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Christian Freeling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Christian Freeling (* 1. Februar 1947 in Enschede, Niederlande; † 19. Mai 2026 ebenda) war ein niederländischer Spieleautor.

Neben seiner Arbeit als Mathematiklehrer begann Freeling, sich mit Spielen und deren Regeln zu beschäftigen. Dabei ging es ihm weniger darum, neuartige Spiele zu erschaffen, als Regeln erprobter Spiele zu bearbeiten und zu verbessern.

Sein bekanntestes Spiel war das Verbindungsspiel Havannah, das bei Ravensburger erschien und sowohl 1981 als auch 1982 in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres genommen wurde. Das Spiel Grand Chess (auch Großschach) stellte eine Bearbeitung einer von dem Weltmeister Capablanca erfundenen Schachvariante dar. Freelings Version brachte es bei chessvariants.com zum Status einer anerkannten Variante (recognized variant), etwas, das nur etwa 25 von vielen tausenden geschafft haben.[1]

Unter den Spielen, die Freeling entwickelt hat, befand sich Emergo (zusammen mit Ed van Zon), eine Weiterentwicklung des Spieles Laska – einer von dem Schachweltmeister Lasker stammenden Damevariante – und Dameo, ebenfalls eine Variante des Damespiels. Freelings Sohn Demian erfand im Alter von sieben Jahren die Schachvariante Congo, die auf dem Titelbild von David Pritchards Buch The Encyclopedia of Chess Variants gezeigt wird.[2]

Neben seiner Beschäftigung als Spieleautor widmete sich Freeling der Zucht von Marderhunden.

Freeling starb am 19. Mai 2026 in seinem Haus in Enschede.[3]

  1. The Chess Variant Pages: Christian Freeling’s Grand Chess
  2. David Pritchard: The Encyclopedia of Chess Variants. Games & Puzzles Publications, 1994, ISBN 0-9524142-0-1.
  3. "Politie: overlijden bewoner met slangen in Enschede is noodlottig ongeval". In: Tubantia. Abgerufen am 21. Mai 2026 (niederländisch).