Zum Inhalt springen

Brandon Montrell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Brandon Maurice „Boogie B“ Montrell (* 14. Oktober 1979 in New Orleans, Louisiana; † 23. Dezember 2022 ebenda) war ein US-amerikanischer Comedian und Schauspieler.[1][2]

Montrell wurde 1979 in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana als eines von sechs Geschwistern in eine afroamerikanische Familie geboren. Er war der Sohne von Sherilyn D. Price und Raymond Montrell, der an Komplikationen von AIDS verstarb; sein Stiefvater war Charles L. Price III. Der gläubige Baptist verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Tampa, Florida und kehrte später nach New Orleans zurück, wo er seinen Abschluss an der Bonnabel High School machte und später das Delgado Community College besuchte. Im Jahr 2005 verlor er während Hurrikan Katrina viele persönliche Erinnerungen und Unterlagen.[3]

Nach seiner Ausbildung zog er nach Washington, D.C., wo er seine Karriere als Rapper und später als Komiker begann und für T-Mobile, Footlocker und Gear Unlimited arbeitete, um sein Leben zu finanzieren. Montrell entwickelte sich ab 2009 in der lebendigen Comedy‑Szene von Los Angeles zu einer festen Größe, insbesondere innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft, deren Alltag, Kultur und soziale Erfahrungen er immer wieder humoristisch aufgriff. Seine Auftritte waren stark in der Black‑Comedy‑Tradition verankert, und er galt früh als ein Comedian, der alltägliche Situationen, Rassenerfahrungen und urbane Lebensrealitäten pointiert und zugänglich verarbeitete, unter anderem in der Videoreihe Hood History.[3][4]

Mit der Zeit verlagerte sich sein Schwerpunkt zunehmend in den digitalen Raum. Unter dem Namen „Boogie B“ gewann er auf TikTok und Instagram eine große, überregionale Fangemeinde. Parallel dazu trat er ab 2006 auch in Film- und Comedy‑Fernsehproduktionen auf, darunter in Greed, im Comedy‑Special Comedy Bad Boys 2020 und zuletzt im Jahr 2022 in Into the Park, was ihn auch international bekannt machte.[3]

Am 23. Dezember 2022 wurde Montrell, der Mitglied der Screen Actors Guild war, in New Orleans erschossen, als er beim Lebensmitteleinkauf vor Weihnachten zufällig in ein Schussgefecht zwischen zwei Männern geriet. Er wurde 43 Jahre alt und fand seine letzte Ruhe auf dem Holt Cemetery seiner Heimatstadt. Sein Tod wurde von seiner Mutter und einem Bruder bestätigt; seine jüngere Schwester Lindsay und sein älterer Bruder Kevin starben vor ihm. Einige Quellen nennen als Sterbeort fälschlicherweise Woodland Hills, wo er zuletzt lebte. Er hatte drei Söhne und zwei Töchter mit seiner Partnerin Mi’Chelle Nelson.[1][3][4][5][6]

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 2006: Master P’s Hood Stars of Comedy
  • 2012: Greed (Kurzfilm)
  • 2014: Diary of a Cheating Woman 2
  • 2018: Coming to the Stage (Autor)
  • 2019: The Workout Room
  • 2020: Omarion: Mutual feat. Wale (Musikvideo)
  • 2020: Comedy Bad Boys (Autor, Produktion)
  • 2021: Beacon Hill
  • 2022: Boosters LA
  • 2022: Nick’s House (Fernsehserie)
  • 2022: Into the Park (auch Co-Produzent)
  • 2024: Crack’em Up (Autor)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Brandon Montrell. Internet Movie Database, abgerufen am 10. Mai 2026.
  2. Brandon Montrell in The Movie Database, abgerufen am 10. Mai 2026.
  3. 1 2 3 4 Matt Pearce: Boogie B’s slaying is the latest tragedy to hit L.A.’s Black comedy community. In: Los Angeles Times. 25. Dezember 2022, abgerufen am 10. Mai 2026 (englisch).
  4. 1 2 Ken Daley: NOPD locates car, all ‘persons of interest,’ but still no arrest in killing of comedian Boogie B. In: Fox 8. 28. Dezember 2022, abgerufen am 10. Mai 2026 (englisch).
  5. Brandon Montrell in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 10. Mai 2026.
  6. Brandon „Boogie B“ Maurice Montrell Obituary. In: Jacob Schoen & Son. Abgerufen am 10. Mai 2026 (englisch).