Zum Inhalt springen

Birgit Lengers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel wurde am 19. Oktober 2026 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Völlig aufgeblähtes Werkverzeichnis - bitte auf vernünftiges Maß eindampfen, auch viel zu viele Weblinks --Lutheraner (Diskussion) 18:42, 19. Okt. 2026 (CEST)
Birgit Lengers, 2023

Birgit Lengers (* 21. Oktober 1970 in Hannover) ist eine deutsche Dramaturgin, Kulturvermittlerin, Kuratorin und Theaterwissenschaftlerin.

Ausbildung und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgit Lengers studierte Theater-, Film- und Kulturwissenschaft / Ästhetische Praxis in Köln und Hildesheim. Von 1997 bis 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim. Von Mai 1997 bis November 2003 war sie Produzentin und Dramaturgin beim Theater T1 und arbeitete hier bei sechs Inszenierungen in Berlin (Sophiensäle), Münster (Theater im Pumpenhaus) und Köln eng mit dem Regisseur Thorsten Lensing zusammen.

Von Oktober 2004 bis Oktober 2008 war sie als Dramaturgin beim German Theater Abroad (GTA) tätig und dabei auch für die Konzeption und Realisation transatlantischer Festivals und Theaterprojekte zuständig.

Daneben war sie immer wieder auch als Gastdozentin an der Universität Hildesheim und der Universität der Künste (UdK) Berlin sowie als Moderatorin beim Theatertreffen der Berliner Festspiele aktiv. Sie war Jurorin beim 1. und 2. Bürgerbühnenfestival (Staatsschauspiel Dresden und Nationaltheater Mannheim), beim Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin und beim Heidelberger Stückemarkt. Von 2002 bis 2015 war sie Vorstandsmitglied der Dramaturgischen Gesellschaft (dg), seit 2005 als stellvertretende Vorsitzende.

Mit der Spielzeit 2009/10 übernahm Birgit Lengers die Leitung der künstlerischen Sparte des Jungen DT[1] und der Theaterpädagogik des Deutschen Theaters Berlin (bis November 2011 zusammen mit Barbara Kantel). Seit 2013 ist sie zudem Mitglied der Theaterleitung (Direktion). Als Dramaturgin arbeitet sie am Deutschen Theater Berlin und am Düsseldorfer Schauspielhaus unter anderem mit Regisseur:innen wie Nora Schlocker, Kirill Serebrennikov, Dušan David Pařízek, Thorleifur Örn Arnarsson, Stas Zhyrkov, Bassam Ghazi, Liesbeth Coltof, Joanna-Maria Praml, Jessica Glause, Robert Lehniger, Alexander Riemenschneider, Salome Dastmalchi, Martin Grünheit, Tobias Rausch, Wojtek Klemm, Turbo Pascal und Gernot Grünewald zusammen.

Seit 2018 leitet Lengers auch den Bereich „DT International“ und kuratiert das Festival „Radar Ost“.[2]

Seit der Spielzeit 2020/21 leitet Birgit Lengers das Stadt:Kollektiv, die partizipative Starte am Düsseldorfer Schauspielhaus und ist dort Teil der künstlerischen Leitung des Theaters.[3] Hier kuratierte und leitete sie auch das Festival Fokus Ukraine — Europäisches Theaterfestival 777 TAGE ДНІВ DAY.

Im Februar 2025 wurde Birgit Lengers in den Rat der Künste Düsseldor gewählt und vertritt ihn als Sprecherin. Seit März 2025 ist sie auch Mitglied in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und des Internationalen Theater Instituts (ITI).[4]

