Amerikanisches Englisch
| Amerikanisches Englisch (American English) | ||||||||||||||||
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Gesprochen in |
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| Sprecher | ca. 260 Mio. (2016) | |||||||||||||||
| Linguistische Klassifikation |
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| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | ||
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| stimmloser bilabialer Plosiv | pin | happy | tip | |
| stimmloser alveolarer Plosiv | tin | melted | pit oder | |
| stimmloser velarer Plosiv | kin | bacon | pick | |
| stimmhafter bilabialer Plosiv | boy | rabbit oder | rib | |
| stimmhafter alveolarer Plosiv | dog | spider | rid | |
| stimmhafter velarer Plosiv | girl | tiger | rig | |
| stimmloser glottaler Plosiv | cotton | mountain | grit | |
Anmerkungen:
- Stimmlose Plosive ([p], [t] und [k]) werden in betonter Position sowie am Anfang eines Wortes aspiriert: [pʰ], [tʰ], [kʰ]
- Am Ende eines Wortes kann der Laut [t] „gestoppt“ werden, so dass er nicht als eigentliches [t] (wie im British English oder auch im Deutschen), sondern als stimmloser glottaler Plosiv ([ʔ]) zu hören ist; Beispiele hierfür sind put , cut , what und button .[26]
- Der Laut [p] kann – ähnlich wie bei [t] – am Ende des Wortes angehalten werden: Die Lippen werden für den Laut zwar in die passende Position gebracht, allerdings wird der Laut nicht so stark (wie bspw. im britischen Englisch) betont; dies ist z. B. bei cup, stop und lip der Fall.
- Nach einem „n“ (und vor einem Vokal) entfällt der [t]-Laut oft gänzlich:[27] center , advantage , interview .
Affrikaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | ||
|---|---|---|---|---|
| stimmlose palatoalveolare Affrikata | child | nature | teach | |
| stimmhafte palatoalveolare Affrikata | joy | soldier | bridge | |
Frikative
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| stimmloser labiodentaler Frikativ | fit oder | gopher | rough | ||||
| stimmloser dentaler Frikativ | thin | ether | mouth | ||||
| stimmloser alveolarer Frikativ | sit oder | tassel | kiss | ||||
| stimmloser palatoalveolarer Frikativ | ship | issue | rash | ||||
| stimmhafter labiodentaler Frikativ | van | gavel | have | ||||
| stimmhafter dentaler Frikativ | these | either oder | bathe | ||||
| stimmhafter alveolarer Frikativ | zip | hazel | was oder | ||||
| stimmhafter palatoalveolarer Frikativ | genre | azure | beige | ||||
| stimmloser glottaler Frikativ | hit oder | ahead | |||||
Nasale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bilabialer Nasal | medium oder | hammer | |||||
| alveolarer Nasal | nation | funny | |||||
| velarer Nasal | singer | finger | think | ||||
Anmerkungen:
- [n] kann auch einen Silbengipfel bilden, z. B. button .
- [ŋ] kann umgangssprachlich – vor allem bei Gerundien (wie going, trying usw.) – zu einem einfachen [n] werden; Beispiel: morning wird zu (daher auch manchmal mornin geschrieben).
Approximanten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| alveolarer Lateral | legal oder | silly | |||||
| alveolarer Lateral mit Velarisierung | well | moldy | riddle | ||||
| alveolarer Flap | atom | better | party | ||||
| alveolarer zentraler Approximant | run | merry | car | ||||
| palataler Halbvokal | yet oder | beyond | few | ||||
| labiovelarer Halbvokal | win | swim | away | ||||
Anmerkungen:
- wird am Ende eines Wortes/einer Silbe (vor einem Konsonanten) „dunkel“ ausgesprochen (als so genannter „stimmhafter velarisierter lateraler alveolarer Approximant“, dargestellt durch ɫ). Viele Sprecher wenden diesen Laut auf jedes „l“ an.
- kann auch einen Silbengipfel bilden, z. B. pickle .
- kommt als Variante von und vor unbetontem Vokal vor (siehe oben Flapping).
