Bad Gandersheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 51° 52′ N, 10° 2′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Northeim | |
| Höhe: | 143 m ü. NHN | |
| Fläche: | 90,85 km² | |
| Einwohner: | 8876 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 98 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 37581 | |
| Vorwahl: | 05382 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOM, EIN, GAN | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 55 001 | |
| LOCODE: | DE BGM | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 10 37581 Bad Gandersheim | |
| Website: | www.bad-gandersheim.de | |
| Bürgermeister: | Niklas Kielhorn (SPD) | |
| Lage der Stadt Bad Gandersheim im Landkreis Northeim | ||

Mitte: Marktplatz
rechts: Bracken und Rickesches Haus (vorne)
Bad Gandersheim (bis 1932 Gandersheim) ist eine Kurstadt im niedersächsischen Landkreis Northeim. Die Stadt, deren Namensbestandteil Bad sich auf ihr ehemaliges Soleheilbad bezieht, liegt westlich des Harzes. Nach der Dichterin Roswitha von Gandersheim wird die Stadt auch „Roswithastadt“ genannt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt Bad Gandersheim liegt zwischen Leinebergland, Weserbergland und Harzvorland im Tal des Flusses Gande, in den im Stadtgebiet die Eterna mündet. Im Norden liegt der Höhenzug Heber. Das Stadtgebiet ist überwiegend bergig. Etwa zehn Kilometer östlich der Stadt beginnt der Harz, fünf Kilometer westlich liegt das Leinetal.
Alfeld (Leine) 23 km |
Hildesheim 40 km |
Bockenem 26 km |
Holzminden 51 km |
Seesen 14 km | |
Einbeck 19 km |
Göttingen 46 km |
Osterode am Harz 29 km |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Derzeit amtierender Bürgermeister ist seit 2024 Niklas Kielhorn (SPD).
Bisherige Bürgermeister:
- 1851–1855: Karl Stegemann (1803–1887)
- 1898–1919: Friedrich von Ernst (1850–1928)
- 1919–1924 Wilhelm Gräfer (1885–1945)
- 1924–1933 Friedrich Homann (1891–1972)
- 1933 Albert Schneider (NSDAP)
- 1933–1935 Heino Rühling (1890–1940) (NSDAP)
- 1935–1945 Rudolf Reupke (1897–1960) (NSDAP)
- 1945 Wilhelm Brandes (1883–1962)
- 1945–1946 Rudolf Cahn von Seelen (1904–1992)
- 1946 Robert Urban (1915–1991)
- 1946–1948: Wilhelm Rohmeyer (1893–1964)
- 1948–1952: Wilhelm Brandes
- 1952–1957: Hermann Cramme (1907–1983) (CDU)
- 1957–1961: Wilhelm Muhs (1910–1982) (SPD)
- 1961–1968: Hermann Cramme (CDU)
- 1968–1970: Hans-Dieter Gottschalk (1933–2005)
- 1970 Hans Meier (1912–1991)
- 1970–1974: Klaus Büsselmann (1929–2001) (SPD)
- 1974–1986: Heinz Köhler (1919–2010) (CDU)
- 1986–1991: Uwe Schwarz (* 1957) (SPD)
- 1991–1996: Rudolf Hermes (* 1941) (CDU)
- 1996–2001: Uwe Schwarz (SPD)
- 2001–2014: Heinz-Gerhard Ehmen (parteilos)
- 2014–2024: Franziska Schwarz (SPD)
- seit 2024: Niklas Kielhorn (SPD)
Das Amt des Bürgermeisters gemäß der Niedersächsischen Gemeindeordnung wurde ab 1945 bis 2001 ehrenamtlich besetzt.
