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Andy Reiss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
DeutschlandDeutschland  Andy Reiss

Geburtsdatum 17. Mai 1986
Geburtsort Hannover, Deutschland
Größe 185 cm
Gewicht 86 kg

Position Verteidiger
Nummer #96
Schusshand Links

Karrierestationen

bis 2003 KEV Hannover
2003–2004 Oshawa Generals
2004–2013 Hannover Scorpions
2013–2015 Augsburger Panther
2015–2016 Grizzlys Wolfsburg
2016–2017 ESC Wedemark Scorpions
2017–2019 Kassel Huskies
seit 2019 Hannover Scorpions

André „Andy“ Reiss (* 17. Mai 1986 in Hannover) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit der Juli 2019 bei den Hannover Scorpions in der drittklassigen Eishockey-Oberliga unter Vertrag steht und dort auf der Position des Verteidigers spielt. Zuvor absolvierte Reiss unter anderem annähernd 550 Spiele für die ursprünglichen Hannover Scorpions, Augsburger Panther und Grizzlys Wolfsburg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), wo er mit den Scorpions im Jahr 2010 die deutsche Meisterschaft gewann. Sein älterer Bruder Daniel war ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Andy Reiss begann seine Karriere im Nachwuchs der Hannover Indians aus seiner Geburtsstadt, wo sein Vater als Trainer tätig war und sein älterer Bruder Daniel ebenfalls spielte. Der Verteidiger wechselte zur Saison 2002/03 zum Stadtrivalen Hannover Scorpions in die Deutsche Eishockey Liga (DEL), für die er bis zum Sommer 2013 spielte. Die einzige Ausnahme war die Saison 2003/04, die der Linksschütze bei den Oshawa Generals, die ihn beim CHL Import Draft 2003 in der ersten Runde als insgesamt 24. Spieler ausgewählt hatten, aus der kanadischen Juniorenliga Ontario Hockey League (OHL) verbrachte. Mit einer Förderlizenz ausgestattet spielte Reiss dabei in der Saison 2005/06 auch für seinen Heimatverein Hannover Indians sowie in den Spielzeiten 2004/05 und 2006/07 für den Kooperationspartner Fischtown Pinguins Bremerhaven in der 2. Bundesliga. In seiner letzten Spielzeit beim REV gab es allerdings zwischen Reiss und den Bremerhavenern Differenzen, sodass sich die Hannover Scorpions entschlossen, den Verteidiger mit einer Förderlizenz bei den Grizzly Adams Wolfsburg auszustatten, für die er schließlich das spielentscheidende Tor im zweiten Playoff-Finale gegen die Kassel Huskies erzielte und damit großen Anteil am Aufstieg der Wolfsburger in die DEL hatte.

Für die Saison 2007/08 wurde der Abwehrspieler von den Scorpions mit einer Förderlizenz für den Zweitligisten EHC München ausgestattet, für die er im September 2007 in der ersten Runde des DEB-Pokals beim 5:3-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers sein erstes Spiel bestritt, ansonsten allerdings nur noch einmal zum Einsatz kam und die restliche Spielzeit in der DEL verbrachte. Reiss gewann in der Saison 2009/10 die deutsche Meisterschaft mit den Hannover Scorpions. Zu diesem Erfolg trug der Verteidiger mit 23 Scorerpunkten in der Hauptrunde bei und erreichte das beste Ergebnis seiner DEL-Karriere. Im Herbst 2011 musste er aufgrund eines Erschöpfungssyndroms eine mehrwöchige Pause einlegen und absolvierte daher in der Saison 2011/12 nur 38 von 52 Spielen.[1] Auch die Spielzeit 2012/13 war für André Reiss von krankheitsbedingten Ausfällen geprägt. Der Verteidiger erkrankte am Pfeifferschen Drüsenfieber und stand nur in 40 der 52 Partien für die Hannover Scorpions auf dem Eis. Durch die Erkrankungen konnte er nicht an seine Leistungen aus der Meistersaison anknüpfen.