- wird am Wortanfang labialisiert (mit Lippenrundung gesprochen) und als Silbengipfel meist als ausgesprochen (siehe R-gefärbte Vokale unten).
- Bei einer Minderheit der amerikanischen Sprecher wird wh- noch als ausgesprochen, z. B. white . Ausnahmen sind Wörter wie who und whole . Ansonsten wird wh-, wie auch im Britisch-Englischen, als ausgesprochen, sodass whine und wine identisch als ausgesprochen werden.
Vokale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ungespannt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In betonten einsilbigen Wörtern müssen ungespannte Vokale vor einem Konsonanten stehen, z. B. bit , cap . * oder * sind keine möglichen Wörter des Amerikanischen.
| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | ||||||||||||||
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| hoher vorderer ungerundeter ungespannter Vokal (betont oder unbetont) | chit oder | busy | women | panic | swimming | |||||||||||
| mittlerer vorderer ungerundeter ungespannter Vokal (immer betont) | bet oder | said | any | |||||||||||||
| ([ɛə~eə] vor [n] oder [m]) | mitteltiefer vorderer ungerundeter ungespannter Vokal (immer betont) | bat oder | man | drank | ||||||||||||
| hoher hinterer gerundeter ungespannter Vokal (immer betont) | put oder | book | woman | |||||||||||||
| mittlerer zentraler ungerundeter ungespannter Vokal (immer unbetont) | idea | several | Christmas | |||||||||||||
| mittlerer zentralhinterer ungerundeter ungespannter Vokal (immer betont) | but oder | cover | enough | |||||||||||||
| tiefer zentralhinterer ungerundeter ungespannter Vokal (immer betont) | pot oder | father | calm | |||||||||||||
Anmerkung: darf in ein paar betonten einsilbigen Wörtern auch ohne folgenden Konsonanten stehen, z. B. spa , bra
Gespannte Vokale und Diphthonge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| hoher vorderer ungerundeter gespannter Vokal (betont und unbetont) | beat oder | people | city | ||||||||||
| mittlerer vorderer ungerundeter gespannter Vokal (fast nur in Diphthongen, immer betont) | bait oder | break | |||||||||||
| tiefer hinterer gerundeter gespannter Vokal (immer betont) | bought oder | broad | talk | ||||||||||
| mittlerer hinterer gerundeter gespannter Vokal (fast nur in Diphthongen, betont und unbetont) | boat oder | sew | shadow | ||||||||||
| hoher hinterer gerundeter gespannter Vokal (betont und unbetont) | boot oder | beauty | Hindu | venue | |||||||||
| von tiefer vorderer zu mittelhoher vorderer Stelle gleitender ungerundeter Diphthong (betont und unbetont) | bite oder | idea | |||||||||||
| oder | von tiefer vorderer ungerundeter zu mittelhoher hinterer gerundeter Stelle gleitender Diphthong (immer betont) | pout oder | plow | ||||||||||
| von mitteltiefer hinterer gerundeter zu mittelhoher vorderer ungerundeter Stelle gleitender Diphthong (immer betont) | point oder | toy | boil | ||||||||||
Anmerkungen:
- wird häufig diphthongisch ausgesprochen, besonders in offenen Silben: day
- Zu : Normalerweise entspricht dem britischen das amerikanische , wie z. B. in lot , John usw. Aber in einer Reihe von Wörtern wie cloth, lost, off, gone, dog, long, chocolate usw. weist AE gespanntes auf, wo BE ungespanntes zeigt: . Bei vielen Wörtern herrscht Uneinigkeit unter Sprechern des Amerikanischen; das Wort on wird im Norden (New York, Connecticut, New Jersey) ausgesprochen, im Süden (Virginia, North Carolina und South Carolina) dagegen .
- Viele Sprecher des Amerikanischen kennen keinen Unterschied zwischen und . Bei ihnen werden Paare wie cot/caught, Don/Dawn identisch ausgesprochen: je nach Region entweder als oder als .
- wird häufig diphthongisch ausgesprochen, besonders in offenen Silben: dough .
- zu : Im Amerikanischen kommt oftmals kein zwischen und vor: tune , duty , new .
