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Achternholt

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Achternholt
Gemeinde Wardenburg
Koordinaten: 53° 4′ N, 8° 10′ OKoordinaten: 53° 3′ 38″ N, 8° 9′ 40″ O
Höhe: 9 m ü. NHN
Einwohner: 308 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl: 26203
Vorwahl: 04407
Achternholt (Niedersachsen)
Achternholt (Niedersachsen)
Lage von Achternholt in Niedersachsen
small>Ortseingang von Achternholt im Wassermühlenweg
Ortseingang von Achternholt im Wassermühlenweg

Achternholt ist ein Ort in der Gemeinde Wardenburg im niedersächsischen Landkreis Oldenburg und ein Teil des früheren Ortes Herbergen.

Das Dorf Achternholt liegt im mittleren Teil des Wardenburger Gemeindegebiets an der Kreisstraße K 149, die in Richtung Bösel im Landkreis Cloppenburg verläuft.

Oberlethe liegt etwa 1,5 Kilometer nördlich, Westerholt 2,5 Kilometer nordwestlich, Benthullen 4,5 Kilometer südwestlich, Littel 3,5 Kilometer südlich und der Hauptort Wardenburg etwa 3 Kilometer östlich von Achternholt. Wardenburg und Achternholt sind mit dem Wassermühlenweg miteinander verbunden. Die Wassermühle Wardenburg befindet sich nahe des östlichen Dorfeingangs.

Symbol für die Ortschaft Achternholt auf der Skulptur „Gemeindebaum“ von Daniel Hübner (geschaffen 2006)

Der Name Achternholt ist plattdeutsch und leitet sich von der hochdeutschen Bezeichnung „Hinter dem Holze“ ab und verweist auf ausgedehnte Waldungen, die um den damaligen Ort Herbergen vorhanden waren. Hiervon ist der Oberlether Fuhrenkamp (Achternholter Wandereck) verblieben.[2]

Um 1800 war eine Glaserei im Dorf ansässig, die von Berend Hinrich Hemmen aus dem Jeverland geführt wurde.[3]

In Achternholt bestanden zeitweise zwei Ziegeleien. Die erste war von 1795 bis 1895 in Betrieb. Die zweite Ziegelei gehörte Heinrich Anton Speckmann und bestand bis in die 1950er Jahre. Sie befand sich in der Nähe des heutigen Kirchwegs und produzierte Ziegelsteine für den Hausbau.[2][3]

Sehenswürdigkeiten

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Der Achternholter Bökenboom an der Straße „Zum Schießstand“ ist eine Kurzschaftrotbuche mit grünen Blättern. Der etwa 350 Jahre alte Baum gilt als Naturdenkmal.[4]

Zu den Wahrzeichen Achternholts zählen außerdem die „Währungseiche“ und die „Eurolinde“. Die beiden Bäume wurden anlässlich der Einführung der Deutschen Mark im Jahr 1948 beziehungsweise des Euro im Jahr 2002 gepflanzt.[5]

Ein Kriegsdenkmal erinnert an acht im Ersten Weltkrieg und 19 im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten aus Achternholt.[6]

Wegweiser in Achternholt (2021)
Eurolinde in Achternholt (2021)
Kriegsdenkmal an der Böseler Straße

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ehemaliges Wirtschaftsgebäude des Achternholter Krugs (2026)

Der ehemalige Achternholter Krug war lange Zeit ein sozialer Mittelpunkt des Dorfes. Das Gebäude verfügt neben einem Festsaal über eine Kegelbahn und ein Lehrschwimmbecken. Seit Februar 2007 wird es von einem Cateringunternehmen genutzt.[7]

Außerdem befinden sich in Achternholt eine Baumschule, ein Alpakahof mit eigenem Hofladen sowie der Sophienhof, welcher Ferienwohnungen und Veranstaltungsräume anbietet.[8] Der sich im Fuhrenkamp befindende Grillplatz, kann bei Bedarf gemietet werden.

Die Bundeswehr betreibt auf einem Gelände bei Achternholt einen Schießstand.[9]

Dorfgemeinschaft Achternholt

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Grillhütte von Achternholt (2020)

Die Achternholter Dorfgemeinschaft e. V. wurde 1966 gegründet und feierte 2016 ihr 50-jähriges Bestehen. Der ehrenamtlich tätige Verein setzt sich für die Förderung des dörflichen Zusammenlebens ein. Zu seinen regelmäßigen Aktivitäten gehören die gemeinschaftliche Pflege des Kriegsdenkmals und anderer Gemeinflächen. Zudem organisiert er Veranstaltungen wie das Osterfeuer oder Grillfeste.[10][11]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Einwohnerzahlen. Gemeinde Wardenburg, abgerufen am 2. November 2025.
  2. 1 2 Hans Haak: Achternholt. In: Wardenburger Bürgerverein e.V. (Hrsg.): Im Spiegel der Zeit - 700 Jahre Wardenburg. 1. Auflage. 1970, S. 93–95.
  3. 1 2 Erich Martens: Wardenburg in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1984, ISBN 90-288-2730-7, S. 47–48.
  4. ↑ Achternholter Bökenboom. Abgerufen am 26. November 2020.
  5. ↑ Markus Köpke: Das Dorf Achternholt. Abgerufen am 9. September 2026 (deutsch).
  6. ↑ Wardenburg-Achternholt, Landkreis Oldenburg, Niedersachsen. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. 3. Juni 2006, abgerufen am 9. September 2026.
  7. ↑ Dorfkneipe mit Saalbetrieb, Kegelbahn, Schwimmbad und Partyservice. Nr. 46. Nordwest-Zeitung, Oldenburg 23. Februar 2007, S. 41 (nwzonline.de).
  8. ↑ Ortsprofil Achternholt. Gemeinde Wardenburg, 2025, S. 1–3, abgerufen am 9. September 2026.
  9. ↑ Reservisten üben Umgang mit schweren Waffen. Kreiszeitung, 24. Oktober 2016, abgerufen am 29. September 2026.
  10. ↑ Markus Köpke: Die Dorfgemeinschaft. Abgerufen am 9. September 2026 (deutsch).
  11. ↑ Osterfeiertage in Wardenburg: Hier brennen am Samstag und Sonntag die Feuer. In: NWZonline.de. 27. März 2024, abgerufen am 9. September 2026.