Das Verwaltungsgericht Göttingen erklärte 2024 auf die Klage eines unterlegenen Bewerbers die Bürgermeisterwahl vom September 2021 für ungültig. Die damals amtierende Bürgermeisterin Franziska Schwarz habe durch Gespräche mit Bürgern „über den Gartenzaun“, als wegen der COVID-19-Pandemie keine Wahlkampfveranstaltungen stattfinden durften, verdeckt Wahlkampf geführt und gegen ihre Neutralitätspflicht verstoßen. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht lehnte eine Berufung von Schwarz ab und bestätigte die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes mit Beschluss vom 18. September 2024.[7] Nach dem Niedersächsischen Kommunalrecht musste demnach binnen sechs Monaten eine Neuwahl stattfinden.[8]
Ehemalige Stadtdirektoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1947–1970: Rudolf Cahn von Seelen (1904–1992)
- 1970–1993 Hans-Dieter Gottschalk (1933–2005)
- 1993–2001 Heinz-Gerhard Ehmen
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Gold ein blauer Helm mit abhängenden schwarzen Bändern, darauf zwei mit grünen Pfauenfedern besteckte schwarze Hörner; unten eine heraldische blaue Lilie.“[9] | |
| Wappenbegründung: Seit 1906 entspricht das Wappen wieder dem Bild im Schild des ersten Stadtsiegels, das wohl kurz nach 1300 entstanden und seit 1335 nachweisbar ist. Das wenig spätere kleine Siegel lässt nur die Lilie weg, die vermutlich als Zeichen des Fürststifts galt. Helm und Helmzier sind die der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg und kommen ebenso in den Siegeln Ottos des Strengen von 1323 ab vor. In den Stadtsiegeln des 18. Jahrhunderts steht ein Stechhelm mit der damaligen fürstlichen Helmzier (mit einzelnen Pfauenfedern besteckte, gezähnte Sicheln). Im 18. und 19. Jahrhundert verwendete man auch nur den gekrönten Anfangsbuchstaben „G“ in Siegeln und sonstigen Wiedergaben. |
Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadtflagge ist Schwarz – Gelb (1:1) längsgestreift und mittig mit dem Wappen der Stadt belegt.
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Städtepartnerschaften mit:[10]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Romanische Kirche St. Anastasius und St. Innocentius des Stiftes Gandersheim (Erstweihe 881), obwohl keine Bischofskirche oft als Gandersheimer Dom bezeichnet. Das Westportal dient den Gandersheimer Domfestspielen als Kulisse.
- Georgskirche (älteste Pfarrkirche der Stadt)
- Historische Altstadt mit Fachwerkhaus Bracken von 1473
- Historisches Rathaus – Neubau nach Stadtbrand 1580 unter Einbeziehung der dabei zerstörten Moritzkirche im Stil der Renaissance (dat. 1583, 1589), Ratskeller, ehem. Ratswaage, Freitreppe, je zwei Halseisen und Lästersteine, Stadtwappen (s. o.), Leopardenwappen der Herzöge von Braunschweig als Vögte, Narrenmaske; Mitwirkung von Johann von Mehle (Edeler), unter dessen Leitung 1584/86 das Rathaus von Alfeld errichtet wurde.
- Abtei mit Kaisersaal, Elisabethbrunnen und Marienkapelle
- Ehemalige Burg der Braunschweiger Herzöge (jetzt Amtsgericht)
- Kloster Brunshausen
- Klosterkirche Clus
Bad Gandersheim liegt an der Deutschen Fachwerkstraße.
Parks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Mehrere Kurparks (unter anderem Bergkurpark und Seekurpark)
- Skulpturenweg Lamspringe–Bad Gandersheim, Rad- und Wanderweg zwischen Bad Gandersheim und Lamspringe
Auf dem Gelände entlang der Flüsse Gande und Eterna sowie der Osterbergseen, auf dem im Jahr 2023 die Landesgartenschau Bad Gandersheim stattgefunden hatte, sind einige bauliche Veränderungen erhalten geblieben.
Naturdenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Naturdenkmal Kopfbuche bei Gremsheim, größte Süntel-Buche der Welt, zirka 210 Jahre alt.
