Alpnach
| Alpnach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Staat: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bezirk: | keine Bezirkseinteilung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| BFS-Nr.: | 1401 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 6053 Alpnachstad 6055 Alpnach | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Koordinaten: | 663575 / 199136 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 464 m ü. M. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhenbereich: | 432–2128 m ü. M.[1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 53,79 km²[2] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 6511 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohnerdichte: | 121 Einw. pro km² | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 18,3 % (31. Dezember 2023)[4] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Website: | www.alpnach.ch | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Alpnach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung spricht häufig noch Obwaldnerdeutsch, eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 89,7 % Deutsch, 2,25 % Albanisch und 1,78 % Portugiesisch als Hauptsprache an.
Religionen – Konfessionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung war früher vollumfänglich Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Die Konfessionsverhältnisse im Jahr 2000 lassen trotz Durchmischung immer noch die ursprüngliche Struktur erkennen. 3'843 Personen waren katholisch (77,92 %). Daneben gab es 8,15 % protestantische und 1,66 % orthodoxe Christen, 4,50 % Muslime und 4,08 % Konfessionslose. 169 Personen (3,43 %) machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis. Bis vor wenigen Jahrzehnten war fast die gesamte Einwohnerschaft katholisch. Die Entkirchlichung und die starke Zuwanderung aus anderen Gemeinden und dem Ausland hat in Alpnach zu einem raschen Anstieg anderer Bekenntnisgruppen geführt.
Herkunft – Nationalität
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den laut BFS[11] 6125 Bewohnern Ende 2021 waren 5117 (83,54 %) Schweizer Staatsangehörige. Die Zugewanderten stammen mehrheitlich aus Mitteleuropa, Südeuropa, dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei und Asien (Afghanistan und Sri Lanka). Die grössten Zuwanderungsgruppen kommen aus Deutschland (199 Personen), Portugal (196 Personen), Nordmazedonien (110 Personen), Italien (91 Personen), Kosova/Kosovo (64 Personen) und Kroatien (29 Personen). Bei der Volkszählung 2000 waren 4'247 Personen (86,11 %) Schweizer Bürger; davon besassen 168 Personen eine doppelte Staatsbürgerschaft.
Altersstruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde zählte im Jahr 2000 einen hohen Anteil an Leuten im mittleren Alter. Während der Anteil der Personen unter zwanzig Jahren 26,70 % der Ortsbevölkerung ausmachte, waren 15,33 % Senioren (60 Jahre und älter). Die grösste Altersgruppe stellten die Personen zwischen 30 und 44 Jahren.
Bei der Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgende Altersstruktur:
| Alter | 0–6 Jahre | 7–15 Jahre | 16–19 Jahre | 20–29 Jahre | 30–44 Jahre | 45–59 Jahre | 60–79 Jahre | 80 Jahre und mehr |
| Anzahl | 421 | 663 | 233 | 629 | 1366 | 864 | 597 | 159 |
| Anteil | 8,54 % | 13,44 % | 4,72 % | 12,75 % | 27,70 % | 17,52 % | 12,10 % | 3,22 % |
Im Jahr 2018 zählte die Gemeinde einen hohen Anteil an Einwohnern im mittleren Alter. Während der Anteil der Personen unter zwanzig Jahren 20,86 % der Ortsbevölkerung ausmacht, sind 21,75 % Senioren (60 Jahre und älter). Die grösste Altersgruppe stellen die Personen zwischen 45 und 59 Jahren. Auf 100 Personen im arbeitsfähigen Alter (20–64 Jahre; 3853 Personen) entfallen 33 Junge (1258 Personen) und 24 Menschen (920 Personen) im Pensionsalter.
