Die im Pasco County geborene Sportlerin besuchte die Bishop McLaughlin Catholic High School. In jedem der vier Schuljahre führte sie ihr Team in erfolgreichen Angriffsschlägen, Aufschlagassen und Blocks an. In acht von neun Turnieren, die sie während dieser Zeit bestritt, wurde sie zur wertvollsten Spielerin (MVP) gewählt. Darunter war auch das National Nike Tournament of Champions. In einem Spiel gelangen ihr allein 25 Punkterfolge durch Schmetterbälle oder Lobs. Sie wurde von prepvolley.com als 72beste Spielerin ausgezeichnet.
2021 schrieb sie sich an der Florida State University (FSU) ein. In ihrem ersten Studienjahr erreichte sie die beste Angriffsquote eines Seminoles Freshman seit 2006. Sie wurde nur in drei von 108 Sätzen nicht eingesetzt. Als Sophomore bestritt sie alle 110 Durchgänge ihrer Mannschaft und führte sie in erfolgreichen Angriffsschlägen (321) an. Außerdem hatte sie die zweitmeisten gelungenen Abwehraktionen der FSU (253). Als Junior waren diese Werte noch etwas höher (374) bzw. (306). Die Wahl zur Atlantic Coast Conference (ACC) Co-Player of the Year war der verdiente Lohn. In ihrer letzten Hallensaison an der Hochschule stellte sie weitere Bestleistungen auf. So war sie Erste in ihrem Team mit 399 Angriffen, die zu Punkten führten und mit 50 Aufschlagassen. Einen neuen Rekord der FSU stellte sie auf, als sie in 25 aufeinanderfolgenden Begegnungen mindestens zehn Angriffe erfolgreich abschloss. Nach der Wahl ins American Volleyball Coaches Association (AVCA) Third Team beendete sie ihre Hallenkarriere.[2]
Zwei Jahre nach Studiumbeginn entschied sich Audrey Koenig auch für eine Karriere im Sand an ihrer Ausbildungsstätte. 2023 erkämpfte sie mit vier verschiedenen Partnerinnen in neunzehn Spielen elf Siege. Deutlich besser fiel die Bilanz ein Jahr später aus. In den 38 Partien, von denen sie die meisten an der Seite von Raelyn White bestritt, musste sie nur achtmal als Verliererin das Spielfeld verlassen. Koenig und White besiegten in einem ihrer letzten gemeinsamen Spiele ein Duo der University of South Carolina und ermöglichten so den Seminoles den Gewinn der Coastal Collegiate Sports Association (CCSA). In der ersten Runde der National Collegiate Athletic Association (NCAA) Play-offs gewannen sie darüber hinaus gegen ein Beachpaar der Washington Huskies, bevor sie im Viertelfinale an den Cal Poly Mustangs scheiterten. In ihrer letzten Spielzeit an der FSU bestritt Audrey Koenig alle Partien mit Alexis Durish auf Feld eins. Vierundzwanzig Siege gegenüber neun Niederlagen war das Resultat. Dafür wurde das Duo als AVCA All-American First Team geehrt.[3]
Nach dem Ende des Studiums kämpften sich die beiden beim Event der AVP Tour in Palm Beach erfolgreich durch eine Qualifikationsrunde und belegten nach einem Sieg im Pool den geteilten neunten Platz. Besser lief es bei der ersten Teilnahme an einem Fédération Internationale de Volleyball (FIVB)-Turnier. Beim Futures in Genf überstanden die US-Amerikanerinnen beide Vorausscheidungsrunden, blieben auch in den Gruppenspielen ungeschlagen, konnten im Viertelfinale ihre Landsfrauen Rachael Kramer / Mariah Whalen sowie in der Vorschlussrunde die Kanadierinnen Emma und Kaylee Glagau bezwingen und entschieden das Endspiel gegen die Litauerinnen Ieva Dumbauskaitė / Gerda Grudzinskaitė im dritten Satz mit 15:5 für sich. Nach einem dritten Rang beim gleichwertigen Wettbewerb in Montpellier erreichten die Nordamerikanerinnen die gleiche Platzierung bei den World University Games in Duisburg.
Ihren bis zu diesem Zeitpunkt wertvollsten Erfolg sicherten sie sich jedoch im März 2026 bei der World Pro Tour in Indien. Beim Challenge in Bhubaneswar gewannen sie ihr einziges Spiel im Pool. Anschließend eliminierten sie die Ungarinnen Stefania Kun / Lilla Villam sowie die Chinesinnen Yan Xu / Xia Xinyi. Im Semifinale waren sie stärker als die ExweltmeisterinSara Hughes und ihre neue Partnerin Allysa Batenhorst und im Finale reichten zwei Sätze, um die Japanerinnen Reika Murakami und Asami Shiba auf den zweiten Platz zu verweisen. Dass dieser Erfolg kein Zufallsprodukt war, zeigte sich spätestens im Mai beim gleichwertigen Wettbewerb in der Volksrepublik China. Nach zwei Siegen in der Gruppe bezwangen Koenig und Durish in der Runde der Sechzehn die Japanerinnen Ren und Non Matsumoto, im Viertelfinale ihre eigenen Landsfrauen Madelyne Anderson / Alaina Chacon und in der Vorschlussrunde Lézana Placette / Alexia Richard aus Frankreich. Das Endspiel gegen die Litauerinnen Monika Paulikienė / Ainė Raupelytė endete mit 16:14 im dritten Satz für die US-Amerikanerinnen.