- Rebbel-Eiche bei der Domäne Clus mit einem Brusthöhenumfang von 6,58 m (2015).[13]
- Eiche bei der Domäne Clus mit einem Brusthöhenumfang von 6,50 m (2015).[14]
Museum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Portal zur Geschichte
- Stadtmuseum im Rathaus
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Frühlingsfest
- Jährliche Verleihung des Roswitha-Preises
- Domfestspiele (Niedersachsens größtes Freilichttheater im Sommer vor der Stiftskirche)
- Theaterfest zu Beginn der Domfestspiele
- Internationale Gandersheimer Dommusiktage
- Altstadtfest (jährlich stattfindend am ersten Septemberwochenende)
- Bauernmarkt
- Mittsommernachtslauf
- Sektlauf
- Jährliches Outbreak (Ende April/Anfang Mai) im Glaubenszentrum Bad Gandersheim
- Weihnachtsmarkt
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Stadt ist an die Bundesstraßen 64 und 445 angeschlossen. Hierdurch besteht direkter Anschluss an die A 7.
- Der Bahnhof Bad Gandersheim liegt an der Bahnstrecke Börßum–Kreiensen.
- Es gibt mehrere Überlandbuslinien aus der Stadt in das Umland.
- Der Europäische Fernwanderweg E11 führt durch das Stadtgebiet.
- Der Europaradweg R1 führt durch das Stadtgebiet.
- Der Flugplatz Bad Gandersheim befindet sich etwa zwei Kilometer südlich des Stadtzentrums auf einer Anhöhe, dem Kühler. Von hier aus hat man einen guten Ausblick über die Kurstadt. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und wichtiger Infrastrukturbestandteil der Wirtschaftskraft im Raum Südniedersachsen und im Harz.
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die größten Unternehmen der Stadt sind: Auer-Lighting, ehemals: Schott AG, (Spezialglasprodukte), Loro-X-Rohr (verzinkte Metallrohre für Entwässerungssysteme), Baumüller (Kleinmotoren), Prahmann & Neidhardt (Fleisch- und Wurstwaren – Marke „Harzländer“), part AG (Investor und Immobilienprojektentwickler) sowie AEET Energy Group GmbH (Hersteller von Photovoltaikmodulen und Projektentwickler von Solarprojekten).
Standort von Rehaeinrichtungen, Heilbad und Luftkurort
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kurbetrieb wurde im 20. Jahrhundert zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Stadt und des Umlandes. Vor allem in den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren wurde der Kurbetrieb in der Stadt Bad Gandersheim erheblich erweitert. Zahlreiche neue Kuranlagen mit Sole-Trinkpavillon, Wassertretbecken, Musikpavillon, Kleingolfanlage und Naturwanderwegen wurden angelegt. Daneben wurden ein neues Kurhaus und mehrere Kurkliniken wurden errichtet: Drei Kurkliniken der Paracelsus-Gruppe halten 600 Betten vor. Die Roswitha Klinik ist auf Psychosomatik spezialisiert, die Klinik an der Gande auf die Anschlussheilbehandlung (AHB) von orthopädischen Eingriffen sowie Bandscheibenvorfälle und Osteoporose, die Klinik am See behandelt schwerpunktmäßig Anschlussheilbehandlungen onkologischer Erkrankungen. Weiter verfügt die Stadt über ein Krankenhaus der Grundversorgung (Helios Klinik) – unter anderem mit einer internistischen Station, chirurgischen Station, Gynäkologie, Geburtshilfe, Intensivstation mit sechs bis sieben Betten, Ambulanzen, OP, Computertomographie, Notarztstützpunkt und Standort einer Rettungswache mit je einem RTW, KTW und NEF. Vor allem die Abteilungen für Orthopädie und Geburtshilfe sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Alle genannten Kliniken bieten Leistungen an, die in der Regel von Krankenkassen finanziert werden.
