Charlotte Merz
Charlotte Merz, geborene Gass (* 11. Dezember 1960[1] im Saarland), ist eine deutsche Richterin und Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg. Sie ist die Ehefrau des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Charlotte Merz wuchs als ältestes von fünf Geschwistern in einer Familie von Juristen auf, bereits ihr Großvater und Vater waren Anwälte, die Tante Richterin. Nach dem Abitur begann sie ein Jurastudium in Bonn. 1980 lernte sie auf einer Examensparty in Bonn Friedrich Merz kennen, im Juni 1981 folgte die Hochzeit. Das Paar hat drei Kinder[2] und lebt in Arnsberg-Niedereimer.[3]
Seit 1994 arbeitet Charlotte Merz als Richterin am Amtsgericht Arnsberg. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Familienrecht.[2] Sie ist seit 2016 als Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg tätig.[4][5][6] Zuvor leitete sie ab 2013 das Amtsgericht Meschede.[7] 2005 gründete sie zusammen mit ihrem Mann die Friedrich und Charlotte Merz-Stiftung für Bildung und Ausbildung,[8] die gemeinnützige Projekte im Bildungswesen in Arnsberg unterstützt.
Im Jahr 2024 kam es zu einem Eklat, als sie dem Komiker Lutz van der Horst – der für die heute-show des ZDF versuchte ihren Mann zu interviewen – ins Mikrofon griff mit der Äußerung: „Leitkultur bedeutet, als allererstes zu fragen, ob man eine Antwort geben möchte“.[9] Die Szene schlug Wellen und der Sprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes Hendrik Zörner äußerte: „Dass Frau Merz den Journalisten Benimmregeln beibringen will, ist eine Unverschämtheit.“[10][2] Der Spiegel vermutete hinter ihren vermehrten Auftritten eine politische Taktik, um mehr Wählerinnen für Friedrich Merz zu gewinnen.
Kurz nach der Bundestagswahl 2025 gab Merz in einem Interview an, dass sie auch während einer potenziellen Kanzlerschaft ihres Mannes ihren Beruf weiterhin ausüben wolle.[5] Außerdem äußerte sie, dass sie durch Anspielungen auf ihren Mann im Gerichtssaal genervt sei, damit aber mittlerweile umgehen könne.
Charlotte Merz ist evangelisch, Mitglied des Kreissynodalvorstandes des Kirchenkreises Soest-Arnsberg[11] und wie ihr Ehemann Mitglied der CDU.[12]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Charlotte Merz bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Handbuch der Justiz 2018/2019, S. 308
- 1 2 3 Anna von Stefenelli: Charlotte Merz im Porträt: Ehe mit Friedrich Merz, „heute-show“-Vorfall, Beruf. In: Watson. 3. März 2025, abgerufen am 7. März 2025.
- ↑ Mit „Kanzler-Boulevard“: Wie sich Niedereimer auf Friedrich Merz vorbereitet. In: wp.de. 25. März 2025, abgerufen am 9. März 2025.
- ↑ Impressum. In: ag-arnsberg.nrw.de. Abgerufen am 9. März 2025.
- 1 2 Charlotte Merz: "Habe vor, mein Leben wie gewohnt weiterzuführen. In: t-online.de. 26. Februar 2025, abgerufen am 3. September 2025: „Charlotte Merz arbeitet als Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg, in wenigen Jahren steht die Pensionierung an.“
- ↑ Achim Gieseke: Mit großer Liebe zum Beruf. 2. Juli 2016, abgerufen am 30. März 2026.
- ↑ Jürgen Kortmann: Charlotte Merz: „Unser Standortvorteil ist der Rechtsstaat“. 18. Februar 2013, abgerufen am 30. März 2026.
- ↑ Die Idee. Merz Stiftung, abgerufen am 8. März 2025.
- ↑ „Heute Show“-Beitrag: „Unverschämtheit“ – Journalistenverband kritisiert Charlotte Merz - WELT. Abgerufen am 24. August 2025.
- ↑ Oliver Auster: DJV mit Kritik: „Dass Frau Merz Journalisten Benimmregeln beibringt, ist eine Unverschämtheit“. Kölner Stadtanzeiger, 13. Mai 2024, abgerufen am 8. März 2025.
- ↑ Kreissynodalvorstand, evkirche-so-ar.de, abgerufen am 9. März 2025
- ↑ Ehefrau des CDU-Chefs: Wer ist Charlotte Merz? In: Der Spiegel. 13. Mai 2024, abgerufen am 7. März 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Merz, Charlotte |
| ALTERNATIVNAMEN | Gass, Charlotte (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Richterin |
| GEBURTSDATUM | 11. Dezember 1960 |
| GEBURTSORT | Saarland |