Ende 2018 ergab sich folgende Altersstruktur:
| Alter | 0–6 Jahre | 7–15 Jahre | 16–19 Jahre | 20–29 Jahre | 30–44 Jahre | 45–59 Jahre | 60–79 Jahre | 80 Jahre und mehr | |||
| Anzahl | 473 | 543 | 242 | 757 | 1230 | 1474 | 1074 | 238 | |||
| Anteil | 7,84 % | 9,00 % | 4,01 % | 12,55 % | 20,39 % | 24,44 % | 17,81 % | 3,95 % | |||
| Quelle: Bundesamt für Statistik, Bevölkerung nach Alter Ende 2018 | |||||||||||
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpnach wird von einem Gemeinderat aus fünf Mitgliedern geleitet. Gemeindepräsident ist seit dem 1. Juli 2024 Bruno Vogel (CVP – Die Mitte). Gemeindeversammlungen als oberstes Organ der Gemeinde finden zweimal im Jahr statt. Die Alpnacher entsenden seit 2014 neun Vertreter in den Obwaldner Kantonsrat, zuvor waren es wegen des niedrigeren Bevölkerungsanteils nur acht Vertreter gewesen.
Wirtschaft und Infrastruktur
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Nebst traditioneller Milchwirtschaft und deren Alpbewirtschaftung (Käseproduktion: Sbrinz, Obwaldner Alpkäse, Parmino usw.) sind in der Gemeinde Alpnach Dienstleistungs- und Holzbearbeitungsindustrien, verschiedene Baufirmen bzw. Bauteillieferanten, aber auch Hightech-Unternehmen (Mikroelektronik, Software) ansässig. In der Talebene befindet sich der Militärflugplatz Alpnach (ICAO-Code: LSMA), genutzt als Helikopterbasis der Schweizer Luftwaffe. Im Steinbruch Guber werden jährlich 60'000 Tonnen grauer Quarzsandstein abgebaut, von dem etwa ein Drittel zu Pflastersteinen verarbeitet wird.
In Alpnach gab es (2008) 2'232 Beschäftigte in 317 Betrieben. 9,5 % der Beschäftigten in Alpnach arbeiteten im Bereich Landwirtschaft/Forstwirtschaft/Fischerei (Sektor 1), 44,0 % in Industrie und Gewerbe (Sektor 2) und 46,5 % in Dienstleistungsunternehmen (Sektor 3). Die Arbeitslosenquote betrug 2011 1,09 %.
Im Jahr 2000 gab es 1'796 Erwerbstätige in Alpnach. Davon waren 990 (55,12 %) Einheimische und 806 Zupendelnde, wobei die Zupendelnden vorwiegend aus der Region kamen. Im gleichen Jahr waren 2'693 Menschen aus Alpnach erwerbstätig, womit 1'701 Personen in anderen Gemeinden arbeiteten.
Im Jahr 2017 waren von den 2956 Beschäftigten 2016 männlich und 940 weiblich. Die Zahlen für die 3 Sektoren sehen wie folgt aus:
| Betriebe | Beschäftigte | Vollzeitstellen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Betriebe 1. Sektor | 76 | 14,64 % | ||||
| Beschäftigte 1. Sektor | 185 | 6,26 % | ||||
| Vollzeitstellen 1. Sektor | 123 | 5,11 % | ||||
| Betriebe 2. Sektor | 86 | 16,57 % | ||||
| Beschäftigte 2. Sektor | 1116 | 37,75 % | ||||
| Vollzeitstellen 2. Sektor | 1000 | 41,58 % | ||||
| Betriebe 3. Sektor | 357 | 68,79 % | ||||
| Beschäftigte 3. Sektor | 1655 | 55,99 % | ||||
| Vollzeitstellen 3. Sektor | 1282 | 53,31 % | ||||
| Betriebe Total | 519 | 100 % | ||||
| Beschäftigte Total | 2956 | 100 % | ||||
| Vollzeitstellen Total | 2405 | 100 % | ||||
| Quelle: Bundesamt für Statistik; Statistik der Unternehmensstruktur STATENT, Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Gemeinde und Wirtschaftssektoren | ||||||
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Alpnachstad am Alpnachersee führt die Pilatusbahn als steilste Zahnradbahn der Welt hoch zum Pilatus (2132 m), einem markanten in das Schweizer Mittelland ragenden Bergrücken der Zentralschweiz. Die Bergstation der Zahnradbahn sowie die beiden Berghotels liegen vollständig auf Alpnacher Gemeindeboden.