R-gefärbte (r-colored) Vokale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| IPA-Umschrift | Art | Beispiele | |||||
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| betonter silbischer Gegenwert zu | bird | hurry | furry | ||||
| unbetonter silbischer Gegenwert zu | water | further | perverse | ||||
| Anfang zwischen und , Ende wie , aber alles einsilbig | beard | spirit | |||||
| und | Anfang wie , Ende wie , aber alles einsilbig | scarce | very | ||||
| Anfang wie [ɑ], Ende wie , aber alles einsilbig | bard | starry | tomorrow | ||||
| oder | Anfang zwischen und , Ende wie , aber alles einsilbig | board | horse | forest | |||
| Anfang zwischen und , Ende wie , aber alles einsilbig | poor oder | tourist oder | |||||
| oder | Anfang wie , Ende wie | fire oder | higher oder | ||||
| oder | Anfang wie , Ende wie | sour oder | power oder | ||||
Anmerkungen:
- Die außerhalb Nordamerikas und regional in den Vereinigten Staaten verbreitete Unterscheidung von Mary, merry und marry ist im Standard-Amerikanischen nicht erhalten: Alle drei werden gleich als ausgesprochen.[28]
- Bei vielen Amerikanern wird zu , besonders nach palatalen Lauten: sure , fury , Europe .
- Es ist unklar, ob die Gruppen und als ein- oder zweisilbig zu betrachten sind.
Die Aussprache des amerikanischen Englisch weist große Ähnlichkeiten zu jener des Nachbarlandes Kanada auf, weshalb beide auch in der Literatur manchmal als nordamerikanisches Englisch zusammengefasst werden.
Grammatik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Grammatik des amerikanischen Englisch stimmt im Wesentlichen mit der Grammatik des britischen Englisch überein, aber es gibt auch einige Eigenheiten, die für das amerikanische Englisch typisch sind. Dazu zählen beispielsweise:[29]
- Im amerikanischen Englisch werden im Gegensatz zum britischen Englisch regelmäßige Vergangenheitsformen bevorzugt, also spilled, burned und leaped statt spilt, burnt und leapt.
- Im amerikanischen Englisch wird für das Futur nur will verwendet, während im britischen Englisch auch noch shall verwendet wird.
- In der Umgangssprache findet man Adjektive, die in adverbialer Funktion verwendet werden: He looks real nice (statt He looks really nice).
Zwischen britischem und amerikanischem Englisch zeigen sich außerdem deutliche Unterschiede im Gebrauch der Präpositionen wie etwa bei den folgenden Beispielen:[30]
| Amerikanisches Englisch | Britisches Englisch | Deutsche Übersetzung |
|---|---|---|
| on the street | in the street | auf der Straße |
| a knock on the door | a knock at the door | ein Klopfen an der Tür |
| chat with | chat to | unterhalten mit |
Wortschatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Wortschatz der amerikanischen Sprache stimmt zu großen Teilen mit dem Wortschatz der anderen Varietäten des Englischen wie dem britischen Englisch überein. Es gibt allerdings ein paar Abweichungen. Bekannte Beispiele sind:[31]
| Amerikanisches Englisch | Britisches Englisch | Deutsch |
|---|---|---|
| cookie | (sweet) biscuit | (süßer) Keks |
| cracker | (savoury) biscuit | (salziger) Keks |
| diaper | nappy | Windel |
| drugstore/pharmacy | chemist’s shop | Apotheke |
| gas(oline) | petrol | Benzin |
| (pedestrian) underpass | subway | Unterführung |
| sidewalk | pavement | Bürgersteig |
| suspenders | braces | Hosenträger |
| faucet | tap | Wasserhahn |
| trailer/camper | caravan | Wohnwagen |
| truck | lorry | Lkw |
| windshield | windscreen | Windschutzscheibe |
Die Eigenheiten im Wortschatz des amerikanischen Englisch sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen:[32]
- Bewahrung von älteren Formen, die im britischen Englisch verschwunden sind oder nur noch in Dialekten existieren wie fall (dt. 'Herbst', BE autumn)
