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Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen

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(Weitergeleitet von CETA)
Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada
Titel (engl.): Comprehensive Economic and Trade Agreement
Abkürzung: CETA
Datum: 30. Oktober 2016
Fundstelle: Vertragstext siehe unten
Fundstelle (deutsch): BGBl. 2023 II Nr. 9
Vertragstyp: Bilateral (EU, Kanada)
Rechtsmaterie: Internationales Handelsrecht (Freihandelsabkommen)
Unterzeichnung: 30. Oktober 2016
Ratifikation: – (18 von 30 Partnern)[1]
Teilnehmer des Umfassenden Wirtschafts- und HandelsabkommensKanadaEuropäische Union und Vereinigtes Königreich
Teilnehmer des Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens
  • Kanada
  • Europäische Union und Vereinigtes Königreich
  • Teilnehmer des Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens
  • Kanada
  • Europäische Union und Vereinigtes Königreich
  • Bitte beachte den Hinweis zur geltenden Vertragsfassung.

    Das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada, kurz CETA (von englisch Comprehensive Economic and Trade Agreement, auch als Canada-EU Trade Agreement gelesen, französisch Accord économique et commercial global (AECG)), ist ein EU-kanadisches Freihandelsabkommen. Der Vertrag enthält zahlreiche Handels- und Zollerleichterungen.

    Für seine Kritiker gilt es insbesondere beim Investitionsschutz als umstritten, der es Unternehmen ermöglichen soll, bei veränderter Rechtslage von Staaten unter Umständen Schadensersatz zu fordern (Investor-State Dispute Settlement).

    Ab 2009 wurde das umfassende CETA-Abkommen verhandelt und am 26. September 2014 zum Verhandlungsabschluss veröffentlicht.[2] Es wurde mit auf Kritik eingehenden nachverhandelten Änderungen am 30. Oktober 2016 vom Europäischen Rat, der Europäischen Kommission und der kanadischen Regierung unterzeichnet, nachdem alle 28 europäischen Regierungen zugestimmt hatten.[3]

    Das Europäische Parlament stimmte am 15. Februar 2017 mit großer Mehrheit dem Abkommen zu. Daraufhin sind Teile von CETA seit dem 21. September 2017 vorläufig in Kraft getreten. Für ein vollständiges Inkrafttreten bedarf das Abkommen noch der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente in der EU, Kanadas und der EU selbst.[4][5] Mit Stand September 2026 haben 17 EU-Mitgliedsstaaten und das Vereinigte Königreich das Abkommen ratifiziert.[1]

    2004 vereinbarten die EU und Kanada ein freiwilliges Framework on Regulatory Cooperation and Transparency (auf Deutsch: Rahmenabkommen über Regulierungszusammenarbeit und Transparenz). 2007 wurde auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada in Berlin dessen Umsetzung in der EU-Canada Roadmap for Regulatory Cooperation (auf Deutsch: Fahrplan der Regulierungszusammenarbeit EU-Kanada) vereinbart und eine gemeinsame Studie in Auftrag gegeben, um „die Kosten und Nutzen einer engeren wirtschaftlichen Partnerschaft zu untersuchen und zu bewerten“. Die Autoren der Studie untersuchten darin, „die bestehenden und insbesondere nicht-tarifären Barrieren auf den Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr“ und „schätzten die potenziellen Kosten und Vorteile der Beseitigung derartiger Schranken“ ab. Sie zeigten auch auf, „wie eine solche Partnerschaft die laufenden Bemühungen zur Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit in Bereichen wie Wissenschaft, Technologie, Energie und Umwelt ergänzen könnte“.

    Auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada in Montreal am 17. Oktober 2008 wurde die Studie Assessing the costs and benefits of a closer EU-Canada economic partnership (auf Deutsch: Einschätzung der Kosten und Vorteile engerer wirtschaftlicher Partnerschaft EU-Kanada)[2] verabschiedet um „eine ausgewogene und engere künftige wirtschaftliche Integration zwischen der EU und Kanada zu verfolgen“ und „die Zusammenarbeit im Bereich der Regulierung zu intensivieren“.

    Ab dem 10. Juni 2009 wurden Verhandlungen über ein Abkommen aufgenommen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.[6] Am 18. Oktober 2013 gaben die Verhandlungspartner, die Europäische Kommission und die kanadische Regierung bekannt, sich in den Hauptpunkten geeinigt zu haben.[7] Die Verhandlungen wurden am 1. August 2014 abgeschlossen.[8]

    Am 26. September 2014 unterzeichneten der damalige kanadische Premierminister Stephen Harper, der damalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der damalige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy während eines EU-Kanada-Gipfels in Ottawa eine Erklärung zum Abschluss der fünfjährigen Verhandlungen über das Freihandelsabkommen.[9]

    Veröffentlichungen

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    Der Inhalt des Abkommens war lange geheim, zunächst wurden lediglich einige Eckdaten wie der Abbau von Zöllen, Zugang europäischer Firmen zu öffentlichen Ausschreibungen in Kanada sowie der Schutz des geistigen Eigentums und regionaler Herkunftsbezeichnungen für landwirtschaftliche Produkte bestätigt.[10] Diese wurden erst bei der Einigung von EU-Handelskommissar Karel De Gucht und dem kanadischen Handelsminister Ed Fast vom 18. Oktober 2013 bekannt gegeben. Technische Details würden angeblich erst feststehen, wenn das Abkommen dem Rat und Parlament der EU vorgelegt wird.[11]

    Schon im Dezember 2009 wurde ein Kapitel des damals noch geheimen Abkommens auf WikiLeaks veröffentlicht, in dem es um den Schutz geistigen Eigentums geht. Am 18. Oktober 2013 veröffentlichte das Onlinemagazin Telepolis einen Teil des Vertragstextes mit einer Analyse.[12][13] Das ARD-Hauptstadtstudio stellte den 519 Seiten langen ausgehandelten Vertrag am 14. August 2014 als PDF-Datei ins Internet.[14]

    Anlässlich des Verhandlungsabschlusses zog die EU-Kommission am 26. September 2014 nach und veröffentlichte den konsolidierten CETA-Text.[2][15][16]

    Am 29. Februar 2016 veröffentlichte die EU-Kommission die offizielle Endfassung des CETA-Vertragstextes,[2] nachdem die Kommission und Kanada die Rechtsförmlichkeitsprüfung abgeschlossen und einige Punkte nachgebessert hatten:

    „Dies bedeutet im Einzelnen z. B. die stärkere Verankerung des ‚right to regulate‘, die Errichtung eines ständigen Gerichtshofes, die Auswahl der Schiedsrichter durch die Vertragsparteien selbst, transparente Verfahren und eine Berufungsinstanz.“

    – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI), 29. Februar 2016, 17:15[17]

    Unterzeichnung und vorläufige Anwendung

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    Nach Zustimmung Belgiens (siehe Abschnitt Belgien) am 28. Oktober 2016 fassten die EU-Staaten die nötigen Beschlüsse im schriftlichen Verfahren.[18] Am 30. Oktober wurde der für den 28. Oktober anberaumte und zwischenzeitig abgesagte EU-Kanada-Gipfel nachgeholt, bei dem das Abkommen von allen Staaten unterzeichnet wurde.[19]

    Anlässlich der Unterzeichnung sagte Justin Trudeau:

    “The fact that people were asking tough questions on a deal that will have a significant impact on our economies, giving us the opportunity to demonstrate that that impact will be positive, is a good thing.”

    – Justin Trudeau: Brüssel, 30. Oktober 2016[20]

    Doch die EU-Repräsentanten hatten weniger Verständnis:

    “Belgium should think about how it functions at the international level.”

    – Jean-Claude Juncker: Brüssel, 30. Oktober 2016[20]

    “[the negotiations] showed how important impressions and emotions are in the modern world (…) It showed that facts and figures won’t stand up for themselves alone. That post-factual reality and post-truth politics pose a great challenge on both sides of the Atlantic (…) We should be able to convince our citizens that free trade is in their interest, and not just big companies and corporations.”