1967 wurde die Stadt wegen des Angebots an Solebädern als Heilbad staatlich anerkannt.[15]
Bei der Frage nach der Leistungsfähigkeit und der Zukunft der in Bad Gandersheim erbrachten Gesundheitsdienstleistungen ist die Unterscheidung zwischen Rehamaßnahmen und Kuren von entscheidender Bedeutung: Beide Maßnahmen „dauern etwa drei Wochen“, aber „[e]ine Kur muss privat übernommen werden – außer bei den meisten Beamten. Sie dient der präventiven Gesundheitsvorsorge. Eine Reha-Maßnahme wird von den Krankenkassen übernommen, sie dient aber zur Wiedererlangung der Gesundheit, etwa nach operativen Eingriffen wie einer Hüft-OP.“ Aus der Finanzierung von Heilkuren hatten sich Krankenkassen seit den 1990er-Jahren zurückgezogen.[16]
Da die Sole-Anwendungen aus der Herzog-Ludolf-Quelle in den 2020er-Jahren kaum noch gefragt waren, schloss im Jahr 2023 das Kurmittelhaus aus Kostengründen. Damit wurde der eigentlich bereits im Jahr 2020 fälligen „Reprädikatisierung“ der Stadt als Heilbad die Grundlage entzogen[17], obwohl nur durch die erfolgreiche turnusmäßige Absolvierung dieses Vorgangs einer niedersächsischen Kommune der Erhalt des Heilbad-Status durch das Land gewährt werden kann.[18]
Das Land Niedersachsen drängte im Sommer 2025 die Stadt Bad Gandersheim, den Prozess der Reprädikatisierung abzuschließen. Im September 2025 beschloss der Stadtrat einstimmig, den Status als Sole-Heilbad aufzugeben. Stattdessen soll Bad Gandersheim Luftkurort werden. Die Stadt Bad Gandersheim darf den Namenszusatz „Bad“ aber weiterhin führen.[19]
Die Verleihung des Prädikats „Luftkurort“ bewertet die Stadt Gandersheim nicht als „Rückschritt“: „Dieses Prädikat sichert der Stadt weiterhin eine touristische Sichtbarkeit, aber auch die Möglichkeit, einen Gästebeitrag zu erheben – einen Betrag im sechsstelligen Bereich pro Jahr“ (zuletzt ca. 200.000 € jährlich[20]). Freiwerdende Gelder könnten der Stadt zufolge künftig in die touristische Entwicklung der Stadt investiert werden.[21]
Medien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für die Stadt Bad Gandersheim erscheint das Gandersheimer Kreisblatt. In dieser täglich (außer sonntags) erscheinenden Lokalzeitung wird auch über das Geschehen in den an das Stadtgebiet angrenzenden Gemeinden Kreiensen (seit 2013 Stadtteil von Einbeck) und Kalefeld berichtet.
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bürgerbüro
- Finanzamt. Hauptsitz, zuständig für Teile der Landkreise Northeim und Goslar (2004 erweitert)
- Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim (früher: Straßenbauamt). Zuständig für Teile Südniedersachsens; u. a. Landkreise Northeim und Göttingen sowie Autobahn A7 zwischen Hildesheim und Landesgrenze bei Hann. Münden
- Polizeikommissariat
- Amtsgericht Bad Gandersheim
- Feuerwehrtechnische Zentrale, eine von drei des Landkreises Northeim
- Freiwillige Feuerwehr Bad Gandersheim, organisiert als Schwerpunktfeuerwehr (150-jähriges Jubiläum 2008)
- Helios Klinik, Bad Gandersheim[22]
- Touristen-Information
- Sole-Waldschwimmbad
- Stadtbücherei