- Verwendung von Wörtern, die aus Dialekten oder Soziolekten des britischen Englisch stammen und nicht im britischen Standardenglisch verwendet werden wie etwa candy (dt. 'Süßigkeiten', BE sweets)
- Verwendungen von Entlehnungen aus anderen Sprachen, z. B. cookie ('(süßer) Keks') aus dem Niederländischen
Der Wortschatz des amerikanischen Englisch enthält eine Reihe von Entlehnungen aus anderen Sprachen, wie etwa aus verschiedenen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner sowie aus den Sprachen der verschiedenen Einwanderergruppen. Dazu zählen z. B. potlach (dt. 'wilde Party') oder moccasin, tomahawk und wigwam, die allerdings inzwischen auch in anderen englischen Sprachvarianten eingegangen ist und nicht mehr ausschließlich typisch für das amerikanische Englisch sind. Beispiele für Entlehnungen aus europäischen Sprachen sind arroyo ('Bach') aus dem Spanischen, bureau ('Kommode') aus dem Französischen und fest ('Festival'), auch in Bildungen wie filmfest, aus dem Deutschen.[33]
Orthografische Unterschiede zum britischen Englisch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über Veränderungen, die Noah Websters Rechtschreibreform aus dem Jahre 1806 für die Rechtschreibung des heutigen amerikanischen Englisch zur Folge hatte. Die wichtigsten Unterschiede zum britischen Englisch sind:
- die Anpassung der Schreibung von Wörtern französischen oder lateinischen Ursprungs an ihre Aussprache: Wörter, die im britischen Englisch auf -re oder -our enden (wie bspw. centre oder colour), erhalten im Amerikanischen die Endungen -er bzw. -or (daher center und color). Zudem wird das Substantiv catalogue in den USA meist catalog und programme immer program geschrieben, aber einige Wörter, für die Webster dieselben Reformen vorgeschlagen hat, werden weiterhin meistens traditionell geschrieben, z. B. dialogue, dessen seltene reformierte Schreibung dialog in amerikanischen Wörterbüchern als Variante oder gar nicht erwähnt wird.[34][35][36]
- die unterschiedliche Verwendung der Endungen -ce und -se: Zum einen wird im amerikanischen Englisch für Wörter wie offense oder defense im Gegensatz zum britischen die Endung -se statt -ce gebraucht. Zum anderen entfällt die ansonsten übliche Unterscheidung zwischen dem auf -ce endenden Substantiv und dem auf -se endenden Verb in Wörtern wie practice und license, solange zwischen ihnen kein Unterschied in der Aussprache gemacht wird (also besteht der Unterschied weiterhin zwischen z. B. dem Substantiv advice und dem Verb advise).
- der ausschließliche Gebrauch des Suffixes -ize in Verben, die dies als eigenständige Endung haben (wie (to) organize oder (to) colonize); im Britischen können solche Verben ersatzweise auch mit -ise geschrieben werden.[37] (Wenn diese Buchstabenkombination nicht eine Endung, sondern Teil eines längeren Stamms ist, wie z. B. in advertise, advise, surprise, wird sie auch im Amerikanischen immer mit s geschrieben.)
- die unterschiedliche Verwendung von verdoppelten Konsonanten: Zum einen wird ein Konsonant im amerikanischen Englisch nur verdoppelt, wenn es einem betonten Vokal folgt, und dies wird konsequent auch beim Buchstaben L gemacht, so wie das Britische es nur bei anderen Konsonanten macht; daraus ergibt sich, dass gewisse finite Verbformen, z. B. traveling (statt travelling) und chiseled (statt chiselled), vom britischen Englisch abweichen, während es bei controllable, compelling, offered und referred keinen orthografischen Unterschied gibt. Andererseits werden in Wörtern wie (to) enroll, installment oder skillful im Gegensatz zum britischen Englisch zwei L geschrieben, da es sich um das Hauptteil des Wortes handelt. Im Britischen wird umgekehrt z. B. sowohl das Wort skill als auch das Wort full vereinfacht geschrieben, wenn sie als Hauptteil und Endung des Wortes skilful benutzt werden.