    – Donald Tusk: Brüssel, 30. Oktober 2016[20]

    Nach der Unterzeichnung wurde CETA dem EU-Parlament vorgelegt. Am 15. Februar 2017 stimmte das Europäische Parlament mit 408 Ja-Stimmen, bei 254 Gegenstimmen und 33 Enthaltungen, dem umstrittenen Abkommen CETA zu. Nach dessen Zustimmung traten große Teile des CETA-Vertrags am 21. September 2017 vorläufig in Kraft. Auf diesen Termin hatten sich EU-Kommissionspräsident Juncker und der kanadische Premierminister Trudeau am Rande des Hamburger G20-Gipfels verständigt.[21]

    Unter die vorläufige Anwendung fallen weite Teile des Abkommens. Ausgenommen sind der Investitionsschutzteil sowie einzelne Kapitel und Abschnitte in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Steuern und Geistiges Eigentum.[22]

    Im April 2019 entschied der Europäische Gerichtshof in einem 2017 von Belgien beantragten Gutachten, der vorgesehene Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten sei mit dem Unionsrecht vereinbar.[23]

    Einige Zeit war unklar, ob die Zustimmung der nationalen Parlamente der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten notwendig ist. Nach Ansicht der EU-Kommission handelt es sich um ein rein in den Kompetenzbereich der EU fallendes Abkommen und CETA müsse daher nicht von den Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.[24] Die Handelsminister der EU widersprachen dieser Ansicht mit der Begründung, Teile des Abkommens fielen in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedsstaaten, weshalb es sich um ein sogenanntes gemischtes Abkommen handle, dessen Vertragspartner neben der EU auch die Mitgliedsstaaten werden müssten, die Entscheidung müsse einstimmig fallen.

    In Deutschland teilen die Beurteilung des CETA als ein gemischtes Abkommen der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages[25] wie auch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.[26] Italien stützte jedoch die Ansicht der EU-Kommission.[27]

    EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström verkündete am 5. Juli 2016, dass – entgegen einem anders lautenden juristischen Gutachten – das Handelsabkommen mit Kanada von der Kommission nicht als reine EU-Angelegenheit eingestuft werde und somit die nationalen Parlamente über das Abkommen ebenfalls mit abstimmen müssen, damit dieses für die EU in Kraft tritt.[28][29] Vollständig und definitiv tritt CETA damit erst in Kraft, wenn seitens der EU auch alle nationalen – und teils regionalen – Parlamente den Vertrag ratifiziert haben.[30]

    Stand des Verfahrens

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    Mit Stand September 2026 haben erst 18 Staaten das Abkommen ratifiziert.[1]: Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien sowie 2018 das am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union ausgeschiedene Vereinigte Königreich.

    Ratifikation des Abkommens durch die beteiligten Partner: Kanada, das Vereinigtes Königreich, die Europäische Union und ihre 27 Mitglieder.
    Staat Ratifiziert Datum[31] Anmerkungen
     Kanada Nein Das kanadische Unterhaus stimmte dem Abkommen am 14. Februar, der Senat am 11. Mai 2017 zu. Am 16. Mai 2017 trat das Zustimmungsgesetz durch Royal Assent in Kraft.[32][33] Die Modalitäten für die vorläufige Anwendung von CETA in Kanada wurden anschließend durch einen Erlass des Ministerrats festgelegt.[34] Kanada kann das Abkommen durch einen weiteren Erlass des Ministerrats endgültig ratifizieren, sobald alle EU-Mitgliedstaaten CETA ratifiziert haben.[35]
    Europäische Union Nein Das Europäische Parlament stimmte am 15. Februar 2017 für das Abkommen. Die Ratifikation durch den Rat der EU steht allerdings noch aus.[36]
     Österreich Ja 23.05.2019
     Belgien Nein
     Bulgarien Nein
     Kroatien Ja 09.11.2017 Das kroatische Parlament stimmte bereits am 30. Juni 2017 für das Abkommen, die Notifikation durch die Regierung erfolgte aber erst im November.[37]
     Tschechien Ja 16.11.2017 Der tschechische Senat stimmte am 20. April 2017 zu, das Abgeordnetenhaus am 13. September 2017.[38][39]
     Zypern Nein Das zypriotische Parlament lehnte die Ratifikation am 31. Juli 2020 ab.[40]
     Dänemark Ja 01.06.2017
     Estland Ja 10.11.2017
     Finnland Ja 03.01.2019
     Frankreich Nein Die Nationalversammlung stimmte am 23. Juli 2019 zu,[41][42] der Senat jedoch bisher nicht.
     Deutschland Ja 01.12.2022 Der Deutsche Bundestag stimmte am 1. Dezember 2022 zu.[43] Das Zustimmungsgesetz wurde am 19. Januar 2023 zusammen mit dem Text des Abkommens und dessen Anlagen verkündet.[44]
     Griechenland Nein
     Ungarn Nein
     Irland Nein
     Italien Nein
     Lettland Ja 09.03.2017 Die Saeima stimmte am 23. Februar 2017 zu.
     Litauen Ja 17.05.2018 Die Seimas stimmte am 24. April 2018 zu.[45]
     Luxemburg Ja 10.06.2020
     Malta Ja 26.07.2017
     Niederlande Ja 12.07.2022 Die Zweite Kammer (Abgeordnetenhaus) stimmte am 18. Februar 2020 zu, die Erste Kammer (Oberhaus) am 12. Juli 2022.[46]
     Polen Nein
     Portugal Ja 31.01.2018
     Rumänien Ja 02.12.2020
     Slowakei Ja 28.11.2019
     Slowenien Nein
     Spanien Ja 13.12.2017
     Schweden Ja 09.10.2018
     Vereinigtes Königreich Ja 08.11.2018 Mit dem Brexit ist auch CETA nicht mehr anwendbar.

    Abbau von Handelsbarrieren

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    Laut EU-Kommission entfallen „mehr als 99 %“ der Zölle durch das Abkommen. Normen und Vorschriften (sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse) sollen gegenseitig anerkannt oder angeglichen werden, was sich u. a. für die Automobilbranche positiv auswirken soll. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen sich auf allen Verwaltungsebenen auch europäische Unternehmen in Kanada bewerben können. Weiterhin soll es Unternehmen erleichtert werden, Angestellte vorübergehend in ein Partnerland zu versetzen, und berufliche Qualifikationen sollen gegenseitig anerkannt werden. Unter dem Schlagwort „Nachhaltige Entwicklung“ sollen außerdem Umwelt- und Sozialrechte berücksichtigt werden.[47]

    Landwirtschaft und Fischerei

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    Die landwirtschaftlichen Ausfuhren der EU nach Kanada belaufen sich auf jährlich 2,9 Milliarden Euro, damit hat die EU einen Exportüberschuss gegenüber Kanada. Fast alle Zölle auf landwirtschaftliche Produkte sollen beseitigt werden und auch der Handel mit sogenannten „empfindlichen Waren“, d. h. vor allem Export von Milchprodukten nach Kanada und Import von Schweine- und Rindfleisch in die EU, soll ausgeweitet werden[48]. Konkret wird Kanada 90,9 % der Zölle auf Agrarimporte aus der EU abschaffen, nach sieben Jahren 91,7 %. Die EU ihrerseits wird 92,2 % aller Zölle auf Importe landwirtschaftlicher Produkte aus Kanada abschaffen, nach sieben Jahren 93,8 %. Die wichtigsten Quoten sind die Käsequote für die EU (die EU darf zusätzlich 18.500 Tonnen ausführen, laut EU werden die Ausfuhren um 128 % steigen und der Marktanteil von Käse aus der EU in Kanada auf 4 % steigen), die Rindfleischquote (45.853 Tonnen für Rindfleisch aus Kanada) und die Quote für Schweinefleisch (zusätzlich 75.000 Tonnen für kanadisches Schweinefleisch). Geflügel und Eier sind von der Liberalisierung ausdrücklich ausgenommen.[49] Die Abschaffung von Zöllen spielt aus landwirtschaftlicher Sicht eine besondere Rolle: Kanada erhob 2007 im Durchschnitt lediglich Zölle in Höhe von 3,5 % auf Einfuhren aus der EU, die EU wiederum erhob 2007 auf Einfuhren aus Kanada Zölle in Höhe von 2,2 %. Bei bestimmten landwirtschaftlichen Produkten aber liegen die Zölle besonders hoch, so erhebt Kanada Zölle in Höhe von 245,6 % auf Käse, die EU wiederum erhebt Zölle auf Rindfleisch aus Kanada in Höhe von 407,8 %[50]. Auch der Bereich Wein und Spirituosen bildet einen wichtigen Teil der Ausfuhren nach Kanada und soll durch das Abkommen wachsen.[51] Wein und Spirituosen machten 2016 insgesamt 40 % der Agrarausfuhren der EU nach Kanada aus. Die EU hat bei Wein und Spirituosen einen Handelsüberschuss[52], mit CETA werden verschiedene Handelshemmnisse für Wein und Spirituosen (u. a. die Vorschrift nicht abgefüllte importierte Spirituosen mit kanadischen Spirituosen zu mischen) abgeschafft sowie ein gemeinsames Forum eingerichtet.[53] Kanadischer Fisch soll leichter auf den europäischen Markt kommen und die Kontrollen der Fischerei verbessert werden. Geographische Angaben für Lebensmittel aus der EU werden durch das Abkommen auch in Kanada geschützt. Beide Seiten versuchen ihre heimischen Landwirte zu schützen, sodass laut einem Zeitungsbericht sogar Ausfuhrquoten im Gespräch waren.[47]

