Asisit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und entwickelt etwa 0,5mm große, tafelige Kristalle, die meist zu kugeligen oder körnigen Mineral-Aggregaten zusammentreten. Das Mineral ist durchsichtig und zeigt auf den Oberflächen der gelben bis grünlichgelben Kristalle Farbe einen diamantähnlichen Glanz. Die Strichfarbe ist eher hellgelb bis weiß.
Erstmals entdeckt wurde Asisit 1987 in der „Kombat Mine“, die auf der „Asis Farm“ am gleichnamigen Ort in der Gemeinde Grootfontein (Region Otjozondjupa) in Namibia liegt.
Da der Asisit erst 1987 als eigenständiges Mineral anerkannt wurde, ist er in der letztmalig 1977 überarbeiteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz noch nicht verzeichnet.
Die von der IMA zuletzt 2009 aktualisierte[10]9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Asisit in die erweiterte Abteilung „Oxihalogenide, Hydroxyhalogenide und verwandte Doppel-Halogenide“ ein. Diese ist weiter unterteilt nach den in der Verbindung vorherrschenden Metallen. Das Mineral ist hier in der Unterabteilung „Mit Pb, Cu usw.“ zu finden, wo es zusammen mit Parkinsonit die „Asisit-Parkinsonit-Gruppe“ mit der Systemnummer 3.DB.40 bildet.
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Asisit die System- und Mineralnummer 10.02.07.01. Das entspricht ebenfalls der Klasse der „Halogenide“ und dort der Abteilung „Oxihalogenide und Hydroxyhalogenide“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Oxihalogenide und Hydroxyhalogenide mit der Formel A(O,OH)Xq“ als einziges Mitglied in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 10.02.07.
Aufgrund seiner großen Seltenheit wurde Asisit bisher nur in wenigen Proben weltweit entdeckt. Seine Typlokalität, die „Kombat Mine“ in Namibia ist dabei der bisher einzige bekannte Fundort in Namibia.
Daneben kennt man das Mineral noch von den antiken Schlackenhalden „Passa Limani“ in der Gemeinde Lavreotiki (Ostattika) in Griechenland und den Schlackenhalden der ehemaligen Schmelzhütte Santa Elisa bei Mazarrón (Region Murcia) in Spanien. Ein weiterer Fund bei Marcinków (Bystrzyca Kłodzka) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen gilt bisher als fraglich beziehungsweise nicht bestätigt.[11]
Roland C. Rouse, Donald R. Peacor, Pete J. Dunn, Alan J. Criddle, Chris J. Stanley, John Innes:Asisite, a silicon-bearing lead oxychloride from the Kombat mine, South West Africa (Namibia). In: American Mineralogist. Band73, 1988, S.643–650 (englisch, minsocam.org[PDF; 908kB; abgerufen am 18.Januar 2026]).
M. D. Welch:Pb-Si ordering in sheet-oxychloride minerals: the super-structure of asisite, nominally Pb7SiO8Cl2. In: Mineralogical Magazine. Band68, 2004, S.247–254, doi:10.1180/0026461046820185 (englisch, Digitalisat bei rruff.info (Memento vom 23. Juli 2024 im Internet Archive) [PDF; 329kB; abgerufen am 18.Januar 2026]).
John Leslie Jambor, Andrew C. Roberts:New mineral names. In: American Mineralogist. Band90, Nr.1, 2005, S.271–275;hier:274, New Data. Asisite (englisch, minsocam.org[PDF; 324kB; abgerufen am 18.Januar 2026]).
Asisite search results.In:rruff.net.Database of Raman spectroscopy, X-ray diffraction and chemistry of minerals (RRUFF);abgerufen am 18.Januar 2026(englisch).
12345Hugo Strunz, Ernest H. Nickel:Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S.175 (englisch).
1234Stefan Weiß:Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9.
↑David Barthelmy:Asisite Mineral Data.In:webmineral.com.Abgerufen am 18.Januar 2026(englisch).
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Asisite. In: John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Mineralogical Society of America. 2001 (englisch, handbookofmineralogy.org[PDF; 84kB; abgerufen am 18.Januar 2026]).
↑Asisite - Photo Gallery.In:mindat.org.Hudson Institute of Mineralogy,abgerufen am 18.Januar 2026(englisch).
123Asisite.In:mindat.org.Hudson Institute of Mineralogy,abgerufen am 18.Januar 2026(englisch).