Cauna
Erscheinungsbild
| Cauna | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Landes (40) | |
| Arrondissement | Mont-de-Marsan | |
| Kanton | Chalosse Tursan | |
| Gemeindeverband | Chalosse Tursan | |
| Koordinaten | 43° 47′ N, 0° 38′ W | |
| Höhe | 21–74 m | |
| Fläche | 13,39 km² | |
| Einwohner | 418 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 31 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 40500 | |
| INSEE-Code | 40076 | |
Rathaus von Cauna | ||
Cauna ist eine französische Gemeinde mit 418 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Mont-de-Marsan und zum Kanton Chalosse Tursan.
Der Name in der gascognischen Sprache lautet Caunar.[1] Das gascognische Wort cauna bedeutet „Grotte“ oder „Sumpfloch“.[2]
Die Einwohner werden Caunaquois und Caunaquoises genannt.[3]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cauna liegt ca. 15 km südwestlich von Mont-de-Marsan in der Landschaft Chalosse der historischen Provinz Gascogne.
Umgeben wird Cauna von den Nachbargemeinden:
| Le Leuy | |||||||||
| Lamothe Souprosse |
Aurice | ||||||||
| Toulouzette Saint-Sever |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2010 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 428 | 406 | 401 | 390 | 389 | 389 | 402 | 421 | 418 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche, geweiht dem Apostel Bartholomäus. Die Kirche ist aus der Kapelle des Schlosses hervorgegangen. Das Langhaus birgt drei Kirchenschiffe und wird mit einer halbrunden Apsis verlängert. Diese ist mit drei Fenstern ausgestattet, die wie die Fenster des Langhauses rundbogenförmig gestaltet sind. Das Erdgeschoss des Glockenturms, der vor dem Langbau emporragt, ist als Eingangsvorbau nach drei Seiten über Rundbögen offen. Die Eingangstür ist mit einem Wappenschild verziert, das eine Raute zeigt und von einem Helm überragt wird, der eine gotische Inschrift trägt. Das erste Geschoss des Glockenturms wird von Rundbogenfenstern an allen drei Seiten ausgeleuchtet. Darüber zeigt eine Turmuhr den Passanten die Zeit. Auf der obersten Ebene besitzt der Turm Schallöffnungen an allen Seiten in Form von rundbogenförmigen Doppelfenstern. Sein polygonaler Turmhelm ist mit Schiefer gedeckt.[7] Die Kirche birgt im Inneren eine Orgel aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einem neo-klassischen Prospekt. Sie ist zwischen 1860 und 1865 vom Baron de Cauna an die Kirchengemeinde gestiftet worden und ihr instrumentaler Teil ist seit dem 1. April 1985 als Monument historique klassifiziert.[8]
- Schloss Cauna. Die erste Burg wurde im 12. Jahrhundert vom Jüngsten der vizegräflichen Familie von Marsan errichtet. Die Auseinandersetzungen der Fronde gingen nicht spurlos an dem Anwesen vorüber. Die Truppen des Prince de Condé hielten die Burg besetzt, als die Truppen des Königs sie erstürmten und sie dabei fast ganz zerstörten. Von der ursprünglichen Burg ist noch der 20 m hohe, viereckige Turm übrig geblieben, der zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert umgestaltet wurde. Er ist hierbei aus rosa Ziegelsteinen gemauert worden, einem Baustoff, der seit dem 14. Jahrhundert verwendet wird. Der Turm wird von außen über eine hufeisenförmige Truppe betreten. Der Wohntrakt ist im 18. Jahrhundert neu gebaut worden. Das Schloss befindet sich heute immer noch im Besitz der Familie Cauna.[9]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft der Gemeinde fußt nicht nur auf der Landwirtschaft mit ihrer Mischkultur, sondern auch auf Tourismus und Gastronomie.[2]
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[10]
Gesamt = 41
Gesamt = 41
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 47 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[11]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cauna ist erreichbar über die Routes départementales 352, 364, 365 und 924, der ehemaligen Route nationale 124.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Cauna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Cauna auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Cauna. Gasconha.com, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- 1 2 3 Cauna. Conseil régional d’Aquitaine, archiviert vom am 9. September 2016; abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Landes. habitants.fr, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Ma commune : Cauna. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Notice Communale Cauna. EHESS, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Populations légales 2015 Commune de Cauna (40076). INSEE, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Eglise Saint-Barthélémy. Observatoire du patrimoine religieux, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ orgue de tribune. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Château de Cauna. chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Cauna (40076). INSEE, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
- ↑ École maternelle et élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 1. März 2018 (französisch).
