ATS HS1
ATS HS1 | |||||||||||||||||||
| Konstrukteur: | |||||||||||||||||||
| Designer: | Robin Herd John Gentry | ||||||||||||||||||
| Nachfolger: | ATS D1 | ||||||||||||||||||
| Technische Spezifikationen | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Chassis: | Aluminium | ||||||||||||||||||
| Radstand: | 2720 mm | ||||||||||||||||||
| Gewicht: | 585 kg | ||||||||||||||||||
| Reifen: | Goodyear | ||||||||||||||||||
| Statistik | |||||||||||||||||||
| Fahrer: | |||||||||||||||||||
| Erster Start: | Großer Preis von Argentinien 1978 | ||||||||||||||||||
| Letzter Start: | Großer Preis der USA Ost 1978 | ||||||||||||||||||
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| WM-Punkte: | — | ||||||||||||||||||
| Podestplätze: | — | ||||||||||||||||||
| Führungsrunden: | — | ||||||||||||||||||
| Grand Prix | ATS HS1/1 | ATS HS1/2 | ATS HS1/3 |
|---|---|---|---|
| Jochen Mass | Jean-Pierre Jarier | ||
| Jochen Mass | Jean-Pierre Jarier Jochen Mass | ||
| Jean-Pierre Jarier | Jochen Mass | ||
| Jean-Pierre Jarier | Jochen Mass | ||
| Jean-Pierre Jarier | Jochen Mass | ||
| Jochen Mass Alberto Colombo | |||
| Jochen Mass | Alberto Colombo | ||
| Jochen Mass | Keke Rosberg | ||
| Jochen Mass | Keke Rosberg | ||
| Jochen Mass | Keke Rosberg | ||
| Jochen Mass | Jean-Pierre Jarier | ||
| Jochen Mass | Hans Binder | ||
| Jochen Mass | Michael Bleekemolen | ||
| Harald Ertl | Michael Bleekemolen | ||
| Michael Bleekemolen | |||
| Michael Bleekemolen |
Renneinsätze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das ATS-Team meldete zu jedem Rennen des Jahres 1978 zwei Autos. Schmid verpflichtete insgesamt sieben Fahrer, die „gut, schlecht und irgendwo dazwischen angesiedelt“ waren.[7] Die meisten von ihnen galten als Paydriver.[3] Anfänglich war geplant, dass Robin Herd an den Rennwochenenden die Autos als Renningenieur betreuen sollte. Herd verließ das Team allerdings nach Unstimmigkeiten mit Schmid bereits vor dem ersten Saisonrennen.[8] Sein Nachfolger wurde John Gentry.

Stammfahrer war Jochen Mass, der von 1974 bis 1977 im etablierten und im Vergleich zu ATS deutlich größeren britischen Team McLaren als zweiter Mann neben Emerson Fittipaldi und James Hunt eingesetzt worden war. Er galt als erfahrener Pilot, der dem Team Stabilität geben sollte.[3] Mass begründete seinen Wechsel zu ATS mit der Person Robin Herds, dem er die Konstruktion leistungsfähiger Rennwagen zutraute.[8]
Mass bestritt die ersten 13 Rennen des Jahres für ATS. Er kam sechsmal ins Ziel; sein bestes Ergebnis war der siebte Platz beim zweiten Rennen des Jahres in Brasilien. Allerdings sorgte dieses Rennen für einige Unruhe im Team. Mass hatte sein Auto bei einem Trainingsunfall schwer beschädigt. Günter Schmid wies ihm daraufhin für das Rennen den Wagen seines Teamkollegen zu, der daraufhin, obwohl er einen deutlich besseren Startplatz als Mass erreicht hatte, am Rennen nicht teilnehmen konnte.[3] Sowohl in Österreich als auch in den Niederlanden verpasste Mass die Qualifikation. In der Woche nach dem Zandvoort-Rennen verunglückte Mass bei einem Testunfall in Silverstone schwer; er musste daraufhin sein Formel-1-Engagement für den Rest der Saison beenden.[8] Sein Nachfolger war der Niederländer Michael Bleekemolen, der bei vier Einsätzen für ATS nur einmal die Qualifikation bestand. Beim Großen Preis der USA Ost in Watkins Glen ging er als 25. und Vorletzter ins Rennen, musste aber wegen eines Defekts der Ölpumpe nach 43 von 59 Runden vorzeitig aufgeben.
Für das zweite Auto war anfänglich Bruno Giacomelli vorgesehen, der sich allerdings nach ersten Verhandlungen mit ATS für das im Entstehen befindliche Formel-1-Team von Alfa Romeo entschied.[3] Statt seiner fuhr in den ersten fünf Rennen des Jahres Jean-Pierre Jarier, der bereits im Vorjahr Stammpilot bei ATS gewesen war. Jarier kam dreimal ins Ziel; sein bestes Ergebnis war Platz acht beim dritten Weltmeisterschaftslauf des Jahres in Südafrika. Zum Großen Preis von Deutschland kehrte er noch einmal zu ATS zurück. Hier verpasste er die Qualifikation.