- Turner-Musik-Akademie e. V.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bad Gandersheim verfügt über eine Grundschule mit zwei Außenstellen in den Ortsteilen Dankelsheim und Altgandersheim, über die Freie Schule Heckenbeck, über eine Oberschule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und das Roswitha-Gymnasium. Im August 1923 gründeten der jüdische Reformpädagoge Max Bondy und seine Frau Gertrud Bondy das Internat Schulgemeinde Gandersheim im Ort. 1929 zog die Einrichtung auf das Gut Marienau in der Gemeinde Dahlem um, wo sie bis heute als Landerziehungsheim Schule Marienau besteht.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Stegemann, * 28. August 1803; † 4. August 1887, Justizrat, Obergerichtsadvokat und Notar, Bürgermeister von 1851 bis 1855
- Karl Stöter, * 25. Juni 1803; † 14. November 1881, Kirchenrat, Generalsuperintendent in Gandersheim
- Otto Orth, * 22. August 1826; † 6. März 1903, Oberamtsrichter in Gandersheim, Stadtverordnetenvorsteher
- Albrecht Wilke, * 10. Januar 1843; † 5. Oktober 1902, Professor, Gymnasialdirektor in Gandersheim
- Louis Ballin, * 3. November 1834; † 22. März 1918, Bankherr in Gandersheim, Stadtrat
- Friedrich von Ernst, * 8. Oktober 1850; † 24. Mai 1928, Oberstleutnant a. D., Bürgermeister der Stadt Gandersheim
- Friedrich Meiners, * 31. Oktober 1860; † 28. Februar 1933, Oberbauverwalter in Bad Gandersheim
- August Jürries, * 15. März 1880; † 26. Juli 1949, Zigarrenhersteller in Bad Gandersheim, Stadtverordneter, Stadtrat
- August Warmbold, * 26. Februar 1874; † 27. März 1960, Werkmeister, Stadtverordnetenvorsteher in Bad Gandersheim
- Heinrich Fritzel, * 20. Februar 1886; † 6. September 1954, Fabrikant in Bad Gandersheim
- Heinz Gerhardt, * 12. Mai 1905; † 21. Juli 1994, Generaldirektor der Alten Leipziger Versicherungsgruppe in Oberursel
- Albert Rohloff, * 29. Dezember 1896; † 11. März 1961, Oberkreisdirektor in Bad Gandersheim
- Rudolf Schütz, * 19. Oktober 1906; † 2. Oktober 2003, Direktor der Alten Leipziger Versicherungsgruppe, Frankfurt am Main
- Johannes Nissen, * 15. September 1881; † 3. Mai 1972, Photograph, Museumskustos in Bad Gandersheim
- Friedrich August Knost, * 21. September 1899; † 22. August 1982, Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig
- Rudolf Cahn von Seelen, * 10. Dezember 1904; † 8. Juli 1992, Bürgermeister, dann Stadtdirektor in Bad Gandersheim
- Kurt Kronenberg, * 4. Februar 1905; † 7. Juli 1987, Pfarrer an der Stiftskirche in Bad Gandersheim, Heimathistoriker
- Willi Thiele, * 3. Oktober 1915; † 6. Februar 2000, Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig
- Willi Muhs, * 22. Oktober 1910; † 19. April 1982, Landrat des Landkreises Gandersheim
- Hermann Cramme, * 21. August 1907; † 12. April 1983, Notar, Ratsherr, Bürgermeister der Stadt Bad Gandersheim
- Hans-Dieter Gottschalk, * 31. Mai 1932; † 6. Februar 2005, Bürgermeister, dann Stadt- und Kurdirektor von 1968 bis 1993
- Heinz Köhler, * 12. November 1919; † 3. Juni 2010, Tierarzt und Bürgermeister der Stadt Bad Gandersheim von 1974 bis 1986
- Uwe Schwarz, * 30. März 1957, Mitglied des Niedersächsischen Landtags von 1986 bis 2022 und Bürgermeister der Stadt von 1986 bis 1991 sowie von 1996 bis 2001

Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hrotsvit (um 935–nach 973), erste deutsche Dichterin
- Heinrich II. (951–995), Herzog von Bayern, Neffe Kaiser Ottos I.
