitteldonau-Raum zwischen Antike und Mittelalter. (375–600). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003.
- Ovidiu Țentea: Ex Oriente ad Danubium. The Syrian auxiliary units on the Danube frontier of the Roman Empire. Centre of Roman Military Studies 6, 2012, ISBN 978-606-543-206-2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise und Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena), Dissertation Universität Wien 2003, S. 244 ff.
- ↑ Kurt Genser: Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht, In: Der römische Limes in Österreich 33 (1986), S. 357.
- ↑ Kurt Genser: Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht. In: Der römische Limes in Österreich 33 (1986), S. 370.
- ↑ Tabula Peutingeriana IV, 1.
- ↑ Itinerarium Antonini 234, 1.
- ↑ Itinerarium Antonini 248, 3.
- ↑ Notitia dignitatum Occidentis 5, 110, 260; Occidentis 7, 59.
- 1 2 Notitia dignitatum Occidentis 34, 36.
- 1 2 Notitia dignitatum Occidentis 34, 42.
- ↑ Vita Sancti Severini 1, 3; 3, 1; 33, 1.
- ↑ CIL 3, 5650.
- ↑ AE 2003, 1319; Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 226 ff.
- ↑ Manfred Kandler, Hermann Vetters (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Ein Führer. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1989, ISBN 3-7001-0785-4, S. 157.
- ↑ A.Kerschbaumer: Geschichte der Stadt Tulln, Krems 1902, S. 29 mit Anm. 2–3.
- ↑ Erich Polaschek: Tulln in römischer Zeit. In: Heimat-Kalender des Tullner Bezirkes, Tulln 1952, S. 116.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Das Limesmuseum, in Tullner Museen im Minoritenkloster. Katalog der Schausammlung, Tulln 1996, S. 115 und 117; Hannsjörg Ubl: Die Skulpturen des Stadtgebietes von Aelium Cetium (= CSIR Österreich I, 6). Wien 1979, S. 63–64 u. S. 70–71.
- ↑ A. Dungel: Römische Funde in Tulln und Umgebung, In: Mittheilungen der k.k. Centralcommission 16, 1871, CVII ff.
- ↑ M. A. Niegl: Die archäologische Erforschung der Römerzeit in Österreich. (= Denkschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Philologisch-historische Klasse 141) Wien 1980.
- ↑ Johann Oehler: Die Römer in Niederösterreich, in: 21. Jahresbericht des Mädchen-Obergymnasiums Wien VI, Rahlgasse 4, 1912/13, S. 3 ff.
- ↑ Otto Biack: Geschichte der Stadt Tulln, 1982, S. 46–47; Manfred Kandler, Hermann Vetters (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Ein Führer. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1989, ISBN 3-7001-0785-4, S. 159–160; Hannsjörg Ubl: Die neuen Meilensteine und die norische Limesstraße. In: Fundberichte aus Österreich 37 (1998), S. 183–188.
- ↑ Erich Polaschek: Tulln in römischer Zeit. In: Heimatkalender des Tullner Bezirkes, Tulln 1952, S. 108 ff.
- ↑ Heinrich Zabehlicky: Die spätantiken und völkerwanderungszeitlichen Körpergräber aus den norischen Teil Niederösterreichs, Dissertation Wien 1976, S. 224, 228–229, 431.
- ↑ Otto Biack, A. Kerschbaumer: Geschichte der Stadt Tulln, 1966, S. 191–192; Otto Biack: Geschichte der Stadt Tulln, 1982, S. 208–209.
- ↑ Gertrud Pascher: Römische Siedlungen und Straßen im Limesgebiet zwischen Enns und Leitha (= Der römische Limes in Österreich. Band 19). Rohrer, Wien 1949, S. 154–155.
- ↑ Otto Biack: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 5 (1946–1950), S. 114, 178, 234–235; Otto Biack: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 7 (1956–1960), S. 112; Otto Biack: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 8 (1961–1965), S. 103; Otto Biack: Römische Funde im Tullner Bezirk. In: Heimatkalender des Tullner Bezirkes, Tulln 1952, S. 122 ff.
- ↑ Otto Biack: Geschichte der Stadt Tulln, 1982, S. 47.
- ↑ Robert Göbl: Römischer Münzhort Tulln 1966, In: Numismatische Zeitschrift 83 (1969), S. 56–57.
- ↑ Otto Biack, Herma Stiglitz-Thaller: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 6 (1951–1955), S. 101.
- ↑ Herma Stiglitz-Thaller: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 8 (1961–1965), S. 103.
- ↑ Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena). Dissertation Universität Wien 2003, S. 209 ff.
- ↑ CIL 17-04-01, 00076; Herma Stiglitz-Thaller: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 9 (1966–1970), S. 139–140.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 9 (1966–1970), S. 289.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 13 (1974), S. 163–164; Hannsjörg Ubl: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 15 (1976), S. 277–278.
- ↑ J. Köstlbauer: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 17 (1978), S. 359.
- ↑ A. Kabiersch: Die Römer in Tulln. In: Kulturberichte Niederösterreich, September 1980, S. 1 ff.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Lagergrabung Comagena (Tulln). In: PAR 30 (1980), S. 22–23; Hannsjörg Ubl: Tulln. In: Fundberichte aus Österreich 19 (1980), S. 549–550; Hannsjörg Ubl: Die Freilegung der porta principalis dextra des Alenlagers Comagena (Tulln). In: Mitteilungen der Gesellschaft der Freunde Carnuntums 2 (1981), S. 24 ff.