    Kritik bezieht sich hier auf die unterschiedlichen Herstellungsstandards und Regulierungen in der EU und Kanada. So dürfen Rinder in Kanada mit Hormonen behandelt werden, in der EU jedoch nicht, was zunächst zu der Befürchtung führte, dass bisher nicht zugelassenes Fleisch auf dem europäischen Markt verkauft werden könnte.[54] Mit dem Freihandelsabkommen CETA werden die Lebensmittelstandards der EU aber nicht berührt, Produkte aus Kanada müssen weiterhin den gleichen europäischen Anforderungen entsprechen wie zuvor auch.[53]

    Schutz geistigen Eigentums

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    Das Abkommen soll den Schutz geistigen Eigentums in Bezug auf Patente, Marken, Muster, Modelle und Urheberrecht verbessern, wobei besonders die Verbesserung des Schutzes von Arzneimittelrechten in Kanada und die geographischen Herkunftsbezeichnungen von Lebensmitteln betont werden.[47]

    Im Dezember 2009 wurde das Kapitel über geistiges Eigentum aus den CETA-Verhandlungen bekannt[55] und es wurden Überschneidungen mit ACTA festgestellt, was zu einer Welle von Kritik geführt hat.[56][57] Als Reaktion auf den Leak von 2009 erklärte die Kommission im Oktober 2013, dass die Ablehnung des ACTA-Abkommens durch das EU-Parlament im Juli 2012 berücksichtigt werde und das Three-Strikes-Prinzip und ein Auskunftsanspruch auf Ermittlung von IP-Adressen von Rechtsverletzern (Artikel 27.3. und 27.4.), die in ACTA vorgesehen waren, aus den CETA-Verhandlungen ausgenommen wurden.[58][59]

    Investitionen und Investitionsschutz

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    Laut EU-Kommission sollen ausländische Investitionen erleichtert und die in CETA enthaltenen Investitionsschutzverpflichtungen „durch einen modernen und wirksamen Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten gestützt“ werden.[47]

    Zum Schutz von Investitionen sieht das Abkommen die Möglichkeit der Anrufung von öffentlich legitimierten Schiedsgerichten vor, die mit nicht-staatlichen Richtern besetzt sind und für den beklagten Staat bindende Entscheidungen über Schadensersatzzahlungen fällen können. Die Gerichte ersetzen die traditionellen nichtöffentlichen Schiedsgerichte, die mit Schiedsrichtern ad hoc von den jeweiligen Streitparteien benannt werden.[60] Auch viele andere Handelsabkommen (z. B. das zurzeit verhandelte TTIP) enthalten Investitionsschutzklauseln und sehen die Anrufung von Schiedsgerichten vor, um Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Staaten beizulegen, was bei TTIP zu heftiger Kritik geführt hat.[12] Ein Missbrauch dieses Systems soll bei CETA unter anderem verhindert werden durch:[61]

    • eine präzise Definition der Tatbestände, die einen Gaststaat schadensersatzpflichtig machen können
    • den Ausschluss von Klagen auf Marktzugang
    • den Ausschluss von Klagen durch reine Briefkastenfirmen
    • einen verbindlichen Verhaltenskodex für Schiedsrichter
    • „uneingeschränkte Transparenz“ der Verfahren durch Anwendung der UNCITRAL-Transparenzregeln
    • die Möglichkeit einer verbindlichen Auslegung des Abkommens durch die Vertragspartner

    In einer Fassung von Anfang 2016 sah CETA zunächst einen ständigen „Investitionsgerichtshof“ mit 15 Mitgliedern vor, die von Kanada und der EU ernannt werden, sowie öffentliche Verfahren mit Berufungsinstanz.[62] In der Fassung von Mitte 2018 soll es je ein Drittel europäische, kanadische und unabhängige Richter geben, die Amtszeit dieser Richter soll fünf Jahre betragen, und in dieser Zeit dürfen die Richter nur in einem einzigen Streitfall zwischen Investor und Staat entscheiden. Das soll die Unabhängigkeit des Gerichts fördern.[63] Es gibt die Absicht, den bilateralen Investitionsgerichtshof später in einen multilateralen Investitionsgerichtshof (englisch: Multilateral Investment Court) umzuwandeln, in dem dann auch Verfahren anderer Freihandelsabkommen verhandelt werden könnten, bspw. das Freihandelsabkommen zwischen Vietnam und der Europäischen Union.[64]

    Wirtschaftlicher Hintergrund

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    Laut EU-Kommission war Kanada 2012 mit einem Anteil von 1,8 % am gesamten EU-Außenhandel der zwölftwichtigste Handelspartner der EU. Auf der Grundlage der Zahlen von 2011 entfielen auf die EU 10,4 % des gesamten kanadischen Außenhandels, was sie zum zweitwichtigsten Handelspartner Kanadas nach den USA machte. Der bilaterale Warenverkehr zwischen der EU und Kanada belief sich 2012 auf 61,8 Milliarden Euro. Bei den Warenausfuhren aus der EU nach Kanada handelte es sich vorwiegend um Maschinen, Fahrzeuge und Chemikalien. 2011 beliefen sich die Investitionen der EU in Kanada auf rund 220 Milliarden Euro und kanadische Investitionen in der EU auf knapp 140 Milliarden Euro.[10]

    Historische Daten des Handels mit Gütern zwischen Kanada und der EU:[65] Milliarden EuroEntwicklung des Handels zwischen Kanada und der EU-10010203040502001200420072010201320162019ImportExportExportüberschussEU-28 Außenhandel (Auszug)

    Die EU-Kommission prognostizierte, dass das „bilaterale Handelsvolumen bei Waren und Dienstleistungen um 22,9 %, das heißt 25,7 Milliarden Euro“ steigen werde. Die Zollersparnis für Exporteure aus der EU belaufe sich insgesamt auf ca. 500 Millionen Euro pro Jahr. Das Abkommen werde die Beschäftigung in Europa erhöhen und Wachstum von bis zu 11,6 Milliarden Euro pro Jahr, davon 5,8 Milliarden im Bereich der Dienstleistungen, zur Folge haben.[47]

    Zudem ging die Kommission davon aus, dass mit jeder zusätzlichen Milliarde Wachstum rund 14.000 Jobs entstehen werden, also etwa 160.000 Arbeitsplätze pro Jahr mehr entstehen würden, als ohne das Abkommen.[66]

    Die Verbraucherzentralen gingen davon aus, dass es langfristig zu einer größeren Produktauswahl zu geringeren Preisen kommen wird.[67]

    Tatsächliche Effekte durch CETA zwischen 2016 und 2024

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    Laut einer im November 2025 von der EU-Kommission vorgelegten Bilanz brachte das Handelsabkommen einen deutlichen Anstieg der Exporte.[68] Der bilaterale Handel stieg von 64 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 123 Mrd. Euro im Jahr 2023.[69] Im Jahr 2025 belief sich der Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und Kanada auf über 130 Mrd. Euro. Der Warenhandel erhöhte sich zwischen 2016 und 2024 um etwa 76 %, Dienstleistungen um 90 %.[70] Einer Ex-post-Evaluierung des CETA zufolge ist das BIP der EU aufgrund des Abkommens jährlich um 3,2 Mrd. € gestiegen.[68]