Nach zehn Spielzeiten bei den Hannover Scorpions, in denen er 393 Spiele absolviert hatte, entschloss sich Reiss zur Saison 2013/14 zu einem Wechsel zum Ligakonkurrenten Augsburger Panther. Dort unterzeichnete er einen Einjahresvertrag.[2] Nach der Saison 2014/15 wechselte der Abwehrspieler zusammen mit Patrick Seifert zu den Grizzlys Wolfsburg, für die er bereits neun Jahre zuvor aufgelaufen war.[3] Nach jeweils einem Jahr dort und bei den drittklassigen ESC Wedemark Scorpions wechselte er im Sommer 2017 zu den Kassel Huskies in die DEL2. Nach zwei Spieljahren kehrte der erfahrene Reiss zur Saison 2019/20 nach Hannover zurück, wo er einen Vertrag bei den wieder gegründeten Hannover Scorpions in der drittklassigen Oberliga unterzeichnete.

Mit der deutschen U20-Auswahl nahm Reiss an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2005 teil, nachdem er bereits seit der Saison 2001/02 in den Juniorennationalmannschaften des Deutschen Eishockey-Bundes zum Einsatz gekommen war. Dabei kam er in sechs Spielen zum Einsatz und erzielte dabei einen Treffer.

Zum Skoda-Cup in Lausanne wurde Andy Reiss im Februar 2008 erstmals vom damaligen Bundestrainer Uwe Krupp in den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft berufen. Im weiteren Verlauf des Jahres nahm er auch an der Weltmeisterschaft 2008 teil. Zudem vertrat er die DEB-Auswahl bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2010 im kanadischen Vancouver. An den Spielen selbst nahm der Verteidiger nicht teil. Des Weiteren bestritt er die Austragungen des Deutschland Cups in den Jahren 2008 und 2009.

Erfolge und Auszeichnungen

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Karrierestatistik

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Stand: Ende der Saison 2025/26

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2002/03 KEV Hannover Oberliga 27681446
2002/03 Hannover Scorpions DEL 30000
2003/04 Oshawa Generals OHL 420118 30000
2004/05 Hannover Scorpions DEL 190224
2004/05 Fischtown Pinguins Bremerhaven 2. Bundesliga 1802224
2005/06 Hannover Scorpions DEL 150118
2005/06 Hannover Indians Oberliga 17861449 814537
2006/07 Hannover Scorpions DEL 391238 50002
2006/07 Fischtown Pinguins Bremerhaven 2. Bundesliga 40000
2006/07 Grizzly Adams Wolfsburg 2. Bundesliga 1002254 62024
2007/08 Hannover Scorpions DEL 5327932 30114
2007/08 EHC München 2. Bundesliga 10000
2008/09 Hannover Scorpions DEL 498122040 110114
2009/10 Hannover Scorpions DEL 519142359 1112310
2010/11 Hannover Scorpions DEL 51491330 51238
2011/12 Hannover Scorpions DEL 3827953
2012/13 Hannover Scorpions DEL 401678
2013/14 Augsburger Panther DEL 508122016
2014/15 Augsburger Panther DEL 493131630
2015/16 Grizzlys Wolfsburg DEL 39281010 151232
2016/17 ESC Wedemark Scorpions Oberliga 723541 20224
2017/18 Kassel Huskies DEL2 483202314 61340
2018/19 Kassel Huskies DEL2 494121651 31120
2019/20 Hannover Scorpions Oberliga 418223038
2020/21 Hannover Scorpions Oberliga 396232930 1327910
2021/22 Hannover Scorpions Oberliga 457283556 1225710
2022/23 Hannover Scorpions Oberliga 5514324622 105384
2023/24 Hannover Scorpions Oberliga 211784 1815610
2024/25 Hannover Scorpions Oberliga 4234716 212688
2025/26 Hannover Scorpions Oberliga 454121616 150770
Oberliga gesamt 33959145204318 9913395283
2. Bundesliga/DEL2 gesamt 13073643143 154484
DEL gesamt 4964093133298 50381130

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2005 Deutschland U20-WM 9. Platz 610110
2008 Deutschland WM 10. Platz 30002
2009 Deutschland Olympia-Quali 1. Platz 30116
Junioren gesamt 610110
Herren gesamt 60118

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Einzelnachweise

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  1. Reiß: "Nach etwa vier Wochen habe ich gemerkt, dass mir da was abgeht". In: eishockeynews.de. 27. Dezember 2011, abgerufen am 19. Mai 2013.
  2. Augsburger Panther holen ehemaligen Nationalspieler André Reiss. In: augsburger-allgemeine.de. 25. März 2013, abgerufen am 18. Mai 2013.
  3. Augsburger Allgemeine, Grizzly Adams Wolfsburg holen Reiss und Seifert aus Augsburg, 14. April 2015