Berühmt ist Alappuzha besonders für das alljährlich im August stattfindende Schlangenbootrennen um den Nehru Cup, das dem hinduistischenOnam-Fest vorausgeht. Dabei wetteifern zahlreiche Chundan – lange, schmale und kunstvoll verzierte Boote mit bis zu 120 Paddlern – um den Sieg.
Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Fischerdorf Alappuzha unter der Herrschaft der Könige von Travancore zur Stadt und zu einem der wichtigsten Seehäfen des Reiches. Die wirtschaftliche Bedeutung Alappuzhas stieg im 19. Jahrhundert noch, so wurde 1859 die erste Kokosfaserfabrik Travancores in der Stadt eröffnet. Danach stagnierte die Entwicklung jedoch, so dass Alappuzha bis heute eher beschaulich und kleinstädtisch wirkt.
Der Fremdenverkehr gewinnt als Einkommensquelle zunehmend an Bedeutung. Die wegen ihrer Kanäle als „Venedig des Ostens“ bezeichnete Stadt ist ein beliebter Ausgangspunkt für Bootsfahrten auf den Backwaters, zudem ziehen die berühmten Schlangenbootrennen jährlich tausende Besucher an.
In der 13 km südlich gelegenen Stadt Ambalapuzha steht ein Sri-Krishna-Tempel, der um 800 n. Chr. von Chembakasseri Pooradam im Kerala-Stil erbaut wurde und eine Kupfertrommel (Mizhavu) aus dem 18. Jahrhundert enthält.