    Für den EU-Arbeitsmarkt stieg die Beschäftigung im Textilbereich um 0,28 %, in der Automobilindustrie um 0,09 %. In Kanada stiegen die Beschäftigtenzahlen im Schiffbau und Wassertransportwesen um 1,64 % an.[69]

    Der Export von Fleischprodukten aus der EU nach Kanada hat sich seit 2017 um 188 % erhöht, von Milchprodukten um 62 %. Zu einem wichtigen landwirtschaftlichen Exportgut der EU entwickelten sich auch Wein und Trauben. Die Exporte aus Kanada in die EU stiegen bei Fisch und Krustentieren um 65 %, bei Ölsaaten um 44 % und bei Getreide um 21 %; wichtigstes landwirtschaftliches Importgut der EU aus Kanada sind Sojabohnen.[71]

    Zusammenhang mit NAFTA

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    Zwischen Kanada, den USA und Mexiko besteht bereits das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA). Durch das CETA-Abkommen soll es EU-Ländern möglich sein, mit US-amerikanischen Unternehmen auf dem kanadischen Markt zu konkurrieren.[47] Andererseits wird befürchtet, dass auch Unternehmen der drei nordamerikanischen Länder auf dem europäischen Markt an Einfluss gewinnen.[72]

    Zusammenhang mit TTIP

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    CETA galt als Blaupause für das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP).[73][74][75]

    Weitergehende wirtschaftliche Beziehungen zwischen Kanada und der EU

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    Vor dem Hintergrund des Handelskrieges 2026 Zischen den USA und Kanada drohte US-Präsident Donald Trump am 16. September 2026 im Zusammenhang mit einer geplanten weiteren wirtschaftlichen Annäherung zwischen Kanada und der Europäischen Union (EU) mit weiteren Zöllen. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen hatte vorgeschlagen, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der EU zu machen. Trump sagte dazu „Wenn sie das tun und ich das auch nur im Geringsten als feindseligen Akt betrachte, werde ich sehr hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa einstellen.“ Er bezeichnete Kanada als „schrecklichen Handelspartner“.[76][77] Der kanadische Premierminister Mark Carney antwortete auf die Aussage vom Trump am 17. September 2026 in einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Carney unterstützte den Vorschlag, sein Land enger an die EU zu binden. Hintergrund sei auch der eskalierende Handelsstreit mit den USA. Er sagte: „Wir wollen widerstandsfähiger werden, damit niemand unsere offenen Märkte kontrollieren, unsere Souveränität beeinträchtigen, unsere territoriale Unversehrtheit bedrohen oder unsere Freiheiten, unsere Demokratien und unsere Rechtsstaatlichkeit untergraben kann.“ Er betonte, dass es nicht darum gehen würde, einen dritten Block zu schaffen, der zu einem Rivalen der Großmächte werden solle. Kanada und die EU würden nicht nach Macht streben, um andere zu beherrschen.[78] Die genaue Ausgestaltung der Beziehung zwischen Kanada und der EU war zu diesem Zeitpunkt aber noch offen. Neben der assoziierten Mitgliedschaft war auch eine Vollmitgliedschaft oder eine Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vorstellbar.[79] Der Militärökonom Marcus M. Keupp hielt als Folge des Irankieges am 17. September 2026 eine engere Verbindung der EU zu Kanada, wie sie zu diesem Zeitpunkt von beiden Seiten begrüßt wurde für vielversprechend.[80]

    Politische Diskussion

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    Haltung der Parteien

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    Die Linkspartei, die Partei Die Grünen sowie der DGB kritisierten die Sonderrechte und Privilegien beim gerichtlichen Klagerecht für die Konzerne.[81][82][83]

    Am 25. September 2014 sprach sich Sigmar Gabriel, damaliger Bundesminister für Wirtschaft und Energie, in einer Bundestagsdebatte[84] grundsätzlich für CETA aus, bezeichnete aber den ausgehandelten Investitionsschutz als „nicht erforderlich“ zwischen „entwickelten Rechtssystemen“ wie denen Kanadas und der EU. Gabriel zitierte zustimmend den neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker:

    „Wir können nicht unsere Standards im Gesundheitsbereich senken. Wir können nicht unsere Standards im Sozialbereich senken. Wir können nicht unsere Datenschutzstandards senken. Ich möchte nicht, dass der Datenschutz überhaupt Teil der Verhandlungen wird. Ich will nicht, dass wir eine parallele Geheimgerichtsbarkeit schaffen. […] Das ist die Verhandlungsposition des neuen Kommissionspräsidenten. Ich finde, es ist die richtige Verhandlungsposition; ihr wollen wir uns anschließen.“

    Am 19. September 2016 ermächtigte der SPD-Parteikonvent (Kleiner Parteitag) in Wolfsburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit 2/3 von 220 Stimmen Sigmar Gabriel zur Zustimmung zu CETA innerhalb der Bundesregierung.[85][86][87][88] Einige Landesverbände der SPD wie Bayern oder Bremen sowie Parteilinke positionierten sich jedoch gegen CETA.[89][90][91]

    Die AfD nahm eine ablehnende Haltung gegenüber dem Abkommen ein.[92]

    Die CDU und FDP befürworteten den Handelsvertrag. Sowohl Peter Tauber, damaliger CDU-Generalsekretär, als auch Nicola Beer, damalige FDP-Generalsekretärin, hoben hervor, dass durch das Zustandekommen des CETA-Abkommens die Möglichkeit gegeben sei, die Globalisierung aktiv zu gestalten. Zudem werden unter anderem das Anknüpfen an den internationalen Handel sowie Arbeitsplätze als Gründe für das Abkommen benannt.[93][94]

    Verfassungsbeschwerden

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    In Deutschland ließ eine von mehr als 125.000 Menschen gestellte Verfassungsbeschwerde durch das Bundesverfassungsgericht am 13. Oktober 2016 überprüfen, ob die vorläufige Anwendbarkeit mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist.[95] Dies hat das Bundesverfassungsgericht grundsätzlich bejaht; die Bundesregierung müsse allerdings sicherstellen,

    • dass ein Ratsbeschluss über die vorläufige Anwendung nur die Bereiche von CETA umfassen wird, die unstreitig in der Zuständigkeit der Europäischen Union liegen,
    • dass bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in der Hauptsache eine hinreichende demokratische Rückbindung der im Gemischten CETA-Ausschuss gefassten Beschlüsse gewährleistet ist und
    • dass die Auslegung des Art. 30.7 Abs. 3 Buchstabe c CETA eine einseitige Beendigung der vorläufigen Anwendung durch Deutschland ermöglicht.[96]

    CETA wird seit 2017 vorläufig angewandt, ohne die Regeln zum Investitionsschutz. Ein Antrag der FDP, CETA zu ratifizieren, wurde am 14. Juni 2018 vom Bundestag abgelehnt. Andreas Lämmel (MdB) verwies dabei auf ein laufendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht.[97]

    Das Bundesverfassungsgericht wies im März 2021 eine Klage der Linkspartei gegen die vorläufige Anwendung ab.[98] Mit Beschluss vom 9. Februar 2022 hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mehrere weitere Verfassungsbeschwerden und einen Antrag im Organstreitverfahren zur vorläufigen Anwendung des Freihandelsabkommens als unbegründet zurückgewiesen.[99][100]

    Ratifizierung durch den Bundestag

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    Der Deutsche Bundestag stimmte daraufhin am 1. Dezember 2022 dem Abkommen zu.[43] Das Zustimmungsgesetz wurde am 19. Januar 2023 zusammen mit dem Text des Abkommens und dessen Anlagen verkündet.[101]

    Am 24. September 2014 wurde CETA im österreichischen Nationalrat diskutiert, nachdem die Grünen eine dringliche Anfrage an Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner eingebracht hatten.[102][103] Alle Fraktionen äußerten sich hierbei zu verschiedenen Aspekten des Abkommens kritisch, wobei die Regierungsparteien sowie NEOS und Team Stronach es prinzipiell verteidigten. Schließlich wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Die Grünen ein Entschließungsantrag angenommen, in dem gefordert wird, dass

    • die europäischen Sozial-, Datenschutz- und Umweltstandards und das Schutzniveau der öffentlichen Dienstleistungen beibehalten werden.
    • die Verhandlungen zu CETA und ähnlichen Abkommen in Zukunft transparenter geführt und die Öffentlichkeit eingebunden wird.
    • für ein Inkrafttreten das Abkommen durch die nationalen Parlamente ratifiziert werden muss.
    • kein ISDS in den Vertrag aufgenommen wird.

