Anja Kobs (* 21. Dezember1976 in Fürstenfeldbruck) ist eine deutscheLangstreckenläuferin, Duathletin, Triathletin und mehrfache (Altersklassen-)Siegerin. 2021 gewann sie den Wings for Life World Run in Deutschland (7. Platz weltweit) und wurde Weltmeisterin über die Triathlon-Langdistanz-Strecke (6. Platz der Altersklassenathleten/AK). 2024 wurde sie Gesamtdeutsche Meisterin über die 50km-Ultramarathon-Distanz[1] sowie Deutsche Vizemeisterin im Ultratrail. Unter anderem wurde sie für diese Leistungen zur „Sportlerin des Jahres“ der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V. ausgezeichnet[2].
Mit der Rückkehr nach Deutschland kehrte sie der Finanzdienstleistungsbranche allmählich den Rücken und begann eine internationale, semi-professionelle Sportlaufbahn. Seither hat sie 149 Rennen bestritten, landete 128 mal auf dem AK-Podium, feierte 94 AK-Siege und davon 47 Gesamtsiege. Dagegen steht nur ein DNF (Did Not Finish). 2016/17 bewältigte sie gesundheitliche Probleme. Es wurde eine Stoffwechselerkrankung diagnostiziert (Renal tubuläre Azidose), welche eine lebenslange Medikamenteneinnahme mit sich bringt. Seit 2019 durchläuft die Vielstarterin einen sportlichen Höhenflug und ist seit der „Corona-Krise“ durch abwechslungsreiche Wettkämpfe bekannt.
Ihre erste Triathlon-Langdistanz absolvierte sie 2016 beim Ironman Switzerland und wurde auf Anhieb 4. ihrer AK. Nach dem DNF bei der Europameisterschaft (World Triathlon) 2018 in Madrid wurde sie 2021 Weltmeisterin (6. Platz der AK-Athleten). 2022 wurde sie Vize-Europameisterin beim Ironman Frankfurt (15. Platz Gesamt). 2017 wurde sie Vize-Weltmeisterin über die Duathlon-Langstrecke beim Powerman Zofingen. 2022 startete sie dort in der Elite und belegte den 4. Platz. 2023 gelang ihr mit dem Sieg über die Triathlon-Langdistanz in Podersdorf (Österreich) und nur eine Woche später mit der Qualifizierung für das Weltfinale der Golden Trail Serie ein Multisport-Coup.
Im Herbst 2019 hatte sie ihre Premiere in der Trail-/Ultralaufdisziplin und wurde beim 3-Zinnen-Alpin-Run 11. 2020 gewann sie den Gebirgsmarathon in Immenstadt. 2022 wurde sie Bayerische Vizemeisterin im Traillauf (Maintal Ultralauf) und belegte den 3. Platz bei den Bayerischen Meisterschaft im Berglauf (Tegelberg). Darüber hinaus gewann sie den Hörnerlauf beim Allgäu-Panorama-Marathon, den Hörnle-Berglauf in Bad Kohlgrub sowie ihre Ultralauf-Premiere beim Nassfeld-Skyrace über 53km und 4.500 Höhenmeter.
Zugunsten der Hospizbewegung organisiert und absolviert Anja Kobs zahlreiche Benefizaktionen. So fuhr sie 2020 die Deutsche Alpenstraße alleine mit dem Rad in drei Etappen (428km/5.700 Höhenmeter). 2021 lief sie 50km durch ihren Landkreis Fürstenfeldbruck und 2022 fuhr sie nonstop von ihrem Heimatort Alling nach Freiburg (337km/2.400 Höhenmeter).
Sie ist seit 2017 auch selbst als Hospizbegleiterin aktiv.[4]