Der nahe gelegene Alpnachersee, ein Seitenarm des Vierwaldstättersees, ist geeignet für verschiedene Wassersportarten, insbesondere mit guten Windsurfverhältnissen auch für Anfänger.
Alpnach bietet einen guten Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen und Biketouren in das Schlierental, in das Auengebiet des Wichelsees, des Alpnachersees und der Flussgebiete «Schlieren/Sarner Aa». Weiterhin bieten sich mittelschwere Bergwanderungen im Pilatusgebiet (Esel, Tommlishorn, Mittaggüpfi) an, mit Rastmöglichkeiten in verschiedenen Bergrestaurants und lokalen Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Bauernhöfen.
Als markanter Punkt in der Landschaft steht die Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit ihrem spitzen, 91 Meter hohen Kirchturm. Daneben befinden sich in den Gemeindeteilen Alpnachstad und Schoried früh datierte Kapellen.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Öffentlicher Verkehr
Durch Alpnach verläuft die Zentralbahn-Strecke Luzern–Interlaken mit zwei Stationen im Gemeindegebiet: Alpnach Dorf und Alpnachstad. Von der Station Alpnachstad aus führt die Pilatusbahn auf den gleichnamigen Berg, zudem befindet sich dort eine Schiffanlegestelle der SGV.
- Individualverkehr
Durch Alpnach verläuft die Hauptstrasse 4 Schaffhausen–Zürich–Luzern–Brünig–Brienz. Durch einen Steinschlag am Lopper im Herbst 2009 war die Strasse bis 2011 unterbrochen, der Verkehr verlief stattdessen über eine Pontonbrücke. Zudem verfügt Alpnach über eine Anschlussstelle der Autostrasse A8.
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gemeindehaus
- Pfarrkirche St. Maria Magdalena
- Reformierte Kirche
- Schulhaus (1916)
- Schulhäuser (1958 und 1991)
- Bahnhofplatz
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dominikus Bucher (1871–1945), Benediktiner, Abt von Muri-Gries
- Adalbert Durrer (1950–2008), Nationalrat, CVP-Präsident
- Ruedi Klapproth (1925–2012), Lehrer und Jugendschriftsteller, wohnte seit 1974 in Alpnach
- Marianus Rot (1597–1663), katholischer Geistlicher und Bühnenautor
- Megi Zumstein (* 1973), Grafikdesignerin
- Marco Burch (* 2000), Fussballspieler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Angelo Garovi, Roland Sigrist et al.: Korporation Alpnach – Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Verlag Martin Wallimann, Alpnach 2012, ISBN 978-3-905969-21-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Alpnach
- Otto Camenzind: Alpnach. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
- 1 2 Andres Kristol/Gabrielle Schmid: Alpnach OW (Obwalden) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 83f.
- ↑ Otto Camenzind: Alpnach – zur Geschichte und Gegenwart unserer Gemeinde. 1991
- ↑ Chronik von Alpnach von Anton Küchler, 1839–1905, Pfarrhelfer in Kerns
- ↑ Zur Geschichte des Dorfes auf www.alpnach.ch
- 1 2 Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Hrsg.): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 65, Stichwort Alpnach (Scan der Lexikon-Seite).
- ↑ Ein «Kilcher» ist ein Bürger oder Angehöriger der Kirchgemeinde und am Grundeigentum beteiligt, siehe Eintrag «2. Chilcher» im Schweizerischen Idiotikon. Neue Kilcher mussten sich einkaufen.
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geburtsort und Staatsangehörigkeit