    Am 11. Mai 2016 gaben die österreichischen Bundesländer in der Landeshauptleutekonferenz, also als ein föderales Gremium, eine bindende „einheitliche Stellungnahme“ gemäß Art. 23d Abs. 2 B-VG ab, die Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner aufforderte, CETA nicht zuzustimmen, solange u. a. eine vorläufige Anwendbarkeit vorgesehen ist.[104][105]

    Christian Kern (SPÖ), Bundeskanzler von Mai 2016 bis Dezember 2017, lehnte CETA ab und ließ die SPÖ-Mitglieder befragen.[106]

    Im September 2016 wurde die Abhaltung eines Volksbegehrens genehmigt, das eine verpflichtende Behandlung der beiden Abkommen CETA und TTIP durch das Parlament beinhaltet. Initiatoren des Begehrens waren mehrere SPÖ-Bürgermeister aus Niederösterreich.[107][108]

    Im Juni 2018 wurde das umstrittene Abkommen vom Österreichischen Nationalrat ratifiziert.[109] Die für die Ratifizierung benötigte Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten der Republik Österreich nahm Bundespräsident Van der Bellen zunächst nicht vor und erklärte dazu: „Ich habe den Staatsvertrag zu CETA, wie es meiner Aufgabe als Staatsoberhaupt entspricht, ausführlich und gewissenhaft geprüft. Das Ergebnis dieser Prüfung ist mit einem Vorbehalt positiv ausgefallen. Es gibt Zweifel, ob die Schiedsgerichte mit EU-Recht konformgehen. Sollte der EuGH entscheiden, dass CETA mit dem Unionsrecht vereinbar ist, werde ich den Staatsvertrag umgehend unterzeichnen.“[110][111] Am 30. April 2019 erklärte Van der Bellen über Twitter, den Staatsvertrag zu CETA unterschreiben zu wollen, nachdem der EuGH entschieden hatte, dass CETA mit EU-Recht vereinbar sei.[112] Am 23. Mai wurde der Europäische Rat über die Ratifizierung informiert.[1]

    (Quellen:[113])

    Mitte Oktober 2016, kurz vor der geplanten Unterzeichnung des Abkommens durch EU und Kanada am 27. Oktober 2016, teilte Belgien mit, dass das Land dem Abkommen nicht zustimmen kann. Die belgische Föderalregierung befürwortete zwar das CETA-Abkommen, doch braucht sie in solchen Fällen auch das Einverständnis der Regierungen aller belgischen Regionen und Sprachgemeinschaften.

    Die niederländischsprachigen Flamen und ihre Regierung, wie auch die deutschsprachige Gemeinschaft, befürworteten das Abkommen – die deutschsprachige Gemeinschaft „hielt aber ihre Zustimmung vor“. Hingegen lehnten das Parlament der Französischen Gemeinschaft, das Parlament und die Regierung Walloniens von Ministerpräsident Paul Magnette (PS) sowie das Parlament und die Regierung der Hauptstadtregion Brüssel das Abkommen ab. Das Regionalparlament der französischsprachigen Wallonie, des südlichen Landesteils, verabschiedete am 14. Oktober 2016 mit großer Mehrheit eine Motion gegen CETA. Darin ersuchte es die Regionalregierung, der Föderalregierung die Zustimmung zur Unterzeichnung des Abkommens zu verweigern und Nachverhandlungen zu fordern. Zur Begründung verwiesen die Abgeordneten unter anderem auf Gefahren für die Landwirtschaft sowie den Umwelt- und Sozialschutz. Das Parlament der Fédération Bruxelles-Wallonie, der frankofonen Sprachgemeinschaft Belgiens, hieß am 12. Oktober 2016 eine ähnliche Resolution gut. Auch das Parlament der zweisprachigen Hauptstadtregion Brüssel sprach sich – bereits am 8. Juli 2016 – gegen CETA aus, danach auch ihre Regierung. Bei der Ablehnung des Abkommens kamen auch innenpolitische Gründe zutage, da die Wallonie und die Hauptstadtregion Brüssel den wirtschaftlich schwächeren Teil Belgiens mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit bilden.

    Am 27. Oktober 2016 erzielten die Ministerpräsidenten der belgischen Regionen und Sprachgemeinschaften nach tagelangen Verhandlungen eine Einigung mit der Föderalregierung – sie vereinbarten unter anderem eine Erklärung des belgischen Staats, die die Sorgen der Wallonie unter anderem auch zur geplanten Investitionsgerichtsbarkeit und zu den Auswirkungen von CETA auf die Landwirtschaft beinhaltet. Am 28. Oktober gab das Regionalparlament der belgischen Wallonie dem Handelsvertrag ihre Zustimmung, dabei votierten 58 Abgeordnete für CETA, während 5 gegen den Vertrag stimmten. Auch das Regionalparlament der Hauptstadtregion Brüssel stimmte CETA zu.

    Kritik an CETA (frz. AECG) äußerten vor allem Vertreter der Landwirte und der Winzer.[114]

    Die Nationalversammlung des Landes stimmte dem Abkommen am 23. Juli 2019 mit 266 gegen 213 Stimmen zu, damit war die erste Stufe des Gesetzgebungsverfahrens bewältigt. Im März 2024 änderte der Senat den Gesetzentwurf ab[115] und lehnte die Ratifizierung von CETA ab. Bis zum 31. August 2025 war der geänderte Gesetzentwurf noch nicht zur Beratung an die Nationalversammlung zurückverwiesen worden.[35]

    Am 18. Februar 2020 stimmte das Unterhaus des niederländischen Parlaments der Ratifizierung zu. Die notwendige Mehrheit im Oberhaus gab es zunächst noch nicht.[116] Erst zwei Jahre später, am 12. Juli 2022, stimmte das Oberhaus dem Ratifizierungsgesetz zu.[117]

    Bulgarien, Rumänien, Tschechien

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    Quellen, Referenzen:[118]

    Tschechien, Bulgarien und Rumänien meldeten zunächst ihren Vorbehalt zu CETA an – sie forderten von Kanada die Liberalisierung der Visabestimmungen für ihre Bürger. Zu Beginn der CETA-Verhandlungen waren Bulgarien, Rumänien und Tschechien die einzigen EU-Mitgliedsländer, die vom Zugang zu Kanadas Besuchervisa (Temporary Resident Visas / Visas de résidence temporaire[119]) ausgeschlossen waren. Kanada sicherte ihnen diese zwar zu, doch unter Vorbehalt einer Zustimmung der EU zu CETA.

    Die Bestimmungen wurden am 14. November 2013 für Tschechien[120][121] und am 1. Dezember 2017 für Bulgarien und Rumänien aufgehoben[122][123], die drei Staaten gaben daraufhin ihren Widerstand gegen das Abkommen auf.