Beim Großen Preis von Belgien debütierte der italienische Rennfahrer Alberto Colombo im zweiten ATS. Ohne jemals zuvor im HS1 gesessen zu haben, überstand er in Zolder die Vorqualifikation; hier setzte er sich gegen Arturo Merzario und Héctor Rebaque durch. Im Zeittraining verpasste Colombo allerdings die Qualifikation um mehr als eine Sekunde; er war über fünf Sekunden langsamer als der Polesitter Mario Andretti (Lotus). Auch beim folgenden Rennen in Spanien schied Colombo in der Qualifikation aus.[10]
Zum folgenden Rennen in Schweden wurde Colombo durch den Finnen Keke Rosberg ersetzt, der eigentlich bei Theodore Racing unter Vertrag stand, nach dem vorübergehenden Rückzug seines Teams aus der Formel 1 aber für die Rennen des Frühsommers ohne Cockpit war. Rosberg startete in Schweden, Frankreich und Großbritannien im zweiten ATS. Er qualifizierte sich für jedes Rennen und kam zweimal – als 15. in Anderstorp und als 16. in Paul Ricard – ins Ziel. Danach schlossen sich wieder Rennverpflichtungen für Theodore an. Für die letzten beiden Rennen des Jahres 1978 kehrte Rosberg zu ATS zurück; hier fuhr er allerdings den neu konstruierten ATS D1.
Zu den letzten vier europäischen Rennen meldete ATS vier unterschiedliche Fahrer für den zweiten HS1: Jarier für den Großen Preis von Deutschland, Hans Binder für das Rennen in Österreich, Michael Bleekemolen für den Großen Preis der Niederlande und Harald Ertl für das Rennen in Italien. Keiner von ihnen qualifizierte sich.
Rennergebnisse in der Formel 1
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Fahrer | Nr. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Automobil-Weltmeisterschaft 1978 | 0 | — | |||||||||||||||||
| 9 | 11 | 7 | DNF | DNF | DNQ | 11 | 9 | 13 | 13 | NC | DNF | DNQ | DNQ | ||||||
| DNQ | DNF | DNQ | |||||||||||||||||
| 10 | 12 | DNS | 8 | 11 | DNQ | DNQ | |||||||||||||
| DNQ | DNQ | ||||||||||||||||||
| 15 | 16 | DNF | |||||||||||||||||
| DNQ | |||||||||||||||||||
| DNQ | |||||||||||||||||||
| DNQ | |||||||||||||||||||
| Legende | ||
|---|---|---|
| Farbe | Abkürzung | Bedeutung |
| Gold | – | Sieg |
| Silber | – | 2. Platz |
| Bronze | – | 3. Platz |
| Grün | – | Platzierung in den Punkten |
| Blau | – | Klassifiziert außerhalb der Punkteränge |
| Violett | DNF | Rennen nicht beendet (did not finish) |
| NC | nicht klassifiziert (not classified) | |
| Rot | DNQ | nicht qualifiziert (did not qualify) |
| DNPQ | in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify) | |
| Schwarz | DSQ | disqualifiziert (disqualified) |
| Weiß | DNS | nicht am Start (did not start) |
| WD | zurückgezogen (withdrawn) | |
| Hellblau | PO | nur am Training teilgenommen (practiced only) |
| TD | Freitags-Testfahrer (test driver) | |
| ohne | DNP | nicht am Training teilgenommen (did not practice) |
| INJ | verletzt oder krank (injured) | |
| EX | ausgeschlossen (excluded) | |
| DNA | nicht erschienen (did not arrive) | |
| C | Rennen abgesagt (cancelled) | |
| keine WM-Teilnahme | ||
| sonstige | P/fett | Pole-Position |
| 1/2/3/4/5/6/7/8 | Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen | |
| SR/kursiv | Schnellste Rennrunde | |
| * | nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet | |
| () | Streichresultate | |
| unterstrichen | Führender in der Gesamtwertung | |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Adriano Cimarosti: Das Jahrhundert des Rennsports. 1. Auflage. Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01848-9.
- David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001. Crowood Press, 2001, ISBN 1-86126-339-2. (englisch)
- David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7.
- Ferdi Krähling, Gregor Messer: Sieg oder Selters. Die deutschen Fahrer in der Formel 1. Delius Klasing, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-7688-3686-9.
- Pierre Ménard: La Grande Encyclopédie de la Formule 1. 2. Auflage. St. Sulpice 2000, ISBN 2-940125-45-7. (französisch)
- Doug Nye: Das große Buch der Formel-1-Rennwagen. Die Dreiliterformel ab 1966. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Köln 1986, ISBN 3-481-29851-X.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Doug Nye: Das große Buch der Formel-1-Rennwagen. Die Dreiliterformel ab 1966. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Köln 1986, ISBN 3-481-29851-X, S. 167.
- 1 2 Adriano Cimarosti: Das Jahrhundert des Rennsports. 1. Auflage. Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01848-9, S. 289.
- 1 2 3 4 5 6 Pierre Ménard: La Grande Encyclopédie de la Formule 1. 2. Auflage. St. Sulpice 2000, ISBN 2-940125-45-7, S. 136.
- 1 2 David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 23 f.
- ↑ David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 208.
- ↑ Adriano Cimarosti: Das Jahrhundert des Rennsports. 1. Auflage. Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01848-9, S. 283.
- 1 2 David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001. Crowood Press, 2001, ISBN 1-86126-339-2, S. 26.
- 1 2 3 4 Ferdi Krähling, Gregor Messer: Sieg oder Selters. Die deutschen Fahrer in der Formel 1. Delius Klasing, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-7688-3686-9, 57.
- 1 2 Renngeschichte des ATS HS1 auf der Internetseite www.oldracingcars.com (abgerufen am 23. Mai 2014).
- ↑ Biografie Alberto Colombos auf der Internetseite www.f1rejects.com (abgerufen am 23. Mai 2014).