- ↑ Hannsjörg Ubl, in: Peter Scherrer (Hrsg.): Akten des 3. Österreichischen Archäologentages Innsbruck. 3.–5. April 1987, 1989, S. 89.
- ↑ Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena). Dissertation Universität Wien 2003, S. 194 ff.
- 1 2 Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österr. Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 228.
- ↑ Fundberichte aus Österreich 39 (2000), S. 35–36.
- 1 2 Homepage des Bundesdenkmalamt, Denkmal des Monats/2000/November, http://www.bda.at/text/136/1005/5528 in der Fassung vom 25. August 2009.
- ↑ R. Dragan, Archäologische Untersuchungen in Tulln, Ländgasse 5. In: Fundberichte aus Österreich 42 (2003), S. 503–510.
- ↑ W. Breibert, Th. Kreitner, O. Schmitzberger, U. Zimmermann: Römische Gräberstraße und mittelalterliches Handwerkerviertel am Ufer der Donau. Vorbericht über die archäologischen Untersuchungen 2005/06 in der Schießstattgasse in Tulln. In: Fundberichte in Österreich 45 (2006), S. 590–620.
- ↑ Martin Krenn, in: Fundberichte aus Österreich 46 (2007), S. 36.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Lagergrabung Comagena (Tulln). In: Pro Austria Romana 30 (1980), S. 23.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Tulln, Zeiselmauer, Klosterneuburg. Neue Forschungsergebnisse zu drei Hilfstruppenlagern im norisch-pannonischen Grenzbereich des österreichischen Limesabschnitt. In: Römisches Österreich 13/14 (1985/86), S. 295–296.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Lagergrabung Comagena (Tulln). In: Pro Austria Romana 30 (1980), S. 22–23.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Die Freilegung der porta principalis dextra des Alenlagers Comagena (Tulln), in: Mitteilungen der Gesellschaft der Freunde Carnuntums 2 (1981), S. 23.
- ↑ Wolfgang Pietsch: Eine Typologie der Lager- und Kastelltürme am norischen und pannonischen Limes. Dissertation, Wien 1993, S. 22–23.
- ↑ Manfred Kandler, Hermann Vetters (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Ein Führer. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1989, ISBN 3-7001-0785-4, S. 158.
- ↑ Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena), Dissertation Universität Wien 2003, S. 242.
- ↑ Barbara Wewerka u. a.: Tullner Stadtarchäologie II. Neue Ergebnisse zur Stadtarchäologie in Tulln. Grabungen des Vereins ASINOE der Jahre 1991–1997 (= Mitteilungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt und den Bezirk Tulln. 11). Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1997, S. 29–30.
- ↑ Margit Bachner u. a.: Kerschbaumergasse. In: Barbara Wewerka u. a.: Tullner Stadtarchäologie II. Neue Ergebnisse zur Stadtarchäologie in Tulln. Grabungen des Vereins ASINOE der Jahre 1991–1997 (= Mitteilungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt und den Bezirk Tulln. 11). Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1997, S. 24–25.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Tulln – Comagena. In: Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österr. Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 228.
- ↑ Georg Fleischmann: Das römische Tulln (Comagena), Dissertation Universität Wien 2003, S. 234.
- ↑ Wolfgang Pietsch: Eine Typologie der Lager- und Kastelltürme am norischen und pannonischen Limes. Dissertation, Wien 1993, S. 177; Hannsjörg Ubl: Tulln, Zeiselmauer, Klosterneuburg. Neue Forschungsergebnisse zu drei Hilfstruppenlagern im norisch-pannonischen Grenzbereich des österreichischen Limesabschnittes. In: Römisches Österreich 13/14 (1985–1986), S. 293–322.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Die Freilegung der porta principalis dextra des Alenlagers Comagena (Tulln), in: Mitteilungen der Gesellschaft der Freunde Carnuntums 2 (1981), S. 24 ff.
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- 1 2 Martin Krenn in: Fundberichte aus Österreich 46 (2007), S. 41.
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- ↑ Barbara Wewerka u. a.: Tullner Stadtarchäologie II. Neue Ergebnisse zur Stadtarchäologie in Tulln. Grabungen des Vereins ASINOE der Jahre 1991–1997 (=.Mitteilungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt und den Bezirk Tulln. 11). Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1997, S. 55 ff. und S. 102.
- 1 2 Gertrud Pascher: Römische Siedlungen und Straßen im Limesgebiet zwischen Enns und Leitha (= Der römische Limes in Österreich. Band 19). Rohrer, Wien 1949, S. ??.
- ↑ CIL 3, 13534.
- ↑ CIL 17-04-01, 00076
- ↑ Herma Stiglitz in: Fundberichte aus Österreich 9 (1966/1970), S. 139–140.
- ↑ Hannsjörg Ubl: Die neuen Meilensteine und die norische Limesstraße. In: Fundberichte aus Österreich 37 (1998), S. 186; CIL 17-04-01, 00077.
- ↑ CIL 17-04-01, 00078.
- ↑ Barbara Wewerka u. a.: Tullner Stadtarchäologie II. Neue Ergebnisse zur Stadtarchäologie in Tulln. Grabungen des Vereins ASINOE der Jahre 1991–1997 (= Mitteilungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises für die Stadt und den Bezirk Tulln 11). Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1997, S. 101–102.

