    CETA wurde in Kanada vom Kabinett Trudeau befürwortet, ebenso vom von 2006 bis 2015 regierenden Kabinett Harper, in dessen Regierungszeit das Abkommen maßgeblich ausgehandelt wurde.[124]

    Das kanadische Unterhaus stimmte dem Abkommen am 14. Februar, der Senat am 11. Mai 2017 zu, am 16. Mai 2017 trat das Zustimmungsgesetz durch Royal Assent in Kraft.[32][33] Die Modalitäten für die vorläufige Anwendung von CETA in Kanada wurden anschließend durch einen Erlass des Ministerrats festgelegt.[34] Kanada kann das Abkommen durch einen weiteren Erlass des Ministerrats endgültig ratifizieren, sobald alle EU-Mitgliedstaaten CETA ratifiziert haben.[35]

    Kritik und Proteste

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    Am 10. Oktober 2015 protestierten bis zu 250.000 Menschen (Polizei: 150.000) in Berlin gegen TTIP und CETA

    CETA wird von einer Reihe von Nichtregierungsorganisationen abgelehnt. In Deutschland zählen dazu attac,[125] der BUND,[126] Campact,[127] und Mehr Demokratie.[128]

    Der Versuch einer Koalition von insgesamt über 300 europäischen NGOs, eine Europäische Bürgerinitiative gegen CETA zu initiieren, wurde 2014 von der Europäischen Kommission mit der Begründung abgelehnt, die Verhandlungen zu Freihandelsabkommen seien kein Rechtsakt, der mit einer Bürgerinitiative angegriffen werden kann.[129] Dagegen erhob die Initiative Klage beim Europäischen Gerichtshof.[130] Der Europäische Gerichtshof urteilte, dass es nicht rechtens von der EU-Kommission war, die Bürgerinitiative nicht zuzulassen. Diese sei keine „unzulässige Einmischung“, sondern löse eine „legitime politische Debatte“ aus.[131] Das Bündnis der NGO startete eine Unterschriftenkampagne. Bis zum 6. Oktober 2015 wurden unter dem Slogan Stopp-TTIP europaweit über 3,28 Mio. Unterschriften gesammelt.[132] Bei einer Demonstration am 10. Oktober 2015 in Berlin sprachen sich nach Angaben der Veranstalter 250.000 Menschen gegen CETA und TTIP aus.[133]

    Am 17. September 2016 protestierten in sieben Großstädten in Deutschland laut Behörden und Polizei 198.000[134][135][136][137] Menschen gegen CETA und TTIP. In Österreich zählten die Veranstalter etwa 25.000 Teilnehmer am Aktionstag, vorwiegend in Wien, aber auch in anderen Landeshauptstädten.[138]

    Auf kanadischer Seite schlossen sich mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen im Trade Justice Network zusammen und kritisierten das Abkommen in einer gemeinsamen Erklärung.[139] Sie warfen der kanadischen Regierung vor, die Öffentlichkeit gezielt über Inhalt und Folgen des Abkommens zu täuschen.

    Kanadische Organisationen kritisierten u. a. die Gleichbehandlung europäischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen, weil sie die Möglichkeit der Förderung lokaler Firmen untergrabe.[140][141] Durch „Ratchet“-Klauseln würden aktuelle und zukünftige Privatisierungen festgeschrieben, die abschließende Ausnahmeliste könnte Regierungen von der Einführung neuer öffentlicher Dienstleistungen abhalten.[141]

    Auch das Investitionsschutzkapitel ist umstritten: Es sei nicht sichergestellt, dass neue Regulierungsmaßnahmen für den Finanzmarkt nicht vor Schiedsgerichten angefochten werden können. Die entsprechende Ausnahmeklausel sei deutlich schwächer ausgestaltet als unter NAFTA.[142] Auch bestehende und zukünftige Umweltschutzgesetze seien durch die Möglichkeit von Investor-Staat-Klagen bedroht[143] (siehe Abschnitt Investitionsschutz).

    In Kanada war auch die Änderung des Arzneimittelrechts umstritten, da durch die Verlängerung des Patentschutzes für Medikamente höhere Kosten für das staatliche Gesundheitssystem befürchtet wurden.[54][144]

    Gegen die Unterzeichnung, Ratifikation und Umsetzung von CETA durch die kanadische Regierung wurde vor dem kanadischen Bundesgericht Klage eingereicht, die jedoch keinen Erfolg hatte.[145]

    Kritik nach Themen

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    Investitionsschiedsverfahren

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    Kritisiert wurden insbesondere die Bestimmungen für das Investor-State Dispute Settlement (ISDS). Laut Kritikern könnten damit Konzerne z. B. wegen missliebiger Klauseln im Patent- oder Urheberrecht Nationalstaaten verklagen und gegen umfangreichere Nutzungsfreiheiten vorgehen. Die Kritiker sehen darin die Etablierung einer von den Konzernen abhängigen „Paralleljustiz“.[13][14][146][147] In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen aus Kanada und Europa den Investitionsschutz-Teil von CETA als Untergrabung der Demokratie.[146]

    Es wurde gefordert, dass[148]

    • die Schiedsgerichte öffentlich tagen müssten,
    • nur in sehr eng begrenzten Fällen angerufen werden können und
    • die verklagten Staaten in Berufung gehen können sollten.

    Die erste Forderung entspricht auch den im April 2014 veröffentlichten optionalen Regeln der UNCITRAL zur Transparenz in Investitionsschiedsverfahren, die ebenfalls bezüglich solcher Schiedsgerichtsverfahren Transparenz von Dokumenten und bei Anhörungen vorsehen.[149] Diese Regeln sind nach dem aktuell veröffentlichten Stand des Abkommens in allen auf ihm basierenden Schiedsverfahren anwendbar.

    Im Februar 2015 fällten sozialdemokratische Handels- und Wirtschaftsminister der EU einen Beschluss[150] mit Forderungen zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes in CETA. Gefordert wurde unter anderem, dass Staaten weiter in der Lage sein müssen, ihre Staatsschulden zu restrukturieren, Banken abzuwickeln und Menschenrechte, Kultur und Umwelt zu schützen. Befürwortet wurde außerdem die Einrichtung eines Berufungsmechanismus und eines ständigen Sekretariats, was zur Bildung eines Investitionsgerichtshofes führen könnte.[151]

    Ende Februar 2016 verkündete die EU-Kommission, sich mit Kanada geeinigt zu haben, in CETA anstelle von Schiedsgerichten ein institutionalisiertes internationales Streitbeilegungsgremium mit Möglichkeit der Berufung vorzusehen.[152]

    In der CETA-Endfassung vom 29. Februar 2016 ist in Art. 8.9 Investment and regulatory folgende Formulierung zu finden:

    „It is also explicitly foreseen that Governments can change their laws, including in a way that affects investors’ expectations of profit and that the application of EU’s state aid law does not constitute a breach of investment protection standards.“[153]

    Eine entschädigungspflichtige „indirekte Enteignung“ liege dann vor, wenn

    „(…) [the investor] is substantially deprived of the fundamental attributes of property such as the right to use, enjoy and dispose of its investment (…) The sole fact that a measure increases costs for investors cannot give rise in itself to a finding of expropriation“

    Lock-in-Klauseln

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    Campact kritisierte sogenannte Lock-in- oder Ratchet-Klauseln, mit der sich EU und Kanada gegenseitig verpflichten, bisher durchgeführte Deregulierungen und Privatisierungen nicht mehr rückgängig zu machen.[154] Die EU-Kommission verweist darauf, dass die Ratchet-Klausel in „kritischen oder sensiblen“ Sektoren wie Abfallentsorgung und öffentlichem Verkehrswesen nicht anwendbar ist.[155]

    Wortlaut als Anhang zum Zustimmungsgesetz in BGBl. 2023 II Nr. 9 nebst Anlageband zu BGBl. 2023 II Nr. 9

    EU-Kommission und Kanadische Regierung

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    “Assessing the costs and benefits of a closer EU-Canada economic partnership – A Joint Study by the European Commission and the Government of Canada (…) in response to a request formulated by Leaders at the 2007 EU-Canada Summit”

    „Einschätzung der Kosten und Vorteile engerer wirtschaftlicher Partnerschaft EU-Kanada – Gemeinsame Studie der Europäischen Kommission und der Regierung Kanadas (…) auf Antrag der Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada [in Berlin, 4. Juni] 2007“[156]

    Text des CETA-Abkommens

    “Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada, of the one part, and the European Union [and its member states, The Kingdom of Belgium, The Republic of Bulgaria, The Czech Republic, The Kingdom of Denmark, The Federal Republic of Germany, The Republic of Estonia, Ireland, The Hellenic Republic, The Kingdom of Spain, The French Republic, The Republic of Croatia, The Italian Republic, The Republic of Cyprus, The Republic of Latvia, The Republic of Lithuania, The Grand Duchy of Luxembourg, Hungary, The Republic of Malta, The Kingdom of the Netherlands, The Republic of Austria, The Republic of Poland, The Portuguese Republic, Romania, The Republic of Slovenia, The Slovak Republic, The Republic of Finland, The Kingdom of Sweden, The United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland]. of the other part.”[157]