- Werner Raphon (1409 (?)–um 1481), Vikar und Bibliotheksstifter im Benediktinerkloster St. Marien
- Johann Wenth (um 1495–1541), Superintendent in Hadersleben, Bischof von Ribe
- Michael Büttner (1599–1677), bedeutender Stiftssenior des Stiftes Gandersheim
- Johann Anastasius Freylinghausen (1670–1739), Theologe der pietistischen Halleschen Schule
- Johann Caspar Käse (1705–1756), Bildhauer
- Johann Friedrich Ludwig Günther (1773–1854), Rechtswissenschaftler, Richter und Politiker
- Hermann Günther (1811–1886), Pädagoge, Lehrer und Schulleiter
- Friedrich Reck (1827–1878), Gesundheitspolitiker, Mediziner und Stadtverordneter in Braunschweig
- Franz Stegmann (1831–1892), Architekturmaler der Düsseldorfer Schule
- August Schütte (1835–1894), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Gustav Ahlborn (1837–1918), preußischer Generalleutnant
- Rudolph von Koch (1847–1923), Bankmanager, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank
- Friedrich Schott (1850–1931), Unternehmer, Zementfabrikant und Geheimer Kommerzienrat in Heidelberg
- Wilhelm Kulemann (1851–1926), Reichstagsabgeordneter
- Adolf Quensen (1851–1911), Kirchenmaler des Historismus
- Robert Bohlmann (1854–1944), Apotheker und Waffensammler
- Julius Menadier (1854–1939), Numismatiker, Direktor des Münzkabinetts Berlin
- Hermann Heydenreich (1862–1937), Apotheker, Kaufmann und Stifter (geboren in Gremsheim)
- Adolf Brenneke (1875–1946), Historiker und Staatsarchivar
- Felix Ehrlich (1877–1942), Chemiker
- Wilhelm Keitel (1882–1946), Generalfeldmarschall
- Otto Röer (1881–1957), Landeshauptmann in Schleswig-Holstein
- Friedrich Seebaß (1887–1963), Literaturhistoriker und Schriftsteller
- Bodewin Keitel (1888–1953), General
- Aenne Heise (1895–1986), Fotografin
- Herbert Otto Gille (1897–1966), General der Waffen-SS
- Friedrich Steinhoff (1899–1983), Politiker, Bürgermeister von Helmstedt und Kreishandwerksmeister
- Wolfgang Liebe (1911–2005), Flugzeugingenieur, Aerodynamiker, Erfinder des Grenzschichtzaunes
- Hans-Theo Wrege (1934–2019), evangelischer Theologe
- Wolfgang Schöne (* 1940), Opern- und Konzertsänger
- Helmuth Schneider (* 1946), Althistoriker und Mitherausgeber des Neuen Pauly
- Michael Schmitz (* 1949), Agrarökonom
- Vera Gäde-Butzlaff (* 1954), Managerin
- Inge-Susann Römhild (* 1955), Kammermusikerin und Hochschulrektorin
- Matthias Wiebalck (* 1958), Schauspieler
- Karin Spelge (* 1961), Richterin am Bundesarbeitsgericht
- Ralf Busch (* 1963), Physiker und Hochschullehrer
- Hanna Schramm-Klein (* 1974), Wirtschaftswissenschaftlerin und Hochschullehrerin
- Tanja Lange (* 1975), Mathematikerin und Hochschullehrerin
- Reentko Dirks (* 1979), Musiker und Komponist
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller: Gandersheim Ampt. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 89 (Volltext [Wikisource]).
- Bernd-Ulrich Hergemöller: Quellen zur Verfassungsgeschichte der deutschen Stadt im Mittelalter. Darmstadt 2000, (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 34.), Urk. 12 = Markt-, Münz- und Zollrecht (letzteres bereits 877 mit der Erteilung der königlichen Immunität für das 852 gegründete Kanonissenstift) durch Theophanu namens König Otto III. am 4. August 990 für die Äbtissin des Reichsstiftes
- Gerd Weiß u. a. (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Bremen, Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1992, S. 149–155.
- Adolf Mühe: Geschichte der Stadt Bad Gandersheim. Hertel, Bad Gandersheim 1950.
- Kurt Kronenberg: Chronik der Stadt Bad Gandersheim. Bad Gandersheim 1978.
- Familienblätter Gandersheim 1750–1940. Kopie der Familienkarten. Leipzig 1995. 12 Teilbände, 5500 Familien, laut Bestandsverzeichnis Teil IV der Deutschen Zentralstelle für Genealogie, S. 303
- Christof Römer: Gandersheim als landesherrliche Residenzstadt. In: Harz-Zeitschrift. 34, 1982, S. 1–15.
- Michael Scholz: Reichsfreies Stift und herzogliche Landstadt. Gandersheim als weltliche und geistliche Residenz im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Harz-Zeitschrift 50/51 (1998/1999), S. 59–81.