- die Bevorzugung kürzerer und vereinfachender Schreibweisen, die durch Änderung oder Wegfall bestimmter Buchstaben, die für die Aussprache unerheblich sind, erfolgen können; Beispiele hierfür sind mold (statt mould) und judgment (statt judgement) sowie plow und draft für das britische plough bzw. draught. Auch Wörter griechischen oder lateinischen Ursprungs werden häufig vereinfacht; Beispiele hierfür sind encyclopedia (statt encyclopaedia) und maneuver (statt manoeuvre).
Bis zu einem gewissen Grade treffen die Abweichungen auch auf das kanadische Englisch zu.
Beispiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eine Sprecherin des General American aus Georgia (Alice Walker)
- Sprecher des General American aus Kalifornien (Conrad Anker)
Forschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine systematische wissenschaftliche Erforschung des amerikanischen Englisch hat ihre Ursprünge Ende des 19. Jahrhunderts, als größeres Interesse an amerikanischen Dialekten entstand. 1889 wurde deshalb die American Dialect Society gegründet. Die erste umfangreiche populärwissenschaftliche Monografie über das amerikanische Englisch war The American Language von H.L. Mencken, das mehrere Auflagen durchlief und 1945 und 1948 durch zwei Supplementbände ergänzt wurde. Die erste umfangreiche wissenschaftliche Publikation zum amerikanischen Englisch ist The English Language in America von George P. Krapp. Ab 1938 erschienen mehrere Wörterbücher des Englischen, darunter A Dictionary of American English on Historical Principles (1938–1944), A Dictionary of Americanisms, on Historical Principles (1951) und The Dictionary of American Regional English (1985–2012).[38] Ein Meilenstein für die Erforschung die Aussprache des amerikanischen Englisch ist der The Atlas of North American English.[39]
Für das amerikanische Englisch liegen wie für andere Varietäten der englischen Sprache große, systematische Sammlungen geschriebener und gesprochener Sprache (Korpora) vor. Als Pionierarbeit in der Korpuslinguistik zählt das Brown University Standard Corpus of Present-Day American English, das in den 1960er Jahren an der Brown University entstanden ist. Ein wichtiges aktuelles Korpus ist der American National Corpus.[40]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Henry L. Mencken: The American Language: An Inquiry into the Development of English in the United States. Alfred A. Knopf, New York, 1921.
- John Algeo: The Cambridge History of the English Language VI: English in North America. Cambridge University Press, Cambridge 2001, ISBN 0-521-26479-0.
- Richard W. Bailey: Speaking American: A History of English in the United States. Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-517934-7.
Allgemeine Beschreibungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Julie S. Amberg, Deborah J. Vause: American English: History, Structure, and Usage. Cambridge University Press, Cambridge 2009. ISBN 978-0-521-61788-8.
- Edward Finegan, John R. Rickford: Language in the USA: Themes for the Twenty-first Century. Cambridge University Press, Cambridge 2004. ISBN 978-0-521-77747-6.
- Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2.
- Edgar W. Schneider (Hrsg.): Varieties of English: The Americas and the Caribbean. Mouton de Gruyter, Berlin/New York 2008, ISBN 978-3-11-019636-8.
Regionale Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Timothy C. Frazer: Heartland English: Variation and Transition in the American Midwest. University Alabama Press 2005. ISBN 0-8173-5244-9.
- William Labov, Sharon Ash, Charles Boberg: The Atlas of North American English: Phonetics, Phonology and Sound Change. Mouton de Gruyter, 2005. ISBN 978-3-11-016746-7.
- Thomas E. Murray, Beth Lee Simon: Language Variation and Change in the American Midland: A New Look at 'Heartland' English. John Benjamins Publ. Co., 2006. ISBN 978-90-272-4896-1.