    Generaldirektion Handel – ausführliche Erläuterungen zu CETA, die jedoch ohne Veröffentlichungsdatum zur Verfügung gestellt wurden. Dabei handelt es sich um folgenden Erläuterungen:

    Infos / Memos / Pressemitteilungen

    Bundesrepublik Deutschland

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    Info (neutral)

    Kritiker, Gegner

    Artikel, Medien

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    Medien – Thema CETA

    Einzelnachweise

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    1. 1 2 3 4 Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada, of the one part, and the European Union and its Member States, of the other part. In: Rat der Europäischen Union. Abgerufen am 13. September 2026 (englisch).
    2. 1 2 3 4 siehe Weblinks > EU-Kommission, Kanadische Regierung.
    3. ↑ EU und Kanada besiegeln CETA. In: MDR aktuell. 30. Oktober 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Februar 2017; abgerufen am 17. Februar 2017.
    4. ↑ Ceta: Europäisches Parlament stimmt Freihandelsabkommen mit Kanada zu. In: Spiegel Online. 15. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.
    5. ↑ Handelsabkommen beschlossen: 408 Stimmen für CETA. In: tagesschau.de. 15. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.
    6. ↑ Die EU und Kanada nehmen Verhandlungen über ein Wirtschafts- und Handelsabkommen auf.
    7. ↑ Trade: Countries and regions: Canada. Europäische Kommission, abgerufen am 1. September 2014 (englisch).
    8. ↑ Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit Kanada abgeschlossen. 6. August 2012, abgerufen am 6. August 2012.
    9. ↑ Canada-EU Summit – A new era in Canada-EU relations: Declaration by the Prime Minister of Canada and the Presidents of the European Council and the European Commission. European Commission – Statement/14/288 26/09/2014, Europa Press Release Database
    10. 1 2 EU und Kanada beenden Verhandlungen über Freihandelsabkommen, Pressemitteilung der Europäischen Kommission, 18. Oktober 2013.
    11. ↑ European Commission: Trade negotiations step by step. (PDF; 694 kB)
    12. 1 2 Investment ohne angemessenen Profit kann als „indirekte Enteignung“ gewertet werden. Walter Gröh, 18. August 2014, abgerufen am 18. August 2014.
    13. 1 2 heise.de: Konsolidiertes EU-Handelsabkommen mit Kanada steht im Netz.
    14. 1 2 tagesschau.de: Freihandelsabkommen mit Kanada – Auf dem Weg in die Paralleljustiz
    15. ↑ Comprehensive Trade and Economic Agreement (CETA): Outcomes of the CETA negotiations. ec.europa.eu
    16. ↑ EU kündigt Kehrtwende bei TTIP an. 28. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014.
    17. ↑ BMWI: CETA-Vertragstext veröffentlicht
    18. ↑ René Höltschi: Belgische Regionalparlamente stimmen zu: Ceta wird am Sonntag unterzeichnet – Und plötzlich geht es schnell: Das Parlament der Wallonie hat «grünes Licht» zur Unterzeichnung des Handelsvertrags Ceta gegeben, die EU hat die nötigen Beschlüsse gefasst und am Sonntag findet der EU-Kanada-Gipfel statt, NZZ, 28. Oktober 2016.
    19. ↑ Ceta-Abkommen unterzeichnet. In: Zeit Online. 30. Oktober 2016, abgerufen am 18. Februar 2020: „Kanada und die EU haben in Brüssel das gemeinsame Handelsabkommen unterzeichnet. [...] Der EU-Kanada-Gipfel hätte eigentlich bereits am Donnerstag stattfinden sollen.“
    20. 1 2 3 Aleksandra Eriksson: EU signs Canada trade pact, rejects ‘post-truth’ critics. EUobserver, 31. Oktober 2016 (englisch)
    21. ↑ CETA – Protokoll über Ursprungsregeln und Ursprungsbestimmungen. Handelskammer Hamburg (hk24.de), abgerufen am 17. September 2017.
    22. ↑ IHK München: Vorläufige Anwendung – Zoll und Ursprungsregelungen. Abgerufen am 8. Juli 2017.
    23. ↑ curia.europa.eu
    24. ↑ Hendrik Kafsack: Freihandelsabkommen: Bundestag soll bei Ceta nicht mitreden – Wieviel Mitspracherechte haben die nationalen Parlamente bei der Ratifizierung von Freihandelsabkommen? Die EU-Kommission könnte den Streit weiter anstacheln. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Juni 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net).
    25. ↑ Malte Kreutzfeldt: Eine gefährliche Blaupause, taz, 10. März 2014
    26. ↑ BMWi: Häufig gestellte Fragen zum EU-Kanada-Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA), Antwort auf Frage 5.
    27. ↑ Freihandelsabkommen: EU könnte Ceta ohne Parlamente verabschieden – Die Europäische Kommission plant Berichten zufolge, die nationalen Parlamente nicht über das Freihandelsabkommen mit Kanada abstimmen zu lassen. Italien findet das gut. In: Die Zeit. 10. Juni 2016 (zeit.de).
    28. ↑ Markus Becker: Handelsvertrag mit Kanada: Parlamente der EU-Staaten dürfen Ceta wohl doch absegnen – Kürzlich erklärte Jean-Claude Juncker, Ceta sei ein „EU only“-Projekt. Jetzt soll das Handelsabkommen offenbar doch den Parlamenten der EU-Staaten vorgelegt werden. Der Vertrag hätte dann kaum noch eine Chance (…) 28 nationale (…) 14 regionale Parlamente (…). Der Spiegel, 5. Juli 2016
    29. ↑ Kommission gibt nach: Parlamente dürfen über Ceta abstimmen. Die Presse, 5. Juli 2016
    30. ↑ René Höltschi: Einbezug der nationalen Parlamente bei Ceta: Kehrtwende im EU-Handelsstreit – Brüssel bietet nun doch Hand dazu, das Freihandelsabkommen EU-Kanada auch durch die nationalen Parlamente genehmigen zu lassen. Im Gegenzug sollen sich die Hauptstädte für das Abkommen einsetzen. NZZ, 5. Juli 2016
    31. ↑ Agreement. Abgerufen am 31. Januar 2022.
    32. 1 2 C-30: An Act to implement the Comprehensive Economic and Trade Agreement between Canada and the European Union and its Member States and to provide for certain other measures. In: LEGISinfo. Parliament of Canada, abgerufen am 23. Mai 2017 (englisch).
    33. 1 2 Canada, EU to provisionally apply CETA in September, 8. Juli 2017. Abgerufen am 13. Juli 2017 (englisch). 
    34. 1 2 CANADA–EUROPEAN UNION COMPREHENSIVE ECONOMIC AND TRADE AGREEMENT IMPLEMENTATION ACT. Abgerufen am 15. September 2026.
    35. 1 2 3 loprespub: Ratifying the Canada–European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement: Some Recent Developments. In: HillNotes. 26. September 2025, abgerufen am 15. September 2026 (kanadisches Englisch).
    36. ↑ Bálint Péter Linder: CETA: MEPs back EU-Canada trade agreement, European Parliament Press Service, 15. Februar 2017 (englisch). 
    37. ↑ Sabor potvrdio CETA-u. 30. Juni 2017 (serbisch).
    38. ↑ Senate approves free trade deal with Canada. 20. April 2017 (englisch).
    39. ↑ Lower house approves CETA agreement. 14. September 2017 (englisch).
    40. ↑ CETA faces hurdle after Cypriot parliament fails to ratify the agreement. In: The International Institute for Sustainable Development. 5. Oktober 2020, abgerufen am 15. Dezember 2020 (englisch).
    41. ↑ French parliament narrowly ratifies CETA trade deal with Canada. In: CBC News. 23. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
    42. ↑ Ratification du CETA : adoption par scrutin public le 23 juillet. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 23. Juli 2019 (französisch).
    43. 1 2 Bundestag ratifiziert Ceta-Freihandelsabkommen. Der Spiegel, 1. Dezember 2022, abgerufen am 1. Dezember 2022.
