Awlabari


Awlabari (georgisch ავლაბარი englisch Avlabari) ist ein Stadtteil im Südosten am linken Kura-Ufer der georgischen Hauptstadt Tiflis. Er gehört zum Bezirk Issani.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Archäologische Funde weisen darauf hin, dass Awlabari bereits im 1. Jahrtausend vor Christus besiedelt war. In Quellen aus dem 11. bis zum 13. Jahrhundert wird das Gebiet von Awlabari als Issani-Feld bezeichnet. Erst im 14. Jahrhundert etablierte sich der Name Awlabari für das Gebiet, wobei für lange Zeit Issani weiterhin parallel verwendet wurde.[1]
Im 18. Jahrhundert verfügte Awlabari über zwei Stadtmauern: eine, die das Viertel Awlabari umschloss, und die andere, die Tifliser Stadtmauer, die die Festung Issani-Awlabari umgab. Diese Mauer bildete eine Fortsetzung der Burgmauern von Kala-Tiflis am rechten Ufer des Kura und war Teil des komplexen Verteidigungssystems der Stadt während der Feudalzeit.[1]
Zwischen Kala-Tiflis und Awlabari bestand seit alters her die Metechi-Brücke, die auch Awlabari-Brücke genannt wird. Vom Avlabari-Tor führte seit jeher historische Weg nach Kachetien. Daher war Awlabari immer ein kirchliches, handwerkliches, aber vor allem Handelsviertel. Zu den erhaltenen Baudenkmälern zählen die Mariä-Entschlafens-Kirche von Metechi, der Palast der Königin Darejan („Satschino“), der Forakischwili-Saal sowie mehrere andere Kirchen.[1]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 41° 42′ N, 44° 49′ O