Althing
| Althing | ||||||||||||||||||
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| Basisdaten | ||||||||||||||||||
| Sitz: | Alþingishúsið, Reykjavík | |||||||||||||||||
| Legislaturperiode: | 4 Jahre | |||||||||||||||||
| Erste Sitzung: | 1. Dezember 1918 (heutiges Althing) | |||||||||||||||||
| Abgeordnete: | 63 | |||||||||||||||||
| Aktuelle Legislaturperiode | ||||||||||||||||||
| Letzte Wahl: | 30. November 2024 | |||||||||||||||||
| Vorsitz: | Þórunn Sveinbjarnardóttir (S) | |||||||||||||||||
| Sitzverteilung: | Regierung (36)
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| Website | ||||||||||||||||||
| www.althingi.is | ||||||||||||||||||
| Alþingishúsið | ||||||||||||||||||
| Wahlkreis | 2003 | 2007 | 2009 | 2013 | 2016 | 2017 | ||||||||||||
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| W | K | S | W | K | S | W | K | S | W | K | S | W | K | S | W | K | S | |
| Reykjavíkurkjördæmi norður (Reykjavík Nord) | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 |
| Reykjavíkurkjördæmi suður (Reykjavík Süd) | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 | 9 | 2 | 11 |
| Suðvesturkjördæmi (Süd-West) | 9 | 2 | 11 | 10 | 2 | 12 | 10 | 2 | 12 | 11 | 2 | 13 | 11 | 2 | 13 | 11 | 2 | 13 |
| Norðvesturkjördæmi (Nord-West) | 9 | 1 | 10 | 8 | 1 | 9 | 8 | 1 | 9 | 7 | 1 | 8 | 7 | 1 | 8 | 7 | 1 | 8 |
| Norðausturkjördæmi (Nord-Ost) | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 |
| Suðurkjördæmi (Süd) | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 | 9 | 1 | 10 |
| Gesamt | 54 | 9 | 63 | 54 | 9 | 63 | 54 | 9 | 63 | 54 | 9 | 63 | 54 | 9 | 63 | 54 | 9 | 63 |
Zusammensetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sitzverteilung direkt nach der Parlamentswahl vom 30. November 2024 sah folgendermaßen aus:[6]
| Partei | Ausrichtung | Vorsitzender | Sitze | |
|---|---|---|---|---|
| Samfylkingin (S) Allianz |
sozialdemokratisch | Kristrún Frostadóttir | 15 | |
| Sjálfstæðisflokkurinn (D) Unabhängigkeitspartei |
liberal-konservativ | Bjarni Benediktsson | 14 | |
| Viðreisn (C) Reform, Umbau |
liberal | Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir | 11 | |
| Flokkur fólksins (F) Volkspartei / Partei der Leute |
populistisch | Inga Sæland | 10 | |
| Miðflokkurin (M) Zentrumspartei |
liberal, agrarisch |
Sigmundur Davíð Gunnlaugsson | 8 | |
| Framsóknarflokkurinn (B) Fortschrittspartei |
liberal, agrarisch |
Sigurður Ingi Jóhannsson | 5 | |
| Gesamt | 63 | |||
Die sozialdemokratische Allianz unter Kristrún Frostadóttir konnte erstmals seit der Parlamentswahl in Island 2009 wieder stärkste Kraft werden. Die Unabhängigkeitspartei von Premierminister Bjarni Benediktsson wurde, ebenfalls erstmals seit 2009, zweitstärkste Kraft, knapp hinter der Allianz. Nicht erneut in das Althing einziehen konnten die Piratenpartei sowie die Links-Grüne Bewegung unter Svandís Svavarsdóttir. Letztere stellte mit Katrín Jakobsdóttir noch bis April 2024 die Premierministerin Islands.
Parlamentswahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Mitglieder des Parlaments werden regulär für vier Jahre auf Basis des Verhältniswahlrechts gewählt. Jeder Wahlbezirk entsendet dabei eine festgelegte Anzahl von Abgeordneten (insgesamt 54), die restlichen 9 Ausgleichssitze werden nach dem landesweiten Stimmenanteil der Parteien vergeben. Durch die Festlegung der Sitzanzahl jedes einzelnen Wahlbezirks, die die Bevölkerungssituation mindestens vier bis fünf Jahre vor der zu betrachtenden Wahl widerspiegelt, kommt es zu einem starken Ungleichgewicht des Stimmgewichts. So haben Politologen berechnet, dass vor der 2002 vollzogenen Wahlbezirksreform ein Bewohner des damals am schwächsten bevölkerten Bezirks Westfjorde (heute ist Norðurland vestra am dünnsten besiedelt) ein bis zu zehnfach höheres Stimmgewicht als ein Bewohner von Reykjavík hatte. Diese Ungleichheit wurde durch die Reformen nur teilweise abgemildert. Die Mandate werden nach dem D’Hondt-Verfahren vergeben.[7]
Wahlen in den 1990er Jahren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den landesweiten Kommunalwahlen 1994 hatten die regierenden Koalitionsparteien, die konservative Unabhängigkeitspartei und die Sozialdemokratische Partei, die Unterstützung im gesamten Land verloren. Auch in der Hauptstadt Reykjavík verlor die Unabhängigkeitspartei nach mehr als einem halben Jahrhundert die Mehrheit.
