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Agno TI

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Agnof zu vermeiden.
Agno
Wappen von Agno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5141i1f3f4
Postleitzahl: 6982
Koordinaten: 713215 / 95103Koordinaten: 45° 59′ 53″ N,  54′ 0″ O; CH1903: 713215 / 95103
Höhe: 280 m ü. M.
Höhenbereich: 270–505 m ü. M.[1]
Fläche: 2,49 km²[2]
Einwohner: 4554 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 1829 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
33,4 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Thierry Morotti (FDP)
Website: www.agno.ch
Agno und Luganersee im Hintergrund, vorn Bioggio
Agno und Luganersee im Hintergrund, vorn Bioggio
Lage der Gemeinde
Karte von AgnoVal Mara
Karte von Agno
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Agno (italienisch: [aɲɲo], deutsch veraltet Eng; in einheimischer Mundart: [])[5] ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin, Hauptort des Kreises Agno des Bezirks Lugano in der Region Malcantone.

Agno. Historisches Luftbild von Werner Friedli (Fotograf): (1963)
Flugplatz Lugano-Agno. Historisches Luftbild von W. Friedli (1964)
Flugplatz Lugano-Agno
Kollegiatkirche Santi Giovanni Battista und Provino
Romanischer Sarkophag
Golf von Agno

Das Dorf am Luganersee ist die wichtigste Ortschaft im Malcantone und umfasst die Ortsteile «Cassina d’Agno», «Mondonico» und «Serocca». Nachbargemeinden sind Magliaso, Bioggio, Neggio, Vernate, Collina d’Oro und Muzzano.

Im Jahr 735 wird erstmals ein cl. basilice Sci. Iohannis Aniasce‚ Geistlicher der Kirche des heiligen Johannes von Agno erwähnt, 874 ein Gundoaldus notarius de vico Amni. Der Ortsname wird zurückgeführt auf vulgärlateinisches amnius, eine Ableitung zu Latein amnis für Wasserlauf, Fluss, und verweist wohl auf den Vedeggio, der bei Agno in den Luganersee mündet.[5]

Die Pfarrei reicht in das 6. oder 7. Jahrhundert zurück und bestand ohne Zweifel im 9. Jahrhundert. Eine Ueberlieferung, die noch bei der Pfarrvisitation von 1684 bestand, behauptet, dass das Chorherrenstift von Kaiser Otto II. (HRR) (973–983) bei seinem Zuge nach Italien gegründet und dotiert worden sei.

Das erste Dokument, welches das Stiftskapitel erwähnt, ist von 1192. Der erste Propst, dessen Name bekannt ist, war Guglielmo da Marchirolo (1288–1301). 1591 umfasste die Pfarrei noch Magliaso, Neggio, Bioggio und Pura.

Bevölkerungsentwicklung

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Agno: Einwohnerzahlen von 1769 bis 2024
Jahr  Einwohner
1769
 
578
1799
 
616
1808
 
548
1824
 
595
1836
 
726
1850
 
911
1860
 
851
1870
 
865
1880
 
850
1888
 
827
1910
 
782
1930
 
807
1941
 
835
1950
 
909
1960
 
1.119
1970
 
2.035
1980
 
2.740
1990
 
3.222
1991
 
3.357
1992
 
3.478
1993
 
3.560
1994
 
3.633
1995
 
3.638
1996
 
3.597
1997
 
3.571
1998
 
3.504
1999
 
3.558
2000
 
3.576
2001
 
3.742
2002
 
3.752
2003
 
3.740
2004
 
3.775
2005
 
3.776
2006
 
3.806
2007
 
3.876
2008
 
3.922
2009
 
4.066
2010
 
4.110
2011
 
4.050
2012
 
4.174
2013
 
4.304
2014
 
4.380
2015
 
4.467
2016
 
4.518
2017
 
4.480
2018
 
4.445
2019
 
4.403
2020
 
4.376
2021
 
4.396
2022
 
4.468
2023
 
4.536
2024
 
4.554
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[6][7] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[8]
Stationsgebäude Agno, Strassenseite (2007)

Agno liegt an der Strasse von Ponte Tresa nach Lugano und wird durch die Schmalspurbahn Lugano-Ponte-Tresa-Bahn erschlossen. Der internationale Flughafen Lugano liegt auf Gemeindegebiet. Wegen der schönen Lage am See verfügt die Gemeinde über mehrere Camping-Plätze.

Sehenswürdigkeiten

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  • Kollegiatkirche Santi Giovanni Battista und Provino, schon erwähnt im Jahr 735[9]
  • Museo plebano bei der Kollegiatkirche[10]
  • Gemeindehaus Natale Vicari[9]
  • Palazzo Quadri[9]
  • Casa Fossati[9]
  • Grosser öffentlich zugänglicher Park am See

Veranstaltungen

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  • Agno Open Air Festival[11]

Persönlichkeiten

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Commons: Agno – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. 1 2 Barbara Meroni: Agno TI (Lugano). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 78.
  6. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.
  7. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  8. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.
  9. 1 2 3 4 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 400–401.
  10. Museo plebano auf portal.dnb.de (abgerufen am: 26. Mai 2016.)
  11. Agno Open Air Festival (Memento vom 26. August 2015 im Internet Archive)
  12. Anne-Marie Dubler: Mikron. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. Januar 2011.