    44. ↑ Bundesgesetzblatt Teil II - Gesetz zu dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada einerseits und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten andererseits vom 30. Oktober 2016 - Bundesgesetzblatt. Abgerufen am 20. Januar 2023.
    45. ↑ Seimas ratifikavo Kanados ir ES prekybos susitarimą su specialiu pareiškimu. 24. April 2018 (litauisch).
    46. ↑ Niederlande verabschieden Ceta-Freihandelsvertrag. 12. Juli 2022, abgerufen am 1. Dezember 2022.
    47. 1 2 3 4 5 6 Europäische Kommission: Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada.
    48. ↑ European Commission – PRESS RELEASES – Press release – Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Abgerufen am 7. Dezember 2018 (englisch).
    49. ↑ CETA – Zusammenfassung der abschließenden Verhandlungsergebnisse. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
    50. ↑ Auswirkungen auf die Landwirtschaft – Schwerpunkt Milch und Fleisch. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
    51. ↑ European Commission – PRESS RELEASES – Press release – Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Abgerufen am 7. Dezember 2018 (englisch).
    52. ↑ European Commission: Guide to the Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA). (PDF) Juli 2017, abgerufen am 7. Dezember 2018 (englisch).
    53. 1 2 Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
    54. 1 2 Hormonprobleme. Freihandelsabkommen mit Kanada. In: Tagesspiegel.de. 14. Juni 2013.
    55. ↑ Canada-EU Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) Intellectual Property chapter, 22 Sep 2009, 16. Dezember 2009
    56. ↑ Beyond ACTA: Proposed EU – Canada Trade Agreement Intellectual Property Chapter Leaks. (Memento vom 28. April 2014 im Internet Archive)
    57. ↑ Judith Horchert: Umstrittene Handelsabkommen: Auf Acta folgt Ceta. In: Spiegel Online. 11. Juli 2012.
    58. ↑ „The EU’s Free Trade Agreement with Canada and its Intellectual Property Rights Provisions“, 18. Oktober 2013 (Memento vom 1. November 2013 im Internet Archive) (PDF)
    59. ↑ irights.info
    60. ↑ BMWI: Aktueller Stand – Wo stehen wir bei CETA – und wie geht es weiter?, abgerufen am 17. September 2016
    61. ↑ Europäische Kommission: Investitionsbestimmungen im Freihandelsabkommen EU-Kanada (CETA) (PDF; 264 kB)
    62. ↑ Schiedsgerichte light, taz vom 2. März 2016, abgerufen am 23. April 2016
    63. ↑ Ceta nimmt letzte Hürde in Wien, vom 13. Juni 2018, Die Presse.
    64. ↑ Europäische Kommission: Ein künftiger multilateraler Investitionsgerichtshof. 13. Dezember 2016
    65. ↑ Eurostat, abgerufen am 2. August 2018
    66. ↑ Pro und Contra: Ceta – So argumentieren die beiden Lager vom 23. September 2016, abgerufen am 2. August 2018
    67. ↑ Informationen im Überblick CETA – was wichtig ist. tagesschau.de; abgerufen am 2. August 2018.
    68. 1 2 Handel EU-Kanada: Zahlen und Fakten. Abgerufen am 16. September 2026.
    69. 1 2 Einst wurde es verteufelt wie heute Mercosur, doch was brachte... 12. Januar 2026, abgerufen am 16. September 2026.
    70. ↑ EU trade relations with Canada. 5. März 2026, abgerufen am 16. September 2026 (englisch).
    71. ↑ Ceta-Freihandel mit Kanada stärkt europäische Fleisch- und Milchproduktion. 5. Juni 2025, abgerufen am 16. September 2026.
    72. ↑ Freihandel mit Kanada: EU gibt Europa zur Plünderung frei.
    73. ↑ Offiziell herrscht eitel Wonne. Das Freihandelsabkommen zwischen Europa und Kanada ist abgeschlossen. Es soll als Blaupause für den Vertrag mit den USA dienen. In: Salzburger Nachrichten. 26. September 2014, Weltpolitik.
    74. ↑ EU-Handelskommissar de Gucht bestätigt: CETA ist die Blaupause für TTIP, Netzpolitik.org, 25. September 2014
    75. ↑ Zitiert nach TTIP/CETA: Doppelspiel der Regierung. Werner Kogler auf gruene.at: Themen.
    76. ↑ Neue Zölle möglich: Trump droht EU wegen Annäherung an Kanada. Während Kanada und die EU noch überlegen, wie sie künftig enger zusammenarbeiten wollen, macht US-Präsident Trump bereits klar: Er hält die Idee für "lächerlich" - und droht mit neuen Zöllen. Tagesschau (ARD), 17. September 2026, abgerufen am 17. September 2026 (Stand: 17. September 2026, 7:20 Uhr).
    77. ↑ Wegen Annäherung an Kanada Trump droht EU mit »sehr hohen Zöllen« und einem Handelsstopp. Kanada und die EU wollen ihre Partnerschaft vertiefen. Dem US-Präsidenten gefällt das gar nicht: Donald Trump kritisiert einen »lächerlichen« Vorschlag aus Brüssel. Sollte er diesen als »feindseligen Akt« werten, werde es Konsequenzen geben. In: Der Spiegel (online). 17. September 2026, abgerufen am 17. September 2026 (Stand: 17. September 2026, 3:12 Uhr).
    78. ↑ Annäherung an die EU: Kanada offen für EU-Sondermitgliedschaft. Kanadas Premier Carney unterstützt den Vorschlag, sein Land enger an die EU zu binden. Hintergrund ist auch der eskalierende Handelsstreit mit den USA. In: ZDFheute (online). 17. September 2026, abgerufen am 17. September 2026 (Liveblog „US-Angriff auf Iran“ vom 17. September 2026, 13:28 Uhr).
    79. ↑ "Sehen die Welt mit den gleichen Augen":Gemeinsam gegen Trump: Könnte Kanada EU-Mitglied werden? Weg von der US-Abhängigkeit - hin nach Europa? EU-Chefin von der Leyen will Kanada enger an Brüssel binden. Diese Modelle einer engen Kooperation gibt es - ein Überblick. In: ZDFheute (online). 17. September 2026, abgerufen am 17. September 2026 (Stand: 17. September 2026, 16:25 Uhr).
    80. ↑ Silas Thelen, nach einem Interview von Christopher Wehrmann: Militärökonom zu Iran-Krieg:US-Vorgehen "eine Warnung für künftige Generationen". Die Folgen des US-Angriffs auf Iran werden dramatischer, warnt ein Forscher. Die Schließung einer weiteren Meerenge habe ernsthafte Folgen: "Das ist ökonomisch eine Katastrophe." In: ZDFheute (online). 17. September 2026, abgerufen am 18. September 2026 (Stand: 17. September 2026, 22:47 Uhr).
    81. ↑ n-tv:Grüne und Linke: Gabriel muss Sonderrechte für Konzerne stoppen
    82. ↑ Bundestag.de: Gegen Schiedsgerichte im Handel mit Kanada.
    83. ↑ Position des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu dem Freihandelsabkommen der EU mit Kanada vom 2. Dezember 2014, S. 4 f.
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    85. ↑ Gabriel bringt SPD im CETA-Streit hinter sich: „Ja, aber“ zu Abkommen. In: Zeit Online. 19. September 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2016; abgerufen am 20. September 2016.
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    101. ↑ Verfassungsbeschwerden und Organstreitverfahren gegen die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens CETA erfolglos. Pressemitteilung Nr. 22/2022 vom 15. März 2022.
    102. ↑ Schriftliche Anfrage … betreffend Geheimverhandlungen des „Comprehensive Economic and Trade Agreement“ – CETA mit Kanada. (XXIV. GP/12554/J, 11. September 2012), Anfragebeantwortung (XXIV. GP/12343/AB, 8. November 2012), beide Österreichisches Parlament: parlamentarische Materialien → Dringliche Anfragen (Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Reinhold Mitterlehner).
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