- Martin Hoernes, Thomas Labusiak (Hrsg.): Portal zur Geschichte. Schätze neu entdecken! Auswahlkatalog. Delmenhorst 2007.
- Miriam Gepp: Die Stiftskirche in Bad Gandersheim. Gedächtnisort der Ottonen. München 2008.
- Birgit Heilmann: Aus Heiltum wird Geschichte. Der Gandersheimer Reliquienschatz in nachreformatorischer Zeit. Regensburg 2009. (= Studien zum Frauenstift Gandersheim und seinen Eigenklöstern, Band 1.)
- Jan Friedrich Richter: Gotik in Gandersheim. Die Holzbildwerke des 13. bis 16. Jahrhunderts. Regensburg 2010. (= Studien zum Frauenstift Gandersheim und seinen Eigenklöstern, Band 2.)
- Christian Popp: Der Schatz der Kanonissen. Heilige und Reliquien im Frauenstift Gandersheim. Regensburg 2010. (= Studien zum Frauenstift Gandersheim und seinen Eigenklöstern, Band 3.)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Stadt Bad Gandersheim
- Portal zur Geschichte Bad Gandersheims
- Fotos von Bad Gandersheim
- Stadtmuseum Bad Gandersheim. In: www.museum-bad-gandersheim.de.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
- ↑ Bad Gandersheim – Kanonissenstift (Reichsstift).
- ↑ Wilhelm Görges: Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten der Vorzeit. Band 3, 1845, S. 223.
- ↑ Marc Czichy: NS-Zwangsarbeit auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Northeim – ein Überblick über die Ergebnisse einer regionalgeschichtlichen Studie. In: Volker Zimmermann (Hrsg.): Leiden verwehrt Vergessen. Zwangsarbeiter in Göttingen und ihre medizinische Versorgung in den Universitätskliniken. Wallstein-Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0152-8, S. 148 f.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
- ↑ Ergebnis Stadtratswahl 2021. Abgerufen am 9. Juli 2022.
- ↑ Nach Urteil: Bürgermeisterin von Bad Gandersheim tritt nicht mehr an bei ndr.de vom 23. September 2024
- ↑ Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigt: Wahl von Schwarz ungültig - HNA.de
- ↑ Klemens Stadler: Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeindewappen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Band 5. Angelsachsen-Verlag, Bremen 1970, S. 18.
- ↑ Städtepartnerschaften. In: www.bad-gandersheim.de. Abgerufen am 19. August 2019.
- ↑ Rotselaar. In: www.bad-gandersheim.de. Abgerufen am 19. August 2019.
- ↑ Twin Town – Bad Gandersheim. In: www.skegness.gov.uk. 29. Januar 2019, abgerufen am 19. August 2019 (englisch).
- ↑ Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017.
- ↑ Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017.
- ↑ Schluss mit Heilbad: Bad Gandersheim gibt Kurort-Status auf. In: NDR. 14. September 2025, abgerufen am 15. September 2025.
- ↑ Konstantin Mennecke: Ein Drittel Patienten verloren: So steht es um den Heilbad-Status in Bad Gandersheim. Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ Konstantin Mennecke: Ein Drittel Patienten verloren: So steht es um den Heilbad-Status in Bad Gandersheim. Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, September 2025, abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Konstantin Mennecke: Heilbad oder Luftkurort? Bad Gandersheim vor schwieriger Entscheidung. hna.de, 10. August 2025, abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Schluss mit Heilbad: Bad Gandersheim gibt Kurort-Status auf. ndr.de, 16. September 2025, abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Konstantin Mennecke: Ein Drittel Patienten verloren: So steht es um den Heilbad-Status in Bad Gandersheim. Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ Bad Gandersheim verzichtet auf den Titel „Sole-Heilbad“. Ab sofort wird der Titel "Luftkurort" angestrebt. bad-gandersheim.de, 12. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ Neuausrichtung des Standorts: Helios gibt Klinik Bad Gandersheim auf. Abgerufen am 17. Dezember 2022 (deutsch).




