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Allan Combs

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Allan Leslie Combs, 1999

Allan Leslie Combs (* 6. November 1942 in Columbus, Ohio; † 5. April 2025 in Cuenca, Ecuador) war ein US-amerikanischer Psychologe, Neuropsychologe und Bewusstseinsforscher. Bekannt wurde er insbesondere durch Arbeiten zur Bewusstseinsforschung, Systemtheorie, Chaostheorie und transpersonalen Psychologie.

Leben und Wirken

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Allan Leslie Combs kam in Columbus im US-Bundesstaat Ohio als einziger Sohn von Leslie Hill Combs († 2007)[1] und dessen erster Ehefrau Thelma Combs, geborene Shelby, zur Welt. Er besuchte die Mifflin High School und interessierte sich bereits früh für Naturwissenschaften und klassische Musik.

Anfang der 1960er Jahre studierte er zunächst Physik und später Psychologie an der Ohio University beziehungsweise der Ohio State University, das er 1964 beendete. Während seines Studiums setzte er sich nach eigenen Angaben intensiv mit seiner Legasthenie auseinander, die später Einfluss auf sein psychologisches Denken gehabt habe.

Anschließend absolvierte er Studiengänge an der University of Florida sowie der University of Georgia. Dort beschäftigte er sich mit Klinischer Psychologie sowie mit neurophysiologischer Forschung und mathematischen Modellen neuronaler Aktivität. In Florida erwarb er im Jahre 1967 einen „Masters in Rehabilitation Counseling“ gefolgt von einem „Masters in Psychology“ und den Ph.D. in Neuropsychology in Georgia 1967 bzw. 1977. Während dieser Zeit setzte er sich mit den Arbeiten von Carl Gustav Jung, Abraham Maslow, Carl Rogers, John C. Lilly sowie mit europäischer Phänomenologie und östlicher Spiritualität auseinander.[2]

Nach seinem Studium lehrte Combs zunächst am Earlham College in Indiana. Danach war er an der Missouri Southern State University, als außerordentlicher Professor von 1975 bis 1982, tätig, wo er unter anderem den Fachbereich Psychologie leitete. Ab den frühen 1980er Jahren lehrte er an der University of North Carolina at Asheville[3], später als Professor für Neuropsychologie. Dort war er am Masterstudiengang „Conscious Evolution“ beteiligt.[4]

2006 wechselte Combs an das „California Institute of Integral Studies“ (CIIS) in San Francisco, wo er als Professor sowie als Direktor des „Center for Consciousness Studies“ tätig war. Darüber hinaus lehrte er am „Graduate Institute“ in Connecticut.[5]

Combs hinterlässt seine Ehefrau Julie Combs, geborene Navin (verheiratet seit 1994), seinen Sohn Alex L. Combs[6], seinen Schwiegersohn Andrew Eakett und seinen Stiefsohn Zeb Hauptman-Dezern.[7]

Combs veröffentlichte mehr als 200 wissenschaftliche Artikel, Buchkapitel und Werke. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Synchronicity (1994), The Radiance of Being (1996) und Consciousness Explained Better (2009).[8]

In seiner wissenschaftlichen Arbeit versuchte Combs, Bewusstseinsforschung, Systemtheorie, Evolutionsdenken und Chaostheorie miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit Frederick Abraham gründete er die „Society for Chaos Theory in Psychology and Life Sciences“. Außerdem arbeitete er unter anderem mit Ervin László, Stanley Krippner und Ken Wilber zusammen. Der Begriff der Bewusstseinszustände wurde in der sogenannten „Wilber-Combs-Gitterformel“ (englisch Wilber-Combs lattice)[9] weiter präzisiert. Diese besagt, dass Bewusstseinszustände von der Ebene oder Hauptstruktur des Bewusstseins, die in der jeweiligen Person wirkt, erlebt und unmittelbar interpretiert werden. Auf diese Weise können relativ hohe Bewusstseinszustände von mehr oder weniger entwickelten und reifen Personen interpretiert werden.

Er war Gründer und Ehrenpräsident der „Society for Consciousness Studies“, Mitherausgeber verschiedener Fachzeitschriften zur Bewusstseinsforschung sowie Mitglied des „Club of Budapest“. Er war 2021 Mitgründer des „Four rivers institute“ (spanisch Instituto cuatro ríos) in Ecuador.[10][11]

Für seine Lehrtätigkeit erhielt Combs 2002/2003 den „National Teaching Award of the Association of Graduate Liberal Studies Programs“.

Werke (Auswahl)

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  • (mit Mark Holland) Synchronicity: Science, Myth, and the Trickster. Floris, Edinburgh 1994, ISBN 0863152074.
  • The Radiance of Being. Paragon House, St. Paul 1996 ISBN 1557787557.
  • Consciousness Explained Better. Paragon House, St. Paul, Minnesota 2009 ISBN 1557788839.
  • Ervin László, Allan Combs: The Integral Vision. Inner Traditions, Rochester 2009.
  • What is Integral Consciousness? California Institute of Integral Studies, 2014, auf digitalcommons.ciis.edu
  • Die Psychologie des menschlichen Bewusstseins. Phänomen-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-933-32167-1
  • Die Magie des Zufalls: Synchronizität: eine neue Wissenschaft. zusammen mit Mark Holland, Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 978-3-49919-177-0
  • Fotografie von Allan Leslie Combs, auf legacy.net ;
  • Allan Combs. Obituries, The Press Democrat, auf pressdemocrat.com

Einzelnachweise

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  1. Leslie Hill Combs, Legacy, Nachruf auf legacy.comn
  2. Allan Combs. Integral Life, auf integrallife.com
  3. [ARCHIVED CATALOG], Faculty. Faculty–Retired and Emeriti, 2017-2018 Faculty, auf catalog.unca.edu
  4. Allan Leslie Combs, Campaign for Open Science, auf opensciences.org
  5. Allan Combs Obituary. Legacy, Nachruf auf legacy.com
  6. Alex Combs: A Thank-You Gift to My Dad: Illustrations Based on Olaf Stapledon’s Star Maker. Journal of Conscious Evolution, (2026) 22(2), auf digitalcommons.ciis.edu
  7. Allan Leslie Combs. In: The Press Democrat. 13. April 2025, abgerufen am 20. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  8. Allan Combs - Curriculium Vita e. In: Faculty Emeritus of Conscious Studies, Emeritus. California Institute of Integral Studies, abgerufen am 20. Mai 2026 (englisch).
  9. Abbildung der Wilber-Combs-Gitterformel (englisch Wilber-Combs lattice), auf researchgate.net
  10. Allan Combs. In: Officers. Four rivers institute, abgerufen am 20. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  11. Four-Rivers Institute. In: The Laszlo Institute. Abgerufen am 20. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).