- Walt Wolfram, Ben Ward: American Voices – How Dialects Differ from Coast to Coast. Wiley-Blackwell 2005. ISBN 978-1-4051-2109-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Telsur Project at the Linguistics Laboratory, University of Pennsylvania
- Linguistic Atlas Projects
- BYU Corpus of American English, 1990–2012, Brigham Young University
- American English Dialect Recordings. The Center for Applied Linguistics Collection bei der Library of Congress
- American Languages: Our Nation’s Many Voices. University of Wisconsin Digital Collections
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 110.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English. 5. Auflage. Routledge, London/New York 2008, ISBN 978-0-340-97161-1, S. 4–5.
- ↑ David Crystal: English as a Global Language, 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 978-0-521-53032-3, S. 100, 103.
- 1 2 David Crystal: English as a Global Language, 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 978-0-521-53032-3, S. 31.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 97.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 98.
- ↑ David Crystal: English as a Global Language, 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 978-0-521-53032-3, S. 32–33.
- 1 2 Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 98–100.
- 1 2 David Crystal: English as a Global Language, 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 978-0-521-53032-3, S. 35.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 101.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 102–103.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 103.
- 1 2 Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 104–105.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 6. Auflage. Routledge, London/New York 2017, ISBN 978-1-138-23369-0, S. 47, 49.
- ↑ Albert C. Baugh, Thomas Cable: A History of the English Language, 6. Auflage. Routledge, Abingdon 2013, ISBN 978-0-415-65596-5, S. 349–353.
- ↑ English, auf Ethnologue
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 106.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 6. Auflage. Routledge, London/New York 2017, ISBN 978-1-138-23369-0, S. 47–49.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 6. Auflage. Routledge, London/New York 2017, ISBN 978-1-138-23369-0, S. 52–53.
- 1 2 Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 6. Auflage. Routledge, London/New York 2017, ISBN 978-1-138-23369-0, S. 49–52.
- ↑ Albert C. Baugh, Thomas Cable: A History of the English Language, 6. Auflage. Routledge, Abingdon 2013, ISBN 978-0-415-65596-5, S. 372.
- ↑ Albert C. Baugh, Thomas Cable: A History of the English Language, 6. Auflage. Routledge, Abingdon 2013, ISBN 978-0-415-65596-5, S. 372–374.
- ↑ Albert C. Baugh, Thomas Cable: A History of the English Language, 6. Auflage. Routledge, Abingdon 2013, ISBN 978-0-415-65596-5, S. 374–377.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 6. Auflage. Routledge, London/New York 2017, ISBN 978-1-138-23369-0, S. 13.
- ↑ Tomasz P. Szynalski: Flap t FAQ
- ↑ David Eddington, Michael Taylor: T-glottalization in American English (PDF)
- ↑ Susan Ryan: American English: The Dropped T Sound
- ↑ William Labov, Sharon Ash und Charles Boberg: Nearly completed mergers (PDF; 2,6 MB) in: The Atlas of North American English (PDF; 2,6 MB), abgerufen am 9. November 2019.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 128–129.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Eine Einführung. Erich Schmidt, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 130.
- ↑ Peter Trudgill, Jean Hannah: International English: A guide to the varieties of Standard English, 5. Auflage. Routledge, London/New York 2008, ISBN 978-0-340-97161-1, S. 88–92
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 124.
- ↑ Klaus Hansen, Uwe Carls, Peter Lucko: Die Differenzierung des Englischen in nationale Varianten. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-503-03746-2, S. 124–125.
- ↑ merriam-webster.com
- ↑ ahdictionary.com
- ↑ infoplease.com
- ↑ Are spellings like 'privatize' and 'organize' Americanisms? ( vom 29. September 2007 im Internet Archive)
- ↑ Albert C. Baugh, Thomas Cable: A History of the English Language, 6. Auflage. Routledge, Abingdon 2013, ISBN 978-0-415-65596-5, S. 388–391.
- ↑ William Labov, Sharon Ash, Charles Boberg: The Atlas of North American English: Phonetics, Phonology and Sound Change. Mouton de Gruyter, 2005. ISBN 978-3-11-016746-7.
- ↑ Tony McEnery, Richard Xiao, Yukio Tono: Corpus-Based Language Studies: an advanced resource book. Routledge, London/New York 2006, ISBN 978-0415-28623-7, S. 4, 60.