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Barbara Jay

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Barbara Jay (2009)

Barbara Jay Whittle (* 15. August 1932 in Cardiff als Barbara Jones; † 15. Oktober 2026[1]) war eine britische Jazzsängerin.

Leben und Wirken

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Barbara Jones wuchs in London auf; ihr Vater Billy Jones war ein professioneller Trompeter, der mit den „Joe Daniels Hot Shots“ auf Tournee ging und Aufnahmen machte, bevor er bei vielen führenden Palais-Bands spielte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie nach Alnwick in Northumberland evakuiert und zog häufig um, während sie Zeit mit ihrem Vater verbrachte, der damals als Musiker bei der Royal Air Force in einer Band unter der Leitung des Saxophonisten Claude Cavalotti spielte. Nachdem sie von Kindesbeinen an Jazzsänger und Startrompeter wie Louis Armstrong und Harry James zu schätzen gelernt hatte, bewarb sie sich 1946 für den Schulchor und fand Gefallen daran, sodass ihre Eltern ihr eine professionelle Gesangsausbildung finanzierten. Nach Kriegsende spielte ihr Vater weiterhin in den Sommersaisons mit Cavalottis Tanzorchester, und sie sammelte dabei erste Bühnenerfahrungen.[1]

Mit 16 Jahren begann Jay (die zu dieser Zeit ihren Namen auf den Anfangsbuchstaben J von Jones verkürzte) mit lokalen Musikern im Süden Londons zu singen, bis der Bandleader Bill Collins sie für gelegentliche Samstagabende in der nahegelegenen Streatham Locarno Dance Hall engagierte. Barbara antwortete auf eine Kleinanzeige des Posaunisten Geoff Love im Melody Maker, absolvierte erfolgreich das Vorsingen und wurde für sein mit Jazzmusikern besetztes Oktett gebucht, um im Sommer 1951 im Astoria in der Charing Cross Road an sechs Nachmittagen und sechs Abenden pro Woche aufzutreten. Nach einer Saison in Brighton bei Love begann für Jay eine Reihe von immer lohnenderen Engagements, bei denen sie ihre Fähigkeiten stets weiter verfeinerte – zunächst beim Joe-Saye-Trio, dann bei der Ken-Mackintosh-Band im Wimbledon Palais. 1952 schloss sie sich dem beliebten Sextett von Tito Burns an, um seine Frau, die Sängerin Terry Devon, während deren Deutschlandtournee im Mutterschaftsurlaub zu vertreten; zur Band gehörte auch der Bassist Coleridge Goode, dem Jay zuschrieb, er habe ihr „geholfen, sich zu entspannen“.[1]

Tommy Whittle mit Barbara Jay und seiner Band in Málaga 1998

Größerer Erfolg und größere Zufriedenheit folgten, als Jay mit Ronnie Scott, Benny Goodman und später mit ihrem Ehemann, dem Tenorsaxophonisten Tommy Whittle arbeitete. 1953 holte sie der Saxophonist Pete King als Sängerin in Scotts Ninetett, zu dem die besten Nachwuchsmusiker des Landes gehörten. In den folgenden Jahren trat sie häufig in Ronnie Scott’s Jazz Club in London auf. Nachdem sie 18 Monate lang in Amsterdam mit dem Pianisten und Entertainer Cab Kaye und anschließend mit einer deutschen Bigband zusammengearbeitet hatte, kehrte Barbara Jay nach England zurück und schloss sich dem Orchester von Billy Ternent an, mit dem sie regelmäßig im Rundfunk auftrat. Dann trat sie Whittles Band für ein Engagement im Savoy-Tanzlokal in Catford im Südosten Londons bei. 1967 heirateten sie und Whittle; ihre musikalische und eheliche Partnerschaft dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 2013.[1] Unter eigenem Namen legte sie bis 2003 u. a. bei Spotlite Jazz eine Reihe von Alben vor.

Jay tourte 1970 mit dem Orchester von Benny Goodman in Europa. Bei Auftritten in New York wurde sie von Ellis Larkins begleitet.[2] Auf Kreuzschiffen trat sie auch mit Jon Hendricks auf.

Diskographische Hinweise

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Peter Vacher: Nachruf. In: The Guardian. 22. Oktober 2026, abgerufen am 24. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ Colin Larkin: The Virgin Encyclopedia of Jazz. Virgin Books, 2004.