Bei den folgenden Parlamentswahlen 1995 verloren die Unabhängigkeitspartei und die Sozialdemokratische Partei vier Sitze. Sie hätten immer noch eine knappe Mehrheit im 63-köpfigen Althing gehabt. Jedoch erwählte der Premierminister und Parteivorsitzende der Unabhängigkeitspartei, Davíð Oddsson, die wiederauflebende Fortschrittspartei zum Partner, um eine stärkere und stabilere Mehrheit mit 40 Sitzen zu erlangen. Neben der geteilten Meinung innerhalb der Sozialdemokratischen Partei über Ökonomie und Islands mögliche Rolle innerhalb der Europäischen Union schadete sich die Partei auch dadurch, dass sie die einzige Partei war, die einen Antrag Islands auf eine EU-Mitgliedschaft unterstützte.
Wahlen ab 2003
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Parlamentswahl 2003 brachte Verluste für die führenden Koalitionsparteien, die Unabhängigkeitspartei und die Fortschrittspartei, die aber die gemeinsame Regierung dennoch fortsetzen konnten.
Bei der Parlamentswahl im Jahre 2007 gewann wie auch schon in den vorigen Wahlen die Unabhängigkeitspartei die Mehrheit und bildete mit der Allianz (Island) eine Große Koalition unter Ministerpräsident Geir Haarde.
Am 25. April 2009 fand nach dem Bruch der Großen Koalition im Januar 2009 eine vorgezogene Parlamentswahl statt. In dieser errangen Sozialdemokraten und Linksgrüne die Mehrheit und bildeten eine gemeinsame Regierung unter Jóhanna Sigurðardóttir.
Die regierenden Parteien verloren in den Wahlen vom 27. April 2013 drastisch an Zustimmung und so regierte seitdem wieder eine Koalition aus Unabhängigkeits- und Fortschrittspartei, zunächst unter Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson (Fortschrittspartei) und seit dessen Rücktritt im April 2016 unter Sigurður Ingi Jóhannsson (ebenfalls Fortschrittspartei). Diese Koalition verlor bei der vorgezogenen Neuwahl vom 29. Oktober 2016 ihre Mehrheit. Aufgrund der zersplitterten Parteienlandschaft mit nun sieben im Althing vertretenen Parteien erwies sich eine Regierungsbildung als schwierig; erst seit 11. Januar 2017 war eine Regierung aus Unabhängigkeitspartei, Viðreisn (Reformpartei) und Björt framtíð (Helle Zukunft) im Amt, das Kabinett Bjarni Benediktsson. Regierungschef war Bjarni Benediktsson von der Unabhängigkeitspartei. Diese Koalition brach bereits im September nach einem politischen Skandal und dem Austritt von Björt framtíð wieder auseinander.[8] Am 28. Oktober 2017 fanden daher erneut vorgezogene Neuwahlen statt.[9]
Sitzverteilung seit 1919
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Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Isländisches Parlament (isländisch, englisch, dänisch)
- Wahlrecht.de – Das Wahlsystem der Wahl des Isländischen Parlaments
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dieter Nohlen (Red.): Die Wahl der Parlamente und anderer Staatsorgane, Bd. 1, Berlin 1969, S. 709.
- ↑ Dieter Nohlen, Philip Stöver (Eds.): Elections in Europe. A Data Handbook, Nomos, Baden-Baden 2010, S. 958.
- ↑ Martin Fehndrich: Wahlsystem: Island (Althing). In: Wahlrecht.de. 29. April 2008, abgerufen am 30. Oktober 2016.
- ↑ Thorkell Helgason: Apportionment of Seats to Althingi, the Icelandic Parliament: Analysis of the Elections on May 10, 2003, May 12, 2007, April 25, 2009 and April 27, 2013. (PDF) Wahlkommission Islands, November 2013, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 10. Oktober 2020; abgerufen am 29. Oktober 2017 (englisch).
- ↑ General elections. Statistikamt Islands, abgerufen am 29. Oktober 2017 (englisch).
- ↑ Úrslit Alþingiskosninga í nóvember 2024. In: mbl.is. Morgunblaðið, 1. Dezember 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024 (isländisch).
- ↑ Thorkell Helgason: Apportionment of Seats to Althingi, the Icelandic Parliament. (PDF) The National Electoral Commission of Iceland, November 2013, archiviert vom am 10. Oktober 2020; abgerufen am 21. Juli 2018 (englisch).
- ↑ aev/Reuters: Politischer Skandal: Regierung in Island bricht auseinander. In: Spiegel Online. 15. September 2017, abgerufen am 15. September 2017.
- ↑ Jelena Ćirić: Elections Confirmed for October 28th. In: Iceland Review. 18. September 2017, abgerufen am 18. September 2017 (englisch).




