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Zockau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Cokow)
Koordinaten: 51° 9′ N, 14° 18′ OKoordinaten: 51° 9′ 2″ N, 14° 17′ 56″ O
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 2,85 km²[1]
Einwohner: 85 (31. Dez. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Gaußig
Postleitzahl: 02692
Vorwahl: 035930
Luftbild

Zockau, obersorbisch Cokow/?, ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1999 ein Ortsteil der Gemeinde Doberschau-Gaußig im sächsischen Landkreis Bautzen. Es befindet sich im Nordwesten der aus 21 Ortsteilen bestehenden Gemeinde und zählt zum offiziellen Siedlungsgebiet der Sorben.

Zockau befindet sich im Oberlausitzer Gefilde in relativ abgeschiedener Lage. Durch den Ort fließt das Naundorfer Wasser, ein rechter Quellbach des Schwarzwassers.

Die Dorfanlage Zockaus wird als lockeres Platzdorf beziehungsweise als slawisches Rundlingsdorf bezeichnet.[3]

Die erste urkundliche Erwähnung Zockaus erfolgte 1241 in der Oberlausitzer Grenzurkunde.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung der Lausitz ermittelte Arnošt Muka in den 1880er Jahren eine Bevölkerungszahl von 128 Einwohnern, davon 106 Sorben (83 %).[4] Am 1. Juli 1950 wurde Zockau nach Gaußig eingemeindet. 1956 zählte Ernst Tschernik in der Gemeinde Gaußig einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von gerade noch 5,5 %, insgesamt 50 Sprecher.[5] Heute ist die Sprache aus dem Ortsalltag verschwunden.

Der Bauingenieur Eberhard Deutschmann (1926–2005) wurde in Zockau geboren.

Commons: Zockau/Cokow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gemarkung Zockau, Gemeinde Doberschau-Gaußig. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.
  2. Angaben der Gemeinde Doberschau-Gaußig
  3. Gemeinde, Doberschau, Gnaschwitz, Gaussig, Oberlausitz, Ort, Bautzen, Sachsen. In: doberschau-gaussig.de. 28. November 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. November 2018; abgerufen am 28. November 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.
  5. Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 244.