Dramaturgisches und kuratorisches Schaffen (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1996: Der König stirbt / Die letzten Tage der Menschheit von Eugene Ionesco/Karl Kraus „Der König stirbt / Die letzten Tage der Menschheit“, Regie: Thorsten Lensing, in „Die Halle“, Köln
  • 2007: Start Up von Roland Schimmelpfennig, Regie: Ronald Marx. Die Inszenierung tourte im Rahmen des Projekts „Road Theatre USA“ sechs Wochen lang von New York nach Los Angeles. Das vom ZDF dokumentierte Projekt fand 2008 mit dem Gastspiel Coming Home im Haus der Berliner Festspiele seinen Abschluss und wurde im Schauspielhaus Düsseldorf und beim Heidelberger Stückemarkt präsentiert.
  • 2011: Tschick, nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, Regie: Alexander Riemenschneider, Deutsches Theater Berlin, Premiere am 3. Dezember 2011
  • 2013: Fluchtpunkt Berlin, eine Recherche von Tobias Rausch, Regie. Tobias Rausch, Deutsches Theater Berlin Box, Uraufführung am 9. Januar 2013
  • 2014: Tod.Sünde.7, Regie: Wojtek Klemm, Deutsches Theater Berlin Kammerspiele, Premiere am 8. Mai 2014, eingeladen zum 1. Bürgerbühnenfestival in Dresden
  • 2015: Alice nach Lewis Carroll, Regie: Nora Schlocker, Deutsches Theater Berlin Box, Premiere am 8. Februar 2015
  • 2015: Jugend.Erinnerung 1945/2016, ein trinationales Projekt, Regie: Uta Plate, Deutsches Theater Berlin Box, Premiere am 15. November 2015
  • 2016: Herr der Fliegen: survival Mode nach William Golding, Regie: Robert Lehniger, Deutsches Theater Berlin Kammerspiele, Premiere am 8. Februar 2016
  • 2016: Wechselstube, eine theatrale Handelszone für Berliner_innen aus aller Welt. Künstlerische Leitung: Ruth Feindel und Frank Oberhäupter, Deutsches Theater Berlin, Uraufführung am 1. Mai 2016
  • 2017: Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder, Regie: Jessica Glause, Deutsches Theater Berlin Kammerspiele, Premiere am 6. Februar 2017
  • 2017: Niemand, Tragödie in sieben Bildern von Ödön von Horváth, Regie: Dušan David Pařízek, Deutsches Theater Berlin Kammerspiele, Uraufführung am 25. März 2017
  • 2018: Tigermilch nach dem Roman von Stefanie de Velasco, Regie: Wojtek Klemm, Deutsches Theater Berlin Box, Premiere am 10. Januar 2018, eingeladen zum Festival Mittelfest 2018, Italien
  • 2018: Draufgängerinnen (All Adventurous Women Do) von Tanja Sljivar, Regie: Salome Dastmalchi, Deutsches Theater Berlin Box, Premiere am 15. April 2018, eingeladen zum Wildwechsel Festival 2019 im Jungen Staatstheater Parchim und ebenfalls 2019 nach Novi Sad / Serbien zum Festival Sterijino Pozorie und zum Dramatikerinnen Festival 2019 in Belgrad
  • 2020: Decamerone von Kirill Serebrennikov nach Motiven von Giovanni Boccaccio in zehn Geschichten, Regie: Kirill Serebrennikov, Deutsches Theater Berlin, Premiere am 8. März 2020, Premiere am Moskauer Gogol Center am 25. Juni 2020
  • 2020: Künstlerische Leitung RADAR OST DIGITAL. Ein 3D-Theaterfestival am Deutschen Theater Berlin.[5][6]
  • 2021: Selbstvergessen - vom Anfangen und Aufhören, eine Stückentwicklung von Gernot Grünewald (Uraufführung), Regie: Gernot Grünewald, Deutsches Theater Berlin Box/Live-Stream, Premiere am 17. April 2021[7]
  • 2021: Künstlerische Leitung RADAR OST 2021. ART[ISTS] AT RISK. Ein internationales Theaterfestival am Deutschen Theater Berlin mit dem Länderfokus Belarus.[8]
  • 2022: Miroloi (Uraufführung) nach dem Roman von Karen Köhler, Regie: Liesbeth Coltof, Premiere am 13. Januar 2022.[9] Ausgezeichnet mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“
  • 2023: Odyssee frei nach Homer von Pavlo Arie. Eine Inszenierung mit Menschen aus der Ukraine und aus Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Stas Zhyrkov, Premiere am 10. Februar 2023[10] Eingeladen zum Festival Radikal Jung am Volkstheater München.[11]
  • 2023: Künstlerische Leitung RADAR OST 2023. Ein internationales Theaterfestival am Deutschen Theater Berlin mit dem Länderfokus Ukraine[12]
  • 2023: Solingen 1993. Eine theatrale Busreise in die Vergangenheit von Bassam Ghazi und Birgit Lengers (Uraufführung), Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Bassam Ghazi, Premiere am 15. April 2023.[13]
  • 2024: Die Verwandlung nach Franz Kafka — in einer Bearbeitung von Dorle Trachternach, Kamilė Gudmonaitė und Ensemble, eingeladen zum Radikal Jung Theaterfestival 2025.[14]
  • 2025: Der Schneesturm nach Vladimir Sorokin in einer Bühnenfassung von Kirill Serebrennikov. Eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses mit den Salzburger Festspielen und Kirill & Friends Company[15][16]
  • 2026: Fanny und Alexander nach Ingmar Bergman in der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson.[17]
Commons: Birgit Lengers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Programm des Jungen DT. In: deutschestheater.de. Abgerufen am 30. April 2023.
  2. ↑ Radar Ost. In: deutschestheater.de. Abgerufen am 30. April 2023.
  3. ↑ Birgit Lengers, auf dhaus.de
  4. ↑ Birgit Lengers | D’haus - Düsseldorfer Schauspielhaus. In: dhaus.de. Abgerufen am 19. Oktober 2026.
  5. ↑ RADAR OST DIGITAL. deutschestheater.de
  6. ↑ Friedhelm Teicke: Radar Ost Digital präsentiert digitale Adaptionen aus Osteuropa. tipBerlin, 11. Juni 2020, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  7. ↑ Selbstvergessen. deutschestheater.de
  8. ↑ RADAR OST 2021. ART[ISTS] AT RISK deutschestheater.de
  9. ↑ Miroloi. deutschestheater.de
  10. ↑ Odyssee. dhaus.de
  11. ↑ Martin Krumbolz: Odyssee – Düsseldorfer Schauspielhaus – Stas Zhyrkovs und Pavlo Aries Abend frei nach Homer mit Menschen aus der Ukraine und aus Düsseldorf. In: nachtkritik.de. 11. Februar 2023, abgerufen am 19. Oktober 2026 (deutsch).
  12. ↑ RADAR OST 2023 deutschestheater.de
  13. ↑ Solingen 1993. Eine theatrale Busreise in die Vergangenheit. dhaus.de.
  14. ↑ Radikal Jung München: Auswahl 2025. In: nachtkritik.de. abgerufen am 19. Oktober 2026
  15. ↑ Der Schnee­sturm. In: dhaus.de. abgerufen am 19. Oktober 2026
  16. ↑ Der Schneesturm • Salzburger Festspiele 2025. Salzburger Festspiele, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  17. ↑ FANNY UND ALEXANDER. In: dhaus.de. abgerufen am 19. Oktober 2026
  18. ↑ Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2022. (PDF) In: derfaust-theaterpreis.de. 2022, S. 2, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2022; abgerufen am 20. Oktober 2026.
  19. ↑ Nele Hertling beim Deutschen Theaterpreis «Faust» geehrt. In: azonline.de. 16. November 2024, abgerufen am 17. November 2024.